letzter versuch...

Archiv des urbia-Forums Erziehung.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Erziehung

Kinder fordern Eltern täglich neu heraus zu Auseinandersetzung und Problemlösung. Kinder brauchen Grenzen - doch welche und wie setzt man sie durch? Welche Erziehung ist die richtige? Nutzt hier die Möglichkeit, euch hilfreich mit anderen Eltern auszutauschen.

Beitrag von anico 18.03.11 - 14:30 Uhr

hallo..#winke


so schnell gebe ich nicht auf :-) auch, wenn ich jetzt das risiko eingehe "ausgebuuht" zu werden^^

ich wusste leider nicht, dass man keine user beim namen nennen darf. und dann wird auch noch der ganze thread gelöscht. schade.

ich wiederhole lieber nochmal, dass ich nicht auf krawall aus bin und mir auch nicht langweilig ist (lischen hält noch ihren schönheitsschlaf#verliebt)

es geht um folgenden thread:

http://www.urbia.de/forum/index.html?area=thread&tid=3059561&pid=19450083&bid=21


die userin, deren namen ich nicht nennen darf, hat ihre 10 monate alten "säuglinge" geklappst. aus folgendem grund: ihre zwillis haben "gezielt" blödsinn gemacht. und darum hat sie ihnen auch gezielt eins auf die windel gehauen.

#schock

ich bin so schockiert. ich dachte, ich fall vom glauben ab als ich es gelesen habe. mir blieb der atem weg und mir wurde schlecht! *kotz-urbini*

mit was für einer überzeugung !!!

ich habe sowas schon mal live gesehen. deshalb schockiert es mich wahrscheinlich so sehr.

ich war mit meiner schwägerin bei ihrer "freundin". sie hat ihren sohn mit der flasche gefüttert. dann hat sie plötzlich "aua" gesagt und dem kind auf die windel gehauen. sie sagte noch: hör auf mich mit absicht!!!! (9 monate altes baby) zu kneifen! ich sagte: wie bitte? hau dein kind nicht. er kneift nicht mit absicht. er weiß doch noch gar nicht, dass es dir wehtun. er kennt auch keine "absicht". er kennt noch gar nix. der greifreflex ist von geburt an da. das tut auch manchmal weh, aber, er macht es mit sicherheit nicht mit absicht.

sie: da ist die tür, wenn dir meine erziehung nicht gefällt!

#schock

ich bin gegangen.

und das schlimme: die unserin wird es wieder machen und die "freundin" auch und ich kann NICHTS machen!

oder doch? kann man zumindest hier im forum irgendwie helfen, ausser ständig darüber zu reden?


und nun, mein letzter versuch:

1. frage: warum schlagen eltern ihre kinder und finden das auch noch gut?

2. frage. was hat der "schmerzlose" klapps für einen sinn?



vielen dank für eure antworten.

Beitrag von kleinemimi 18.03.11 - 14:46 Uhr

Mein Gott nochmal, jetzt geb doch mal Ruhe. Dein Kind ist 4 Monate alt, Du weisst nicht was Dich noch erwartet!!! Also warte erstmal ab.

Klar ist es nicht schön, wenn ein Kind geklappst wird, und das sollte man auch tunlichst meiden, aber es gibt Situationen, da kann man es nicht beeinflussen, ja Du liesst es richtig!!! Wenn man zum Beispiel in einer Stresssituation unheimlich Angst hat, wenn das Kind zum Beispiel an die Herdplatte greift, ja dann kann es passieren!

Krieg Dich wieder ein und hoffe darauf niemals die Contenance zu verlieren.

LG Mimi

Beitrag von lelou83 18.03.11 - 14:52 Uhr

wenn dein kind die herdplatte anfasst bekommt es von dir noch eine geknallt#kratz....da sag ich jetzt mal nichts mehr dazu....

Beitrag von kleinemimi 18.03.11 - 15:04 Uhr

Falsch verstanden, stelle es Dir einfach mal vor. Ich weiss ja nicht ob Du es schon mal erlebt hast. Aber eine andere Situation. Du stehst am Bügelbrett und bügelst, Dein Kind spielt. Dann steht es auf und will nach dem Bügeleisen greifen, Dir sackt das Herz in die Hose und langst nach den Händen, das ist dann ein Klaps. Was Du eigentlich nicht wolltest. Und deswegen bin ich dann eine Rabenmutter?

Ich denke einfach keiner aber auch wirklich keiner ist gefeit davor.

Ist es Dir bei Deinen Fünfjährigen noch nie vorgekommen?

Wir hatten mal eine Situation da stand er an der Strasse und lief einfach los, ich habe ihn von hinten gepackt und er rief "aua", in dem Moment hab ich meinem Kind weh getan!!! Für ihn war das Empfinden so, für mich nur ein Reflex ihn zu halten, damit nichts schlimmeres passiert.

Ich verurteile Schläge und davon rede ich auch nicht und sicher ist der Grad schmal, aber es gibt Situation da kommt man nicht weg.

Beitrag von lelou83 18.03.11 - 15:11 Uhr



ein kind aus reflex zurück zu ziehen weil er sonst auf die strasse läuft hat ja auch mit schlagen oder klappsen als strafe nichts zu tun.

mein großer hat vor ein paar wochen trotz das ich ihm gesagt habe das der topf heiß ist(er stand auf dem tisch),drangelangt.

ich war auch erschrocken,bin sofort mit ihm ins bad und habe ihn die hand gekühlt.

in einem moment in dem er sich weh tut,tut er mir leid.

es gab auch bei uns schon situationen wo mir das herz stehen geblieben ist....mir ist NIE die hand ausgerutscht.

gruß

Beitrag von kleinemimi 18.03.11 - 15:17 Uhr

Also ich sehe schon den Unterschied zwischen ausrutschen und einen klaps geben.

Ganz ehrlich bei uns ist das sogar ein gängiges Spiel unter den Kindern und nicht so wie Ihr schon wieder denkt.

Sondern man legt seine Hände auf den Tisch und der ander schlägt drauf (natürlich nicht doll), aber Ziel sollte es sein, die Hände ganz schnell weg zu ziehen, so das die Hand auf dem Tisch landet.

Sollte man das Spielchen verbieten??

Und nein ausgerutscht ist mir die Hand auch noch nicht. Aber ein Klaps auf die Hände wenn er partout nicht hören wollte, gab es schon. Bin ehrlich.

Beitrag von anico 18.03.11 - 17:42 Uhr

"Sondern man legt seine Hände auf den Tisch und der ander schlägt drauf (natürlich nicht doll), aber Ziel sollte es sein, die Hände ganz schnell weg zu ziehen, so das die Hand auf dem Tisch landet. "

das ist ein spiel und hat nichts mit meinem thema zu tun.



" Also ich sehe schon den Unterschied zwischen ausrutschen und einen klaps geben. "

was ist der unterschied?


Beitrag von kleinemimi 18.03.11 - 20:16 Uhr

Wie soll ich Dir das erklären?

Einen Klaps ist so was wie ein Schulterklopfen, kennst Du vielleicht, wenn man im Gespräch ist mit einem Menschen und der beispielsweise was freches sagt, dann gibt es einen Stupser auf den Arm, weisst wie ich meine so ein komm hör auf. Das hat aber nix mit Gewalt zu tun.

Ausrutschen ist für mich, wenn ich, was durchaus im Affekt passieren kann, aber nicht sollte, die Hand erhebe und dem Gegenüber eine scheuere oder verpasse oder wie man es ausdrückt, mit dem Ansinnen demjenigen weh zu tun.

Beitrag von anico 19.03.11 - 09:41 Uhr

ok - deine erklärung verstehe ich.

aber, welchen sinn macht es einem kind, sagen wir "auf den po zu klopfen", wenn das kind keinen schmerz davon mitnimmt.

also, es ist ja eig. so wie streicheln. nur, wenn ich streichel, dann mag dass das kind. wenn ich klappse, was dann? welchen lerneffekt hat das kind durch eine sache, die es nicht spürt?

bei schlagenden eltern ist es klar: schmerz und dann angst.


wenn man die hand wegzieht und das dem kind wehtut (z.b. herdplatte), dann ist das ja kein klappsen. ich würde mich sogar für´s zu doll anpacken entschuldigen, weil es dann keine absicht war.


wegziehen, hände wegnehmen, das kind wegnehmen, festhalten, das sind keine klappse.

verstehst du, was ich meine?

Beitrag von anico 19.03.11 - 09:45 Uhr

man könnte zum beispiel anstelle des klappsens etwas anderes machen. denn, wie gesagt, ohne schmerz verstehe ich den sinn dahinter nicht.

Beitrag von kaffetante 19.03.11 - 11:29 Uhr

Letzter Versuch....

....das ist aber auch Gewalt. Das große Wort Klapsen, Schlagen - das ist nur eine Assoziaton für Gewalt.

Wegziehen, festhalten, am Arm packen, drohen, wegsperren....ich spar mir die Erläuterung

Beitrag von anico 19.03.11 - 12:17 Uhr

#klatsch

du handelst also gar nicht? aha.

Beitrag von kaffetante 19.03.11 - 12:36 Uhr

Doch und deswegen stelle ich mich nicht hin und verurteile Mütter, denen mal die Hand ausrutscht.

Wenn Du mal bei den Postings zwischen den Zeilen lesen würdest, dann müsstest Du Dich nciht so aufregen.

Beitrag von anico 19.03.11 - 13:08 Uhr

ich bin ziemlich gelassen #liebdrueck

ein tip: lies du doch mal zwischen den zeilen, dann müsstest du dich nicht so aufregen ;-)

zeige mir doch mal, wo ich mütter verurteile, denen mal die hand ausgerutscht ist. jetzt bin ich aber gespannt.

Beitrag von kaffetante 19.03.11 - 13:39 Uhr

Wir schlagen nicht

uns rutscht nicht die Hand aus

ABER es kann passieren das man klappst. "



natürlich redest du es dir schön.


----waren das meine Worte-----????

Beitrag von anico 19.03.11 - 18:48 Uhr

das war darauf bezogen, dass sie da einen unterschied sieht.

ich habe niemanden verurteilt. du hast noch einen versuch ;-)

Beitrag von kaffetante 19.03.11 - 20:10 Uhr

Also, pass mal auf....Das Problem, das hier viele mit Dir haben ist - das Du, das habe ich schonmal gepostet, alles ziemlich eindimensional siehst und, dass Du relativ keinen Gegenwind verkraftest.

Du teilst aus, ich teile aus, aber ich habe nicht die Urbinis verteilt, die Du verteilt hast, denn ganz so emotional wie Du bin ich dann doch nicht bei der Sache....Du hast Dich ziemlich reizen lassen, klar das Thema bringt es mit sich - aber ganz ehrlich, wenn Du mit der Meinung von Erwachsenen nicht klarkommst, dann frage ich mich, wir Du mit der zukünftigen Meinung Deines Kindes klar kommen willst.

Ich glaube, dass Dir hier im Grunde keiner etwas Böses will - Du verkaufst Dich eben ziemlich weltfremd. Mit vier Monaten hat mein Kind mich auch noch nicht in den Wahnsinn getrieben bekommen und fremde Kinder schaffen das schon mal gleich gar nicht - da bin und bleibe ich unbeteiligt. Letzte Woche hat mich ein 6-jähriger angespuckt, da muss ich zugeben konnte es froh sein, dass es nicht meiner war.

Mein Großer bringt mich hin und wieder an meine Grenzen, was ich aushalten kann. Da konnte ich mir den Mund fusselig reden - keine Chance. Auch ist das mit der logischen Konsequenz nicht so einfach. Egal, oft habe ich gedacht eine "Trachtprügel" (keine Ahnung wie man das schreibt) würde jetzt das Wirksamste sein. Ich habe mich immer beherrschen können und da bin ich froh drüber. Eben wegen dieser Gefühle kann ich es niemandem verdenken, wenn es mal passiert.

Ich habe meine auch schon ziehen müssen, das hat sicherlich auch weh getan. Manchmal lässt es sich gar nicht vermeiden, den Kindern beim Durchsetzen Deines Willens weh zu tun. Sei es beim Anziehen von Hosen (Deine kann Dich dabei ja noch nicht treten), oder beim Anschnallen oder wenn das Kind weglaufen will. Manchmal muss das Kind einfach in den Sitz und angezogen werden weil man arbeiten muss.

Schlagen ist für mich das allerletzte - Klapsen unterstütze ich auch nicht, kann aber unter Umständen, das habe ich schon erlebt, ganz wirksam sein. Klapsen gehört für mich - so versuche ich es jetzt einzuschätzen - in den Reflexbereich. Schlagen ist eine willentlich ausgeführte Handlung.

Trotzdem würde ich gerne Deine Meinung in vier Jahren noch einmal hören - vielleicht hast Du ja denn Mumm, die meisten von uns sind sicher noch hier ;-) - und jetzt sag nicht wieder, Du wirst Deine Meinung nicht ändern, das glaube ich Dir sogar

ABER DU WIRST UNS VERSTEHEN ....das garantiere ich Dir.


Beitrag von lelou83 18.03.11 - 15:30 Uhr

finde ich gut wenn jemand ehrlich ist...
jetzt meine frage:

glaubst du das du in einer situation in dem du deinem kind einen klapps gegeben hast,es mehr und schneller gelernt hat?

gruß

Beitrag von kleinemimi 18.03.11 - 20:23 Uhr

Ich denke es ist eine Art Grenze für das Kind, ich meine man "klappst" ja nicht ständig und ohne Grund und schon gar nicht mit dem Gedanken dem Kind weh zu tun. Sondern man zeigt mit dem "liebevollen" Klapps (bitte lies vorher meine Definition zu Klapps) bis hierhin und nicht weiter.

Es gibt nun mal leider Situationen wo es ausufern kann, zum Beispiel wenn ein Kind etwas möchte, Süsses vorm Abendessen und Du verbietest es, es schaukelt sich so hoch, das das Kind brüllt und schreit, was machst Du? Wenn Du ihn schon rangenommen hast, es ihm erklärt hast, er sich aber versteift und weiter schreit, was machst Du dann? Steckst ihn vielleicht ins Zimmer? Ja und wenn er wieder rauskommt und weiter brüllt, was dann? Wieder ins Zimmer und hältst vielleicht die Tür zu? Das wäre ja Freiheitsberaubung.

Ich rede doch hier nicht von Dauerklappsen, ich rede nur davon, das es sicher vorkommen kann, wo man das tut, aber deswegen ist man keine Rabenmutter.

Beitrag von lelou83 18.03.11 - 20:58 Uhr

nun, ich habe eine andere methode eine sich hochschaukelnde situation zu entschärfen...irgendwo in diesem thread steht sie.

vielleicht finde ich sie auf die schnelle.

gruß

Beitrag von kleinemimi 18.03.11 - 21:17 Uhr

Ich habe es gelesen, Du schickst ihn aufs Zimmer, was auch geteilte Meinungen mit sich zieht. Was aber normal ist, keiner hat dieselbe Erziehungsmethode und lässt sich ungern was sagen, ist ja auch vollkommen richtig. Das Ergebnis sehen wir in ein paar Jahren.

Beitrag von lelou83 18.03.11 - 21:23 Uhr

nicht immer!wenn du wüßtest wie oft ich aus dem zimmer gehe oder er von sich aus...meist wenn er genervt ist weil ich nicht das mache was er in dem moment will.#schein

man kann sich ja nun aber auch nicht gegen alles stellen...ist ja auch nicht förderlich.

gruß

Beitrag von anico 19.03.11 - 09:50 Uhr

"liebevollen" Klapps?

#kratz

wenn dieser liebevoll sein soll, dann hat er nichts in der situation "grenzen setzen" zu tun.

wie verwirrend #gruebel für´s kind aber wahrscheinlich ebenso.

Beitrag von ayshe 18.03.11 - 15:03 Uhr

##
Dein Kind ist 4 Monate alt, Du weisst nicht was Dich noch erwartet!!! Also warte erstmal ab.
##
Und das soll jetzt heißen, daß man dann später immer dahin kommt, daß man Klapsen als Erziehungsmethode sieht?
#klatsch



##
Wenn man zum Beispiel in einer Stresssituation unheimlich Angst hat, wenn das Kind zum Beispiel an die Herdplatte greift, ja dann kann es passieren!
##
Blödsinn, das wäre sogar völlig kontraproduktiv.
Wenn jemand dann aus Angst und Schreck brüllt oder das Kind an eben diesem Arm packt (vllt aus Versehen etwas fest), dann kann ich das schon verstehen, aber wer dann klapst, handelt nicht im Affekt, wie gesagt, der affekt wäre eine anderer.

Beitrag von kleinemimi 18.03.11 - 15:19 Uhr

Das soll heissen, das sie in Sachen Erziehung noch nicht an ihre Grenzen gekommen ist!

Sicher mag das in einer Stresssituation unproduktiv sein, aber kein Mensch denkt immer 100 % logisch unter Stress.

Natürlich ist es falsch seine Kinder zu klappsen (Betonung liegt auf klappsen, Hand ausrutschen sehe ich als Schläge an, und die haben nichts in einer Erziehung zu suchen), aber keiner ist gefeit davor.