Ich brauche ein wenig Mut!

Archiv des urbia-Forums Ungeplant schwanger.

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Forum: Ungeplant schwanger

Was ist, wenn eine Schwangerschaft überraschend und ungeplant kommt? Hier kannst du fragen, wie andere diese Situation bewältigt haben. Grundsatz-Diskussionen um das Thema Schwangerschafts-Abbruch sind allerdings besser im Forum "Allgemeines" aufgehoben.

Beitrag von ich kann nicht mehr 18.03.11 - 18:14 Uhr

Jetzt habe ich schon länger nicht mehr geschrieben, weil ich einfach nicht dazu kam, werde aber nun meine Geschichte fortführen für alle, die es interessiert.

Hier noch alle Links einzeln zum Nachlesen, was ich bisher geschrieben habe, für die, die meine Geschichte noch nicht kennen.

http://www.urbia.de/forum/index.html?area=thread&bid=30&tid=3007551
http://www.urbia.de/forum/index.html?area=thread&bid=30&tid=3013908
http://www.urbia.de/forum/index.html?area=thread&bid=30&tid=3028367

Ich hoffe die Links funktionieren.

So, jetzt zum Eigentlichen:

Ich bin jetzt 11.SSW und irgendwie habe ich das Gefühl das alles nicht zu schaffen. Ich denke ständig daran, ob ich nicht etwas hätte besser machen können, noch besser verhüten oder sonst was. Ich habe einfach das Gefühl versagt zu haben.
Natürlich weiß ich, dass ich jetzt auch nichts mehr daran ändern kann, aber ich fühle mich so dumm. Ich werde das Kind natürlich trotzdem lieben und so, damit hat das alles nichts zu tun. Ach, ich weiß auch nicht.

Ich war heute zur 2. Vorsorgeuntersuchung bei Frauenarzt und es war alles Prima. Bin sogar zwei Tage weiter als die Berechnungen es sagen.

Nachdem ich ja am Ende der 6.SSW mit meinem Tutor geredet habe, haben mein Freund und ich es erstmal niemandem mehr gesagt. Wir wollten erst mal abwarten. Bei der 1. Vorsorgeuntersuchung war auch schon alles ok, das Herzchen hatte geschlagen.
Im Sportunterricht halte ich mich derzeit etwas zurück, aber ansonsten tue ich eigentlich alles wie immer. (Natürlich nicht rauchen oder Alkohol trinken und sowas, das ist ja sowieso klar.) Am Samstag zu Beginn der Faschingsferien war ich bei meiner Psychologin, um mit ihr zu besprechen, wie wir weiter machen sollen und das war auch echt in Ordnung und sie wird uns, wenn wir ihre Hilfe benötigen, bei allem helfen, wo sie kann. Ein paar Tage später waren wir bei einer Beratungsstelle, um schonmal das Finanzielle abzuklären und auch die weitere Vorgehensweise zu besprechen, ob das so eine gute Idee ist.

Der nächste Schritt ist jetzt also das Jugendamt einzuschalten und das Ganze auch noch so langsam mit der Schule abzuklären.

Letzten Samstag haben wir es dann den Eltern von meinem Freund gesagt und seit dem geht es mir echt schlecht. Ich mache mir so Vorwürfe, ob ich nicht irgendetwas hätte besser machen können, oder einfach anders und überlege mir, ob es wirklich das Richtige ist so. Die Unterstützung von den Eltern meines Freundes haben wir schon und wir können auch die Wohnung, die bei ihnen unten im Haus ist, haben. (Dort wohnte bis vor kurzem noch die Oma von meinem Freund, welche leider vor wenigen Wochen gestorben ist an Krebs.) Aber so Aussagen wie: "schon wieder..." und Zweifel an mir blieben halt trotzdem nicht aus. Verständlicherweise denke ich. Aber ich fühle mich dabei eben so schlecht und fange wirklich an daran zu zweifeln, ob ich das schaffe, vor allem mich gegen meine Mutter durchzusetzten. Weil, dass ich von zu Hause weg sollte, sobald sie es weiß ist klar. Die Stituation wäre unannehmbar für das Kleine in meinem Bauch (viel zu viel Stress und Ärger und Streit und überhaupt keine Unterstützung).

Am Montag werde ich noch einen zweiten Lehrer einweihen in mein Geheimnis (Vertrauenslehrer, der mir meine schulischen Möglichkeiten besser aufzeigen kann als mein Tutor (er hat mir das vorgeschlagen, fühlt sich glaube ich auch etwas überfordert). Mit ihm kann ich dann auch zu einem guten Zeitpunkt der Schulleitung bescheid sagen und er kann mir vielleicht auch sonst helfen. Ganz grob weiß er auch schon worum es geht.

So, das ist glaube ich erstmal alles.

Ich hoffe ihr könnt mir ein wenig Mut machen, bräuchte ich gerade wirklich. Ein strampelndes, 4 1/2 cm großes Baby auf dem Ultraschallgerät zu sehen reicht halt einfach nicht aus.

Ganz liebe Grüße von ich kann nicht mehr

Beitrag von janinechen 18.03.11 - 18:38 Uhr

Halli Hallo, #winke

lass dich erst mal kräftig #liebdrueck ...
Mach dir keinen Kopf über dass was andere sagen oder sagen könnten (wie "schon wieder",...) es ist eben passiert!
Ich kann deine Situation sehr gut verstehen. Ich wurde selbst mit 17 schwanger und das mitten in der Ausbildung. Es war echt ein Schock für mich aber auch für mich war klar, ich möchte das Kind behalten. Als erstes habe ich meine Eltern eingeweiht, was wirklich ein riesen Schritt für mich war aber ich hatte Glück und habe sehr viel unterstützung von ihnen bekommen. Leider war das bei meinem Freund und seiner Familie ganz anders, er hatte mich verlassen und er und seine Familie wollten dass ich Abtreibe...dazu kam das gerede im Dorf: "Wie kann die nur? So Jung! Die soll das lieber wegmachen lassen, das packt die doch nicht!" #bla
Das alles hat mich wirklich fertig gemacht und ich habe zu dieser Zeit auch sehr an mir gezweifelt aber ich habe es trotzdem durchgezogen. Ich hatte eine riesen Angst vor der Reaktion meiner Berufsschulklasse und meiner Arbeitskollegen also habe ich es anfangs nur meiner Ausbilderin und meinem Chef gesagt. Erst als ich im 5. Monat schwanger war meinte eine Klassenkameradin zu mir: "Man du hast aber ganz schön zugenommen" und dann: "Bist du schwanger?" als es dann raus war, waren die Reaktionen auch gar nicht so schlecht wie ich dachte, alle haben sich für mich gefreut. :-)
Ich habe dann meine Tochter bekommen und bis ich 18 geworden bin, hatte das Jugendamt die Vormundschaft meiner Tochter was aber total problemlos war. Ich konnte frei entscheiden und hätte das Jugendamt nur über wichtige Dinge informieren müssen (z.b. Auswandern, Umzug, etc). Zu meinem 18. Geburtstag kam dann ein schreiben vom JA, dass ich jetzt die alleinige Vormundschaft habe und damit war das alles gegessen.
Ich habe für mich damals die richtige Entscheidung getroffen auch wenn sich der KV bis heute nicht um sein Kind kümmert, ich bin glücklich!
Ich denke dass zweifel (vor allem in deinem alter) ganz normal sind aber man kann es schaffen. Ich denke du hast einfach Angst weil du dir vielleicht auch noch nicht sicher bist was da wirklich auf dich zukommt!?
Aber du bist nicht alleine, du hast einen Freund und dessen Eltern die zu dir/euch stehen und euch unterstützen. Auch wenn deine Mama anfangs nicht begeistert sein wird, wird sie vermutlich doch irgendwann glücklich sein wenn euer Baby da ist. Vielleicht hat deine Mama einfach auch Ängste...um dich und deine Zukunft. Ein Kind ist eine große Aufgabe, die aber zu schaffen ist. Vielleicht setzt ihr euch mal mit deiner Mama zusammen, erzählt ihr was ihr bisher gemacht habt (Beratungsstelle, etc) und wie ihr euch die Zukunft vorstellt, mit welcher Unterstützung ihr rechnen könnt und dass ihr euch wünscht dass sie euch da auch zur Seite steht. Wie lange bist du denn schon mit deinem Freund zusammen? Ist er sich denn auch bewusst was für eine Verantwortung da auf euch zukommt?

Ich wünsche euch gaaaanz viel #klee für eure Zukunft und ich bin mir sicher dass ihr das Meistern werdet!

LG Janinechen

Beitrag von ich kann nicht mehr 18.03.11 - 19:08 Uhr

Also mit meinem Freund bin ich 2 Jahre und 8 1/2 Monate zusammen. Ich denke das er das mit der Verantwortung weiß. Wir beide sind sowieso keine so Partygänger, oder wie auch immer ich das beschreiben soll und wir haben zusammen schon so viel gemeistert, da ist es natürlich sowieso klar, dass er zu mir steht.

Noch kurz zu meiner Mutter. Mir fällt es wirklich schwer schlecht von ihr zu reden, denn sie ist und bleibt meine Mutter, aber ich denke um die Situation mit ihr wirklich zu verstehen bedarf es mehr als nur ein paar Texten. Nach allem was vorgefallen ist, kann man nicht davon ausgehen, dass meine Mutter auch nur im Ansatz positiv reagiert. Auch nicht nach Wochen. Ich denke, du hast meine vorherigen Texte gelesen oder zumindest teilweise und ich denke, es einem schon irgendwann klar, dass ich mit meiner Prognose recht habe, vor allem da mein Vater ja schon beim letzten Mal gesagt hat, er will mit mir nichts mehr zu tun haben (wörtlich). Und die Meinung meiner Mutter ist auch nicht wirklich anders.

Ganz liebe Grüße von ich kann nicht mehr

Beitrag von aberalleachtung 18.03.11 - 21:40 Uhr

lass dich mal ganz lieb drücken #liebdrueck

wenn ich richtig liege könntest du vom alter her fast meine tochter sein;-)

und ganz ehrlich: ich wäre stolz eine so verantwortungsbewusste tochter zu haben wie dich....


ich denke einfach, das der kleine krümel unbedingt zu dir kommen wollte- ich habe 29 jahre mit der pille verhütet und nix ist passiert.

du hast alles richtig gemacht und bist schwanger- vielleicht einfach weil es so sein soll, weil dein baby jetzt zu dir möchte...

ich bin mitlerweile 38 jahre und wir basteln am ersten kind...mit ein bisschen mehr lebenserfahrung kann ich dir sagen: nimm was die natur dir gibt- ein baby :-D der welt, andrea

du schreibst so erwachsen, machst dir gedanken, wägst alles ab, dein freund steht zu dir; ihr schafft das !!!

deine mama wird sich bestimmt auch irgendwann besinnen und wenn sie in ein paar monaten immer noch nicht zu dir stehen sollte dann geh deinen weg ohne sie, du schaffst das !!


ich wünsche euch alles glück#klee

Beitrag von aberalleachtung 18.03.11 - 21:42 Uhr

#kratz kleine rechenschwäche #rofl ich hab natürlich nicht 29 sondern 20 jahre mit der pille verhütet, nochmals liebe grüsse andrea

Beitrag von sarahjane 18.03.11 - 22:26 Uhr

Mache Dir mal keine Gedanken. Es ist zu schaffen. Wichtig wäre allerdings, dass Du zeitnah nach der Geburt Schul- und Berufsausbildung zu Ende bringst und versuchst, finanziell auf eigenen Beinen zu stehen.

Beitrag von christine_20 18.03.11 - 22:54 Uhr

hallo liebes,

du hast jetzt echt schon viel durchgemacht! #liebdrueck

du solltest ja anstatt an dir zu zweifeln, mega stolz auf dich sein!

ich kann mir gar nicht vorstellen, wie anstrengend, nervenaufreibend und zerrend das grad alles ist und du machst das alles so gut. man, so stark wie du ist nicht jeder! ich find das einfach nur großartig wie sehr du versuchst alles zu regeln. Da könnten sich manche 30-jährige echt ein stück abschneiden!!!!;-)

und jetzt hör doch mal auf dir vorwürfe zu machen wegen der verhütung! du hast ja echt nichts falsch gemacht und wenns dann eben so sein soll, dann kann man da nicht mehr viel machen!!!!

die kräfte die du mobilisieren musst, um so viele hürden zu überwinden sind enorm, aber du schaffst das! du bist wirklich eine frau, zu der man hochschauen kann! und genau das sollte dir klar werden!

ich wünsche dir, dass du es auch irgendwie schaffst deiner mutter bescheid zu sagen und dann noch die kraft hast ihr selbstbewusst gegenüberzutreten. und wenn sie dich beschimpft oder rauswirft, dann zeigt das nur, dass du um so vieles stärker bist, da du für dein kind alles auf dich nimmst. du nimmst all deine kräft zusammen um dich dem problem zu stellen, hut ab!


und liebes, eines muss dir immer gewiss sein: du bekommst das alles von deinem kind zurück!!!! zur zeit musst du eben nur geben und dass kann sehr sehr anstrengend sein, aber es kommt die zeit, in dem dein kind dir dafür ewig dankbar ist und du sooooo viel liebe verspüren wirst, dass dir klar wird, dass sich das alles ausgezahlt hat.

zum glück sind deine "schwieger"-eltern für euch da, ihr habt euch unterstützung verdient und sieh mal, es ist alles ja gar nicht soooo schlimm: deinem Kind gehts gut, dein freund steht zu dir, das mit der schule bekommst du in den griff, ihr bekommt ne wohnung zur verfügung wo gleich drüber menschen wohnen die euch bestimmt helfen, mit dem finanziellen kommt ihr bestimmt klar, auch wenig ist genug und eines ist ja schon mal so gut wie sicher: der kleine krümel in deinem bauch bekommt eine verantwortungsvolle, starke und liebe mama.

ich bin sicher, du wirst eine gute Mama werden.

so und nun lächle doch mal! :-D

Alles liebe wünsch ich dir und wenn ich dir irgendwie noch helfen kann, einfach melden!!!

Beitrag von jakutia 18.03.11 - 23:26 Uhr

Hallo Du Tapfere,

gern will ich Dir ein paar Mutmacher rüberschicken. Bin zwar selber nicht in Deinem Alter Mutter geworden, aber in meiner Nachbarschaft hat es 2 junge Damen, die beide mit Unterstützung der Familie die Schule weitermachen konnten, und die kleinen Kerle gedeihen wunderbar. Ein Vater hat sich leider aus den Staub gemacht. Der Vater des anderen Kindes hat seine Verantwortung voll mit übernommen, und ich habe mich immer sehr gefreut für die junge Mami, wenn er mit seinem Freund mit dem Kinderwagen an unserem Haus vorbeikam.
Du kannst auf Deinen Freund und seine Familie zählen, auch wenn es Dir sicher wehtut, nicht mit dem Rückhalt Deiner Eltern rechnen zu können. Hoffe für Dich, dass es nach dem ersten Schock nicht so schlimm sein wird. Die Perspektive auf eine eigene Wohnung mit Familie im Hintergrund muss für Euch doch ein echtes Geschenk sein.
Auf mich wirkst Du schon recht verantwortungsbewußt – hast schon diverse Schritte unternommen, machst Dir Gedanken um das Wohlergehen des Kleinen in Deinem Bauch. Und dass eine Schwangere mal down ist, kommt unter den günstigsten Bedingungen vor, da spielen auch die Hormone mit. Auch bei uns Erwachsenen kommt es immer mal wieder vor, dass man das Gefühl hat, eine Sache wächst einem über den Kopf. Wir wachsen alle mit den Aufgaben, wenn wir sie anpacken. Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich der seit kurzem volljährigen Mami eine verantwortungsvolle Mutterschaft damals nicht zugetraut hatte. Der Kleine ist inzwischen 2. Ich dachte seinerzeit, ihre Eltern würden den Enkel schon mit übernehmen. Sie haben selber 4 eigene Kinder und eins in Pflegschaft, sehen sich bei dem Kleinen nun aber in der Rolle von Oma und Opa.
Das mit dem „hätte“ ist auch so was, was ich gut kenne, raubt Dir im Moment nur leider Kraft, die Du besser in Schule und Vorbereitung aufs Baby investierst.
„Auch aus Steinen, die einem in den Weg gelegt werden, kann man etwas Schönes bauen.“ (Goethe)
In diesem Sinne, Dir alle Weisheit und Kraft sowie stets liebe Menschen an Deiner Seite, die Dich auf dem Weg in die eigene Familie begleiten. Alles Gute für die Zukunft und irgendwann auch ein bisschen Vorfreude auf den Zwerg wünscht Euch Jakutia.




Beitrag von luka22 18.03.11 - 23:35 Uhr

Natürlich bist du derzeit in einer absoluten Ausnahmesituation. Dein Leben läuft gerade total anders, als du es dir vor 3 Monaten ausgemalt hast. Nun, was das angeht, bist du wirklich nicht die einzige ;-). Wenn man so jung ist, sieht man nur seine Zukunft und malt sich alles in den schönsten Farben aus. Wäre ja auch schlimm, wenn es anders wäre. Nicht umsonst ist da die Rede vom "jugendlichen Leichtsinn", mit dem man die Leichtigkeit und Lebensfreude der jungen Menschen beschreibt. Ich beneide die Jungen um ihre noch kindliche (nicht kindische!) Sicht der Dinge, schnell genug muss man als Erwachsener seinen Alltag organisieren. Idealvorstellungen und Träumereien verlieren sich allmählich und die Realität holt uns allmählich ein. Nun, bei dir ist jetzt nichts mit "allmählich" ... von jetzt auf gleich gilt es dein Leben komplett umzukrempeln und neu zu denken. Das macht Angst und das verunsichert! Wenn du weiter unten mal den Thread liest zu "Heute vor 9 Monaten", wirst du feststellen, dass gestandene Frauen, die Mann und Kinder haben und in geordneten Verhältnissen leben, völlig aus der Bahn geworfen werden können, wenn sie einen ungeplanten pos. Schwangerschaftstest in den Händen halten. Ich gestehe dir alle deine Ängste und Zweifel mehr als zu! Und auch das Umwälzen im Kopf mit hätte, sollte und warum? kennt jeder, der sich in einer Ausnahmesituation des Lebens befindet. Ich möchte dir damit nur sagen, dass alle diese Gefühle ihre Berechtigung haben. Ich möchte dir meinen tiefen REspekt aussprechen darüber, mit welcher Ernsthaftigkeit und Reife du dieser Situation begegnest. Du stellst dich allem, obwohl es eingentlich einen Ausweg gäbe...Ich bin mir ganz sicher, dass du - nicht heute, nicht morgen aber irgendwann - aus dieser Situation gestärkt und hoch erhobenen HAuptes herausgehst. Wenn du das alles schaffst - und das wirst du - dann kann dich nichts mehr so schnell umhauen! Du wirst mal eine starke Frau! Und bis dahin darfst du dir alle Unsicherheiten, alle Ängste und allen Kummer erlauben. Alles andere wäre nicht normal.

Ganz liebe Grüße
Luka

Beitrag von meandco 19.03.11 - 11:34 Uhr

#liebdrueck

erst mal: schön zu hören wie es dir geht, hab die letzten tage öfter an dich gedacht und mich gefragt wie es euch geht ...#herzlich

alles normal, du bist noch immer in der ausnahmesituation - noch gibt es keine geregelten bahnen ... bis dahin wird es immer wieder mal steil bergab gehen emotional #schwitz

sprich mal mit dem 2. lehrer. damit das in der schule ne richtung bekommt.

die reaktion seiner eltern ist normal, aber nicht fein. aaaber: sie hat nichts mit dir konkret zu tun, du hast nicht versagt, es ist etwas passiert das passieren kann. murphys gesetz und so - was passieren kann, wird auch irgendwann passieren ... also: kein grund an sich selbst zu zweifeln. denn nur wenn du nicht an dir selbst zweifelst kommst du weiter. sprich mal über deine selbstzweifel mit deiner psychologin! die kann dir da sicher helfen, die dinge zuzuordnen und da zu lassen wo sie hingehören #pro

zum auszug bei deiner mutter:
da fürchte ich ehrlich gesagt eine eskalation. bring vorher schon soviel wie möglich von deinen sachen in die neue wohnung und mach alles klar, soweit es geht. je besser du vorbereitet bist, desto besser für dich, dein baby und deinen parntner. denn: wenn schon fast alles in der neuen wohnung ist, könnt ihr da ganz schnell weg - und um den rest kümmert sich dann das ja!

lg
me

Beitrag von ich kann nicht mehr 20.03.11 - 08:55 Uhr

Danke für eure lieben Worte. Hat mir echt gut getan. Und wenn ich so den Beitrag von sternlein2005 lese von gestern Abend dann weiß ich, dass ich es schaffen kann. Denn ich habe einen echt tollen Mann an meiner Seite von dem ich weiß, dass er mich wirklich nie im Stich lassen würde, genauso wenig wie seine Eltern und ich wünsche sternlein2005, dass sie auch bald so einen tollen Partner bekommt, denn ihre waren ja wirklich Mist. :-)

@ aberalleachtung: Ich fühle mich wirklich geehrt, dass du stolz auf mich wärst, wäre ich deine Tochter. Nur muss man dazu sagen, dass ich nie so geworden wäre, hätte mich meine Mutter nicht in jeder Lebenslage einfach im Stich gelassen. Ich musste in meinem Leben immer "die Große" sein und durfte nie "rummeckern" und mir durfte es nie schlecht gehen. Ich wurde nie in den Arm genommen, nur immer meine 1 Jahr jüngere Schwester, die ihr Leben anscheinend perfekt (jugendlich (Disko, Hütten, Tanzen)) lebt.

Vielleicht ist dieses Kind ein Geschenk für mich und keine Strafe, das kann schon sein, aber bis ich das weiß wird wohl noch ein wenig Zeit vergehen müssen.
Ach so, und meine Mutter denkt, sie wäre die Besinnung in Person, so jemand wird sich nie besinnen. Aber ich werde ihr natürlich immer die Möglichkeit lassen, wenn sie das möchte.

@ sarahjane: Mir ist völlig klar, dass ich so schnell wie möglich mein Abitur machen sollte und dann auch bald anfangen sollte zu studieren. Am liebsten würde ich ja gleich nächstes Jahr meine Schule fertig machen, aber ich denke das geht schon alleine wegen den Fehlstunden nicht und es könnte passieren, dass ich gar nicht zum Abi zugelassen werde und dann war das Jahr Stress für die Katz. Aber ich werde es so schnell wie möglich versuchen. Wenn mein Freund nächstes Jahr anfängt zu studieren ist das ja auch schon mal was, denke ich.

@ christine_20: Es ist nicht einfach Stolz auf sich zu sein, wenn einem ständig gesagt wird, dass man in seinem Leben alles falsch macht und nichts wert ist. Mein Freund kann mich zwar immer wieder aufbauen, aber solche und ähnliche Aussagen von seiner eigenen Mutter zu hören ist nicht ganz einfach zu verarbeiten.
Bitte nichts von mir abschneiden :-p
(Heute ist das Wetter so schön, dass es mir sogar richtig gut geht :-D )
Das mit dem Lächeln war nach deinen so tollen aufbauenden Worten nicht mehr ganz einfach. Vor Dankbarkeit für dieses "Zutrauen" weinen trifft es wohl besser. :-)

@ jakutia: Ich denke den Spruch von Goethe („Auch aus Steinen, die einem in den Weg gelegt werden, kann man etwas Schönes bauen.“) sollte ich mir merken, denn bei den ganzen Steinen, die mir in meinem Leben schon in den Weg gelegt worden sind, könnte ich mir und meinem kleinen Prinz oder meiner kleinen Prinzessin ein schönes Schloss bauen. ;-)
Vielleicht musste ich in meinem Leben häufig ganz alleine mit großen Dingen klar kommen, aber es ist schön zu wissen, dass ich jetzt nicht alleine bin. Ich habe einen sehr tollen Freund, seine tollen Eltern und auch einige Freunde, die uns zumindest bei den praktischen Dingen gerne und gut helfen könnten und dies auch tun werden (auch wenn sie noch gar nichts von dem Kleinen wissen). Und außerdem habe ich ja noch euch, die mir immer wieder Mut machen und mich dadurch auch sehr unterstützen.

@ luka22: Vielleicht hast du Recht mit dem was du schreibst. Das schwierige an meiner Situation ist ja nicht das Ziel meines Weges, sondern der schrecklich hohe Berg, dem ich immer näher komme und um den ich nicht drum herum laufen kann. Das was ich wirklich hoffe ist, dass ich es innerhalb weniger Tage über die Spitze schaffen werde und dann endlich unbekümmerter der Situation entgegenkommen kann und mich dann auch wirklich mal über mein Kleines zu freuen.

@ meandco: Eigentlich stimmt es, dass alles das was passieren kann, irgendwann auch passiert. Denn es besteht bei allem eine Wahrscheinlichkeit, mit der etwas passiert und überhaupt nichts kann nicht passieren. Bei vielen Dingen kann man im Moment ausschließen, dass es passiert (zum Beispiel, wie wahrscheinlich ist es denn im Moment, dass ein Stein, wenn man ihn loslässt nach oben fliegt ohne äußere Einwirkungen, aber es nicht ausgeschlossen, dass das irgendwann einmal passieren könnte, natürlich ein sehr abstraktes Beispiel). Andererseits gibt es in der Biologie wirklich nichts was nicht theoretisch passieren könnte.

Ich weiß, dass die Reaktion seiner Eltern nicht direkt etwas mit mir zu tun hat, aber es ist halt trotzdem blöd für mich. Mittlerweile haben sie sich aber ja schon wieder eingekriegt und wollen uns unterstützen.

Ich hatte sowieso schon vor, langsam und immer mal wieder Dinge mit zu meinem Freund zu nehmen. Die neue Wohnung muss leider erst noch ausgeräumt werden, und bis wir dort einziehen können wird auch noch etwas dauern, aber ich darf bis dahin mit meinem Freund zusammen in seinem Zimmer leben. Etwas eng, aber es geht.
Meine Mutter hat mir erlaubt in den Osterferien eine halbe Woche mit der Familie von meinem Freund (er hat noch 3 Geschwister, (also viele potentielle Babysitter, falls wir mal zu zweit Essen gehen wollten :-p )) nach Südtirol mitzugehen. Bis dahin schaffe ich es auf jeden Fall es noch geheim zu halten (aber danach wird das dann in Angriff genommen mit meiner Mutter) und das nehme ich als Anlass schon einen Großteil meiner Sachen zu meinem Freund zu bringen. Natürlich noch keine Möbelstücke und so, die kommen dann erst mit der eigentlichen Umzugsaktion (da drauf freue ich mich schon).
Meine Mutter hat das übrigens nur erlaubt, weil sie dadurch eine Möglichkeit gesehen hat, wie sie mich dazu bringen kann nicht mehr rumzumeckern, dass für mich einfach den Sommerurlaub mitgebucht haben, obwohl ich eindeutig gesagt habe, ich möchte nicht mit, weil es für mich jedes Jahr der Horror ist. Wie gesagt, es hat sie nicht gejuckt.


Ich werde mich auf jeden Fall wieder melden und gegebenenfalls auch wieder auf Beitrage von euch antworten. Ich halte euch auf dem Laufenden. Ihr helft mir wirklich sehr!!

#danke

Ganz liebe Grüße von ich kann nicht mehr