Wie soll ich mit der Situation umgehen?

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Forum: Familienleben

Die Oma füttert die Kinder übermäßig mit Süßigkeiten, Probleme mit der Schwiegermutter, Tipps zum Feiern der Taufe: Hier ist Platz für alle Themen rund um die Familie.

Beitrag von spidi111 17.03.11 - 10:26 Uhr

Hallo ,mein Kind ist fast 18Jahre und lebt seid fast 1Jahr in der Wohngruppe!
Ich konnte es nicht mehr auffangen ,er trank Alkohol und machte was er wollte!In dem Schriftstück steht drinne ,wegen Alkohol und läßt sich nicht mehr auf REGELN ein(Jugendamt)!
Ich habe eine Erziehungsberatungstelle aufgesucht ,aber nichts half!
Er selber ,wollte in die Wohngruppe, weil (nach seiner Meinung )man ja dort machen kann was man will!
Leider wurde er in der ersten Wohngruppe auffällig, schlug einen Mitbewohner daraufhin würde er bestraft vor Gericht!
Er mußte die Wohngruppe wechseln,dort kann er nun machen was er will..leider!
Ich erwähnte noch mal, das es mir sehr am Herzen liegt wegen dem Alkohol!Vor Gericht!
Die Dame die nun zuständig ist in der neuen Wohngruppe ,sprang auf und sagte “Ich weiß gar nicht ,was die Mutter immer wegen Alkohol will!”
Nach der Verhandlung stand ich draußen und weinte ,ich wollte doch nur das endlich was passiert! Da er öfters mit Alkohol wieder aufgefallen ist!
Leider passiert da nichts!
Ich hab verstanden, ich hab da keine Chance! Mache mir aber sehr große Sorgen!
Die Erziehungstelle, wo ich immer noch hingehe hat gesagt ich soll ihn fallen lassen!
Jetzt ist es so ,das mein Sohn und ich seid 4Wochen kein Kontakt mehr haben! Weil er mich hasst, weil ich das gesagt hatte vor Gericht! Der Vater von ihm rief mich heute an und ich versuchte ,das Gespräch zu suchen aber er sagte er mischt sich nicht ein!
Jetzt ist es so ,das mein Sohn und ich seid 4Wochen kein Kontakt mehr haben! Weil er mich hasst, weil ich das gesagt hatte vor Gericht! Der Vater von ihm rief mich heute an und ich versuchte ,das Gespräch zu suchen aber er sagte er mischt sich nicht ein!
Er hat guten Kontakt zu unserem Sohn!
Ich habe 17JAHRE unseren Sohn alleine groß gezogen und immer wieder mit unserem Sohn geredet ,wenn er so wütend war auf seinen Vater!
Auch als der VATER eine neue Frau hatte und diese überhaupt nicht wollte ,das er Kontakt zu seinem Sohn hat! Zb er wurde wieder Vater rief mich an seine Frau braucht jetzt viel Ruhe und er könnte sich deshalb nicht um sein Kind kümmern!
Ich versuchte zu vermitteln!
Tja und nun weiß ich nicht was ich machen soll! Es tut mir sehr weh! Wird mein Sohn mich nun immer hassen?
Es kotz mich an mit dem scheiß Alkohol ,ich kenne das gar nicht!
Würdet ihr abwarten?
Grüsse

Beitrag von agostea 17.03.11 - 10:33 Uhr

Meinst du, er ist alkoholabhängig?

Gruss
agostea

Beitrag von spidi111 17.03.11 - 10:41 Uhr

Ich hab zu der Dame vom JUGENDAMT gesagt,er hat ein Alkoholproblem ,sie meinte ,ja er er wäre Alkoholiker(dh er trinkt nicht immer ,aber wenn dann richtig)
Und dann meinte ich ,bitte helfen sie mir und sie meinte,wenn er nicht will kann man nichts machen!:-(
Vor 5Wochen stand er betrunken um 22uhr vor meiner Haustür,ich rief in der Wohngruppe an!Die meinten ich soll ihn dort hin bringen!
Deshalb mache ich mir ja so Sorgen !
Vor GERICHT ,sagte die Dame von der Wohngruppe er war da nie auffälig mit Alkohol und mal 3Bier am Wochenede sind ok!
Ich weiß nicht mehr weiter,wenn alles schön geredet wird und er ist ja bei Gericht gedeckt worden von der Dame!
Also ich glaub ,er denkt er kommt ja immer mit allem durch,was er ja auch bestättigt bekommen hat!
Er wird bald 18Jahre und ich hab echt Angst ,das es dann noch schlimmer wird !
LG

Beitrag von agostea 17.03.11 - 10:48 Uhr

Meine Erfahrung:

- Jugendamt kannst du knicken.
- Wenn ein Mensch nicht will, will er nicht.

Lass ihn gehen.

Es ist bitter, aber die einzige Möglichkeit, wenn du nicht zugrunde gehen willst.

Beitrag von spidi111 17.03.11 - 10:57 Uhr

ja mit dem Jugendamt,da bin ich auch enttäuscht!Ich wollte immer zusammen arbeiten mit ihr,hab sie um Hilfe gebeten und nun kam das alles so!
Ich hab einfach Angst,weil wenn was passiert ist es zu spät und ich möchte nie erleben,er liegt im Krankenhaus oder schlimmer!
Es tut so verdamt weh!
Ich weiß nicht mehr weiter,klar jetzt hasst er mich,weil ich das vor Gericht gesagt habe!
Hoffendlich bekommt er die Kurve noch und denkt endlich mal nach!
Ich weiß einfach nicht wie ich mich verhalten soll in 5Monaten wird er 18Jahre und es tut weh vielleicht nihct mal diesen TAG mit ihm teilen zu dürfen!
Der nette VATER unterstützt ihn auch indem er sagt ich sehe das zu eng,Seine Großeltern sagen immer ich bin schuld,da bekommt er auch was er will!Ich bin mal gespannt ,wenn er 18j ist und die sagen ziehe zu uns!Dann werden die mich wohl verklagen auf Unterhalt!
Mich regt das so auf,das er immer damit durch kommt.lg

Beitrag von agostea 17.03.11 - 11:17 Uhr

Lass ihn los! Ganz dringend!

Du hast genug getan, mehr wie manch Andere in der Situation. Aber irgendwann kommt ein Punkt, da sind alle Möglichkeiten ausgeschöpft, alle Chancen vertan, alle Worte gesprochen.

Und das Kind will immer noch nicht.

Dann ist es Zeit, los zu lassen, mit aller Konsequenz.

Was das Umfeld davon hält - mach dich davon frei. Die haben alle nicht dieses Rennen mitgemacht. Aber du. Und nur du kannst die Situation objektiv beurteilen.

Du hast nur die Wahl zwischen Pest und Cholera:

Sein Verhalten weiterhin zu ertragen und damit auch zu unterstützen und daran kaputt zu gehen oder ihn gehen zu lassen - mit der Chance, irgendwann wieder ein befreites Leben leben zu können.

DU bist auch noch da, vergiss das nicht. Du hast auch ein Leben, oder?

Ich verstehe deine Situation, ich kenne deine Situation.

Beitrag von redrose123 17.03.11 - 11:35 Uhr

Da hat die Dame leider recht, ein abhängiger muss es selbst wollen und selbst machen sonst bringt keine Therapie was....

Beitrag von spidi111 17.03.11 - 11:48 Uhr

als er bei mir noch lebte,hatte er eingewilligt mit mir eine Therapie aufzusuchen!ANNONYME Alkoholiker!
Aber dann kam ja die Wohngruppe und seid dem ist er total noch schlimmer!
Die Jugendlichen bekommen dort 70 euro in der Woche für EInkauf!Freitags Taschengeld 15 euro jede Woche und 150 euro im Monat für Bekleidung!Dann nochmal so 20 euro für Zigaretten!
Ich weiß nicht ich find das ganz schön viel,weil wenn man alleine lebt hat man doch nicht soviel?Wie lernen die später mit weniger Geld klar zu kommen?

Beitrag von redrose123 17.03.11 - 10:40 Uhr

Also ich hab zwar nicht getrunken in dem Sinne, aber auch eine Zeit durchgemacht wo ich meine Eltern nicht riechen konnte, und bei uns war es so das wir wieder zueinander gefunden haben, mit einer Therapie.

Drück dir die daumen das es eine Phase ist...

Beitrag von spidi111 17.03.11 - 10:49 Uhr

Es fing alles an mit 16J!
Nette Freunde usw!
War richtig heftig,ich bin ihn nachts suchen gegangen und mußte ihn besoffen um 3Uhr nachts als ich ihn endlich gefunden hatte in Auto!Ich verstehe das alles nicht mehr.lg

Beitrag von redrose123 17.03.11 - 11:34 Uhr

Ja so fings bei mir auch an ich habe rebeliert, war 2 wochen auf der Strasse und 2 monate bei meiner cousine und dann machten wir zwangsweise die Therapie wo meine Eltern mich hingeschleppt haben....Darf ich raten? Er war vorher nicht so, weniger Freunde oder?

Beitrag von spidi111 17.03.11 - 11:39 Uhr

na er war schon immer ein Mitläufer..leider!Und dann kamen die ganz tollen Freunde..saufen rauchen!
Und ab da ging nix mehr!
Reden brachte nichts mehr!
Und so fing ich mir an Hilfe zu suchen!
Ich glaub am schwersten ist sein KInd evtl fallen zu sehen,man fragt sich immer wieso passiert das alles!
Man selber arbeitet ,hat versucht mit zu geben ,wenn man was erreichen will muß man was tun!Freiheiten hatte er auch!
Er wußte immer hoffe ich ,er kann sich auf mich verlassen!
Aber seid dem er in der Wohngruppe ist ,ist alles noch schlimmer!
Dort gibt es irgendwie nicht so Regeln!
lg

Beitrag von agostea 17.03.11 - 11:41 Uhr

Regeln sind eh für den Arsch. Ob Wohngruppe oder nicht. Wenn die so drauf sind, könnte der liebe Gott vor ihnen stehen - sie würde sich dennoch an nichts halten.

Beitrag von manavgat 17.03.11 - 11:08 Uhr

Du brauchst ganz dringend eine Psychotherapeutin, die Dir hilft los zu lassen.

Es gibt Kinder, da kannst Du alles richtig machen und es läuft trotzdem aus dem Ruder. Dein Junge ist 18. Bevor er nicht richtig aufgeknallt ist, wird er nichts ändern und wenn Du Dich völlig aufreibst, dann hilfst Du ihm trotzdem nicht.

Alles Gute für Dich.

Manavgat

Beitrag von agostea 17.03.11 - 11:11 Uhr

Exakt!

Gruss
agostea

Beitrag von spidi111 17.03.11 - 11:42 Uhr

ich fange im April eine Therapie an!Zum Glück!
Hoffe es hilft dann auch diese Angst zu verlieren!
Ich weiß ich muß auch meine andere Tochter schützen ,den sie braucht mich!
Schlimm nur ,wenn sie das alles mit erleben muß,wie zb ihr Bruder betrunken hier stand
lg

Beitrag von mansojo 17.03.11 - 12:06 Uhr

hallo spidi,


als mutter kann man am schwersten los lassen

aber genau das musst du tun

um wieder kraft zu schöpfen

mir scheint du bist am ende mit deiner kraft

du brauchst ne auszeit

hör auf zu vermitteln

dein sohn ist bald volljährig
er hat sich bereits entschieden


wenn du willst biete ihm an das er jederzeit wieder kommen kann


aber du brauchst jetzt ne auszeit
mach urlaub
oder irgendwas anderes
hauptsache du entspannst dich mal


liebe grüße

Beitrag von nele27 17.03.11 - 12:30 Uhr

Hi!

Was den Umgang betrifft, stimme ich manavgat zu...

Bezüglich der Wohngruppe: Da muss er ja mit 18 eh raus - geht er dann ins betreute Wohnen in eine eigene Wohnung oder wie ist die Planung?
Denn da ist er ja noch schlechter kontrollierbar als in der Wohngruppe. Deswegen denke ich, da sein Auszug bevorsteht, wird ihm so direkt eh keiner helfen können, weil er ja bald allein wohnen wird #kratz

Auch unter diesem Aspekt denke ich, dass er von selbst aufwachen muss, so schlimm das auch ist :-(

LG, Nele
PS: In den Wohngruppen, die ich kenne, fliegt man raus, wenn man 3x beim Trinken erwischt wird...

Beitrag von havanna0804 17.03.11 - 14:27 Uhr

Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass wenn sich ein Abhängiger nicht helfen lassen WILL, man ihm auch nicht helfen KANN.

Dir wird langfristig, wenn Du nicht daran zu Grunde gehen willst, nichts anderes übrig bleiben, als ihn ziehen zu lassen. Versuch Dich, ob mir oder ohne professionelle Hilfe, aus diesem Sumpf rauszuziehen und (wieder) Dein eigenes Leben zu leben.

Mehr kann ich dazu nicht sagen, aber ich wünsch Dir viel Glück und dass Du bald aus dem tiefen Loch rausklettern und wieder nach vorne blicken kannst!

LG Sandra