SCHEISS ARBEITSAMT - BRAUCHE DRINGEND HILFE!!!

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Forum: Finanzen & Beruf

Dieses Forum bietet Platz für alle Fragen und Antworten rund ums liebe Geld und die Absicherung der Familie - egal ob ALGII, Haushaltsgeld, Baufinanzierung oder Altersvorsorge. Auch Themen wie ElterngeldKindergeld sowie der Wiedereinstieg in den Beruf sind hier richtig.

Beitrag von novembersonne2010 17.03.11 - 16:14 Uhr

ES GEHT UM MEINEN VATER
obwohl er über 20 Jahre gearbeitet hat...er ist behindert und krebskrank und aktuell wieder in Chemotherapie...er hatte schon TEilzeit gearbeitet bei seiner Firma und musste dies abbrechen...jetzt versucht das ARbeitsamt ihm das Arbeitslosengeld das ihm zusteht zu streichen und in Rente zu schicken MIT AUFSTOCKUNG HARTZ 4!
WAS KÖNNEN WIR DENN MACHEN?
ES EILT
HAT JEMAND TIPS??

LG

Beitrag von thea21 17.03.11 - 16:17 Uhr

Naja, die Frage ist, ob er dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen kann!?

Beitrag von novembersonne2010 17.03.11 - 16:29 Uhr

das weiss doch noch keiner - er ist doch mitten in der Chemobehandlung!

Beitrag von kati543 17.03.11 - 20:13 Uhr

Da er offensichtlich krank und arbeitsunfähig ist, ist das Arbeitsamt gar nicht für ihn zuständig.

Beitrag von king.with.deckchair 17.03.11 - 20:22 Uhr

Und da kann es eben sein, dass er - evtl. befristet - erwerbsunfähig ist. Und wenn er das ist, dann hat er keinen Anspruch auf ALG I. Auf ALG II auch nur, wenn er mit Deiner Mutter in einer Bedarfsgemeinschaft ist (er würde dann Sozialgeld bekommen).

Ansonsten greift dann die Grundsicherung nach SGB XII aufstockend.

Deine übertriebene Aufregung und das blödsinnige "Scheiß Amt"-Geblöke ohne den Hauch einer Ahnung von der Rechtslage halte ich übrigens für äußerst kontraproduktiv, was Hilfe für Deinen Vater angeht. Bleib lieber zuhause, wenn er bei Behörden vorspricht!

Beitrag von mama2003-2009 17.03.11 - 16:20 Uhr

Hi

meinst du das er momentan ALG1 bekommt was man Ihm streichen will? Bei ALG1 muss man dem Arbeitsmarkt zur Verfügungstehen und da dein Papa sicherlich momentan nicht Arbeiten kann wird Ihm das gestrichen. Und dementsprechend wird er dann erstmal in ALG2 fallen.

Ebenfalls muss dann entschieden werden ob er überhaupt irgendwann nochmal arbeiten gehen kann, denn wenn er das nicht mehr kann, aufgrund seiner Krankheit wird er wohl Rente beantragen müssen !!!


liebe grüße
mama2003-2009

Beitrag von kruemlschen 17.03.11 - 16:23 Uhr

Hallo,

wie alt ist denn Dein Vater und wie gut stehen die Chancen darauf dass er wieder gesund wird und arbeiten kann?

Warum musste der die TZ Arbeit in seiner Firma "abbrechen"? Was bedeutet das? Hat er gekündigt oder die Firma ihm?

Gruß K.

Beitrag von novembersonne2010 17.03.11 - 16:30 Uhr

Huhu
nein, er wurde nicht gekündigt...aber gesundheitsbedingt hat er ja erst Krankengeld erhalten, jetzt ist der Anspruch aufs Krankengeld erloschen und jetzt steht zur Debatte ob er das Alg I kriegt oder Rente mit Harzt 4 Aufstockung!

Ich könnte heulen echt, nicht nur dass er krank ist und nervlich am Ende - JETZT AUCH NOCH DAS!

Beitrag von novembersonne2010 17.03.11 - 16:32 Uhr

ACH SO-
Mein Vater ist Baujahr 58....wenn dann könnte er in seine alte Firma zurückgehen. Die Firma hat ihn NICHT GEKÜNDIGT!!!!

Beitrag von mama2003-2009 17.03.11 - 16:34 Uhr

Das Problem ist das er nur in ALG1 rutscht wenn er dem Arbeitsmarkt zu Verfügung steht, und das ungewiss ist sagt man ALG2 obwohl man doch da auch mindestens 3h arbeiten muss oder?

Erstmal alles gute für deinen Papa und viel Kraft natürlich für Euch.


ganz liebe grüße
mama2003-2009

Beitrag von goldtaube 17.03.11 - 19:37 Uhr

<<...obwohl man doch da auch mindestens 3h arbeiten muss oder? >>

Das ist so nicht richtig. Man muss beim ALG II theoretisch in der Lage sein mindestens 3 Stunden täglich zu arbeiten.

Beitrag von kathi.net 17.03.11 - 16:45 Uhr

Ähnlichen Fall hatte ich im Bekanntenkreis.

ALG1 gab es nicht, da er dem Arbeitsmarkt - auch durch Erkrankung und Chemo - nicht zur Verfügung stand. Krankengeld gabs dann auch nicht mehr. Also blieb nur ALG2 oder Rentenantrag. Beides gibts aber nicht von heut auf morgen und hat sich ewig higezogen.

Im übrigen ist ihm in dem Moment auch klar geworden, wofür eine BU gut gewesen wäre :-(

Ich wünsche dir trotzdem viel Kraft.

Beitrag von cunababy 17.03.11 - 16:56 Uhr

Hi du,

also fakt ist, dass dein Vater dem Arbeitsmarkt derzeit nciht zur Verfügung steht und es wohl so schnell auch nicht der Fall sein wird. Somit ist rechtlich alles richtig.
So bitter das sein mag, aber für so etwas gibt es eine Berufsunfähigkeitsversicherung, die hätte in dem Fall einen Teil, oder eben alles an Gehaltseinbussen aufgefangen, je nach dem wie hoch man die Versicherung abschließt. Wenn dein Vater sich da nicht abgesichert hat, dann ist das schlicht und ergreifen "dumm". Das ist jetzt super bitter und hilft dir auch nicht weiter, aber die Tatsachen sind nun mal leider so bei unseren Gesetzen.

Momentan könnt ihr nur versuchen so gut es geht als Familie zu unterstützen. Ich wünsche euch viel Glück und Kraft und deim Vater natürlich eine hoffentlich baldige Genesung!

VG Cunababy

Beitrag von haarerauf 17.03.11 - 17:07 Uhr

Ist doch o. K. Frührente und Alg II ist doch akzeptabel. Warum regst Du Du dich so auf?

Haarerauf

Beitrag von lelou83 17.03.11 - 17:25 Uhr

was für eine rente soll er bekommen?
frührente oder eine eu-rente?
ich selbst bekomme eine eu-rente wegen voller erwerbsminderung.diese ist befristet für 2 jahre.demnach hätte dein vater erstmal 2 jahre zeit seine gesundheit wieder stabilisieren zu können.

gruß und alles gute

Beitrag von manavgat 17.03.11 - 17:29 Uhr

Ich würde das einer Anwältin übergeben.


Nicht aufregen. Handeln.

Gruß

Manavgat

Beitrag von lena1309 18.03.11 - 00:28 Uhr

Sorry, aber hast du in diesem Bereich mal einen anderen Rat, als zum Anwalt zu gehen?.

Kannst du dir vorstellen, dass es durchaus auch mal sein kann, dass die Seite der Arbeitsagentur Recht hat oder auch mal der Arbeitgeber.

Das solltest du doch wohl nachvollziehen können.

Und wenn du es nicht wirklich weißt, sei doch mal ruhig.
Senf schmeckt auch mittelscharf, wobei scharf das einzig Wahre ist, wie der Düsseldorfer so sagt.

LG
M.

Beitrag von manavgat 18.03.11 - 11:03 Uhr

Das Sozialrecht ist sehr kompliziert. Es ist auch nicht unüblich, dass Leute wider besseren Wissens der Behördenmitarbeiter nicht bekommen, was Ihnen zusteht.

Das es hier um mehr als ein paar Peanuts geht, ist eine Anwältin hier das Mittel der Wahl.


So wenig, wie ich meine Fliesen mit Uhu an die Wand kleben würde, so wenig würde ich mich in Sozialrechtsfragen allein mit denen auseinander setzen.

Sollte es rechtens sein, wird die Anwältin das erklären. Das ist allemal besser, als jahrelang das Gefühl zu haben, betrogen worden zu sein.

Gruß

Manavgat

Beitrag von elofant 18.03.11 - 20:05 Uhr

Ein Anwalt kann aber im Vorfeld schon mal klären, ob das alles rechtens ist. ohne großen Wind zumachen.

Dann ich man "aufgeklärt".


Ich gebe manavgat da völlig Recht!!

Beitrag von landmaus 17.03.11 - 18:41 Uhr

Hallo,

in diesem Fall ist es vollkommen irrelevant, ob Dein Vater dem Arbeitsmarkt zur Verfügung steht. Er hat zurzeit einen Anspruch auf Arbeitslosengeld nach sogenannten Nahtlosigkeitsgesichtspunkten. Das bedeutet, dass er nach der Aussteuerung durch die Krankenkasse zunächst Arbeitslosengeld bekommt. Die Agentur für Arbeit fragt dann den Rentenversicherungsträger an, ob eine über sechs Monate dauernde Erwerbsunfähigkeit zu erwarten ist. Wenn das der Fall ist, besteht ein Anspruch auf eine (befristete) Erwebsunfähigkeitsrente. Die kann dann durch Grundsicherungsleitsungen aufgestockt werden.

Soweit man dass aus Deinen rudimentären Angaben entnehmen kann, hat die AfA alles richtig gemacht. Wenn Du daran aber Zweifel hast, solltest Du einen Rechtsanwalt mit Spezialisierung im Sozialrecht hinzuziehen.

Deinem Vater alles Gute.

Beitrag von king.with.deckchair 17.03.11 - 20:19 Uhr

"Soweit man dass aus Deinen rudimentären Angaben entnehmen kann, hat die AfA alles richtig gemacht."

Eben.

Stichwort § 125 SGB III.

Beitrag von bruchetta 17.03.11 - 19:35 Uhr

Erwerbsminderungsrente beantragen. Dauert aber manchmal, obwohl er wohl nur eine Amtsärztliche Untersuchung braucht, wenn überhaupt!

Auf seinen Rentenbescheinigungen ist ersichtlich wie hoch die volle Erwerbsminderungsrente sein wird.

Beitrag von king.with.deckchair 17.03.11 - 20:15 Uhr

Bist du noch ganz bei Trost?!

"jetzt versucht das ARbeitsamt ihm das Arbeitslosengeld das ihm zusteht zu streichen und in Rente zu schicken MIT AUFSTOCKUNG HARTZ 4!"

VIELLEICHT, WEIL ES SO GESETZLICH V O R G E S C H R I E B E N IST?!

Bei allem Verständnis, aber da könnte ICH kotzen: Null Dunst von der Rechtslage, aber Hauptsache, mal "Scheiß Arbeitsamt" herumprollen.

Beitrag von colli28 17.03.11 - 21:05 Uhr

Hallo,

also ich den Text gelesen habe, habe ich genau dasselbe wie Du gedacht. Immer erstmal meckern.

Als ob die Agentur für Arbeit (am besten noch die Sachbearbeiterin) die Gesetze macht.

Gruß
Nicole

Beitrag von myimmortal1977 18.03.11 - 01:12 Uhr

In welche Rente soll er denn geschickt werden? In Frührente? Bei Baujahr 58 glaube ich kaum, oder?

Eher wahrscheinlich in eine (befristete) Erwerbsminderungsrente.

Guck mal auf seinen letzten Rentenbescheid. Da Dein Vater ja sicherlich schon viele Jahre gearbeitet hat, ist es nicht unwahrscheinlich, dass die Erwerbsminderungsrente genauso hoch, oder sogar noch höher als das ALG ausfallen würde.

Ich bin seit meinem 18 Lebensjahr im Berufsleben. Seit meinem 33. Lebensjahr berentet. Meine Rente fällt fast genauso hoch aus, wie mein Anspruch auf ALG I. Habe aber auch noch zu aktiven beruflichen Zeiten recht viel verdient.

Der jetzige AG bekommt einen Schrieb von der RV bei Antrag. Dort muss er ankreuzen, was mit dem bestehenden Arbeitsvertrag Deines Vaters passiert. Es gibt 3 Optionen. Der Vertrag besteht weiter, wird aufgelöst oder ruhend gestellt.

Wenn der AG nett ist, kreuzt er an, dass er weiter besteht oder ruhend gestellt wird.

Die (befristete) Erwerbsminderungsrente bedeutet nicht in jedem Fall das eindeutige Aus für seinen Job.

LG Janette