Meine Tochter (5 1/4) weckt mich jede Nacht mehrmals

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von wutzimama 18.03.11 - 12:31 Uhr

Hallo, meine Tochter kommt seit etwa scht Monaten JEDE Nacht irgendwann zwischen 23 Uhr und sechs Uhr nachts und weckt mich, in letzter Zeit mehrmals. Meist war sie zuvor schon allein auf Toilette und etwas trinken. Sie kann allein aufstehen und zurück ins Bett, sie hat ein Nachtlicht, sie hat selten Albträume und ich schlafe gleich nebenan, sodass ich sie höre, wenn etwas ist. Sie denkt sich regelmäßig neue "Gründe" fürs Wecken aus: Ich soll für sie spülen, ich soll danebenstehen, wenn sie ihre Plüschtiere neu ordnet, ihr ist zu kalt / heiß, sie hat Bauchweh, eine verstopfte Nase, sie will wissen, "wie lange die Nacht noch dauert" (!!?)... Wenn sie ernsthaft krank ist oder schlecht träumt, darf sie natürlich kommen, aber das ist selten wirklich der Fall. Es scheint, als wollte sie nur jemandem mitteilen, dass sie wach ist. Da ich oft lang nicht wieder einschlafen kann, zermürbt mich das allmählich, und ich werde oft richtig sauer. Hilft aber alles nichts. An unserer familiären Situation hat sich nichts geändert, sie geht seit zwei Jahren (meist gern) in den Kiga, tagsüber bekommt sie viele Streicheleinheiten und Aufmerksamkeit. Sie ist sehr willensstark, und kognitiv sehr weit (würde am liebsten schon in die Schule gehen). Sie hat davor seit Jahren durchgeschlafen; und von meinem Sohn (fast 7) kenne ich solche unruhigen Nächte nur phasenweise. Bei ihr dauert das nun schon Monate ... Was soll / kann ich dagegen tun? Mein Mann meint, sie tyrannisiert mich nur, und manchmal glaube ich, da könnte was dran sein, da sie auch tagsüber oft austestet, wie viel Macht sie über mich hat. Aber wie soll ich mit ihrem Verhalten umgehen? Belohnungen für ruhige Nächte reizen sie nicht; Strafen veranlassen sie meist nur zu einer Intensivierung des unerwünschten Verhaltens. Bin im Moment echt ratlos ...
Ach ja; sie macht schon lange keinen Mittagsschlaf mehr und ist tagsüber gern und viel draußen.

Beitrag von sillysilly 18.03.11 - 12:37 Uhr

Hallo

im Ansatz haben das meine auch mal probiert -
aber denen vergeht das sehr schnell, denn bei unbegründetem Rufen werde ich zum #drache

Ich schlafe quasi seit 6 Jahren nicht durch - Sohn 21 Monate meistens immer noch nicht
und wenn ich dann zum "Spaß" gerufen werde, bin ich nicht so erfreut.

Klar kümmern wir uns liebevoll um sie wenn echt was ist, Alpträume, Nachtschreck, Krankheit ect
aber nur weil ihr gerade Langweilig ist - ne das geht nicht
Das merkt man dann ja schon, was die Motivation ist


Bei Euch ist das schon recht ausgeprägt -
hatte mal eine Modell gesehen, da hatte das Kind quasi Gutscheine für Nachts die Eltern wecken.
z.B. 4 Gutscheine für eine Woche ( was halt für dich oK wäre )
Das hatte bei dem Kind echt gut funktioniert ...... sparte sich die dann immer ...... wollte lieber einen Vorrat haben ......... und darüber wurden es immer mehr Nächte wo eben nichts war.

Natürlich sind wirklich Notfälle davon ausgenommen.



Aber du bekommst bestimmt noch mehr gute Tipps

Grüße Silly

Beitrag von nudelmaus27 18.03.11 - 12:45 Uhr

Tolle Idee muss ich mir unbedingt merken, falls meine Nr. 2 auch so ne Phase hat.

:-), Nudelmaus

Beitrag von wutzimama 18.03.11 - 23:25 Uhr

Klingt gut, die Idee mit den Gutscheinen ... aber was mache ich, wenn sie dann nachts kommt, obwohl ihre Gutscheine für die Woche aufgebraucht sind??

Beitrag von sillysilly 19.03.11 - 00:00 Uhr

Hallo

dann gehst du in der "Eingewöhnung" noch hin
und wenn es danach immer noch ohne Gründe ist - wirst du einfach genervter.
Dein Kind merkt schon wenn du wirklich genug hast - und du kannst es ja auch besser einschätzen ob sie dich gerade braucht oder euch echt belästigt.

Meine Kinder merken das dann schon, daß mit einer unausgeschlafenen Mutter am nächsten Morgen nicht zu spaßen ist.
Die hat dann auch keine Lust auf eine Tischspiel oder Radfahren - weil ich ja so müde bin ......

Bei der Bekannten mit den Gutscheinen hat es übrigens sehr gut funktioniert, und das Kind hat sich selbst gemaßregelt.
d.h. immer einen Gutschein für den Fall aufgehoben, daß man ihn noch dringender braucht


Was ist wenn DU Nachts mal gar nicht aufstehst sondern dein Mann ?
Kannst du ja auch versuchen, besprich einfach mit ihr, daß du gerne für si da bist, aber eben soooo Müde und das das jetzt der Papa übernimmt.

Oft sind Männer da viel klarer - und dann schläft sie vielleicht lieber weiter bevor ein genervter Papa auf der Matte steht :-p


grüße Silly

Auf Dauer gab jede Woche eben nur diese best. Anzahl -

Beitrag von nudelmaus27 18.03.11 - 12:43 Uhr

Hallo!

Kann dich total verstehen #liebdrueck und nein sie tyrannisiert dich nicht.

Meine Tochter hatte auch so eine Phase, da war sie reichlich 4 Jahre alt und das ging 2 Monate so. Sie kam in manchen Nächten bis zu 20 Mal #schock an unser Bett. Ehrlich ich hätte sie erschießen können, wir haben es nett probiert, haben unser Bett angeboten, haben sie angebrüllt es hat wirklich nichts geholfen. Am Ende war es soweit, dass ich beim Kinderarzt, beim Heilpraktiker und bei ner Nervenärztin war auch erfolglos.

Meine Mutter (also ihr liebe Oma) kam dann mit Aufklebern um die Ecke (10 süße runde Gesichter) und einem Bild mit 10 Blumen drauf (noch ohne Gesicht). Sie sagte, für jede Nacht die du schön schläfst (heißt max. 1-2 Mal rauskommen) darfst du dir morgens ein Gesicht einkleben und wenn alle Blumen voll sind hat die Oma was schönes für dich. Und DAS hat funktioniert. Später gab esAufkleber als Sterne, Luftballons, Schmetterlinge usw.. Auch wurden aus den 10 erst 15, dann später 20 und mittlerweile haben wir das geschickt in was anderes umgewandelt und sie hat es fast vergessen überhaupt noch einen Aufkleber abzuholen. Sie hat immer Kleinigkeiten dafür bekommen und einmal durfte sie einen Sonntagsausflug bestimmen.
Seitdem sind unsere Nächte bis auf wenige Ausnahmen wieder ganz gut geworden.

Hoffe es hilft auch bei dir aber ausprobieren, gerade durch ne außenstehende Person wie Oma wäre doch was.

Viel Glück,
Nudelmaus

Beitrag von ekieh1977 18.03.11 - 12:54 Uhr

Huhu!

Ich kenne das so nicht von meinen Kindern (zum Glück). Aber kurze Phasen hatten wir in die Richtung auch mal. Ich habe dann in dem Fall meinem Sohn klipp und klar verständlich gemacht, dass ich nicht wegen Kinkerlitzchen geweckt werden möchte, weil ich sonst über Tag müde und dadurch dann schlecht gelaunt wäre, da hätte also die ganze Familie drunter zu leiden. Das hat er verstanden.

Die Kinder dürfen jederzeit zu uns kommen wenn irgendetwas wichtiges ist, aber nicht um mir zu erzählen, dass sie aufs Klo gehen etc.

Generell hilft zur Entspannung Lavendelöl. Ein paar Tropfen auf ein Taschentuch geben und das Kind abends daran riechen lassen, ich kenne einige die dadurch wesentlich besser schlafen.

LG
Heike

Beitrag von juniorette 18.03.11 - 13:16 Uhr

Hallo,

mein Sohn hatte mit knapp 3 auch mal eine Phase, in der er nachts sehr aktiv war und ich am nächsten Tag entsprechend gerädert war.

Als ich dann angefangen habe am nächsten Tag zu sagen "nein, ich bin zu müde, um mit dir zu spielen, weil du mich nachts hast nicht schlafen lassen", wurde das schnell besser.

"Belohnungen für ruhige Nächte reizen sie nicht; Strafen veranlassen sie meist nur zu einer Intensivierung des unerwünschten Verhaltens. "

Wie schauen diese Strafen denn aus?

Und zum Thema "Belohnung":
ehrlich gesagt irritiert es mich immer, wenn ich von Kindern lese, die sich über keine Belohnung - sei es besonderer Ausflug mit den Eltern oder aber eine kaufbare Kleinigkeit - freuen #kratz
Ist deine Tochter im Alltag so verwöhnt, dass es für sie keine besonderen Ausflüge mehr gibt bzw. sie keine materiellen Wünsche mehr hat oder ist ihr Desinteresse an einer Belohnung vielleicht nur gespielt?

LG,
J.

Beitrag von josili0208 18.03.11 - 18:42 Uhr

>ehrlich gesagt irritiert es mich immer, wenn ich von Kindern lese, die sich über keine Belohnung - sei es besonderer Ausflug mit den Eltern oder aber eine kaufbare Kleinigkeit - freuen
Ist deine Tochter im Alltag so verwöhnt, dass es für sie keine besonderen Ausflüge mehr gibt bzw. sie keine materiellen Wünsche mehr hat oder ist ihr Desinteresse an einer Belohnung vielleicht nur gespielt? <

Das wurde mir auch jahrelang gesagt und ich hatte ein schlechtes Gewissen, weil ich meine Tochter so verzogen hatte. Sie weckte mich auch oft nachts unter fadenscheinigen Gründen, es schien ihr nichts auszumachen, wenn ich sie für irgendwas bestrafen wollte, Dinge strich usw. Irgendwann liess ich mir nicht mehr einreden, ich sei schuld und ging
zum Kinderpsychologen. Sie hat ADS und kann sich einfach gar nicht in mich hineinversetzen, warum ich überhaupt von ihrem Verhalten genervt bin... Sie schien sich auch über nichts zu freuen, egal was ich anstellte, alles war doof und falsch und langweilig. Jetzt weiss ich warum... #schwitz

Beitrag von wutzimama 18.03.11 - 23:24 Uhr

Also richtige "Strafen" habe ich noch nicht verhängt, weil ich eigentlich gar nichts davon halte ... Vielleicht sollte ich eher von natürlichen Konsequenzen sprechen. z. B. dass ich dann eben nachts mal komplett ausflippe und sie anschreie und sich in den Schlaf heulen lasse. Ich erkläre ihr dann auch, dass man eben unglaublich wütend wird, wenn man ständig wegen "nichts" aus dem Schlaf gerissen wird ...
Sie freut sich sonst schon über Belohnungen. Ich habe auch schon mal versprochen, ihre Süßigkeitendose (aus der sie nach dem Mittagessen immer was Kleines naschen darf) mit was Besonderem zu füllen, wenn sie es eine Nacht schafft, mich nicht aufzuwecken. Hat sie dann auch geschafft und die Süßigkeiten bekommen. In der nächsten Nacht hat sie mich wieder aufgeweckt. Im Moment kommt sie drei bis viermal. Ich habe ihr für drei ruhige Nächte (müssen nicht am Stück sein) ein bestimmtes Hörspiel versprochen, das sie sich sehr wünscht. Jeden morgen jammert sie dann, weil sie es wieder nicht "geschafft" hat.
Meine Tochter ist im Moment insgesamt in einer schwierigen Phase. Sie ist eifersüchtig auf ihren Bruder, der schon in der 1. Klasse ist und jammert, weil sie als Januarkind noch über ein Jahr warten muss, bis sie auch in die Schule darf. Ich weiß nicht, ob es damit zusammenhängt, dass sie im Moment den ganzen Tag sehr unzufrieden wirkt und schwer zufriedenzustellen ist. Sicher hat sie wie alle Kinder zu viel Spielzeug, aber trotzdem hat sie nicht alles, was sie gern möchte.

Beitrag von familyportrait 18.03.11 - 13:19 Uhr

Hallo,
meine Töchter haben das auch heftigst gehabt, und versuchen es immer wieder mal.

Mein Kinderarzt sagte damals, ich solle ihnen ganz deutlich vor dem SChlafengehen sagen: Ich weiß, daß Du mich heute Nacht wieder rufen wirst, bzw bei mir am Bett stehen wirst, aber ich werde heute Nacht nicht aufstehen. Und ich möchte nicht, daß Du mich weckst, denn sonst bin ich morgens müde und schlecht gelaunt. Du bist groß genug, wenn Du Pipi machen mußt, dann gehst Du anschließend leise wieder ins Bett zurück und schläfst weiter.

Das hat bei uns sehr gut geholfen. Wir haben es abend für Abend gebetmühlenartig wiederholt, sind dann aber auch WIRKLICH nicht aufgestanden! Das mußt Du durchziehen, bis sie es aufgibt!

Was wir noch gemacht haben: Anfangs gab es für jede Nacht, in der nicht gerufen wurde, eine "Belohnung". Bei unseren Töchtern ist das ein Smoothie nach dem Frühstück. Überleg Dir was für Deine Tochter, vielleicht ein Schoko-Osterei oder ähnlich.

LG Kathrin (die mit Dir leidet, denn unterbrochene Nächte sind der Horror)

Beitrag von bine3002 18.03.11 - 13:37 Uhr

Darf sie denn bei dir schlafen und wenn nicht, warum nicht? Kinder brauchen phasenweise mehr Nähe und wenn sie die bekommen, geben sich diese Phasen auch recht schnell wieder.

Bei meiner Tochter wurden die Nächte, in denen sie kam, kontinuierlich weniger. Mit 3 kam sie noch so gut wie jede Nacht, jetzt mit 4 1/2 nur noch alle paar Wochen mal für 2 bis 3 Nächte. Sie komt, kuschelt sich ins Bett, schläft weiter. Ich kann dann schlecht schlafen, aber weil ich weiß, dass es vorbei geht, lasse ich sie. Ein Kuschelbedürfnis hat keine Tageszeit!

Beitrag von wutzimama 18.03.11 - 23:43 Uhr

Also ich habe das bei so vielen Familien mitbekommen, dass die Kinder nachts ins Elternbett kommen, die Eltern dann schlecht schlafen und sich die Kinder über Jahre weigern, wieder in ihr Bett umzuziehen, dass ich mir von Anfang an geschworen habe, dass ich das so nicht mache.
Eigentlich fragen meine Kinder auch selten, ob sie mit ins Bett dürfen. Eine Zeitlang wollten und durften sie morgens am Wochenende ausgiebig zum Kuscheln kommen, mittlerweile machen sie das nicht mehr. Meine Tochter sucht und bekommt tagsüber viel Nähe und Zärtlichkeit, aber mein Bett nachts gehört einfach mir.Zumal ja sogar mein Mann nicht im Ehebett schläft, weil ich sonst keine Nacht wegen seines Schnarchens keine Ruhe habe ...

Beitrag von schneutzerfrau 18.03.11 - 19:58 Uhr

Hallo

meine Tochter wird im Juli 6 Jahre alt und wir haben genau das was du beschreibst. Sie hat mich geweckt weil ihr kuscheltier hustete............ jede nacht manchmal mehrfach... jedesmal ein andere grund, nie etwas ernstes. Eines nachts hatte ich furchtbar kopfweh und mir ging es echt mies........ da habe ich mich am nächsten morgen zu ihr gesetzt und ihr erklärt wie wichtig es ist das wir als eltern auch gut schlafen und das die mädels uns ja fit brauchen über tag.... habe ihr gesagt das sie wirklich bei allem was sie hat gern kommen kann aber das ihre kuscheltiere usw.... ihre sachen selbst klären müßen und sie dann einfach wieder schlafen soll.....

vor ein paar tagen sagte sie ganz stolz "mama ist dir aufgefallen das ich garnicht mehr bei dir war nachts" ich habe sie dann nochmal doll gelobt und ja bei uns ist es wirklich ruhiger eworden .... und ich hoffe wir haben die zeit hinter uns.

Ich würde es aber keines falls als thyranisieren beschreiben , sondern wahrscheinlich war ähnlich wie bei einem baby was nicht schlafen kann, die grund ausgangstellung des schlafens muss hergestellt sein und vielleicht ist es für unsere töchter einfach sicherer vor dem einschlafen mamas gesicht nochmals zu sehen.
Auch wenn ich so manche nacht hätte aus der hose springen können :-)

Lg sabrina

Beitrag von wutzimama 18.03.11 - 23:37 Uhr

Ja ... wenn ich ihr das alles in Ruhe erkläre, dann wirkt sie auch immer sehr verständig und sagt auch, dass sie mich nicht mehr aufwecken möchte ... Leider tut sie es dann in der Nacht aber doch.
Es gibt schon ein paar Dinge, die das ganze nach Machtspiel aussehen lassen: Vorgestern habe ich ihr gesagt, dass demnächst mein Mann (der normalerweise wegen seines Schnarchens und weil er sehr früh raus muss im Gästezimmer schläft) auch im Schlafzimmer bei mir schlafen wird, weil wir Besuch bekommen, und dass er ganz sicher furchtbar böse wird, wenn sie nachts ohne echten Grund auftaucht. ( Er hält es für ein reines Machtspiel, das sie mit mir treibt). Darauf lächelte sie frech und meinte: "Dann lasse ich das mit dem Aufwecken eben für die paar Tage sein, die der Papa im Schlafzimmer schläft." Was soll man von dieser Aussage halten??
Außerdem ist manches an ihrem Verhalten regelrecht zwanghaft. So muss sie zum Beispiel vor dem Einschlafen immer eine bestimmte Abfolge von Sätzen sagen. Wenn die nicht gesagt wurden, bekommt sie Panik und gibt keine Ruhe, bis alles gesagt ist. Nachts gibt es ebensolche, andere Sätze, die lauten u. a.: "Die Nacht dauert noch drei oder vier Stunden." (Weil ich mich weigere, ihr jede Nacht zu sagen, wie lange die Nacht noch dauert) und "Du holst mich morgen früh ab, ja?" (Was völlig klar ist, weil ich sie ja jeden morgen wecke) Wenn sie das nicht gesagt hat, findet sie keine Ruhe, und vor dem Einschlafen sind es noch ein paar Sätze mehr ... Das neuste ist, dass sie nachts etwas trinken geht, und wenn sie wieder im Bett liegt, verlangt, dass ich ihr noch mal einen Schluck Wasser ans Bett bringe. Als ich das letzte Nacht nicht gemacht habe, ist sie heulend ins Bad und hat noch mal selbst was getrunken. Ich weiß nicht, wie ich mich da verhalten bzw. wie und ob ich das stoppen soll ...??

Beitrag von sillysilly 19.03.11 - 00:08 Uhr

Hallo

dann denke ich daß sie Angst hat

sie versucht geradezu Zwanghaft die Nächte unter Kontrolle zu bekommen

Und durch das ständige Aufwachen hat sie das Gefühl die Nächte sind endlos

Schläft sie alleine ?
ich glaube du hast geschrieben, daß sie einen Bruder hat ......... kann sie nicht bei dem im Zimmer schlafen ?


Hat sie Alpträume ?
Häng doch eine Uhr bei ihr ans Bett - so ne billige Uhr mit richtigen Zahlen - dann markierst du ihr die Bettgeh-Zeit Rot und die Aufsteh-Zeit - grün -
So hat sie die Möglichkeit selbst zu kontrollieren wo in der Nacht sie sich befindet.
Und tagsüber ist es ja egal, ob die Zeiten markiert sind
Du könntest auch über die Schlafstunden rot mit Edding malen und so den Zeitabschnitt noch deutlicher hervor heben

Kaufe ihr eine Schutzengel fürs Bett oder einen Traumfänger ... einfach was fürs emotionale Herz

Hat sie ein Nachtlicht an ?


Hilf ihr die Nächte leichter zu überstehen, aber zeige trotzdem deutlich deine Grenzen der Belastbarkeit

und auch wenn viele best. die Augen verdrehen #kratz
wir haben mit Coffea - Globuli sehr gute Erfahrungen gemacht


grüße Silly

Beitrag von wutzimama 19.03.11 - 14:55 Uhr

Möglicherweise hat sie vor irgendetwas Angst, nach meinem Gefühl aber eher davor, die Kontrolle zu verlieren. Sie schläft allein in ihrem Zimmer, ja. Wenn sie in den Ferien oder bei den Großeltern mal mit ihrem Bruder im Zimmer schläft, meckert sie aber meistens, dass er sie durch seine Bewegungen im Schlaf stört. Ruhiger schläft sie dann nicht.
In ihrem Zimmer ist es relativ hell, weil ich die Jalousien nicht ganz herunterlasse und direkt vor dem Fenster eine orangefarbene Straßenlaterne leuchtet. Da sieht man nachts so viel, dass sie sogar ohne Licht zur Toilette geht.
Alpträume hat sie eigentlich ganz selten.
Wenn ich so darüber nachdenke, dann hat das mit dem nächtlichen Aufstehen um den Zeitpunkt rum angefangen, als sie letztes Jahr im August mit 4 1/2 Jahren den Schnuller abgegeben hat. Davor hat sie, seit sie zwei ist, jede Nacht fast 12 Stunden durchgeschlafen, ohne Windel und ohne Toilettengang. Natürlich ist das Abgeben des Schnullers nicht einfach, wenn man ihn so lange gewohnt war, aber bei meinem Sohn hat es auch nach einigen Wochen wieder mit dem Durchschlafen geklappt und bei ihr ist das jetzt sieben Monate her ...
Übrigens hat sie neben anderen Tierchen und Puppen genau einen Traumfänger und einen Schutzengel am bzw. im Bett :-)
Die Idee mit der Uhr finde ich gut; das werden wir ausprobieren, ebenso wie das mit den Gutscheinen. Ich finde alle Versuche im "Guten" besser als radikalere Maßnahmen, zu denen ich aber wohl greifen werde, wenn alles andere nichts hilft. Wie gesagt, ihre Äußerung, dass sie bei Bedarf das Aufwecken auch ein paar Tage unterbrechen könnte, hat mich schon sehr stutzig gemacht ...
Auf Coffea spreche ich unsere Kinderärztin mal an; eigentlich glaube ich ja nicht so recht an das Prinzip Homöopathie, aber manchmal scheint es erstaunliche Dinge zu bewirken ...