Umfrage: Eure Männer - Angst vor der Geburt?

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Forum: Schwangerschaft

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Beitrag von linzerschnitte 18.03.11 - 14:14 Uhr

Hallo und Mahlzeit Mädels!

Ich hab da mal eine Frage: Seit wir den GV-Kurs absolviert haben (war ein Partnerkurs, weil mein Mann sich das so gewünscht hat) ist mein Schatz ein bisschen durch den Wind... Besser gesagt: er hat Angst vor der Geburt. Am letzten Abend erzählte uns die Hebi Details von der Geburt, u.a. dass die Nabelschnur noch ein paar Minuten pulsiert und man das anfassen darf oder dass man sich die Plazenta näher angucken kann etc.
Er möchte unbedingt dabei sein wenn sein Sohn auf die Welt kommt, kämpft aber momentan mit Ängsten wie:

- kann ich richtig helfen oder stehe ich nur im Weg?
- halte ich das mit dem Kreislauf durch bzgl. Blut etc.?
- was ist wenn ich mal eine Pause brauche?
- muss ich die Nabelschnur durchschneiden?
- was ist wenn mir plötzlich ekelt?
- muss ich das Köpfchen angucken wenn es rauskommt?

Ich habe versucht, ihm zu erklären dass ihm alles komplett freisteht, er jederzeit rausgehen kann wenn es ihm zu viel ist bzw. wenn er gar nicht will auch gar nicht dabei sein muss. Ich will ihn ja zu nix zwingen! :-)

Deswegen interessiert mich, wie sich eure Männer auf die Geburt vorbereiten und auch mit ähnlichen Ängsten zu kämpfen haben?

Lg und einen schönen Start ins Wochenende!

Melli mit Noah (ET-24)#verliebt

Beitrag von evileni 18.03.11 - 14:24 Uhr

Hi,
mein Mann war beim ersten Kind durch einen schlechten Geburtsvorbereitungskurs (1 Partnerabend, an dem ein Film gezeigt wurde) superschlecht vorbereitet und hatte einen echten Schock, weil ihm gar nicht klar war, was auf ihn zukommt. Beim zweiten Kind haben wir einen Paarkurs gemacht und er war dankbar darüber, dass dort realistische Informationen weitergegeben wurden. Er wird auch beim zweiten Kind dabei sein, aber ich glaube, ihm geht schon ein bisschen die Klammer. Mir übrigens auch. Zwingen würde ich ihn auch nicht.
Ich würde mir einfach nicht zu viel vornehmen, meistens kommt es anders, als man denkt. Wir lassen alles so kommen, wie es kommt.
Liebe Grüße, Eva

Beitrag von aiko.baumi 18.03.11 - 14:24 Uhr

Also mein Freund hatte von Anfang an Angst vor der Geburt!

Ob er sich Gedanken darüber macht, ob er mir wirklich helfen kann, weiß ich nicht. Aber auf jeden Fall hat er total Panik davor, dass er umfällt!! :-)
Er ist nämlich einer, der nur bei dem Gedanken an ein KKH schon bleich im Gesicht wird ;-)

Wir haben uns da so geeinigt:

Ich möchte, dass ers versucht, mit zu kommen und bei mir zu sein. Wir rufen aber meine Mama zusätzlich an. Und wenn ers wirklich nicht packen sollte, dann darf er gehen, ohne, dass ich böse bin, und meine Mama springt für ihn ein! (Alleine würde ich das nämlich nicht durchstehen wollen!!)
Ich denke, das ist eine gute Vereinbarung.. und ich denke, dass er mich in dem Moment wahrscheinlich eh nicht alleine lassen kann, und viel zu sehr mit mir beschäftigt sein wird, um tatsächlich umzukippen ;-)

Lg, Maria mit #klee Tobias ET-5

Beitrag von kleine-mama79 18.03.11 - 14:36 Uhr

Hallo

Als unsere Tochter im Dezember 2009 geboren wurde,war mein Partner mit im Kreißsaal und hat mit mir die Geburt durchgestanden..ich glaub er hat sogar ab und zu mal geschaut ob das Köpfchen schon zu sehen war..ihn hat es nicht viel ausgemacht..er hat mir die Hand gehalten und jedesmal wenn eine Wehe kam hab ich zugedrückt..mittlerweile wird meine Maus 15 Monate alt und erkundet die Welt

Beitrag von marjatta 18.03.11 - 14:26 Uhr

Mein Partner wollte schon bei Nr.1 von Anfang mit nichts behelligt werden. An seiner Stelle ist mein Bruder damals mit mir zum Vorstellungsabend des KH meiner Wahl gegangen. Dabei wurde ihm schlecht (als es etwas ins Detail ging, was es so alles geben kann).... Naja, er ist halt mein Bruder.

Mein Partner war bei der Geburt nicht dabei und hätte auch nicht dabei sein wollen. Auch den GvK habe ich damals alleine besucht (ausgerechnet einen mit Partner, weil sonst keine geeigneten Plätze/Termine mehr frei waren). War ein ziemlicher Exot. Das bin ich diesmal auch und ich will ihn auch gar nicht mit dabei haben. Er kriegt schon bei Beschreibungen von einfachen Krankheiten gleich den Hypochonder-Komplex.

Für mich ganz klar.... ich will meine Ruhe, wenn das Kind kommt, auch jetzt bei Nr.2 und der Herr darf - bestenfalls - draußen warten bzw. müßte jetzt auch sowieso auf den "Großen" aufpassen.

Gruß
marjatta

Beitrag von 1973sonja 18.03.11 - 14:29 Uhr

Hallo,

bei der Geburt meiner ersten Tochter war mein Mann dabei, das wollte er auch immer. Er hat mir einfach zur Seite gestanden und mir so unheimlich geholfen. Beim Geburtsvorbereitungskurs war er auch dabei, für uns wars keine Frage das er mitkommt.
Er hatte absolut keine Angst vor der Geburt. Wir haben vorher auch drüber gesprochen, und er wußte, daß er jederzeit hätte rausgehen dürfen. War aber alles super.

Nun bekommen wir im August Zwillinge, und auch da will und wird er dabei sein.

Ich finde, es sollte jedem selbst überlassen sein, aber Dein Mann muß keine Angst haben. Er kann doch jederzeit ehrlich sagen, wenns ihm nicht gut geht und er lieber raus muß. Lieber so, als wenn er sich nicht traut und umkippt. Das können Hebammen in dem Moment gar nicht brauchen...

Alles Gute, LG Sonja

Beitrag von endlessly 18.03.11 - 14:30 Uhr

Hallo Melli,

die Geburt unserer Tochter ist zwar schon 1 1/2 Jahre her und mein Männe hatte damals (glaube ich) nicht allzu große Angst davor, aber wir haben vor der Geburt natürlich drüber gesprochen was da so auf uns und eben auch auf ihn zukommt.

Irgendwann hatten wir's z.B. davon, ob er sehen möchte wenn das Köpfchen kommt. Er meinte "Neeee, will ich nicht sehen!". Für mich kein Problem. Als es dann aber soweit war, hat er doch geguggt. :-D

Ekelig fand er nichts wirklich, zumindest nichts davon was er gesehen hat. Die Plazenta hat er sich nicht wirklich angeschaut und auch als ich genäht wurde (was ziemlich lange gedauert hat), hat er nicht zugeschaut. War mir recht. :-p

Ob man das Pulsieren der Nabelschnur merkt, weiß ich gar nicht mehr. Kann mich nicht dran erinnern, die Nabelschnur bewußt wahrgenommen zu haben.

Alles in allem glaube ich, dass die meisten Männer die Geburt bestens überstehen. Schließlich kommt das eigene Baby zur Welt und ich glaube die Freude überwiegt.

Und was das Thema "Helfen oder im Weg rumstehen" angeht. Ich kann nur sagen, dass ich sehr froh drüber war, dass mein Liebster dabei war. Ohne hätt ich's nicht so dolle gepackt. Ich hab weder Schmerzmittel noch PDA gebraucht. Mir half es arg, dass er einfach da war, mir immer wieder die Stirn abtupfte und mir gut zugeredet hat. Mehr war gar nicht nötig. :-)

Hoffe ich kann euch und vor allem deinem Männe damit ein bissl Angst nehmen.

LG Endlessly

Beitrag von kaka86 18.03.11 - 14:33 Uhr

Wir hatten nur 2 Partnerabende und da wurde auch kaum über die Geburt gesprochen!

ich habe es meinem Mann auch von Anfang an frei gestellt jederzeit raus zu gehen oder ganz weg zu bleiben!

Mein Mann hatte auch bisschen Angst, auch wenn er das so nie sagen würde!

Wenn du meinen Mann heute nach der Geburt seiner Tochter fragst, war es das tollste und spannenste Ereignis seines Lebens und er möchte diese Erfahrung nicht missen und will diesmal auch wieder unbedingt dabei sein!

Du kannst einfach nur viel mit deinem Mann drüber reden.
Er muss nix, kann aber vieles!
Wenn es ihm doch zu viel wird, kann er immernoch jederzeit gehen!

LG
Carina

Beitrag von mieze77 18.03.11 - 14:35 Uhr

Hallo! #winke

Also bei uns ist auch klar das mein Mann mitkommen und dabei sein möchte. Den GVK mache ich alleine und an einem Abend ist mein Mann dabei. Bin ich auch nicht traurig drüber, so ein Paarkurs ist nix für mich und mein Mann ist da auch nicht scharf drauf. Das zum einen.

NOCH ist mein Mann entspannt, wir haben ja auch noch Zeit. Gedanken macht er sich schon.
Er fragt wie ich denn entbinden möchte, was er tun könnte in der Zeit, ob ich ihn überhaupt dabei haben möchte ( blöde Frage) usw.

Ich seh dem ganzen noch gelassen entgegen und habe gesagt das wir in ruhe den Kurs machen, uns zusammen die Krankenhäuser anschauen und wenn er möchte ein Gesprächstermin dort machen.
Dann schauen wir weiter. Bis jetzt ist das für ihn alles ok und ist auch beruhigter.

Lg

Mieze77

Beitrag von linzerschnitte 18.03.11 - 14:37 Uhr

Vielen vielen Dank für die ganzen Erfahrungsberichte! Ich werde meinem Schatz heute Abend den Thread mal zeigen in der Hoffnung, dass er sich bei dem Gedanken an die Geburt ein bisschen mehr entspannen kann!

Ich wünsche euch allen alles Gute für die restliche SS!#winke

Beitrag von vite-vite 18.03.11 - 15:35 Uhr

Hallo,

beim ersten Kind war mein Mann besser vorbereitet als ich.
Wir haben auch einen Paar- GVK besucht und er war so aufmerksam und hat immer wieder nachgefragt, wegen der Geburtsphasen, etc.
Er wollte sogar dass ich mich schon mal auf den Gebärhocker setze!
Da war für mich aber der Spaß vorbei! Das wollte ich nicht!#rofl

Ich denke dieses Alles-ganz-genau-wissen-wollen ist typisch für ihn, er bereitet sich vor so gut er kann, damit er möglichst genau weiß wie der Hase läuft!

Natürlich konnte er am Ende gar nichts machen, außer Händchen zu halten, neben mir zu liegen und, als es mal etwas kritscher wurde, beiseite zu treten.

Aber mehr hat ja auch wirklich niemand von ihm erwartet. Ich war sehr stolz auf ihn!#verliebt

LG

vite-vite

Beitrag von taliebu 18.03.11 - 22:21 Uhr

Mein Mann liest das grade und grinst ein bisschen.
Er meint, er hatte gar keine Zeit sich über sowas Gedanken bzw Panik zu machen.
Vorher sowieso nicht, da er Zividienst gemacht hatte. (ALso nichts mit schlecht werden und so..)

Er stand der Hebamme eher im Weg rum, da er nicht neben sondern eher vor mir stand und sich alles ganz genau angeschaut hat. :-) Er fand das ganze sehr faszinierend.
("Schatz, der Kopf ist da. Und er hat ganz viele schwarze Haare!" - "Das ist mir sch... egal!" War meine Antwort. :-) )

Das ging nachher alles so schnell, die hatten noch nicht mal gefragt, ob er die Nabelschnur schneiden möchte, sondern einfach nur die Schere in die Hand gedrückt und schnipp. :-)


Ihr werdet das schon irgendwie schaffen! :-)

LG und alles Gute
Nati 17.SSW