Hausfrau und Mutter... du hast doch ein entspanntes Leben

Archiv des urbia-Forums Partnerschaft.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Partnerschaft

Eine dauerhafte Partnerschaft ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Lust und Frust liegen da oft nah beieinander. Hier könnt ihr offen ausdrücken, was euch innerlich bewegt.

Beitrag von ??? 17.03.11 - 09:41 Uhr

Guten Morgen,

Mein Mann und ich sind seit 9 Jahren zusammen und haben zwei Kinder von 3 und 5 Jahren. Kurz gesagt, eine Beziehung haben wir schön länger nicht mehr wirklich.

Es gibt bei uns viele Streitpunkte und ich weis leider nicht mehr wie ich diese ändern kann und bin müde vom diskutieren.

1 Punkt: Mich macht es sehr traurig, das mein Mann meinen Job auf die leichte Bank schiebt.:-[
Er meint, das ich es so gut hätte bzw. auch immer die Vormittag für mich.
Und wenn ich einen anderen Mann hätte dieser sicher nicht soviel machen würde usw.

Kurz: Mein Mann geht morgens um 7:15 Uhr aus dem Haus und kommt um 19:30 Uhr wieder nach Hause.
Ich kümmere mich von 7 bis 20 Uhr um die Kids und Haushalt.
(Einkaufen, Kochen, Putzen, mit dem Hund gassi gehen, aufräumen,
im Sommer Gartenarbeit, Kinder bespielen) Eben alles was eine Hausfrau mit Kinder so zu erledigen hat. Streiterein inbegriffen.

Um den Hund kümmere ich mich zu 99% allein. Der muss ja auch raus, was ich bzw. auch sehr gerne mache.
Am Wochenende habe ich auch Arbeit und muss hier alles erledigen
und nebenbei bin ich noch Fernstudentin.
Mein Mann hält meine Tätigkeiten für Nichtig und nimmt mich nicht erst.
Wenn er dann nach langem reden endlich mal das Regal an die Wand bohrt, was schon seit 8 Monaten bereit liegt, dann lässt er sich von mir immer noch feiern und betont, das er MIR das REGAL extra angebohrt hat. Und ich mich bedanken könnte. Schliesslich wäre das WE zum ausruhen da.
Das einzige was er freiwillig macht ist Sonntags Brötchen holen.
Und Abends von 19:45 bis 20 Uhr ein Kind mit ins Bett bringen.

Wobei ich sagen muss... 2 Tage in der Woche ist mein Mann nach der Arbeit noch beim Sport. Ich dürfte natürlich auch weg.... bin es aber meist eher nur 1-2 mal im Monat unterwegs.

Im Urlaub sagt mein Mann am Ende oft. Bin ich froh, das ich wieder arbeiten kann... weil er dann merkt das Kinder auch anstrengend sind.
Wenn ich sage, das er gerne mal meinen Job machen kann, dann meint er das er das mit links erledigt.

2 Punkt: Ich mag seine Eltern nicht.#hicks Meine Meinung nach (sorry) haben die ein Sprung in der Schüssel :-p
Fakt ist, das ich diese regelmäßig treffen muss bzw. sie hier sind.
Zwar gehen sie mir immer extrem auf dem Wecker, aber ich toleriere sie wegen meinem Mann, der nämlich extrem zu seinen Eltern hält und versucht ihnen möglichst alles recht zu machen.

Das schlimmste für mich ist aber noch, das mein Mann von mir verlangt mit seinen Eltern in den Urlaub zu fahren.
Früher waren wir jedes Jahr mit ihnen. (
Dann konnte ich mich durchsetzen, nur noch jedes 2te Jahr mit seinen Eltern zu verreisen und mein Mann in dem Jahr allein für ein verlängertes Wochenende mit den Kindern sie im Urlaub extra besucht hat.
Nun geht die Diskussion wieder los. Er will nun wieder ein verlängertes WE mit den Kids seine Eltern in der Ferienwohnung besuchen.
Ist für mich OK, dann mache ich mir das bei meiner Freundin gemütlich :-)
Aber nächstes Jahr will er wieder, das wir 2 Wochen mit seinen Eltern verreisen. :-[ Ich hab da wirklich kein lust zu! Lieber verzichte ich auf Urlaub. Mein Mann kann mich nicht verstehen und ist sauer, das ich mich so anstelle.


3 Punkt: Nun schaue ich immer mal nach Jobangeboten.
Kommentar von meinem Mann: Warum machst du das?
Er versteht nicht, das ich auch gerne etwas Geld hätte um mir was zu leisten und nicht wegen jeder Kleinigekeit fragen zu müssen oder ein schlechtes Gewissen haben zu müssen.

Wie läuft es bei euch?
Legen sich eure Männer am WE auch auf die Couch und meinen, das sie nun Wochenende haben und sich von der Woche erholen müssen.
Und diese alle paar Wochen (nur weil Frau meckert) auch mal gewisse Dinge (Handwerkerarbeit) erledigen?
Gern macht mein Mann AUsflüge mit uns, weil er mir dann nicht zu sehen muss wie ich arbeite und ich nicht nerve, das er irgendwas reparieren soll.

Sorry, ist ein wenig lang geworden.

Bin gespannt wie es bei euch so läuft.






Beitrag von agostea 17.03.11 - 09:53 Uhr

Ähnlich, nur das ich zusätzlich 40Std./Woche arbeite und sich mein Partner nicht so ignorant und herabsetzend verhält.

Ich würde ihm deutlich Grenzen setzen und ihm raten, sein Verhalten zu ändern. Und Urlaub mit seinen Eltern würde ich per se knicken. Ihr als Familie solltet Zeit miteinander verbringen. Das ist wichtiger.

Gruss
agostea

Beitrag von ??? 17.03.11 - 10:12 Uhr

Danke Agostea für deinen Beitrag.

Tja, was soll ich sagen... mein Problem ist ja, das mein Mann das nicht akzeptiert.

Sage ich, das ich zB nicht mit seinen Eltern in den Urlaub möchte,
dann geht die Diskussion los. Er kann es nicht verstehen, denn er sieht nur Vorteile in dem Urlaub.
Wir können die Kinder mal abgeben, die Kinder freuen sich... bla bla bla.

Er ist der Meinung, das ich die Zicke bin, sie sich nicht so anstellen soll.

Wir diskutieren schon seit gut 8 Jahren wegen seiner Eltern.
Ich glaub einfach, das er schon dicht gemacht hat, was seine Eltern angeht und alles was negativ gegen seine Eltern kommt gleich Diskussion gibt.

Er ist der Meinung seine Eltern wären immer für uns da. Und ich sollte mal nicht so zicken. Sein Vorschlag war, ein Jahr mit meinen Eltern und ein Jahr mit seinen Eltern in den Urlaub.
Klar mit meinen Eltern hab ich da weniger ein Problem. Muss ich aber auch nicht jedes Jahr haben. Er wollte mich damit quasi rum kriegen,
damit ich zustimme.




Beitrag von agostea 17.03.11 - 10:25 Uhr

Urlaub mit den Eltern wäre für mich kein Diskussionspunkt mehr. Läuft nicht, fertig. Er hat ja die Option, mit seinen Eltern zu fahren - aber dann halt ohne dich. Das sollte er sich eben überlegen.

Was soll überhaupt dieses Eltern - Urlaub - Gedönse? Meine Eltern würden das gar nicht WOLLEN, mit uns gemeinsam zu urlauben und schon mal gar nicht regelmäßig....?! #kratz

Mein Rat - setz dich durch. Wenn ihr schon so lange Jahre ewig am diskutieren seid und du schon das Gefühl hast, er macht ohnehin dicht, dann gäbe es bei mir nur noch Ansagen.

Seine Dankbarkeit den Eltern gegenüber (für was auch immer), kann man sicher auch anders kund tun, als wertvollen Familienzeit - Urlaube dafür zu "opfern".

Und das Argument "Wir können die Kinder mal abgeben....die Kinder freuen sich...." - sicher. Dann frage ihn doch mal, warum seine Eltern nicht alleine mit ihren Enkeln wegfahren?
Damit wäre alles gelöst und jeder würde davon profitieren.

So machen es meine Eltern zum Beispiel;-)

Oder hängt ER seinen Eltern am Rockzipfel?

Beitrag von ??? 17.03.11 - 11:11 Uhr

Ja, du hast Recht ich werd mich durchsetzen!
Wir werden sicher heute Abend drüber reden.
Mal sehen was er sagt... hihi

Ja, manchmal glaube ich auch, das mein Mann seinen Eltern noch am Rockzipfel hängt ;-) Sie sind ihm quasi heilig.
Aber wehe ich erwähne das....

Ja, das war auch schon mein Vorschlag. Kinder fahren mit Oma in den Urlaub.
Mein Mann meint, das seinen Eltern das zu anstrengend ist.
Und sie die Verantwortung nicht übernehmen wollen. Evt für ein Kind, wenn er älter ist.


Beitrag von judith81 17.03.11 - 10:08 Uhr

Hallo,
ich bin in Elternzeit, Kinder sind 3 u. 1,5 Jahre, Große ist Vormittags im Kindergarten.
Bei uns ist mein mann von Mo bis Fr. von 7 - 17:30 Uhr außer Haus, danach gibts gemeinsames Essen, anschl. macht er noch was (Autowaschen oder sonstiges), meist mit einem Kind um 19:30 Uhr gehen beide Kinder ins Bett (i. d. R. bringen wir sie zusammen ins Bett), hätte abera uch kein Problem sie allein ins Bett zu bringen. Einmal im Monat geht er abends mit Kumpels weg, ich nicht. Dürfte aber auch!
Im Moment sehen wir es so, dass ich für die Kinder da bin, er Geld verdient. Ich darf mir aber auch was kaufen, ohne groß zu fragen. So kaufe ich Klamotten u. Schuhe für die Kinder und für mich, wie ich mag (wobei ich niemand bin, der z. B. 20 Euro für Kinderjeans ausgibt oder 40 Euro für Schuhe).
Samstags wird bei uns gearbeitet, entweder mache ich noch Dinge im Haushalt oder ich helfe beim Holzmachen, mit Kindern.
Sonntags wird was gemeinsam gemacht, neulich Zoo, manchmal auch "nur" ein Spaziergang im Ort ............in Urlaub fahren wir einmal im Jahr (ohne Eltern), dieses Jahr 11 Tage Fehmarn FeWo.
Zu meinen Eltern fahren wir immer mal wieder übesr Wochenende (wohnen 180 km entfernt), oder sie besuchen uns. Über Fasching war ich mit den Kids allein dort, mein Mann wollte für Fasching keinen Urlaub nehmen. Nach Ostern wollen wir gemeinsam für eine Woche zu meinen Eltern fahren, ist aber noch unklar, ob mein Mann Urlaub bekommt, ansonsten fahren wir alleine (was ich sehrs chade fände).
Seine Eltern wohnen mit im Haus, ebenso seine Minderbegabte Schwägerin. Seine Mutter ist dement ...................das ist für uns alle nicht einfach. Sein Vater ist stur, sicherlich von geschädigt vom Diabetes .....ihn mag ich gar nicht, aber ich zeige es ihm nicht. Ich sage aber meien Meinung ....................was bisher immer ok war. Würde mein Mann auf gemeinsamen urlaub mit ihenen bestehen, ich würde das nicht zulassen! Im urlaub soll man sich schließlich erholen, was ich dann nicht könnte! Aber mein Mann will es nicht, er weiß, wie schwierig sein Vater ist.

Musst du bei allen Anschaffungen vorher deinen Mann fragen? Das würde mich stören, klar kaufe ich kein Wohnzimmer ohne ihn! Aber die Alltäglichen Dinge auf jedenfall oder auch mal ein Spielzeug für die Kinder o. ä.!

Lg
Judith

Beitrag von judith81 17.03.11 - 10:10 Uhr

Mein Mann sagt nicht, dass ich ein schönes Leben hätte .........er genießt die Zeit mit den Kindern, sagt aber auch, dass es doch stressig ist und anstrengend und er das den ganzen Tag nicht machen wollen würde! Klar nimmt er die Kinder mal, wenn ch einen Arzttermin oder so habe, aber den ganzen Tag, tägl. die Kinder von früh bis Abends möchte er nicht haben. Er weiß zu schätzen, was ich alles leiste.
Sollte es bei den 2 Kindern bleiben, wrede ich mir allerdings ab Sept. 2012 einen Job für Vormittags suchen gehen ..............vorrausgesetzt ich werde im Haus bei Schwiegermutter nicht gebraucht.

Beitrag von rhenus11 17.03.11 - 10:15 Uhr

Hallo Dreifachfragezeichen,

ich bin ein Mann, habe drei Kinder und bin froh, morgens um 0600 das Haus verlassen zu dürfen, denn ich muss mich nicht mit Kindern herumschlagen, die sich nicht waschen lassen wollen, kränkeln, übellaunig sind oder aber sich in die Haare bekommen. Ich muss nicht zum KiGa und zu Oma und Opa düsen, die Kinder abliefern und darauf achten noch pünktlich im Dienst zu erscheinen. Außer freitags plage ich mich im Regelfall nicht mit Arztterminen, Kinderturnen und Schwimmkursen herum. Ich komme abends gegen 1700 heim, bin der Held vom Erdbeerfeld, werde gedrückt und liebkost, knuddele meine Brut, lasse sie dann weiter spielen, entspanne mich beim Abendbrot kochen oder richten. Schaue dann den Sandmann und zurzeit Nils Holgersson, überwache das Zähneputzen und gebe noch eine Gutenachtgeschichte zum besten, zurzeit "Der kleine Ritter Trenk", übrigens Weltklasse, doch das nur am Rande.

Diese werktäglich "familiäre Lebensqualität" ermöglicht mir alleine meine Frau, die in Potenz fleißiger, streßresistenter und balstbarer ist, als ich das an ihrer Stelle wohl wäre. Niemals werde ich meiner Frau ihren Einsatz für uns Familie angemessen danken können aber ich bin mir stets bewußt, was sie leistet und würdige sie ob dessen ud gestatte mir keine Frechheiten oder läpsche Bemerkungen. Sie hat neben meiner Liebe all meinen Respekt.

Kurz und andersherum: Dein Gatterich scheint mir ein doch recht selbstgerechter Ignorant zu sein, dem in erster Lienie an einer gehorsamen, unselbständigen und funktionierenden "Frau", nicht aber Partnerin gelegen scheint.

Die Frage, die sich mir stellt ist, wie er zu seiner selbstherrlichen und rücksichtslosen Sergeantenmentalität gelangt ist. Prüfe das doch mal, so ganz für Dich!

Mein eigentlicher Rat wäre:

1. Mach ihm klar, wie beziehungsgefährdend sein Verhalten ist.
2. Verdiene Dein eigenes Geld, so Du kannst.
3. Wenn Söhnchen mit seinen Erzeugern in Urlaub will, bitte, aber halt ohne Dich!


Wird schwer, ich weiß, aber Du hast ihn durch Deine Langmut mit zu dem gemacht, was Dein Dasein heute belastet und in Teilen entwürdigt, finde ich. Das meine ich ganz sachlich und keinesfalls schadenfroh oder zynisch.

Dennoch, gutes Gelingen

rhenus


Beitrag von ??? 17.03.11 - 10:47 Uhr

Hallo Rhenus,

wie schon auch ein Kommentar von einem Mann zu lesen!

Naja... *lach* Gehorsam ist wohl übertrieben.
Wir konnten ja schon mal einen Kompromiss finden, nur alle 2 Jahre mit seinen Eltern zu fahren. Erst war es für mich Ok. Doch nun sind meine Eltern bzgl. seiner anstrengenden Eltern überstrapaziert.
Er liebt seine Eltern und würde alles für sie tun.Ich sollte mich nur nicht bequatschen lassen... an der Stelle geb ich dir recht! Ich sollte die Diskussion aushalten und am Ende eben die Zicke sein ;-)

Mein eigentlicher Rat wäre:

1. Mach ihm klar, wie beziehungsgefährdend sein Verhalten ist.
Ja, das habe ich schon und ihm ein Paartherapie vorgeschlagen.

Da reagierte er nur sauer und hat mich gefragt, was der Quatsch jetzt soll. Er sieht die Beziehungsgefährdung nicht. Für ihn ist alles gut.
Er entschuldigt sich ab und zu, da er momentan oft gestresst von der Arbeit kommt.

2. Verdiene Dein eigenes Geld, so Du kannst.
Ja... bin ja noch Fernstudentin. Bin aber auf der Suche nache einem passendem Job ab Sommer.

3. Wenn Söhnchen mit seinen Erzeugern in Urlaub will, bitte, aber halt ohne Dich!
Ja, da hast du auch Recht! Das sage ich ihm! :-)


"Wird schwer, ich weiß, aber Du hast ihn durch Deine Langmut mit zu dem gemacht, was Dein Dasein heute belastet und in Teilen entwürdigt, finde ich. Das meine ich ganz sachlich und keinesfalls schadenfroh oder zynisch."

Hier zu möchte ich gerne sagen, das er arbeiten geht und das Geld verdient und ich eben den Haushalt/Studium und die Kinder versorge.
Das ist wie bei vielen eben der Diel.
Ich erwarte von meinem Mann nicht, das er nach der Arbeit noch etwas erledigt, aber ich würde mir wünschen, das mein Mann öfter von alleine gewisse Dinge in Angriff nimmt, ohne dass ich wochenlang vorher intervenieren.


Beitrag von rhenus11 17.03.11 - 11:12 Uhr

Du nimmst ihn gerade sehr in Schutz!

Auch ich verdiene bei uns daheim das meiste Geld, das befreit mich aber nicht von Hausarbeiten, so sind beispielsweise die Bäder und WC's sowie das Fensterputzen und Kochen ganz meins. Die Tatsache, dass ich mich dreizehn Stunden außer Haus herumdrücke, befreit mich doch in keiner Weisen von meinen haushalterischen und elterlichen Pflichten. Vollzeitarbeit kann doch kein Freifahrschein für Egoismen des einen zulasten des anderen sein?

Das Grundproblem bei Euch scheint mir, dass Dein Mann keinerlei Problembewußtsein hat.
Ich würde merken, wenn meine Frau etwas bedrückt oder sie unzufrieden oder gar unglücklich wäre und gegen diese Zustände anreden und handeln. Mal ganz davon abgesehen, dass sie es von sich aus niemals soweit kommen ließe.

Schlußendlich ist es doch so, dass Eltern nur aus dem Zustand einer glücklichen Partnerschaft heraus, "gute" (liebevolle, belastbare, realistische) Eltern sein können.

Mit Ignoranz, mangelndem Respekt und Selbstgefälligkeit ist eine glückliche Partnerschat sicherlich nicht zu erlangen, denke ich.

Darüber hinaus hat das Einfordern von Fairness nichts mit dem Status einer Zicke zu tun.

Nur meine Meinung!

Beitrag von ??? 17.03.11 - 12:18 Uhr

Rhenus, da kann ich dir wirklich nur zu deiner tollen Parnerschaft gratulieren!
Du bist sicher einer dieser tollen Ausnahmemänner :-)
Aber schön, dass du es als Mann trotzdem ähnlich wie ich siehst.

Mein Mann kommt erst um 19:30 Uhr nach Hause.
Während ich die Kids im Bad versorge, zieht sich mein Mann um und isst noch eine Kleinigkeit.
Anschliessend bringen wir die Kids ins Bett. Jeder eins.
Kommt er mal früher, essen wir auch mal zusammen.

Danach geht mein Mann ins Bett. Guckt TV und schläft.

Ich gehe unten TV schauen und lege noch Wäsche zusammen oder lerne.

Kein toller Abend als Paar, aber mein Mann ist müde und K.O vom Tag und hat meist keine Lust auf lange Gespräche oder Aktivitäten.

Für mich ist es OK. Und ich erwarte in der Woche auch keine Dienste oder Hilfe. Das schaffe ich schon alleine. Aber Annerkennung wäre schön.

Wow, du kochst und machst die Bäder. Respekt!
Ich bitte meinen Mann seinen Kram weg zuräumen.
Meist bin ich auch dann die Zicke, weil ich es meist 3 mal sagen muss.

Am Wochenende erwarte ich auch keine Hilfe im Haushalt.
Würde er mal mit den Kids ne Stunde spielen oder hier und da mal für 30 min was reparieren und meine Arbeit loben. Wäre ich super zu frieden.

Ja, an dem Problembewusstsein ist wohl was dran.
Weil alles was er nicht als sein Problem deklarieren könnte,
kann seiner Meinung nach auch kein Problem für mich sein.
Siehe seine Eltern. In seinen Augen sind sie doch PRIMA.

Wie du schon schreibst, bei uns ist einiges im argen.

Mein Mann betont auch gerne, das ich alleinerziehend wesentlich schlimmer dran wär und doch froh sein kann, das ich nicht arbeiten muss
und abgesichter bin. So nach dem Motto, wenn du dich trennst, dann.... hast du den Salat! Damit hat er ja auch nicht ganz unrecht.


Ich drehe mich gerade im Kreis und komme nicht raus.
Wahrscheinlich ist es das Beste, wenn ich offiziel anfange zu arbeiten.
Vielleicht ändert sich dann was und ich hole mir die Annerkennung meiner Arbeit woanders ;-)





Beitrag von rhenus11 17.03.11 - 13:36 Uhr

Moment mal, danke für die Blumen aber ich bin weder Ausnahme noch toll. Der Zustand unserer Beziehung ist uns nicht in den Schoß geplumst, denn für den gegenwärtige Güte derselben mussten wir hart an uns arbeiten und ohne ständige Kommunikation, Kritikfähigkeit und funktionsfähiger, weil fairer und sachlicher, "Streitkultur", wäre der Status Quo auch nicht aufrecht zu erhalten. Eine Art Dauerternmin, wenn Du so willst.

>>> Mein Mann betont auch gerne, das ich alleinerziehend wesentlich schlimmer dran wär und doch froh sein kann, das ich nicht arbeiten muss
<<<

Die Äußerung halte ich für eine gönnerhafte Frechheit, denn Deinen Schilderungen nach bist Du bereits in weiten Teilen Deines Daseins alleinerziehend.

Ehrlich, würde mir eine meiner Schwägerinnen (ich habe derer drei) dergleichen berichten und der betreffende Bruder käme mir so überheblich und selbstgerecht daher, würde dieser schlagartig begreifen müssen, warum die Richterskala oben offen gelassen wurde.

Welch ein arroganter Anus²!

Der erwartet offensichtlich auch noch Dankbarkeit von Dir, dass Du Dich nach ihm zu richten hast?

Mütter, tretet Eure Söhne beizeiten ins Beinkleid und immer wieder, wenn nötig!

Mit einer gewissen Fassungslosigkeit,

rhenus

Beitrag von falkster 17.03.11 - 11:07 Uhr

sehr ähnliches Lebenskonzept hier, wobei wir nur eine dreimonatige Tochter haben...
Ich finde an derartigen Konzepten nix Verwerfliches, solange man als Mann sich eine Vorstellung davon macht, was Frau leistet und das auch entsprechend würdigt.

Ich kann nicht nachvollziehen, warum so viele Männer dies offenbar anders sehen.

Beitrag von rhenus11 17.03.11 - 11:30 Uhr

Nach zwölf Jahren Bundeswehr, bin ich mit bestimmten Männerschlägen ohnhin durch.

Aber ich bin immer wieder fassungslos, wie viel Frau sich bieten lässt. Von der naiven Vorstellung, jemanden ändern zu können, mal ganz abgesehen!

Beitrag von sunshine1176 18.03.11 - 11:10 Uhr

Ich verstehe vieles in manchen Beziehungen nicht! Wieso muss man sich ständig für völlig selbstverständliche Dinge loben?

Manche Menschen gehen arbeiten und manche bleiben zu Hause! Das ist doch ein Konzept, das man sich zusammen ausdenkt. Werden denn die Männer jeden Abend, wenn sie von der Arbeit kommen gelobt? Meiner nicht!

Wenn man sich als Paar dafür entscheidet, dass die Frau zu Hause bleibt, dann ist doch klar, was sie dort macht! Fertig!

Dass man als derjenige, der arbeitet, nicht alles stehen und liegen lässt und sich den Hintern hinterhertragen lässt, ist auch klar! Dass man mit anfasst und bestimmte Dinge auch.

Dass man sich gemeinsam in der gemeinsamen freien Zeit um die Kinder kümmert oder als Papa mal alleine was mit ihnen unternimmt, sehe ich auch als selbstverständlich an (für mich selbstverständlich).

In der Regel klärt man aber viele dieser Dinge vor allem anderen oder nicht?

Beitrag von borstie2000 17.03.11 - 10:30 Uhr

Hallo Du,

so wie Du den Alltag beschreibst, gehts es den meisten Frauen.

Mit einigen Unterschieden:

- Einige haben Männer (so wie Deiner) - die diese Arbeit einfach zu wenig anerkennen - klar, dieser "Job" wird ja auch nicht real bezahlt, es kommt kein zusätzliches Gehalt dazu.

- Einige haben gar keine Männer, weil diese entweder abgehauen sind, oder keinen Unterhalt zahlen, oder weil sich diese Frauen bewußt für ein Leben als Alleinerziehende entschieden haben (ja, die gibts auch..)

- Einige haben Männer, die die Arbeit ihrer Frauen durchaus anerkennen, viel Loben, aber trotzdem nicht viel im Haushlt mithelfen; sprich: die Frau hat zwar vieles (Kinder, Haustiere, Haushalt, Einkaufen usw.) an der Backe, ihre Arbeit wird aber wertgeschätzt.

- Einige haben Männer, die -nach dem modernen Prinzip- "Neuzeitväter" sind, die alles schultern, Beruf, Kinder, Frau, zusätzlich Elternzeitmonate nehmen, Nachts aufstehen, wenn das Kleine brüllt ("Schatz, lass mal, ich mach das schon...ist egal wenn ich morgens um 6 Uhr raus muss und dann 14 Stunden arbeiten muss") - das ist auch nicht der Idealfall.

Was ich Dir aber damit sagen will: Du verdienst auf jeden Fall Anerkennung für das was Du machst. Fordere das auch ein. Es kann nicht sein, daß Dein Mann Deine Arbeit ins Lächerliche zieht und so tut, als ob Du sonst nix zu tun hättest.

Sei Dir aber gewiß, daß andere Mütter noch etwas mehr machen müssen (weil sie keine andere Wahl haben ). Ich war bis letzten Sommer alleinerziehend mit Kindergartenkind, vollzeit arbeitend. Habe also Haushalt, Kind und 40 Stunden-Job alleine geschultert.

Zu den ständigen Urlauben mit Schwiegereltern - wäre für mich undenkbar, weil das ein totaler Beziehungskiller werden kann. Ihr macht das schon seit Jahren, Du hast es immer wieder toleriert und "ertragen". Kein Wunder, daß Dein Mann kein Verständnis dafür hat, wenn es Dir plötzlich "nicht mehr reinpasst".

An Deiner Stelle solltest Du Dir mal eine Woche Auszeit nehmen, lass Deinen Mann mal den Alltag alleine machen, vielleicht erkennt er dann, was Du seit Jahren schon so machst.
Männer haben nicht unbedingt die Eigenschaft, uns Frauen jeden Wunsch von den Lippen abzulesen, man muss ihnen schon auch mitteilen, wo die Bedürfnisse sind - und nicht nach Jahren, wenn der Zug schon abgefahren ist.

LG
Borstie


Beitrag von ??? 17.03.11 - 11:00 Uhr


Borstie,
ja da hast du wirklich eine Menge um die Ohren gehabt, das möchte ich auch nicht.
Ich will mich nicht über meine Arbeit beschweren.
Bis vor kurzem habe ich neben Kind, Haushalt noch gute 30 bis 40 Std. in der Woche gelernt. Musste mir über Finanzen aber keine Sorgen machen.


Also das mit den Urlauben war so....wir sind 9 Jahre zusammen.
Davon die ersten 3 Jahre waren wir als paar im Sommer immer nur mal 2-3 Tage bei Schwiegis in der Ferienwohnung.
Als die Kids kamen, war es die ersten 2 Jahre noch Ok.
Auch mal mit Kind 1-2 Wochen urlaub zu machen. Hat mich aber auch schon genervt. Dann haben wir es abgeschafft jedes Jahr und fahren seit 4 JAhren im Wechsel, da ich keine Lust mehr auf diesen Familienurlaub habe. Nun fördere ich, das er alleine fahren soll, da mir seine Eltern zu sehr auf den Wecker gehen (sage ich so natürlich nicht)

Lach* meinen Mann den Alltag machen....ja das hatten wir mal 3 Tage wo ich im Urlaub meines Mannes Grippe hatte.
Mein Mann macht nur das aller Nötigste.
Ich koche täglich frisch. Mein Mann macht sich und den Kids nur ne Dose auf. Haushalt macht er nicht mehr als mal saugen. Ich habe es gerne sauber und ordentlich, mein Mann ist da eher anders :-(
Selbst wenn er saugt und aufräumt, sieht es danach nicht besser als vorher aus ;-) Ne lieber nicht. Dann habe ich am Ende noch mehr arbeit.

Beitrag von borstie2000 17.03.11 - 11:45 Uhr

Ich finde es grundsätzlich nicht verkehrt, wenn man ein gutes Verhältnis zu den Eltern beiderseits pflegt und -ab und zu mal- auch seinen Schatten springt.

Da können verlängerte Wochenenden mit den Schwiegis schon mal drin sein.

Nicht in Ordnung finde ich aber, einen 2 Wöchigen Urlaub jedes Jahr zu planen, ohne Dein Einverständnis. Gibt es denn keine Alternativen ? Ist Deinem Mann die Zeit mit Euch - seiner Familie- nicht wichtig?

Nicht ganz verstehen kann ich aber auch, daß Dein Mann einen Urlaub dann ohne Dich vorzieht.
Da sind falsche Prioritäten gesetzt.

Beitrag von ??? 17.03.11 - 12:32 Uhr

Ich habe ein gutes Verhältniss zu meinen Eltern.
Er auch zu meinen.

Ich sehe seine Eltern, sowohl auch meine alle 1-2 Wochen.
Wir wohnen alle in der Nähe.

Ansonsten sehen wir uns natürlich zu sämtlichen Anlässen. Von Geburtstagen, Feiertagen und Zwischendurch.

Auf seine Eltern kann ich gut verzichten. Springe aber über meinen Schatten, allein wegen der Kids.

Mein Mann möchte am liebsten 1-2 Wochen im Herbst nur mit der Familie in den Urlaub und dann noch mal 1-2 Wochen Familienurlaub mit seinen Eltern im Sommer. Also mit allen.

Also ein Jahr 2 Wochen Familienurlaub nur wir 4.
Und er fährt 2-3 Tage seine Eltern im Urlaub inkl. besuchen mit den Kids.

Und das Jahr danach 1 Woche Familienurlaub und 1-2 WOchen Familienurlaub mit seinen Eltern.

Sprich, er will beides. Familienurlaub und Urlaub mit seine Eltern.

Er zieht einen Urlaub ohne mich nicht vor.
Er möchte das ich mit seinen Eltern komme.
Und da ich das bisher nur jedes 2te Jahr gemacht habe, ist er wenigstens 2-3 Tage mit den Kids gefahren. Als Kompromiss.

Der Kurztrip ist für mich OK.
Er kann für mich auch gerne 1 WOche pro Jahr zu seinen Eltern. Nur ich möchte nicht mit! Wenn ihm das so wichtig wäre, dann kann ich damit leben. Hauptsache ich muss mich nicht von seiner Mutter beschallen lassen :-)

Beitrag von widowwadman 17.03.11 - 10:31 Uhr

Wir arbeiten Vollzeit, daher kenn ich das Problem nicht so. Mit meiner Tochter war ich 9 Monate daheim und fand es ehrlich gesagt nicht so anstrengend, alles was ich da gemacht hab muss ich ja jetzt noch zusaetzlich zu meiner Arbeit tun, bzw, solange wir beide voll arbeiten wird die Arbeit geteilt, wenn ich wieder daheim bin, dann ist der Haushalt (inklusive Regal an die Wand brettern) meins.


Wenn du nicht oefter rausgehst obwohl du koenntest ist das dein selbst gemachtes Problem.

Ich wuerd mir an deiner Stelle auch nen Job suchen - auf die Dauer kann das Hausfrauenleben doch echt nicht erfuellend sein.

Beitrag von ??? 17.03.11 - 11:05 Uhr

Ja, das stimmt es wäre meine Problem, wenn ich nicht mehr rausgehe.
Aber es stört mich auch nicht.
Mein Mann stört es nicht wenn wir uns in der Woche nur 1 mal sehen würden. Aber ich habe gar nicht die Gelegenheit so oft aus zugehen.

Sind die Kids im Bett, dann lerne ich meist noch bis 23 Uhr.
Ehrlich gesagt mache ich das momentan sehr gerne ;-)

Jepp... das Hausfrauenleben ist icht erfüllend. ;-)
Mein Mann möchte das nur nicht so gern...
Er sagt, das die Kinder ihre Mutter brauchen.
Und wieso ich meine Kids von anderen Erziehen lassen will,
nur um arbeiten zu gehen, dabei muss ich es wegen meinen Mann nicht.

Beitrag von widowwadman 17.03.11 - 10:34 Uhr

Im uebrigen find ich's furchtbar dass du ihm zum Vorwurf machst, dass er gerne Ausfluege mit euch macht. Das hat doch nichts mit "Arbeit nicht sehen wollen" zu tun, sondern damit, dass du genauso wie er ne Pause vom Alltag hast

Beitrag von borstie2000 17.03.11 - 10:49 Uhr

Wenn diese Ausflüge immer wieder mit den Schwiegereltern kombiniert sind - dann hätte ich darauf auch keine Lust mehr....

Du schon ?

Borstie

Beitrag von widowwadman 17.03.11 - 11:01 Uhr

Da steht doch nichts davon, dass die Ausfluege immer mit den Schwiegis kombiniert werden, die Schwiegis sind doch die Urlaubsgeschichte. Sie beschwert sich doch dass er lieber Ausfluege macht als ihr beim Haushalt zu zugucken und Bretter an die Wand zu duebeln.



Da ich meinen Liebsten auch ca 2 Mal im Jahr fuer ne Woche zu meinen Eltern mitnehme (und das ohne Knurren), weil wir sie sonst nicht sehen, und auch mit meinen Schwiegis ausgesprochen gerne Zeit verbringe, kann ich den Teil des Problems eh nicht nachvollziehen und hab nichts davon gesagt. Ich koennt allerdings nicht mit jemandem leben, der meine Familie ablehnt.

Beitrag von ??? 17.03.11 - 11:18 Uhr

Nein ich mache ihm keine Vorwürfe, wegen der Ausflüge.
Sonder es nervt mich, das wir seit 4 Jahren einen kaputten Schrank, 2 Türen die auf dem Boden schleifen und noch diverse andere Dinge zu erledigen haben, die ich nicht alleine kann.
Aber mein Mann schon seit den Jahren immer eine Ausrede hat, diese Dinge nicht zu tun.


Es bleiben ihm eben nur die Wochenenden dafür, in seinem Urlaub möchte er verreisen und nicht hier arbeiten.

Es geht nicht darum, das ich keine Ausflüge machen will,
sondern... entweder ist mein Mann krank und kann nichts reparieren oder er hat keine Lust und möchte lieber das Wochenende nichts tun oder wir bekommen Besuch oder sind eingeladen.
Trifft eins dieser Dinge mal nicht zu und ich bitte ihn mit mir zusammen dies oder jenes zu erledigen, dann sagt er.... ach nö... lass doch mit den Kids heut hier oder da hin.

Natürlich machen wir immer die Ausflüge.
Mich nerven einfach die Ausreden.