zu wenig Milch!!!!!!!!

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Forum: Stillen & Ernährung

Muttermilch oder Flasche? Was schmeckt kleinen Kindern aufs Brot? Hier könnt ihr Fragen zur Säuglings- und Kleinkindernährung, aber auch zu eurer eigenen Ernährung während der Stillzeit stellen. 

Beitrag von murmel2117 17.03.11 - 15:28 Uhr

Hallo,

meine Tocher ist nun 6 Wochen alt. Ich still voll. Meine Kleine kommt nur nicht mehr an meine Brust da ich solche kaputten Brustwarzen hatte, dass ich zum Brustwarzen lasern musste. Nun mache ich mir die Mühe und pumpe alle 2 Stunden ab (Doppelpumpe). Ich produziere am Tage 700 ml Muttermilch. Meine Kleine hat nun langsam aber immer mehr Bedarf an Muttermilch und meine Milchmenge wird einfach nicht mehr.

Nun habe ich gehört das Pulsatilla C30 die Milchbildung anregen soll.

Kennt das jemand oder hat jemand damit Erfahrungen gemacht.

Über Eure Ratschläge wie man mehr Milch produziert wäre ich Euch sehr dankbar.

LG Murmel

Beitrag von maerzschnecke 17.03.11 - 15:35 Uhr

Zu Pulsatilla kann ich nichts sagen. ABER zwei Dinge:

- die Menge, die Du abpumpst ist nicht die Menge, die Du beim normalen Anlegen rausbekommst. Sobald Du nicht mehr pumpen musst, sondern wieder anlegen kannst, reicht Deine Milch.

- milchbildend sind auch Bockshornkleekapseln. Kannst Du in der Apotheke bestellen. Ich nehme eine täglich, man kann aber bis zu 3x3 täglich nehmen und die helfen wirklich gut.

Beitrag von tosse10 17.03.11 - 16:14 Uhr

Hallo,

die Problematik mit dem Abpumpen kenne ich zum Glück nicht. Aber ich habe einen Heidenrespekt davor sich diese Arbeit zu machen. Ich wäre wahrscheinlich schon längst bei Pre-Nahrung!

Also bei mir scheint richtig viel trinken zu helfen(ich trinke etwa 4 Liter am Tag, und habe vor dem stillen immer viel zu wenig getrunken). Ich trinke ca 2 Liter Gerolsteiner, einen guten Liter Tee (Fenchel pur oder Stilltee), 1-2 große Tassen Caro Kaffee mit Milch zubereitet. 2-3 große Gläser Schorle (meist mit Ameckes plus Eisen).
Bin ich im Stress, dann reicht meinem Kleinen die Milch auch oft nicht. Erst wenn ich runter komme gibt mein Körper wieder mehr her. Vielleicht hilft es auch bei dir, wenn du so viel Stress wie möglichst vermeidest (sofern das bei dem Abpumprythmus möglich ist?)

Was an Globulis und so helfen kann weiss ich leider nicht. Ich drück dir aber auf jeden Fall die Daumen das sich die Mühe lohnt.

Beitrag von dieeva 17.03.11 - 19:20 Uhr

Hallo,
bin auch eine Pump-Mama. Kann Dir ja mal von mir berichten. Aber zuerst einmal: 700ml ist doch klasse. Soviel hat unserer in dem Alter auch ca. getrunken. Meine Hebamme hatte uns damals gesagt, dass er so ca. 1/6 seines Körpergewichts über den Tag trinken sollte. Als die Milch dann nicht mehr gereicht hat, hat sie mir ein Rezept für Milchbildungstee gegeben, den man in der Apotheke mischen lassen kann. Damit hab ich die Menge dann steigern können, hab sogar geschafft, was einzufrieren. Wenn Du magst, kann ich Dir das Rezept mailen, schick mir einfach Deine Mailadresse. Hatte von ihr auch noch andere Tipps, wie z.B. Nüsse essen. Wie gesagt, schick ich Dir gern oder frag mal Deine Hebi.
Viele Grüße
dieeva

Beitrag von steffi0413 17.03.11 - 21:47 Uhr

Hallo Murmel,

möchtest Du auf die Dauer beim Abpumpen bleiben oder möchtest Du wieder anlegen?

Für die Aufrechterhaltung der Milchproduktion durch Pumpen alleine ist eine Pumpzeit von mind. 100 Minuten täglich nötig.
Wenn Du die Milchmenge erhöhen möchtest, solltest Du mind. 8-12x in 24 Stunden (davon mind. 1x in der Nacht) immer 10-15 Minuten lang abpumpen.

Den Milchspendereflex kannst Du stimulieren wenn Du die Brüste vor dem Abpumpen mit heissem Wasser wäschst oder duschst. Das muss aber so heiss sein, was deine Haut noch ertragen kann.

Während des Abpumpens kannst Du C-Griff versuchen: drück (Daumen oben, andere Finger unten) deine Brust hinten dem Brustwarzenhof zusammen und halte so. Stark, aber weh tun darf es nicht. Das stimuliert den Milchfluss und den Milchspendereflex.

Die Milchbildung kannst Du noch mit Bockshornkleesamen unterstützen (Tee aus den Samen oder Kapseln)

Die getrunkene Mumi-Menge ist aber nicht vom Alter oder Gewicht des Babies abhängig. (Die 120-150 ml/pro kg oder ähnliche Angaben sind bei Stillbabies nicht gültig.) Das kann zwischen 450 und 1200 ml alles sein und alles ist normal. Die 700 ml sind also super gut.
Die Babies trinken nach der 4.-6. Lebenswoche nicht wesentlich mehr Mumi, können nur immer besser verwerten.

LG
Steffi

Beitrag von sarahjane 17.03.11 - 22:23 Uhr

Das von Dir genannte Präparat kenne ich leider nicht. Vielleicht kannst Du Dich bei einem Homöopathen, von einem Apotheker, einer Hebamme oder Deinem Gynäkologen beraten lassen?

700 ml sind topp. Viele Frauen bekommen gar nichts oder deutlich geringere Mengen abgepumpt.

Nicht jeder Mutter gelingt es (auf Dauer) ausreichende Frauenmilchmengen zu produzieren / abzupumpen, aber manchmal kann Folgendes helfen:

- auf 5 ausgewogene Mahlzeiten am Tag achten
- 4 Tassen Fenchel-, Kümmel-, Anistee am Tag trinken
- 1 Flasche Malzbier am Tag trinken
- aus der Apotheke etwas Bockshornkleesamenhaltiges besorgen
- insgesamt pro Tag 2 bis 3 l trinken (wenig Koffein-, Kohlensäure- und Teeinhaltiges)
- beim Pumpen immer das Baby in der Nähe haben oder wenigstens 1 Foto davon
- vor jedem Pumpen einen feuchten warmen Lappen auf die Brüste legen