Mobbing Beschäftigungsverbot?

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Forum: Schwangerschaft

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Beitrag von makibi 18.03.11 - 13:07 Uhr

Hallo,

ich bin in der 9. SSW und mein Chef hat von mir verlangt einen Aufhebungsvertrag zu unterschreiben. Das habe ich natürlich abgelehnt und seitdem mobbt er mich. Denke, er will mich so dazu bringen den Aufhebungsvertrag zu unterschreiben. Meine Arbeitszeiten wurden geändert, Urlaub gestrichen und jeden Tag ein dummer Spruch. Das zerrt unheimlich an meinen Nerven und ich weiß nicht wie lange ich dem noch Stand halten kann.

War heute bei meiner Frauenärztin, sie meinte dafür kann sie kein Berufsverbot ausstellen. Dem Kind gehts ja gut, egal wie die Mutter sich fühlt, das bekommt es nicht mit. Mein Hausarzt hat mir eine Überweisung zum Neurologen geschrieben, ich sollte es auf dem Weg versuchen.

Was ich nicht verstehe, habe schon von anderen Fällen mit Mobbing gelesen, da haben die Betroffenen ohne weiteres ein Berufsverbot bekommen.

Weiß nicht, was ich jetzt machen soll... Kann mir jemand weiterhelfen, der vielleicht ähnliche Erfahrungen gemacht hat???

LG makibi

Beitrag von familyportrait 18.03.11 - 13:11 Uhr

Hallo,
mein CHef war sicherlich nicht ganz so krass, hat aber auch seltsame Methoden angewandt, nachdem er von meiner SS wußte.

Da ich mit Zwillis schwanger war und sich der GMH auch schon etwas verkürzt hatte, hat meine FÄ mich dann krankgeschrieben. Das hat sie einfach bis zum MuSchu verlängert. Aber Auslöser war sicherlich, daß ich irgendwann heulend vor ihr saß und von meinem Chef erzählte.

Ein BV bekommst Du nur dann, wenn der Job an sich für DIch oder das Baby gefährdend ist. Nicht "nur" aus psychischen Gründen.

Ich wünsche Dir dennoch viel Erfolg beim Neuorologen. Sprich offen mit ihm, ggf kann aber auch der Hausarzt Dich krankschreiben.

LG Kathrin

Beitrag von hasengesicht 18.03.11 - 13:41 Uhr

hallo,

das ist so nicht richtig. Psychischer Stress kann auch zu (sichtbaren ;-) gesundheitlichen Problemen führen und so Mutter u./o. Kind gefährden (z.B. wenn man nachts nicht mehr schlafen kann). Das kann auch ein BV rechtfertigen. War so bei einer Freundin. Dauernder Stress, egal woher, hat großen Einfluss auf den Stoffwechsel, z.B. Blutzucker etc.

Lieben Gruß:-D

Beitrag von dk-mel 18.03.11 - 13:21 Uhr

du kannst dich endlos krankschreiben lassen wegen unterschiedlicher gründe (mobbing führt zu kopfschmerzen, magenschwerden, psychischen störungen) und dein chef müsste das alles finanzieren, oder du erhältst ein bv (vom chef, fa oder hausarzt) und ihn kostest du nichts.

vielleicht sagst du ihm das genau so.

wechsel eventuell den fa oder red mit deinem hausarzt offen, eigtl. sollten die dafür verständnis haben und dir eins ausstellen. zumindest nach der 12. woche.

Beitrag von mai75 18.03.11 - 13:29 Uhr

Nicht ganz richtig - nach sechs Wochen bekommt man Krankengeld von der Krankenkasse und der AG zahlt gar nichts mehr !!!

Beitrag von windsbraut69 18.03.11 - 13:36 Uhr

Nicht, wenn man immer etwas anderes hat.

Beitrag von zapmama2003 18.03.11 - 13:22 Uhr

Liebe Maikibi,

wenn es dir so schlecht in der Arbeit geht und du nichts dagegen machen kanns. Lass dich doch einfach krankschreiben wegen was anderem Es ist zwar grundsätzlich nicht richtig, aber in diesem Fall durchaus berechtigt.

Ich bin in der 10 SSW. und mir ist durchgehend schlecht und ich habe Kreislaufprobleme. Ich könnte mich theoretisch auch krankschreiben lassen, hätte ich ne unmögliche Situation in der Arbeit.

LG
Zap

Beitrag von lismore2004 18.03.11 - 13:23 Uhr

Hallo,

habe zwar keine ähnlichen Erfahrungen; aber bei meinem ersten Kind hatte ich ab der 16.Woche ein Berufsverbot - zu viel Stress und ich hatte einfach Angst, das etwas schief geht.
Habe das bei der Frauenärztin so begründet, das ich Schlaf - und Essstörungen hätte und immer ein ziehen im Bauch, Kopfschmerzen etc ( hatte ich wirklich alles).
Ich wollte ja weiter arbeiten ( angestellte Juristin), aber mein Chef wollte das Arbeitspensum nicht runter drehen - ich hätte ja einen Schreibtischjob.
Dauernd zwischen 10 - 12 std. arbeiten hat mich jedoch fix und fertig gemacht; eigentlich war ich mehr als Dauermüde und habe am Wochenende immer nur geschlafen.
Als ich ihr das geschildert habe, hatte ich das Beschäftigungsverbot.
Wollte ich so zwar eigentlich nicht, aber die Sicherheit ging mir vor.

Natürlich fange ich nach der Elternzeit dort nicht wieder an, sondern suche etwas Neues.

Übrigens - die Weiterzahlung des Lohnes bekommt dein Chef von der Krankenkasse ersetzt - nur für den Fall, das er dir erzählt, wie "teuer" ihn dein Ausfall käme.

Alles Gute
Bettina

Beitrag von yvi-79 18.03.11 - 13:27 Uhr

Mobbing ist sehr wohl ein Grund für ein BV.

Mach dich schlau im MuSchu-Gesetz steht das auch drin. druck es aus und lege es deiner FÄ vor. wenn sie es immer noch nicht macht, wechsle den FA.

bis dann und alles gute für die weitere SS

Beitrag von yvi-79 18.03.11 - 13:33 Uhr

http://www.123recht.net/article.asp?a=843&ccheck=1

Beitrag von mai75 18.03.11 - 13:28 Uhr

Hallo,
ein Berufsverbot ist gesetzlich geregelt und belastet finanziell die Allgemeinheit - somit ist es nur richtig wenn ein FA dies auch wirklich nur dann einsetzt, wenn Deine Tätigkeit deinem Kind oder Dir gesundheitlich schadet und das ist bei Dir ja nun nicht der Fall.

Du bist gerade mal in der 9. SSW - gib der Sache doch etwas Zeit. Sicher ist das Verhalten Deines Chefs nicht o.k. - aber auch er ist nur ein Mensch und beruhigt sich vielleicht auch wieder. Ich habe eigentlich die Erfahrung gemacht, dass spätestens wenn der Bauch kommt alle Männer um mich herum sehr nett und hilfsbereit sind.

Wenn sich die Situation nicht bessert, dann kannst Du Dich natürlich krank schreiben lassen, bedenke aber, dass das spätestens nach sechs Wochen deutliche Einbußen bei Deinem Einkommen mit sich bringt.

Wünsche Dir alles Gute!
Maike

Beitrag von niba74 18.03.11 - 13:44 Uhr

Hallo, ich habe ein BV wegen schlechtem Immunsystem und Mobbing, ja das stand wörtlich drin.
Meine Kollegin hat mich schon vorher heftig gemobbt, aber seti ich schwanger war noch mal mehr.
Davon habe ich meinen FA erzählt und er hat mir sofort ein BV gegeben, da er meinte, ich könnte mein Kind verlieren, wenn ich diesem Druck weiter ausgesetzt bin.
Wollte mich erst dagegen wehren, aber es geht ja schließlich um meinen Krümel und da habe ich Angst bekommen und es dankend angenommen.
Habe zwar immer noch Alpträume aber es wird besser.
Dir alles Liebe und sag das ruhig mal deiner FÄ. Kannst aber auch zu deinem Hausarzt gehen.
LG Nicole

Beitrag von caramaus 18.03.11 - 13:47 Uhr

Hallo!

Hier mal ein Zitat aus dem MuSchuGesetz (kannst du ganz einfach googlen)

§ 3 Beschäftigungsverbote für werdende Mütter
(1) Werdende Mütter dürfen nicht beschäftigt werden, soweit nach ärztlichem Zeugnis
Leben oder Gesundheit von Mutter oder Kind bei Fortdauer der Beschäftigung gefährdet
ist.


Also da steht ganz eindeutig, dass die Gesundheit sowohl von der Mutter als auch des Kindes von Bedeutung sind. Und Gesundheit bezieht sich meines Erachtens nicht nur auf die körperliche Unversehrtheit. Auch die Psyche kann erkranken.

Ich würde nochmal mit dem Ausdruck des MuSchuGesetzes zu deiner Ärztin gehen. Schildere ihr deine Belastung, deine körperlichen Symptome und wenn sie das dann immer noch nicht begreift, dann wechsel den FA.

Du kannst auch, wenn es das bei euch gibt, zum Betriebsrat gehen und dir dort Hilfe holen.

C.