Vater nach ByPass OP (vor einem Jahr) plötzlich verstorben???

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Beitrag von iris.s 17.03.11 - 11:57 Uhr

Hallo!

Mein Vater wäre im Mai 77 Jahre alt geworden. Er hatte ein sehr schönes Leben und ich weiß, es geht ihm jetzt auch gut.

Trotzdem möchte ich gerne etwas wissen:

Er wurde vor einem Jahr operiert, er bekam 4 Bypässe. Danach erholte er sich extrem gut. Er war auf Kur und nahm dort ordentlich ab. Bei einer Größe von 1,73 (ca.) wog er vor der OP ca. 95 kg und nach der Reha 80 kg.
Nach der Reha war er wie 10 Jahre verjüngt. Er genoß sein Leben. Einigermaßen konnte er alte Gewohnheiten ändern. Zb weniger Alkohol, weniger Fett...
Leider hat er dennoch wieder zugenommen u. wog zuletzt wieder um die 95 kg.

Am Faschingsdienstag war er noch im Garten, um das schöne Frühlingswetter zu genießen. Wohl hat er noch ein bisschen in seinem Glashaus die Erde aufgelockert.
Anscheinend bekam er dann keine Luft mehr oder schlecht. Er ging ins Haus und rief meinem Bruder, der sofort die Rettung verständigte. Wir fuhren der Rettung hinterher, die eher langsam unterwegs war. Ich konnte ihnen gut folgen, ohne rasen zu müssen.
Im Krankenhaus teilte man uns mit, er käme auf die Interne Station. Dort warteten wir u. bekamen die Mitteilung, dass man bei ihm ein CT vom Kopf durchführen wolle. Dazu kam es wohl nicht, weil bei ihm das Herz aufhörte zu schlagen. Eine Reanimation war erfolgreich.
Der Arzt entschied sich wohl, meinen Vater auf die Intensiv zu verlegen und ihn anschl. in das Krankenhaus (wo er vor einem Jahr operiert wurde) zu verlegen.
Doch dann setzte sein Herz wieder aus u. konnte nicht wieder zum schlagen gebracht werden.

Bitte wer kann mir helfen? Wieso ein CT wenn er Atembeschwerden hatte?

Bitte um Aufklärung von Krankenschwestern hier?

Wirklich sehr wichtig für mich, um abzu schließen.

Danke

Iris

Beitrag von mansojo 17.03.11 - 12:18 Uhr

hallo,


ich möchte dich bitten mit den behandelnen ärzten kontakt aufzunehmen
laß dir diagnostik und therapie erklären



hier können wir nur raten warum wiso weshalb und es würde dich nicht ein stück weiter bringen



mein beileid
liebe grüße manja

Beitrag von golm1512 17.03.11 - 12:23 Uhr

Wenn bei dienem Vater eine Bypass-OP nötig war, dann wird sein Gefäßstatus grundsätzlich nicht mehr gut gewesen sein. Mit einer Bypass-OP versucht man in Gang zu halten, was geht, aber eine Heilung ist das nicht.
Er wird weitere Gefäßengen am Herzen, aber auch im Hirn und sonstwo gehabt haben. Er war fast 78 Jahre alt. Da kommt das einfach mal vor. Vielleicht hätte man das mit vernünftiger Lebensweise Jahre vorher verhindern können , aber ich finde, 78 Jahre sind jetzt nicht so ganz wenig. Dafür ist es ihm lange gut gegangen, oder?

Beim Schädel-CT wollte man sehen, ob dein vater einen Apoplex "geschossen" hatte oder eine Hirnblutung hatte. Dazu kam sein ohnehin schon vorgeschädigtes Herz. Das genügt, um ein Ende des Lebens zu verursachen. Die Atembeschwerden werden von Herz verursacht worden sein, durch eine Lugnenembolie oder auch durch einen Vorgang im Hirn.

Es tut mir Leid für dich und deinen Vater. Mir ist klar, dass du so oder so traurig bist und dass es völlig egal ist, wie alt er geworden ist. Vielleicht tröstet dich, dass alles, was nach einem Schlaganfall oder Hirnblutung gekommen wäre, die Lebensqualität deines Vaters sicher nicht gesteigert hätte. So war er bis fast zum Ende aktiv und in seinem Garten. So traurig das ist, ich finde, das ist ein gutes Ende, das ich mir für mich auch vorstellen kann.

Viele Grüße
Susanne

Beitrag von iris.s 17.03.11 - 13:05 Uhr

Hallo Susann!

Vielen Dank für deine Antwort! Sie hat mir weiter geholfen. Das Problem ist, meine Mutter starb, als ich 15 1/2 Jahre alt war, an Krebs. Sie musste 4 Monate leiden, dann starb sie.

Klar hatte mein Vater ein gutes Leben und bis zum Schluss keine Schmerzen. Trotzdem ist es traurig. Auf einmal ist ein geliebter Mensch fort und kommt nicht wieder.

Ich wollte nur noch mal erklärt bekommen wieso und weshalb. Das hast du hiermit getan und ich hoffe, es hilft mir, diese vorher dagewesenen Unklarheiten, beiseite zu räumen.

Was heißt Apoplex geschossen? Oder eine Hirblutung? Verursacht die Atembeschwerden? Ich versteh einfach nicht, wieso sie ein CT machen wollten, wenn er wg. Atemnot ins KH gekommen ist. Sie von seinem beh. Arzt wußten, dass er vor einem Jahr 4 Bypässe operiert bekommen hatte.

Anscheinend hatte er am Vortag schon etwas gespürt, oder ging es ihm da kurz nicht so gut. Dürfte aber nicht soo schlimm gewesen sein, sonst hätte er sicher was gesagt.

Beitrag von golm1512 17.03.11 - 13:26 Uhr

Dein Vater wird wahrscheinlich Marcumar genommen haben? Deshalb nehme ich an, dass er eine Hirnblutung hatte, da die Gefäße im Hirn eben auch etwas spröde und "morsch" waren. Wenn dann nur mal der blutdruck ein bischen zu hoch geht, dann platzt so ein Gefäß. Durch die heruntergesetzte Gerinnung kommt es dann zu einer Massenblutung.

Oder er hat z.B. aufgrund von Herzrhythmusstörungen oder weil er nciht richtig mit Marcuamr eingestellt war einen Thrombus "geschossen". Das heißt, durch Verwirbelungen im Herzen konnte sich ein Gerinnsel bilden, dass sich dann auf den Weg ins Hirn machen konnte und dort ein Gefäß verstopft hat. Die Symptome zur Blutung sind eigentlich dieselben. Es hat nur eine andere Úrsache.
Durch all das kommt es zu einem erhöhten Druck im Hirn. Zum einen durch die Blutung bzw. den Verschluß an sich ,aber auch durch Ödembildung. Das wiederum kann das Atemzentrum stören und überhaupt ist der Allgemeinzustand dann schlecht. Es kommt alles durcheinander.

Folgeschäden sind dann die Regel und nicht die Ausnahme. Es sterben auch sehr viele an solchen Dingen.

In eurem Fall ist es tragisch, dass es so dramatisch zu Ende ging und man keine Zeit hatte, sich darauf vorzubereiten. Ich denke aber, dass alle richtig gehandelt haben und es nicht möglich war, deinen Vater hier zu behalten.

Beitrag von iris.s 17.03.11 - 15:29 Uhr

ich weiß nicht welche medik. mein vater genommen hat. sicher was fürs herz, auch blutverdünner, wassertbl ebenso.

mir fällt noch ein, dass mein bruder, der alles mitbekam was zuhause war, erwähnte, das der arzt bei unserem vater keinen puls tasten konnte. später schon wieder.

ich hab mir das mit dem schlaganfall durchgelesen bzw. die symptome u das passt nicht. er hatte mit der luft schwierigkeiten, aber sonst erwähnte mein bruder nix.
ich begreif das nicht.

Beitrag von golm1512 17.03.11 - 15:44 Uhr

Man hat nicht SOFORT die Halbseitenlähmung und die Sprachstörung und was auch immer auftreten kann. Das entwickelt sich erst und je nach Ausmaß langsam oder schneller.
Das mit dem kollabieren und der Luftnot bzw. den Atemschwierigkeiten passt schon.
Das erste, woran man dann denkt, ist ein Geschehen im Kopf. Das ist das Wahrscheinlichste und deshalb guckt man da zuerst.

Da dein Vater erst keinen tastbaren Puls und dann doch wieder einen hatte, zeigt ja, dass es am Herzen zu Unregelmäßigkeiten kam. Daraus können ganz schnell Schlaganfälle resultieren. Und er war ja auch noch herzkrank, was auch Luftnot machen kann.

Hast du schon mal jemanden mit Luftnot erlebt? Das kann sehr dramatisch aussehen und anwesende Personen gucken dann auch nur auf die Luftnot, weil die am eindrücklichsten ist. Dein Bruder war sicher total erschrocken und unsicher, so dass ich nicht glaube, dass er alles wahrnehmen konnte, was passiert ist.

Ich stelle hier nur Vermutungen an. Was ich dir hier erzähle, sind die typischsten Sachen. Das muss nicht stimmen. Wenn du es ganz genau wissen möchtest, musst du dich wirklich an das Krankenhaus wenden.

Beitrag von iris.s 17.03.11 - 16:19 Uhr

du bist sehr nett! danke nochmal!

ich hab schon überlegt,beim kh nachzu fragen, ob ich eine kopie des briefes an den ha, bekommen könnte, aber das glaube ich eher nicht, dass ich den bekomme.

im grunde ist es "egal" woran er gestorben ist, er kommt sowieso nicht mehr zurück.
ich weiß auch nicht warum ich das alles wissen will.
es geht mir nur ständig durch den kopf.

danke dir nochmal!

Beitrag von mansojo 17.03.11 - 19:02 Uhr

warum glaubst du dass du diese papiere nicht bekommst?

frag doch einafach nach


die ärzte waren vor ort
laß dir einen termin geben
und frage

du brauchst auch keine angst haben
es ist dein gutes recht alles bis ins kleinste detail zu erfahren

irgendwelche erratenen diagnosen hier bringen nichts

Beitrag von elofant 17.03.11 - 14:49 Uhr

Oberbegriff Apoplex = Hirnblutung o. Minderdurchblutung (Hirninfarkt)

umgangssprachlich Schlaganfall







http://de.wikipedia.org/wiki/Schlaganfall