Beikoststart bei Allergierisiko....1000Fragen....

Archiv des urbia-Forums Stillen & Ernährung.

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Forum: Stillen & Ernährung

Muttermilch oder Flasche? Was schmeckt kleinen Kindern aufs Brot? Hier könnt ihr Fragen zur Säuglings- und Kleinkindernährung, aber auch zu eurer eigenen Ernährung während der Stillzeit stellen. Unsere Stillberaterin Christina Law-Mclean beantwortet eure Fragen täglich in unserem Expertenforum.

Beitrag von danny1878 17.03.11 - 14:47 Uhr

Guten Mittag!

Ich hätte mal einen Haufen Fragen, oder möchte mir gerne eure Meinungen durchlesen.

Meine Maus ist 21 Wochen alt und seeehr interessiert am Essen. Wenn ich sie stille und mir dabei was in den Mund stecke, hört sie auf zu trinken und zieht meine Brust lang um nur ja auch alles sehen zu können. Also gehe ich mal davon aus, dass sie durchaus bereit wäre es zu probieren.

Leider sind mein Mann und ich starke Allergiker, wobei bei mir auch diverse Unverträglichkeiten hinzukommen. Man soll ja eigentlich erst 6 Monate voll stillen, aber irgendwie ist die Zeit langsam reif. Ich hab so stark abgenommen und ich dachte mir, besser schon mit Möhrchen und Co anfangen anstatt HA-Milch zu füttern.
Oder seh ich das falsch?

Ich hab was gegen die Kunstmilch und stillen klappt ja... (Seid mir bitte nicht böse, ich will keine Flaschenmama angreifen und die Kunstmilch ist auch bestimmt gut, aber ich vertrage zu Beispiel weder Kuhmilcheiweiss noch Laktose und hab einfach Angst, dass ich was falsch damit mache...#zitter)

Gibts hier noch Allergikerinnen, oder Fachkundige, die mich an ihrer Erfahrung teilhaben lassen?

Danke!

#winke

Beitrag von babycakes 17.03.11 - 14:58 Uhr

hallo,
du kannst ja mit möhren anfangen und trotzdem noch weiter stillen. du lässt einfach jeden monat eine stillmahlzeit weg. ich habe meine tochter 8 monate voll gestillt, weil sie überhaupt nicht essen wollte. jetzt ist sie 10 monate alt und bekommt mittags gemüse und abends einen brei, den ich aus muttermilch, reisflocken und püriertem obst mache. ansonsten wird sie noch gestillt. nächsten monat ist dann der nachmittagsbrei dran, usw. du kannst also langsam mit der beikost anfangen und sie weiterstillen und sie hat somit immer noch den schutz der muttermilch. wenn das stillen gut klappt sehe ich überhaupt keinen grund von heut auf morgen aufzuhören und stattdessen auf flaschennahrung umzusteigen.

viele grüße
babycakes;-)

Beitrag von zitronenscheibe 17.03.11 - 19:11 Uhr

Bei einem erhöhten allergierisiko würde ich mich speziell beim Kinderarzt oder deiner Krankenkasse nach einer ernährungsberatung vor Ort erkundigen. So bist du auf der sicheren Seite.
als problemlos gelten:
Kartoffeln, Möhren, Äpfel, Biren, Bananen und Reis

Gluten sollte man wohl auch meiden
problemlos ist wohl Hirse, aber wie gesagt, lass dich lieber richtig beraten.
Einen guten Start, mit was auch immer;-)

Beitrag von danny1878 17.03.11 - 19:44 Uhr

#klatschDas ich da nicht von selber drauf gekommen bin...
Ich hab doch ne Ökeltrophel an der Hand! Die frag ich mal. Der Kinderarzt sagt nämlich nur, dass das Kind gut gedeiht und ich noch stillen darf.
Nur wieg ich keine 50 Kilos mehr (bei 175cm) das geht bald so nicht mehr...
#danke

Danny mit Krawall-Kleinkind und Moppel-Fee...

Beitrag von sarahjane 17.03.11 - 23:09 Uhr

Neuesten Erkenntnissen zu Folge reicht es, 4 Monate ausschließlich Frauen- und/oder hypoallergene Säuglingsmilchnahrung zu füttern, um das Allergierisiko zu senken. Wobei sowohl Frauen-, als auch hypoallergene Säuglingsmilchnahrung nur vor bestimmten Allergien schützen können, dies nur zu ca. 50 Prozent und den Ausbruch meist nur verschieben oder abmildern.

Es gibt Kinder, welche mit 5 Monaten schon beikostreif sind, so dass man auch allergiegefährdeten Kindern ab diesem Alter geeignete Beikost anbieten kann.

Übrigens: Wenn Dein Kind eine Laktoseintoleranz hätte, dürfte es nicht nur keine herkömmliche Säuglingsmilchnahrung aus dem Handel trinken, sondern auch keine Frauenmilch und wäre auf Spezialmilch angewiesen.

Und keine Sorge: Kunstmilch braucht keiner zu füttern.
Wenn Frauenmilch nicht (mehr) (in ausreichender Menge) zur Verfügung steht, hat kann man ruhigen Gewissens auf Pre- und/oder Einsermilch aus dem Handel, bei bestehenden Unverträglichkeiten/Allergien auf entsprechende Spezialmilchnahrungen zurückgreifen.

Du kannst Deinem Kind Möhrchen anbieten, denn sie gelten heutzutage nicht mehr als hochallergen.