ich sehe den Ausweg nicht!

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Forum: Partnerschaft

Eine dauerhafte Partnerschaft ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Lust und Frust liegen da oft nah beieinander. Hier könnt ihr offen ausdrücken, was euch innerlich bewegt.

Beitrag von bin genervt 17.03.11 - 14:02 Uhr

Hallo ihr Lieben,

hier mal ein paar Zeilen zu meiner/ unserer Geschichte, vielleicht könnt ihr mir helfen. Mein Ex-Freund und ich haben einen 2 1/2jährigen Sohn. Wir haben die letzten zwei Jahre wegen unseres Sohnes noch zusammen gewohnt und weil noch ein kleines Fünkchen Hoffnung bestand, die Beziehung wieder aufleben zu lassen. Gäbe es unseren Sohn nicht, hätte ich wahrscheinlich nicht so lange darum gekämpft. Es hat nicht funktioniert und die Situation wurde für mich unerträglich, zusätzlich hat er sich auch zweimal die Woche fröhlich mit seiner Dauergeliebten getroffen. Soviel zur Vorgeschichte!

Ich habe ihm schon 3 Ultimaten gestellt, das er ausziehen soll. Anfang diesen Jahres hat er es tatsächlich geschafft, die Kisten die ich gepackt habe aus der Wohnung zu schaffen, einige Dinge sind noch immer da.
Ein Problem ist, dass er sich keine eigene Wohnung sucht, er meint er würde gern etwas kaufen, da er auf mieten keine Lust mehr hat. Das kann sich bei ihm jahre hinziehen, er kommt einfach nicht aus dem Hintern bzw. kümmert sich nicht darum.
Momentan pennt er im Büro, bei seiner Dauergeliebten oder bei mir, wenn er unser Kind 2xmal die Woche betreut. In dieser Zeit bin ich bei meinem neuen Freund, so das ich ihn nicht in meiner Nähe ertragen muss. Dieser Zustand ist furchtbar, da ich keine eigene Privatsphäre in meiner eigenen Wohnung habe, die kindfreien Nachmittage muss ich außerhalb der Wohnung verbringen, damit ich allein sein kann. Des Weiteren habe ich das Gefühl, das mein Sohn diesen "Wischi Waschi Zustand" nicht erträgt, d.h. ich sage Papa wohnt hier nicht mehr, aber in der Realität kommt Papa zweimal die Woche und schläft in der Wohnung. Der Kleine kann mein Gesagtes garnicht verstehen, da die Praxis damit nicht übereinstimmt. ich denke, der Kleine braucht klare Verhältnisse.

Was also tun:
1.) Sachen raus, Schloss austauschen ... dann würde er unseren Sohn weniger sehen und die Aufrechterhaltung des Verhältnis der Beiden ist mir sehr sicher (ich würde diesen Konflikt also auf dem Rücken unseres Kindes austragen)...ich wäre jede Nacht zu Hause und könnte meinen neuen Freund fast nicht mehr sehen (er hat auch eine Tochter, die jede 2. Woche bei ihm ist), meinem Kleinen wollte ich ihn noch nicht vorstellen, da es noch ziemlich frisch ist und ich den Kleinen nicht überfordern möchte

Wie ich mich drehe und wende, komme ich zu keiner Lösung, die alle zufriedenstellt. Könnt ihr mir vielleicht aus meinem Gedankenkreislauf helfen?

Danke schonmal
Jenny

Beitrag von kurz und knapp 17.03.11 - 14:06 Uhr

Sachen raus
Schloss austauschen

Seinen Sohn kann er trotzdem sehen, soll er sich ne Wohnung suchen wo der kleine dann auch mit schlafen kann
Solange musst Du dann eben auf deinen Freund Nachts verzichten

Beitrag von jenny6677 17.03.11 - 14:10 Uhr

ja, das macht er einfach nicht, habe ihn schon tausend mal darum gebeten, das kann sich Monate hinziehen! Am Geld liegts bei ihm absolut nicht, er ist einfach nur megafaul bzw. schiebt das Arbeiten in seiner eigenen Firma vor!

Beitrag von kurz und knapp 17.03.11 - 14:12 Uhr

dann kann er seinen sohn eben nur tagsüber sehen,ende aus

Beitrag von jenny6677 17.03.11 - 14:21 Uhr

ja, anders wird es wohl wahrscheinlich wirklich nicht gehen ... auf seine Einsicht werde ich lang warten müssen.

Vielen Dank für deine Antwort!

Beitrag von juju0980 17.03.11 - 14:21 Uhr

Na ich würd aber auch sagen: Sachen raus, Schloss austauschen - dann wird er müssen!!! Auch Deinem Sohn zuliebe - und wenn Du erstmal zurück stecken musst was nachts betrifft, dann ist das in meinen AUgen auch ok...

Beitrag von jenny6677 17.03.11 - 14:24 Uhr

na ist ja nicht nur nachts, sehen uns so schon kaum... bin 30h/Woche arbeiten und danach gleich beim Kindergarten. Ginge nur Wochenende am Tage, puh ätzend, aber mein Sohn hat Vorrang!

Auch dir danke für deine Antwort!

Beitrag von juju0980 17.03.11 - 14:29 Uhr

Isr zwar alles bissel verzwickt - aber was hält Euch denn davon ab am Wochenende gemeinsam mit den Kindern was zu unternehmen? Ok, als frisch verliebtes Paar hat man noch ein paar andere Sachen im Kopf ;-) aber so könnten sich Dein SOhn und Dein Freund erstmal relativ "neutral" kennenlernen - ihr müsst ja nicht gleich händchen halten, aber ihr könntet zusammen sein.

Beitrag von jenny6677 17.03.11 - 15:06 Uhr

vielleicht sollten wir das wirklich forcieren...ein "neutraler" kontakt auf dem Spielplatz gab es schon und mein kleiner hat darauf sehr gut reagiert, allerdings möchte ich ihn nicht überfordern bzw. verwirren, da die Situation mit seinem vater für ihn nicht klar ist (denke ich zumindest)...

Die Tochter meines neuen freundes kenne ich schon, auch sie reagiert bisher sehr positiv auf mich!

Beitrag von juju0980 17.03.11 - 15:27 Uhr

Dann kläre für ihn ganz schnell die Situation mit seinem Vater - ich glaube, dass ihn das Ganze im MOment eher verwirrt als dass es ihm hilft zu verstehen, dass der Papa eben nicht mehr bei Euch wohnt.

Der Papa kann ihn ja am WOchenende tagsüber auch abholen und was mit ihm unternehmen.

Ich drück Euch die Daumen! Wie alt ist die Tochter von Deinem Freund?

Beitrag von jenny6677 17.03.11 - 20:41 Uhr

Ich versuche ja die Situation zu klären, aber der Kindsvater spielt halt nicht mit. Er fragte mich nur, woher ich denn wisse, was für den Kleinen am besten ist. Das weiß ich ja auch nicht, aber die jetzige Situation ist es einfach nicht! Die Situation ist wohl nur klärbar, indem ich Nägeln mit Köpfen mache!

Seine Tochter wird elf.

Beitrag von redrose123 17.03.11 - 14:46 Uhr

Na dann sieht er euer Kind lange zeit nicht, besorg dir nen Babysitter für ein paar stunden Freunde Verwandte je nachdem .....Das zu Zeit für dich findest....

Beitrag von redrose123 17.03.11 - 14:45 Uhr

zu 1. Er soll mit dem Kind spazieren oder zu seinen Eltern? Aber nicht in deiner Wohnung....

Schloss austauschen gute Idee #pro

Beitrag von jenny6677 17.03.11 - 20:44 Uhr

seine Eltern wohnen leider nicht in Berlin, sondern in Hessen...

Tagesausflüge am WE machen sie schon ab und an, aber bei schlechtem Wetter leider nicht so und dann hängen sie doch wieder hier

Beitrag von falkster 17.03.11 - 15:51 Uhr

wieso eigentlich Schloss austauschen??
Hat der etwa noch einen Schlüssel zu Deiner Wohnung?

Seinen Sohn kann er immer und überall sehen. Nur nicht in Deiner Wohnung. Das Wetter wird ja jetzt auch besser, da können die beiden auch draussen sein...

So ist das auf jeden Fall kein Zustand. Und das er kaufen will ist ja schön, aber wenn er es nicht mal schafft sich übergangsweise was zu mieten, dann sehe ich für den Wohnungskauf schwarz...

Beitrag von jenny6677 17.03.11 - 20:47 Uhr

Ja, er hat den Schlüssel noch, habe auch schon ein paarmal um die Aushändigung gebeten, aber es passiert nichts... ich gehe der direkten Konfrontation auch leider aus dem Weg, da er sehr cholerisch reagiert und ich nicht möchte, das mein Kleiner das hört, wenn er im Bett liegt.

Deinen letzten Satz sehe ich genauso, deshalb bin ich so genervt, weil ich weiß wohin das führt. Zeit schinden.

Beitrag von laudica82 17.03.11 - 17:41 Uhr

Sei hart!
1. Nimm ihm den Schlüssel ab/Tausch das Schloß aus! Es ist schließlich Deine Wohnung! Und wenn er so bequeme Übernachtungslager hat, warum sollte er sich dann die Mühe machen, was eigenes zu suchen?
2. Weiterhin wird er zweimal die Woche was mit seinem Kind unternehmen (wie bereits geschrieben, ist das Wetter jetzt toll um draußen was zu machen) Schließlich ist er der Vater.
3. Kannst Du Dich mit Deinem Freund nicht in dieser Zeit treffen bzw. den Kleinen auch mal bei der Oma übernachten lassen? Wie macht denn das Deine neuer Freund mit seiner Tochter?
4. Wenn sich das mal eingespielt hat, kannst Du ihm ja Deinen Neuen vorstellen und dann könnt ihr sicher wieder mehr Zeit miteinander verbringen.
Alles Gute!
LG

Beitrag von jenny6677 17.03.11 - 20:54 Uhr

Danke für deine Antwort.

1. Ja, er hat es wirklich sehr bequem. Da auf die von mir gestellten Ultimaten keine Konsequenzen folgten, nimmt er mich nicht mehr ernst, nehme ich an. Würde ich wahrscheinlich auch nicht.

2. Ja, das wird er. Das muss auch sein, die beiden lieben sich.

3. also die Tochter lebt jede 2. Woche bei ihm, da könnte er auch nicht zu mir kommen. In der Woche nachmittags muss er meist noch arbeiten. Bliebe jedes 2. WE am Tage. Nicht wirklich prall und fürs kennenlernen wirklich nervig.

4. einen Kontakt auf neutralem Boden gab es schon, allerdings wollte ich das Kennenlernen der beiden erst forcieren, wenn für den Kleinen klar ist: hier lebe ich mit Mama und dort lebt Papa, um ihn nicht vollends zu verwirren.

Beitrag von badguy 17.03.11 - 20:00 Uhr

Eigentlich seid ihr gar nicht richtig getrennt. Du hast zwar einen Freund, er eine Freundin aber große Teile eures Lebens verbringt ihr zusammen. Und jeder von euch beiden ist irgendwo Nutznießer dieser Umstände.

Frag dich doch mal tief in deinem Inneren, was du wirklich willst. Na klar ist es hart, wenn die schöne Zeit mit dem Freund erst mal flach fällt. Aber die Eigenständigkeit, die du gewinnst, wäre es mir wert.

Euer Kind kann diese Situation auch nicht verstehen und es braucht in erster Linie die Sicherheit klarer Verhältnisse. Das er sein Kind nicht sehen kann, stimmt doch so gar nicht, es gibt die Möglichkeit von Kinderspielplätzen, von Besuchen bei den Großeltern, man kann schwimmen gehen, er kann ihn mit zu seiner neuen Partnerin nehmen und und und.

Man müsste nur mal Arsch in der Hose zeigen und sagen, ja, ich bin getrennt, mit allen Konsequenzen. Ich hab das auch mal drei Jahre gehabt. In den drei Jahren musste ich alles wegschließen, wurde mein Gefrierschrank, mein Alkoholvorrat geplündert, es war zum kot...

Ich kann nur sagen, mach Nägel mit Köpfen, Augen zu und durch.

Beitrag von jenny6677 17.03.11 - 21:02 Uhr

Doch sind wir, es hat bei mir sehr lange gedauert zu akzeptieren, dass wir getrennte Wege gehen müssen, aber so klar in meiner Entscheidung war ich noch nie. Ich weiß, dass ich diese Beziehung nicht mehr möchte!!!
Er ist ja auch nur 2x die Woche über Nacht hier und in diesen Nächten bin ich bei meinem Freund. Wir sehen uns also garnicht sooft. Mir geht es darum, das ich meine Privatsphäre immer außerhalb meiner vier Wände ausleben muss und das nervt auf Dauer. Außerdem wird dem kleinen etwas vorgegaukelt, was nicht existiert, nämlich das Papa dort nicht wohnt.

Stimmt ich muss mich zusammenreißen und dort durch, auch wenn es wieder heißt, mich mit einem Choleriker auseinander zu setzen, der mich nach nur 5min anbrüllt und seine Beleidigungstiraden an mir ausläßt. Ich muss mich noch einmal der Auseinandersetzung stellen und dann hoffe ich, wird irgendwann Ruhe einkehren. Mir schwinden langsam wirklich die Kräfte!

ich danke dir für deine Antwort!