Ich mag sie (eine Frau), aber trau mich nicht.

Archiv des urbia-Forums Partnerschaft.

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Forum: Partnerschaft

Eine dauerhafte Partnerschaft ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Lust und Frust liegen da oft nah beieinander. Hier könnt ihr offen ausdrücken, was euch innerlich bewegt.

Beitrag von ichwillinschwarz 17.03.11 - 09:45 Uhr

Guten Morgen

und zwar geht es um die Therapeutin meiner Tochter.

Sie ist ein herzenslieber Mensch. Ich mag sie wirklich.

aber ich glaube eher auf freundschaftlicher Basis.

Sie ist gute 20 Jahre älter wie ich und die Therapeutin meiner Tochter.

Ich war schon von Anfang an gerne in ihrer Nähe. Habe gerne mit ihr gelacht.

Sie weiß das natürlich nicht.
Vor 2 Wochen hat sie angerufen und sich auf unbestimmte Zeit krank gemeldet. :-(

wir haben jetzt eine Ersatz-Therapeutin und die Chefin hat mir erzählt das Frau A. sich krank gemeldet hat da ihr alles zuviel wurde und sie das Burnout hat.

Und jetzt?? denke ich seit 2 Wochen drüber nach wie gern ich für Frau A. da wäre und sie einfach mal ganz doll drücken würde.
Ich würde gerne mehr über sie erfahren, mit ihr Kaffee trinken gehen, einfach nur reden.

Was meint ihr, soll ich ihr eine Gute-Besserung Karte schicken und rein schreiben sie kann sich melden wenn sie will??

oder soll ich lieber gar nichts machen und hoffen, dass sie bald wieder kommt?

Ich weiß es echt nicht. Ich habe nämlich Angst mich lächerlich zu machen.

Gruß

Beitrag von hezna 17.03.11 - 09:55 Uhr

ICh verstehe nicht so GANZ das Problem.

Entweder, du würdest sie gern als Freundin haben (auf nichtsexueller Basis), dann würde mich das gar keinen Gedanken kosten, und ich würde einfach eine Karte schreiben, das du ihr gute Besserung wünschst und wenn sie mag, sich gern mal melden kann. Einen Kaffee hättest du immer anzubieten.

Wenn du es auf partnerschaftlicher Basis siehst, würde ich mir das Ganze anzusprechen verkneifen, bis deine Tochter austherapiert ist. Denn sollte sie nicht ebenso fühlen, könnte das negative Auswirkungen bei der Therapie haben, wenn sie sich vielleicht unangenehm berührt fühlt, wenn du in der Nähe bist.

Sollte sie ebenso fühlen, wäre sie sicherlich auch nach der Therapie sehr erfreut, wenn du dich ihr anvertraust.

Aber in jeder dieser Situationen glaube ich nicht, das du dich lächerlich machst. Ein halbwegs normal gestrickt fühlender Mensch wird erkennen, das dein Freundschaftsangebot - in welcher Form auch immer - angemessen beantwortet werden müßte und das würde sie sicherlich auch tun.

Gruß Hezna #klee

Beitrag von agostea 17.03.11 - 09:55 Uhr

Du klingst unheimlich. Ich hätte Angst vor dir.....#zitter

Gruss
agostea

Beitrag von 123bhtrsfe456 17.03.11 - 10:12 Uhr

Etwas seltsam finde ich Deine Gedankengänge auch, aber einen anderen Punkt finde ich viel wichtiger.

Was für eine Art Therapeutin für Dein Kind ist sie denn?

Beitrag von -kopfsalat- 17.03.11 - 10:16 Uhr

Klingt eher, als ob du dich verknallt hast. Passt auch zur Angst, sich lächerlich zu machen.

Nichts machen und abwarten wäre hier wohl angebrachter. Allerdings wär das auch nicht mein Ding. #schein

Alles Gute
Salat

Beitrag von hedda.gabler 17.03.11 - 10:59 Uhr

Hallo.

Lass das mal auf sich beruhen.

Das was Du beschreibst nennt sich "Übertragung" ... normalerweise passiert das zwischen Patient und Therapeut. Du bist da sozusagen an die Stelle Deiner Tochter getreten.

http://de.wikipedia.org/wiki/%C3%9Cbertragung_%28Psychoanalyse%29

Gruß von der Hedda.

Beitrag von sina236 17.03.11 - 12:45 Uhr

ich glaube auch, dass es eine art der übertragung ist, das fiel mir sofort ein, als ich das gelesen habe. das fatale an übertragungen ist aber, dass man sich nicht dagegen wehren kann, weil die projektionsfläche so gross ist und man projeziert alle seine wünsche und sehnsüchte dann plötzlich auf diesen weissen, fleckenlosen bildschirm. man weiss ja nicht, dass da auch nur ein mensch sitz, der aufs klo muss #schein, lacht und streitet und fehler hat. da spielt einem das unterbewusstsein grössere streiche.......
ich würde es daher auch sein lassen, irgendwas zu unternehmen. ich denke, für therapeuten ist es genauso ein nogo, mit den eltern des patienten etwas einzugehen, was auch immer das bei euch sein sollte. geht gar nicht, und wenn doch, dann ist es kein guter therapeut :-)