Muss mich mal bei euch ausheulen...sorry lang

Archiv des urbia-Forums Ungeplant schwanger.

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Forum: Ungeplant schwanger

Was ist, wenn eine Schwangerschaft überraschend und ungeplant kommt? Hier kannst du fragen, wie andere diese Situation bewältigt haben. Grundsatz-Diskussionen um das Thema Schwangerschafts-Abbruch sind allerdings besser im Forum "Allgemeines" aufgehoben.

Beitrag von marjatta 18.03.11 - 14:11 Uhr

Jetzt bin ich mit unserer ungeplanten Nr.2 schon bei 23+0 angelangt. Dem Krümel geht es prima, mir körperlich nach 3 schweren Infekten auch wieder halbwegs (Bis auf Kreislauf).

Trotzdem bin ich im Moment ständig traurig :-( und kann mich so gar nicht richtig freuen auf das Baby. Klar, so im Job und so kann man das ja nicht wirklich zeigen.
Unser Papa hat zwar akzeptiert, dass er die Situation nicht ändern kann und bei seinem letzten "Besuch" (er war zwischen seiner Arbeit mal wieder bei uns zuhause) auch gemeint, dass dann der Große jemandem zum Spielen habe, aber er hat seiner Mutter immer noch nichts von meiner zweiten Schwangerschaft erzählt. Er ist sowieso schon recht selten bei uns zuhause und die Telefonate mit ihm sind derzeit nicht wirklich eine Hilfe, eher eine zusätzliche Belastung.

Ständig fragt er mich, ob ich auch alle Tests gemacht habe... dabei weiß er schon aus der ersten Schwangerschaft, dass eine FWU nur in Frage kommt, wenn der Suchtest (erweitertes Erst-Trimester-Screening mit NFM und Bluttest sowie der US) einen Grund dafür liefern. Mein Risiko ist diesmal noch geringer als in der ersten SS, der Krümel wächst und gedeiht prächtig und der Bauch wächst und wächst. Es gibt keinerlei Anzeichen von Problemen.

Und es bleibt ja sowieso alles an mir hängen, das Finanzielle, die Kinderversorgung... naja, ich hab mir halt eine Haushaltshilfe gesucht, aber auch nur, weil ich ja auch wieder 30h/Woche arbeite und mir auch sonst keine Familie in der Nähe als Hilfe zur Verfügung steht, sonst hätte die FÄ mir eine verschrieben (nach dem letzten kommentar zu urteilen).

Jetzt sitz ich hier im Büro.... hatte wieder ein Unterhaltung mit meinem Abteilungsleiter und so wie es aussieht, werde ich nach der Rückkehr aus der Elternzeit zwar erst mal wieder an meinen alten Arbeitsplatz zurückkehren können, aber da ich derzeit unter meiner Qualifikation arbeite, steht ein Stellenwechsel zwingend bevor.... Ich hab einfach Angst #zitter, wenn ich nicht mehr in diesem Umfeld sondern in einen anderen Bereich wechseln muss, wo das Klima nicht so gut ist. Dann noch zwei Kleine Kinder zuhause.... ich weiß nicht, ob ich das dann so gut durchhalten kann:-( Jede Verunsicherung / Veränderung über das aktuelle mit zwei Kindern hinaus, bringt mich komplett aus dem Konzept. #heul

Ich möchte meinen beiden Kindern das bestmögliche Bieten. Da der Papa eh kaum etwas zum Leben beiträgt, bin ich wirklich mehrfach belastet, weil ich eben auch die Hauptverdienerin bin. Habe mich darüber aber nie beklagt.... nur jetzt fühlt es sich langsam so an, als wenn ich irgendwann mit den Kindern dann ganz alleine dastehe... nicht das ich das nicht auch noch könnte. Aber so hatte ich mir das nicht vorgestellt:-( Nach all den Diskussionen.

Finanziell schaff ich das schon,..... aber meine Nerven sind im Moment definitiv keine Drahtseile mehr und mein ständiger Optimismus schwindet total dahin. .....

Gruß
marjatta mit Sohn, 23 Monate und #ei, 23+0

Beitrag von colle 18.03.11 - 14:29 Uhr

hallo

"Unser Papa hat zwar akzeptiert, dass er die Situation nicht ändern kann und bei seinem letzten "Besuch..."

dein vater?#gruebel

Beitrag von marjatta 18.03.11 - 14:35 Uhr

Nein, der Papa meiner Kinder, sprich der vom Großen und jetzt auch vom Kind, mit dem ich schwanger bin......

Beitrag von colle 18.03.11 - 14:39 Uhr

achsooo

und da schreibt man UNSER papa?#kratz

Beitrag von dine1975 18.03.11 - 18:19 Uhr

OH GEHT ES NOCH????colle.....

Beitrag von salida-del-sol 18.03.11 - 14:36 Uhr

Hallo,liebe Marjatta,
es ist gut, dass Du Dich hier ausheulst, denn dazu ist das Forum ja da. Du brauchst Dich dafür nicht entschuldigen. Wir Frauen brauchen den Austausch ungemein. Und Du stehst im Moment völlig alleine da - fühle Dich ganz sanft von mir gedrückt.
Du hast an allen Ecken gekämpft, und da ist es nicht verwunderlich, dass Du jetzt platt bist und nervlich am Ende. Du spürst auch immer mehr die körperliche Veränderung und weißt, nichts ist dann mehr so , wie es einmal war. Aber plane jetzt nicht über Monate hinaus, sondern nimm Tag für Tag. Denn ein jeder Tag ist schon genug anstrengend, die Last von vielen Wochen und Monaten tragen zu wollen ist zu schwer.
Es ist gut, dass Du Dir eine Haushaltshilfe gesucht hast. Denn es ist wichtig, dass Du mit Deiner Not nicht alleine bleibst. Bei Dir ist keine Verwandtschaft in der Nähe, schaue Dich doch nach Ersatzgroßeltern um. Diese hätten gerne Enkel, haben aber keine.
Diese machen dies gerne und sind glücklich, und machen dies kostenlos, und Dir wäre geholfen.
Sei ganz lieb gegrüßt von salida-del-sol

Beitrag von juju0980 18.03.11 - 17:50 Uhr

Ohje - da trägst Du echt grad ein Päckchen mit Dir rum. Was ich jetzt nicht so ganz verstanden habe - Du lebst mit dem Vater der Kinder nicht zusammen? Oder wie - wenn Du schreibst, dass er zwischen der Arbeit mal wieder da war?

Wegen Deiner Arbeit, da mach Dir nu mal keinen Kopf, bis das soweit ist geht ja erstmal noch eine Zeit rum - versuch Dich damit im Moment nicht zu belasten.

Ich wünsch Dir auf jeden Fall alles Gute und viel Kraft!