Hauskauf neben JVA ????

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Forum: Haushalt & Wohnen

In diesem Forum haben Haushaltstipps und alle Fragen rund ums Wohnen und den Garten ihren Platz. Fragen zur Baufinanzierung sind besser bei "Finanzen & Beruf" aufgehoben". Viele Tricks und Kniffe zum Thema Haushalt findet ihr in unserem Service "Die besten Haushaltstipps".

Beitrag von clarafee 17.03.11 - 17:31 Uhr

Hallo !

Wir sind auf der Suche nach einem Haus-
nun habe ich ein schönes gefunden, liegt am Ortsrand, alle wichtigen
Dinge sind vorhanden#verliebt
-und dann habe ich herausgefunden , dass es über die Felder ca. 500m bis zu einer JVA sind.#schmoll#schmoll
Ich habe mich informiert, es gibt dort Platz für 364 Insassen und 100
Plätze sind extra für Gewalt-oder Sexualstraftäter!#schock#schock#schock
Hilfe! Wir haben zwei Töchter und ich wollte ländlich wohnen um den beiden
etwas Gutes zu tun-aber das hat sich damit wohl erledigt, oder?#kratz#kratz#kratz
Ich meine irgendwann gibt es ja auch Freigang bevor jemand entlassen wird-bin ich intolerant und hysterisch ? Oder wie seht ihr das???#zitter

Beitrag von dore1977 17.03.11 - 17:40 Uhr

Hallo,

sieh es doch mal so herum. Solange die "nur" Freigang haben werde sie sich doch sicher "benehmen" und wen sie entlassen sind wollen sie sicher nicht im selben Ort ansässig werden in dem sie eingesessen haben oder ?

Ich muss aber zugeben ich weis nicht wie ich mich entscheiden würde. Zumindest würde ich wohl eher ein Auge zu viel als zu wenig auf mein Kind haben.

LG dore

Beitrag von clarafee 17.03.11 - 17:49 Uhr

Hallo,
ich dachte jetzt auch nicht, dass alle dann in den Ort ziehen....#schwitz
Aber ich frage mich dann natürlich auch, wer dann die Besucher sind, die zu
JVA fahren und dann ja auch noch in der Nähe unterwegs sind...#zitter
Ach, ich bin doch intolerant--- ich möchte nicht, dass meine Töchter auf den
Sexualstraftäter treffen, der seinen ersten Freigang hat.:-(

Beitrag von dore1977 17.03.11 - 18:06 Uhr


Dann hast Du doch schon entschieden das ihr dort nicht hinziehen werdet.

LG Dore

Beitrag von clarafee 17.03.11 - 18:09 Uhr

Manchmal ist man unsicher, ob man sich in eine Idee"verrennt"-oder ob es wirklich so ist.... -wegen Vorurteilen,realistischer Gefahr usw...

Beitrag von dore1977 17.03.11 - 18:33 Uhr


Was sagt den Dein Mann dazu ?

Die Frage ist doch auch ganze einfach wie gut ist das Angebot (sprich das Haus) im Gegensatz zu dem Risiko das ihr eventuell eingeht ?

Beitrag von tigerbaby1976 17.03.11 - 18:33 Uhr

Also ich würde sagen, Du wohnst da sicherer als 10 km entfernt. Wenn die was vorhaben sollten machen die es bestimmt nicht in unmittelbarer Nähe, oder?
Viele ziehen nach Ihrer Entlassung in den Ort zurück, wo sie hergekommen sind und sind entweder unauffällig oder mißbrauchen dort das nächste Kind.
Ich weiss nicht, ob man die JVA als Kriterium nehmen sollte. Ich bin da relativ tolerant.
Erinner Dich an die die aus Forensiken geflohen sind. Die haben auf Ihrer Flucht in ganz Deutschland zugeschlagen.
Oder die beiden, die letztes Jahr aus der JVA Aachen ausgebüxt sind. Die haben zwar direkt in Aachen Geiseln genommen, sind aber dann zu ihrer alten Heimat geflohen, wo sie dann ja auch festgenommen worden sind.
Damals hätte ich lieber in Aachen als am Ort der Festnahme gewohnt.
Also überlegt es Euch gut.

Beitrag von semmelhase 17.03.11 - 18:38 Uhr

huhu...

ich als jahrelange betroffene kann dir dazu mal was sagen :-p
habe auch ca 600meter von einer JVA weg gewohnt,
da waren auch ganz schöne Schweine drin,
ABER....
wie hier schon eine erwähnte...

WENN einer ausbricht der gefährlich ist, müsste er wirklich saublöd sein um sich an dem ort aufzuhalten wo er gesessen hat,
die hauen meist weit wech um sich irgendwo abzusetzen.
Bei aufnahme werden doch Bilder gemacht,
da wird rucki zucki gepfandet durch tv zeitung radio.
Der hat vorort null Chance .

Also da brauchst du wirklich keine Angst haben, und wenn dir das Haus gefällt, warum nicht :-)
ich wäre da nie ausgezogen,
wenn ich keinen Nachwuchs bekommen hätte, und die wohnung dann zu klein gewesen wäre.

Also viel glück #winke

Beitrag von anira 17.03.11 - 18:38 Uhr

hallo,

fahr nochmal hin und befrag die nachbarn
und dann kansnt du dich imemr noch entscheiden
vieleicht sogar den preis nochmal drücken;)

aber kann dich verstehen so ganz wphö fühl ich mich bei dem gedanken auch gerade nicht

Beitrag von bensu1 17.03.11 - 19:15 Uhr

hallo,

eine meiner freundinnen hat in unmittelbarer nähe zu einer jva gewohnt. sie erzählte, dass die insassen des öfteren mit feldstechern ihre umgebung beobachten.

für mich wäre das kein schöner ort, um meine kinder aufwachsen zu lassen..

lg
karin

Beitrag von r.le 17.03.11 - 21:22 Uhr

Hallo clarafee,

bei einem Immobilienerwerb sollte man immer und in erster Linie die Lage berücksichtigen. Auch wenn man vorhat, das Haus bis an sein Lebenende zu bewohnen.

Eine JVA trägt nicht dazu bei, die Lage aufzuwerten. Für mich käme es deshalb nicht in Frage.

Gruß

Ralf

Beitrag von unilein 18.03.11 - 08:14 Uhr

Aber müsste nicht aus denselben Gründen die Immobilie einen niedrigen Einkaufswert haben? Relativiert sich das dann nicht wieder? Vielleicht macht man sogar plus, falls die JVA zumacht, bevor man verkaufen will? :-)

Beitrag von r.le 18.03.11 - 10:59 Uhr

Hallo unilein,

der Kaufpreis sollte entsprechend angepasst sein, das ist richtig.

Theoretisch wäre es auch denkbar, aber eher unwahrscheinlich, dass die JVA zumacht und ein trendiges Wohngebiet aus dem Boden gestampft wird.

Wahrscheinlich ist es aber angesichts unserer gesellschaftlichen Entwicklung und der Entwicklung der öffentlichen Finanzen so, dass eine JVA eher überbelegt und nicht mit positiven Schlagzeilen bedacht wird.

Wenn man schon viel Geld investiert, sollte man sich doch eher an den absehbaren Entwicklungen orientieren, es sei denn, man hat eine Zockernatur ;-).

Gruß

Ralf

Beitrag von curlysue1 18.03.11 - 06:23 Uhr

Hallo,

ich würde auch nicht neben eine JVA ziehen, genausowenig neben einen Friedhof, Psychatrie oder größere Industriegebiete.

LG

Beitrag von babe2006 18.03.11 - 13:51 Uhr

wieos nich neben einen Friedhof???

die stehn nicht mehr auf!!!

Beitrag von curlysue1 18.03.11 - 17:57 Uhr

Hab ich kein gutes Gefühl dabei.

Beitrag von babe2006 18.03.11 - 19:19 Uhr

und warum?

denkst du die schreien Nachts noch??

Sorry mag sich lächerlich anhören... aber is doch nunmal so... die stehen nicht mehr auf!!

Beitrag von beth22 19.03.11 - 15:47 Uhr

#rofl #rofl #rofl , der war gut.

Wir haben mal auf einem alten Friedhof gewohnt, da durftest du nicht sehr tief graben :-p , wir haben dann öfter die Polizei zu Besuch gehabt um abzuklären ob es menschliche Knochen sind und wie alt die sind (nicht das dort noch ein "frischer" begraben liegt #zitter ). ---Das ist kein Witz ! Unser Vermieter hat nachher schon gesagt das wir besser nicht mehr so viel Graben sollen im Garten #zitter .

LG
Sandra

Beitrag von kolbo-sauri 18.03.11 - 11:33 Uhr

Hallo,

ich würde es nicht machen - aus den von Dir genannten Gründen!

Da würde ich mich nie wohlfühlen.

VG

Beitrag von super_mama 18.03.11 - 14:40 Uhr

Hallo,

es ist schwer zu sagen ... ich wohne 7 KM von einer JVA entfernt und mulmig ist es mir trotzdem schon, auch wenn es dazu noch keinen Anlass gab.

Allerdings habe ich jetzt gesehen das, ebenso wie die Lage die du beschrieben hast, also in unmittelbarer Nähe, eine Neubausiedlung entstanden ist, inkl Kindergarten etc pp ... und die Preise für ein Haus dort, liegen beim 4fachen des normalen Ortspreises. Kann ich nicht verstehen #kratz

Ganz ehrlich, nein, ich würde dort nicht hinziehen wollen !

Sicherlich, Freigänger, selbst Ausbrecher, werden erst einmal zusehen das sie so weit wie möglich wegkommen, aber wer gibt einem die Garantie dafür ? Keiner. Bei der flucht ertappt, flieht man doch erst einmal in der Nähe und versteckt sich (oder ?) ... kurz um, mir wäre es zu "gruselig".

LG