An die, die einen Bandscheibenvorfall hatten

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Forum: Gesundheit & Medizin

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Beitrag von lora74 18.03.11 - 20:10 Uhr

Hallo,

welche Symptome hattet ihr? Ich meine, natürlich ist es nicht bei allen gleich, aber ich möchte es nur wissen.

Zu meinem Problem: ich habe seit über 3 Mon. Schmerzen im LWS- Bereich. Und die werden immer stärker. Ich kann nicht sitzen (das schlimmste ist das Aufstehen und die ersten Schritte. Dann kann ich manchmal vor Schmerzen schreien. Ich kann nicht lange gehen und stehen. Es zieht bis zu den Zehen die Beine runter. Schmerzmittel bringt nichts, Spritzen auch. Beim Orthopäden war ich im Dezember, er hat mir 2 mal hintereinander KG verschrieben, die mir gar nichts brachte. Meine Physiotherapeutin hatte kein Rat mehr. Nun habe ich nächsten Montag ein Termin zum MRT.

Heute habe ich eine Bekannte getroffen, die auch Physiotherapeutin ist. Die hat mit mir 2 Test's durchgeführt und meinte eindeutig, dass es ein Bandscheibenvorfall ist. Seit dem finde ich keine Ruhe.

Könnt ihr mir mal schreiben, welche Beschwerden ihr hattet, bevor ihr das erfahren habt?

Ich wäre sehr dankbar!

LG Lora

Beitrag von gaeltarra 18.03.11 - 21:16 Uhr

Hi,

die, welche du schilderst!

Beim zweiten Vorfall konnte ich gar nichts mehr, musste mit dem Krankenwagen zum Arzt gefahren werden, konnte vor Schmerzen nicht mal liegen.

Für mich hört es sich jedenfalls 100% nach BSV an. Vor allem, dass es immer stärker wird und "normale" Schmerzmittel nicht wirklich helfen.

Aber jetzt mache dir mal keine so großen Sorgen: BSV ist behandelbar! Es dauert halt nur ziemlich lange, je nachdem, wie und wo der Nerv gedrückt wird. Man bekommts aber in der Regel wieder hin, du darfst nur nicht ungeduldig werden und dir klar sein, dass die Schmerzen nicht von heute auf morgen verschwinden.

Wärme hilft schon mal. Kaufe dir so einen Wärmegürtel in der Apotheke, die sind jetzt nicht sooo günstig, aber klasse - halten 8 Stunden den Rücken warm. Dann hilft natürlich Krankengymnastik - aber nicht, wenn die Schmerzen noch total akut sind. Da nehme ich immer Moorpackung und hinterher Massage, damit erst mal die Verkrampfungen durch die Schonhaltung gelöst werden die verursachen zusätzlich Schmerz. So nach und nach hilft diese Kombination aus Schmerzmittel - Massage - Wärme - Gymnastik.

VG und gute Besserung!
Gael

Beitrag von lora74 18.03.11 - 21:48 Uhr

Och nee #zitter! Danke für Deine Antwort!

wie lange hat es bei Dir gedauert bis Du schmerzfrei warst?

LG Lora

Beitrag von gaeltarra 19.03.11 - 15:30 Uhr

Komm, jetzt lasse mal den Kopf nicht hängen! Du hast noch keine Ausfallerscheinungen (= Taubheitsgefühl) usw. und kannst dich noch einigermaßen bewegen! Das ist schon mal die halbe Miete!!!

Bei mir hat es über 6 Monate gedauert. Aber das muss bei dir nicht sein. Evtl. bekommst du es schon in 8 - 16 Wochen hin, je nach Schwere. Und bei dir schauts jetzt nicht soooo dramatisch aus, o.k.? Das wird schon. Wichtig ist, dass es jetzt erst mal erkannt ist (ich denke schon, dass es ein BSV ist).

Dann muss man noch die richtigen Medikamente finden (nicht jeder reagiert auf die gleichen - bei mir ist z. B. Diclofenac total nutzlos). Das wird wieder, keine Bange.

Wenn ich jetzt ab und zu (z. B. zur Zeit) mal eine blöde Bewegung gemacht habe und der Nerv gereizt ist, renne ich innerhalb 1 Std. zum Doc, lasse mich spritzen inkl. Muskelentspannter und Ibuprofen (hilft bei mir mit am Besten) und bald ist es wieder in Ordnung. Ich habe eine Skoliose und mein Spinalkanal ist zu eng, sonst hätte ich weniger Probleme. Aber man kann (muss) damit leben.

Im allerschlimmsten Fall, der es bei dir glaube ich mal nicht ist, kann man operieren.

Wichtig ist doch, dass du jetzt erst mal eine Behandlung speziell für "Deinen" BSV bekommst. Dann wird alles wieder.

Ich drücke die Daumen und berichte bitte mal!!

LG
gael

Beitrag von goldtaube 19.03.11 - 06:50 Uhr

Ich hatte bereits mehrere Vorfälle. Unter anderem hatte ich die Symptome die du schilderst. Dazu noch Taubheitsgefühl im Fuß etc. Bei meinem schlimmsten Vorfall konnte ich irgendwann aufgrund der Schmerzen nur noch liegen und auf allen Vieren krabbeln und das fast ein Jahr lang. Bekam die ganze Zeit die heftigsten Medikamente und nichts half. Es waren immer wieder andere Medikamente. Spritzen halfen auch kaum und wenn dann nur kurz so dass ich wenigstens irgendwie zum Auto kam und zum Arzt gefahren werden konnte.
Krankengymnastik ging bei mir gar nicht, da die Schmerzen so extrem waren.
Erst nach knapp 1 Jahr und wieder einem Wechsel der Medikamente wirkte eins so gut, dass die Schmerzen innerhalb weniger Tage fast komplett weg waren. Ich konnte Krankengymnastik machen und dann hat es nochmal sehr lange gedauert bis ich ohne Medikamente komplett schmerzfrei war.

Beitrag von lora74 19.03.11 - 10:18 Uhr

Puhhh....
Ich danke Dir auch für die Antwort! Also nehme ich an, warst du 1 Jahr krankgeschrieben?
Bei mir tut es auch mittlerweile im Fuss weh. Ach, das ist alles ein Alptraum!
Ich hoffe, es ist was anderes!

LG Lora

Beitrag von centra20 19.03.11 - 21:28 Uhr

Hallo,

ich finde auch das klingt alles nach Bandscheibenvorfall

ich hatte meinen ersten Vorfall 2006 mit 21 Jahren,die Diagnose hat bei mir ein wenig gedauert weil die Ärzte erst meinten ich hätte was ausgerenkt usw bis ich eines Abends weder sitzen ,liegen etc. konnte.Mein rechtes Bein tat auch höllisch weh und mein Fuss war teilweise taub bzw. so ein Kribbelgefühl!-bin in die Röhre und da bestätigte es sich Bandscheibenvorfall im unteren Bereich weiss gerade nicht genau wo.
Ich habe Sprítzen in den Rücken bekommen ,Tabletten und gaaaanz viel Krankengymnastik und nach 6 Wochen konnte ich auch wieder zur arbeit.
Und es ging wieder bergauf..
Bis heute bin ich noch wieder verschont geblieben und hoffe das bleibt auch so..aber wenn ich ab und zu mal Rückenschmerzen bekomme ,bekomme ich auch immer angst das es wieder ein Vorfall wird/ist..

Aber wie gesagt ist bei jeden unterschiedlich

liebe grüße