Anders viel Energie produzieren oder weniger verbrauchen?

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Aktuelles und Zeitloses rund um das (Familien-) Leben im Allgemeinen. Auch gesellschaftliche Themen sind in dieser Rubrik willkommen. Alles rund um den Internet-Handel, Versand etc. gehört in das Forum "Internet & Einkaufen".

Beitrag von paddelboot-neu 17.03.11 - 21:38 Uhr

Hallo!

Mal angenommen, alle AKW gingen vom Netz (jaja, ist ja jetzt nicht so, aber mal angenommen) und wir müssten tatsächlich wesentlich mehr für Strom bezahlen (meinetwegen das doppelte oder dreifache), wie würdet ihr Strom sparen?

- nur noch 1x woche Fernsehen / noch seltener /abschaffen?
- Internetnutzung / Computernutzung redzieren?
- Waschmaschine / Spülmaschine?
- weniger Licht anmachen?
- ...?


Ich bin der meinung, wir verbraucehn nur deshalb soviel Energie, weil wir die so billig zur Verfügung haben! Wäre Energie teurer, würden wir weniger verbrauchen!

Und ich finde den Ansatz falsch, als Ziel zu haben, genausoviel Energie wie heute zur Verfügung zu haben und den Verbrauchern jetzt Angst zu machen: Wenn kein AKW-Strom, dann sehr teuer, anstatt ein Energiesparkonzept zu erarbeiten. (nicht nur für Privathaushalte, v.a. für die Wirtschaft).

Ich meine - wie viele leuchtreklamen, bewegliche Werbetafeln etc. gibt es denn bitte? Das ist doch eigentlich überflüssiger Stromverbrauch!!

Beitrag von serdes 17.03.11 - 21:56 Uhr

Ich würd nicht sparen, sondern halt auch das Dreifache bezahlen.


Schliesslich schicke ich meinen Mann nicht umsonst zur Arbeit....

Beitrag von mamavonyannick 17.03.11 - 21:56 Uhr

"Ich meine - wie viele leuchtreklamen, bewegliche Werbetafeln etc. gibt es denn bitte? Das ist doch eigentlich überflüssiger Stromverbrauch!!"


Ich habe zu hause sowas nicht#schein Und ansonsten kann ich nur sagen: Trotz geringen Stromverbrauchs, zahle ich jedes Jahr mehr. Und das, obwohl Experten meinen, dass Strom in den letzten Jahr günstiger geworden ist, dass aber nicht an die Verbraucher weiter gegeben wird.

Beitrag von nisivogel2604 17.03.11 - 21:58 Uhr

Na, den schick mich mal unsere Schreiben von EON über die gestiegenen Preise #winke

Beitrag von mamavonyannick 17.03.11 - 22:00 Uhr

Mein Schreiben kannst du gelich mitschicken;-)

Beitrag von paddelboot-neu 17.03.11 - 22:03 Uhr

Hallo!

Ich hab zu Hause auch keine Leuchtreklame, aber auf dem Weg zur Arbeit fahre ich an mindestens 4 solchen beweglichen Reklamewänden vorbei - und ich finde ganz ehrlich, DAS ist überflüssig!

Und:

Wir verbrauchen auch jedes Jahr weniger und zahlen jedes Jahr mehr......schon frustrierend. Ich glaube, auch deshalb ist das teurer geworden, eben weil die Verbraucher immer weniger verbrauchen und die Entergieheinis diesen Verlust dann über höhere preise wieder reinkriegen....

Beitrag von miss-bennett 17.03.11 - 22:02 Uhr

Hi!

Solche Gedanken habe ich schon länger...

Wir beziehen Ökostrom (frag bitte nicht welcher Anbieter, mein Mann wechselt sobald er was negatives aufschnappt), zahlen auch gerne etwas mehr dafür und achten auf unseren Stromverbrauch. Wir sind eine Großfamilie und kommen mit etwa 7000 kWh/Jahr aus. Die Haushaltsgeräte sind recht sparsam (Strom und Wasser), überall sind die Sparlampen, alles was nicht benutzt wird, wird auch abgeschalten. Dabei machen wir uns nicht mal den Stress mit dem Sparen. Man schaut eben einfach was los ist!
Und wir gehen mit dem Benzinverbrauch auch so um: das Auto wird nur dann gefahren, wenn es nicht mit dem Fahrrad, bzw. Strassenbahn geht.

Wir (ich meine die Menschen allgemein) verbrauchen zu viel von allem, was umsonst oder zu billig ist (sieh mal den Fleisch- oder Milchproduktekonsum an!). Meine Familie ist schon längst von diesem Zug abgesprungen.

Ich meine, wie lange werden wir noch Strom, Öl, sauberes Wasser und "saubere" Luft haben? Jeden Tag sehe ich die gleichen Mütter ihre Kinder zwei Strassen weiter in die Schule fahren. Mein Nachbar macht in seinem Haus immer alle Lichter an... Und was die andere Beleuchtung (die Du angesprochen hast) angeht, da wird es mir richtig bange #zitter

Man kann nur bei sich selbst schauen, was machbar ist und hoffen, dass einer sich was abguckt

LG

Beitrag von nele27 18.03.11 - 12:16 Uhr

***
Wir (ich meine die Menschen allgemein) verbrauchen zu viel von allem, was umsonst oder zu billig ist (sieh mal den Fleisch- oder Milchproduktekonsum an!
***

Da hast Du absolut Recht! Wir essen zB überwiegend Biofleisch und da die Preise echt happig sind, essen wir davon noch die Hälfte... sonst bleibts einem ja im Halse stecken #schwitz

Beitrag von schullek 17.03.11 - 22:11 Uhr

hallo,

ich sehe das ähnlich, obwohl ich für uns sagen kann: wir sparen strom. haben 1400kwh im jahr bei 3 personen und rund 76m2.
gerade heute habe ich ein posting gelesen, wo eine junge frau stromrechnungsschulden hat. der verbrauch: 4köpfige familie = 400kwh. für mich ne riesige menge!

allerdings ehe ich ja, wie sowas zu stande kommt. man braucht sich nur mal bei freunden udn familie umzuschauen: licht brennt ewig, fernseher und co laufen ständig und wenn aus, dann auf stand by, netzteile verweile dauerhaft in der steckdose, trockner laufen nach jeder wäsche, denn es ist ja so viel einfacher (gerade der wäschetrockner ist für mich ein roters tuch. so ein energieverschwender und umwelt sünder... als ob es nicht möglich ist bei vielen familien wenigstens die hälfte der wäsche aufzuhängen.) und und und...

wir persönlich zahlen schon recht viel für strom, also die preise sind hoch und daher sind wir generell angehalten zu sparen. daher muss ich dir recht geben: wäre alles teurer, würde man mehr sparen.

ich habe es jahrelang bei den amerikanern erlebt: wasser, strom und benzin spottbillig im vergleich zu uns und die verschwendung ist enorm!

zu der öffentlichen energieverschwendung: diese gedanken kommen mir immer wieder und ich fände regelungen da sehr gut. ein schritt in die richtige richtung!

lg

Beitrag von schullek 17.03.11 - 22:13 Uhr

ich meinte 4000kwh!

Beitrag von nina1984 18.03.11 - 09:06 Uhr

Hey wir sind zu dritt und zahlen 5200 kw. Wir haben überall Energiesparbirnen, ausschaltbare Steckdosen, sind 10 Stunden am Tag nicht Zuhause, alle Elektrogeräte AA. Keine Ahnung woher dieser Stromverbrauch kommmt...

Beitrag von asile 17.03.11 - 22:32 Uhr

Hallo,

wir als Familie ( 4 Personen ,leben in einem eigenem Haus) verbrauchen recht wenig, so um die 3000 kw im Jahr.

Achten schon lange bewusst auf unseren Stromverbrauch ( haben keinen Trockner , viele Stromsparleisten, Licht nur da an, wo wir uns aufhalten etc...).

Mich ärgern ebenfalls die großen Leuchtreklamen und ich frag mich schon lange, warum bei unserem riesigen REWE Markt die ganze Nacht das Licht auf volle Pulle leuchten muss ?????

Warum sind die meisten Geschäfte überhaut so stark beleuchtet in der Nacht ?

Die Werbeschilder der Supermärkte könnte man doch dimmen ....

Fahrt mal Nachts durch eine Großstadt wie hier in Berlin, da denkste streckenweise es ist Tag...

Viele Grüße asile

Beitrag von moonerl 18.03.11 - 00:39 Uhr

D. produziert zuviel Strom !!

Die 7 alten Akw's könnten sofort bzw. bräuchten nicht mehr ans Netz.

Häuser müßten besser gedämmt werden, energiesparende Geräte kaufen.

Am besten selbstversorgen mit Solarzellen auf dem Dach.

Beitrag von manavgat 18.03.11 - 11:33 Uhr

Weniger "Scheißdreck" kaufen, den kein Mensch braucht.


Die Osterdeko von letztem Jahr nehmen und dann wieder einmotten, gleiches gilt für Weihnachts, Halloweeen usw. Abstaubkrempel.

Die ganze Weihnachtsklimperbeleuchtung ist nur ein Beispiel.


Fahrten mit dem Auto sinnvoll in eine wöchentliche Route zusammenlegen.

Fahrgemeinsschaften oder öffentliche Verkehrsmittel.

Kleidung: langlebige, gute Qualität kaufen und nicht immer den ultimativen Modefummel, den 6 Monate später kein Mensch mehr will.

Nicht ständig das neueste haben wollen: Fernseher, Spielkonsole, Digicam, Handy, Küchenelektrokram etc.

Vor jedem Einkauf die Frage stellen:

Brauche ich das wirklich? Macht es mich glücklicher? Ist es ökologisch, wenn ich das jetzt kaufe?

Dinge ausleihen, statt selbst kaufen.

Das alles spart Energie. Wir verbrauchen das meiste bei der Herstellung von Gütern.

Lessness ist schick, Lessness ist ökologisch.

Wir werden ansonsten irgendwann einen sehr, sehr hohen Preis bezahlen.

Gruß

Manavgat

Beitrag von geyerwalli 18.03.11 - 11:42 Uhr

Wir können schlecht noch mehr sparen - aber wir haben bei der letzten Jahresabrechnung einen Batzen von der Stromrechnung zurückbekommen.

Wir haben neue energiesparende Großgeräte, achten auch bei Kleingeräten auf effiziente Technik; Licht, Fernseher und Computer werden konsequent nur angeschaltet, wenn unbedingt nötig. Gefrierschrank wird regelmäßig abgetaut, Leuchtmittel sind Energiesparbirnen.
Lauter Kleinigkeiten, die sich in der Summe bezahlt machen, wie wir noch weniger verbrauchen könnten, keine Ahnung.

Und wir sind außerdem gerne bereit, mehr für reinen Ökostrom zu bezahlen, dass tun wir jetzt seit mehreren Monaten.

Aber leider ist das im Bewusstsein großer Anteile der Bevölkerung noch ncht angekommen, dass es - unabhängig von den aktuellen Ereignissen - auf Dauer so wie jetzt nicht mehr weitergehen kann. Wahrscheinlich kommt das Umdenken tarsächlich erst, wenn der Strom teurer wird, oder hoffentlich kommt es dann.
Die Verteuerung von Diesel/Benzin hat ja auch nicht dazu geführt, dass weniger gefahren wird.

Ich in ziemlich ratlos...

Beitrag von josie2010 18.03.11 - 13:59 Uhr

Hallo,

ich achte schon seit Jahren extrem darauf, bei notwendigen Neuanschaffungen (Waschmaschine etc.) besonders energiesparende Geräte zu verwenden, lasse nicht in der ganzen Wohnung das Licht brennen und so weiter, bin aber sicher, dass sich da bei genauerem Hinsehen noch eine menge Einsparpotentiale finden ließen.

Trotz gleich bleibendem oder sinkendem Verbrauch zahle aber auch ich jedes Jahr mehr, was an den ständig steigenden Strompreisen liegt. Dieser Trend wird durch die diversen Subventionsprogramme der Bundesregierung noch angeheizt. Komischerweise fallen diese in der Öffentlichkeit fast völlig unter den Tisch. Zum Bsp. dieses:

http://www.erneuerbare-energien.de/inhalt/45416/4590/

Durch die zum Glück beständig wachsende Einspeisequote an erneuerbaren Energien in das Stromportfolio wird der Strom natürlich teurer. Strom aus erneuerbaren Energien kostet eben deutlich mehr (bisher). Besonders stromintensive Unternehmen werden aber von der Entrichtung der daraus resultierenden Mehrkosten nahezu vollständig befreit. Wie im Artikel zu lesen ist, betrug der Einsparung für diese Unternehmen (+Schienenbahnenunternehmen) stolze 1 Mrd. Euro. Und dreimal darst Du raten, wer diese Milliarde bezahlen darf, die Energieversorger sind es nicht. Die werden auf alle anderen Verbraucher umgelegt. Der umzulegenden Betrag steigt übrigens mit jedem Jahr immer mehr an, je mehr EEG-Strom eingespeist wird, umso mehr Geld ist umzulegen. D.h. die Unternehmen bezahlen immer den gleichbleibend billigen Strom.

Das stellt natürlich für diese starken Stromverbraucher einen echten Anreiz auf Sparkurs dar *Ironie* Seit gerade mal einem Jahr gibt es jetzt die Verpflichtung, ein Energiesparzertifikat vorlegen zu müssen, welches die Einsparpotientiale aufzeigt. Da steht meines Wissens aber nichts davon, dass diese auch umgesetzt werden müssen.

Also alles nur eine Frage, wer die beste Lobby hat. Klein- und mittelständische Unternehmen oder Privatleute sind es nicht.

LG Josie #blume

Beitrag von lotta12 18.03.11 - 17:51 Uhr


Hallo,
wir versuchen auch, wenig Strom zu verbrauchen. Nur das Auto zu nutzen, wenn es zu Fuß oder mit dem Rad nicht möglich ist.

Auch kaufen wir Geräte, Kleidung und Gebrauchsgegenstände , die eine lange Haltbarkeit haben.z.B. halten unsere Kaffeemaschine, Waschmaschine und Wasserkocher schon fast 20 Jahre.

Durch den weiteren Betrieb der Kernkraftwerke wird viel Profit gemacht.

Dass der nicht an den Verbraucher weiter gegeben wird, ist schon schlimm.= Senkung der Preise.
Doch würde es für mich O.K. sein, diesen Gewinn in die Erforschung neuer Energiequellen oder den Ausbau erneuerbarer Energiegewinnung zu stecken.

Irrsinnig finde ich überhaupt, dass jemand, der Energie spart, sei es Elektrik oder Gas, dafür keinen Bonus erhält. Wenigverbraucher bezahlen mehr.

LG Lotta

Beitrag von gruene-hexe 19.03.11 - 09:51 Uhr

Ich weiß gar nicht, warum ständig alle glauben, der Strom aus den AKW wäre Spotbillig im Gegensatz zum Ökostrom! Dem ist nicht so!

Wir waren vor Jahren beim ansässigen Stromanbieter. Dann stand vor Jahren ein Vertreter vom Ökostrom vor meiner Tür. http://www.lichtblick.de/h/index.php Der Strom war zu dem Zeitpunkt fast 5 € im Monat günstiger. Mittlerweile haben wir einen höheren Stromverbrauch (Kind) aber ich würde nicht behaupten, dass wir uns dran dumm bezahlen!

Ihr könnt es ja selber mal testen, was ihr bei Licktblick zahlen würdet (bin übrigens keine Vertreterin von denen ;-) )

Ich für meinen Teil denke, dass jeder für sich entscheiden muss, wen er mit seinen Geld finanziert. Wir sagen NEIN zu Atomkraft seit 3 Jahren und ich hoffe, es werden mehr! Darauf zu warten, dass die Regierung einem die Verantwortung abnimmt halte ich für einen sehr bescheidenen Weg.

Lieben Gruß
Michaela

Beitrag von manavgat 19.03.11 - 10:37 Uhr

Es ist zwar der


Spotmarkt


an dem, unter anderem auch Energie, gehandelt wird.


Es muss aber heißen: spottbillig

das ist von Spott (im Sinne von sich lustig machen) abgeleitet.


Inhaltlich hast Du Recht.

Gruß

Manavgat

Beitrag von gruene-hexe 20.03.11 - 11:31 Uhr

Mist! #hicks *lach* Da liest man sich schon seinen Text 2 mal durch, und findet doch nicht die blödesten Fehler. :-)