Kindergeld zur Hälfte an den Kindsvater?

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Forum: Allein erziehend

Als Alleinerziehende selbstbestimmt zu leben hat Vorteile, andererseits ist es oft sehr anstrengend, den täglichen Herausforderungen allein zu begegnen. In diesem Forum findet ihr die Hilfe und Unterstützung von Frauen, die in einer ähnlichen Situation sind.

Beitrag von julchen25 17.03.11 - 21:23 Uhr

Guten Abend,

ich habe mal eine Frage, die ihr mir vielleicht beantworten könnt.

Eine Freundin von mir ist alleinerziehend und beim Quatschen desletzt kam heraus, dass sie nur 1/2 Kind auf der Steuerkarte hat und die Hälfte des Kindergeldes auch an den Kindsvater geht, obwohl er kaum Kontakt zu ihr oder dem Kind hat. Sie meinte, dass wäre immer und automatisch so!

Stimmt das? Das finde ich ziemlich unfair! Warum kassiert der KiVa soviel Geld, obwohl das Geld doch eigentlich dem Kind zugute kommen sollte?

Vielen Dank für Eure Antworten!

Liebe Grüße,
Verena

Beitrag von fibila 17.03.11 - 21:29 Uhr

also deine freundin sollte das ganze kindergeld von der kindergeldkasse bekommen. der vater zahlt allerdings den kindesunterhalt abz. 1/2 kindergeld, das ist richtig so. lg

Beitrag von 16061986 17.03.11 - 22:02 Uhr

wenn der KV unterhalt zahlt hat er ein recht auf ein halbes kind auf der LSK wenn er nicht zahlt soll sie zum finanzamt gehen und das ändern!
das mit dem kindergeld ist schwachsinn,das steht demjenigen zu,wo das kind lebt! hab noch nie gehört,dass das kindergeld geteilt wird

Beitrag von sini60 17.03.11 - 22:04 Uhr

Natürlich wird es geteilt. Dem Vater wird die Hälfte vom Kindergeld an seiner Unterhaltsleistung angerechnet. Die Mutter bekommt dann das ganze Kindergeld.

Beitrag von 16061986 17.03.11 - 23:06 Uhr

sie hat aber geschrieben das er es aufs konto bekommt und das kann nciht stimmen! das es vom unterhalt abgezogen wird ist klar aber steht ja ned mal da ob er überhaupt zahlt

Beitrag von windsbraut69 18.03.11 - 09:03 Uhr

Ich glaube nicht, dass die Familienkasse es 50/50 auszahlt.
Sofern er dann aber den Unterhalt ohne Abzug der 50% zahlt, ist es völlig okay.

Beitrag von parzifal 18.03.11 - 11:39 Uhr

Du meinst das richtige liegst aber mit Deiner Wortwahl daneben.

Es ist widersprüchlich in einem Satz zu schreiben, dass das Kindergeld geteilt wird um im nächsten festzustellen, dass das ganze Kindergeld an die Mutter geht.

eine Verrechnung ist keine Teilung.

Beitrag von gh1954 17.03.11 - 22:07 Uhr

>>>obwohl das Geld doch eigentlich dem Kind zugute kommen sollte? <<<

Das Kindergeld ist NICHT für die Kinder, sondern für die Eltern.

Beitrag von kati543 18.03.11 - 09:53 Uhr

Die Familienkasse zahlt nicht 50/50 aus. Also kann deine Freundin da nur etwas falsch rübergebracht haben. Das übliche Vorgehen ist einfach, dass der Vater den Unterhalt abzüglich des halben Kindergeldes zahlt.
Da das Kindergeld eine Steuererstattung ist, geht es auch an diejenigen, die den Unterhalt für das Kind stellen - also an Mutter UND Vater. Das Kindergeld steht nicht dem Kind zu. Es hat überhaupt nichts getan, um dieses Geld zu bekommen.
Und natürlich hat sie nur ein halbes Kind auf der Steuerkarte. Warum sollte sie ein ganzes haben? Ist der Vater weniger Vater als sie Mutter? Solange er Unterhalt zahlt, bekommt er ein halbes Kind und auch hälftig das Kindergeld anerkannt (was aber wie gesagt mit dem Unterhalt verrechnet wird).

Beitrag von leboat 18.03.11 - 12:40 Uhr

#pro

Beitrag von manavgat 18.03.11 - 12:59 Uhr

Blödsinn.

Die Hälfte des Kindergeldes wird auf den Unterhalt angerechnet. Und zwar nur, wenn er den Mindestsatz laut DüDo Tabelle zahlt.

Gruß

Manavgat