Nach 5 Jahren Ehe noch verliebt?

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Forum: Partnerschaft

Eine dauerhafte Partnerschaft ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Lust und Frust liegen da oft nah beieinander. Hier könnt ihr offen ausdrücken, was euch innerlich bewegt.

Beitrag von unverliebt 18.03.11 - 21:11 Uhr

Dieses Thema traue ich mich im Freundeskreis nicht anzusprechen.
Mich würde dennoch interessieren wie ihr darüber denkt.

Meine große Frage ist... LIEBE ICH MEINEN MANN NOCH?

Wir sind nun 5 Jahre verheirate, haben 2 Kinder, Haus, Garten... eigentlich alles perfekt. Doch irgendwie fehlen mir die Gefühle zu meinem Mann.

Erst musste mein Mann immer mehr arbeiten.
Erst hat es mich noch gestört, das er Abends nicht da war.
Nun hab ich mich dran gewöhnt.
Wenn er nicht da ist, dann surfe ich in Ruhe durch Netz
oder geniesse die Ruhe, wenn die Kids schlafen.
Wenn er da ist, reden wir kaum. Er ist meist gestresst und will lieber seine Ruhe.

Auch wenn wir auf Feiern sind. Ich erwische mich eigentlich jedensmal,
dass ich andere Männer meist interessanter finde als meinen eigenen Mann. Irgendwie hören mir andere Männer mehr zu, sie geben mir das Gefühl attraktiv zu sein und interessant zu sein.
Eben alles was ich von meinem Mann kaum noch bekomme.

Und was mich auch sehr traurig macht.
Ich habe gerne Kontakte und Freunde um mich.
Mein Freundes- und Bekanntenkreis mit dem ich mich regelmäßig treffe, besteht aus 5 Frauen. Dazu kommen noch andere Kontakte (Bekannte) mit den ich mich etwas seltener treffe oder mehr telefoniere.
Mein Mann hat dagegen nur seine Arbeit.
Einen Freund hat mein Mann eigentlich nicht wirklich. Eher gute Arbeitskollegen. Das liegt aber dadran, das mein Mann keine Kontakte pflegt. Er hat kein Interesse.
Schade daran ist, das ich mich zu 98% alleine mit meinen Freundin treffe.
Ab und zu mache ich mal zu 4 was aus, aber mit den wenigsten hat er Themen.





Beitrag von happy_mama2009 18.03.11 - 21:21 Uhr

Habt ihr denn irgendwelche gemeinsamen Interessen?

Beitrag von unverliebt 18.03.11 - 21:43 Uhr

Eigentlich nicht wirklich.

Im Prinzip sind unser Hobbys eher gegensätzlich.


Eigentlich interessiert er sich auch nicht für meine Hobbys.
Wenn ich davon erzähle, dann ist er nicht sehr interessiert.

Wenn ich meinem Hobby nach gehe und davon erzähle,
dann wirkt er sehr desinteressiert.

Als Beispiel:

Ich habe ein großes interesse an Hundetraining und würde gerne in die Hunderettungsstaffel.
Das findet mein Mann natürlich uninteressant.
Auch als Gesprächsstoff.
Seine Gesprächantworten sind so... AHA... na dann... und wieso das.
Also ob es dies als komisches Hobby sieht.
Meine Hundetreffen findet mein Mann anscheind auch nicht interessant.
Auch nicht wenn ich von den Personen erzähle, wie nett und wie lustig und deren Tiere.... Auch hier kann ich mit der Wand reden.

Ansonsten spiele ich Piano... findet mein Mann auch...
Langweilig... drüber unterhalten tuen wir uns auch nicht drüber.
Ok was soll man drüber reden, aber ich bemerke auch hier kein Interesse.

Psychologie und Medizin sind auch noch mein Hobby.
Das heisst ich praktiziere es nicht, sondern lese nur gerne viel drüber und unterhalte mich gerne dazu.
Psychologie... glaub mein Mann hat Angst vor diesem :-)
Auf das Thema hat er gar keine Lust.
Und winkt ab.




Beitrag von happy_mama2009 18.03.11 - 21:55 Uhr

Schön du redest aber nur von dir.
Hat dein Mann den Hobbys?
Zeigst du Interesse dran?

Weißt du, mein Mann ist ein reisen Fußballfan , ich persönlich kann damit wenig anfangen. ABER ich sitze jedes Mal neben ihm wenn seine Lieblingsmannschaft spielt, fiebere mit ihm mit, rege mich mit ihm auf und freue mich auch mit ihm. Es bedeutet ihm sehr viel.

Ich dagegen, fotografiere sehr gerne. Er fährt mit mir zu abgelegenen Gebäuden, in den Wald und hält meine Tasche/Jacke usw. fest, während ich fotografiere. Er achtet auch auf Motive die mir gefallen könnten, denkt an Batterien für meine Kamera.

Mir scheint einfach, und entschuldige wenn ich mich irre, dass du dich darauf ausruhst dass dein Mann zu viel Stress hat. Zu viel arbeitet.

Was tust du für deine Beziehung?

Beitrag von unverliebt 18.03.11 - 22:24 Uhr

Happy Mama,
ja das ist eine berechtigte Frage von dir.

Was tue ich für die Beziehung.

Wenn mein Mann Abends nach Hause kommt, dann mache ich ihm zu essen
oder wärme noch Mittag auf.

Sein Hobby ist seine Arbeit, da frage ich sehr viel und bin interessiert und gebe ich Rat/Tipps/Unterstützung.

Mein Mann hat seinen Sport. Da geht er alleine hin. Hier reden wir nur ab und zu drüber, wie es war... Spiele... aufstieg, abstieg etc.
Wegen der Kids kann ich Abends (ist immer nur (Abends) selten mit zu Spielen fahren.

Ansonsten hat mein Mann keine Hobbys oder Interessen.
Ausser PC-spielen, TV, Kino... früh schlafen und sein Job.

Wenn ich ihn frage, ob ich ihm was gutes tun kann,
dann sagt er... ja Schatz, sei mir nicht böse. Gerne würd ich heut früh ins Bett und vorher noch zum berieseln TV schauen.

Beitrag von happy_mama2009 19.03.11 - 08:39 Uhr

Guten Morgen,

es hört sich irgendwie so an, als würdet ihr beide euch für selbstveständlich nehmen. Ihr arbeitet nicht an der Beziehung.

Ich würde dir raten, dich mit deinem Mann in einer ruhigen minute hinzusetzen und mit ihm zu reden. Euch muss klar werden, dass eine Beziehung viel arbeit bedeutet wenn man sie aufrecht erhalten will. Ein geben und ein nehmen. Ein miteinander, aber Freiheiten müssen auch sein.

Wie wäre es denn wenn ihr euch , so als Anfang, Termine macht. Das hört sich lustig an, aber ich meine es ernst.
Termine, z.B.: Einmal die Woche zum reden, wenn die Kids im Bett sind. So könnt ihr euch drauf vorbereiten . Und dann redet ihr, was euch belastet, freut , gefällt nicht gefällt usw. Diese Termine können zu Hause, aber auch ausserhalb stattfinden.

Dann macht ihr noch ein/zwei Tage aus, in denen jeder machen kann was er will. Einen Familientag, an dem ihr mit den Kids unterwegs seid . Und ein Paar-Tag, an dem ihr euch nur Zeit für euch nehmt, für kuscheln, Sex oder was auch immer. Bleiben noch zwei Tage , an denen ihr gemeinsam entscheidet.

Du solltest es evtl. versuchen mal ihm beim Sport zu begleiten, wenn er das möchte. Und ihn auch bitten mit dir zum Hundetrainig zu gehen.

Zweimal im Monat solltet ihr dann einen Abend haben, an dem ihr die Kinder abgeben /babysitten lasst und ihr etwas gemeinsam unternehmt. Ein Kinobesuch, ein Essen , gemeinsames Frühstück.

So erreicht ihr einfach dass ihr Zeit füreinander habt, bewusst , die ihr genießen könnt. Das macht ihr ein/zwei Monate dann pendelt es sich so ein.

Beitrag von steffi19re 18.03.11 - 21:45 Uhr

Ein sogenanntes "auseinanderleben" gibt es in meinen Augen nicht.
Es zeugt eher von Faulheit in der Beziehung zueinander. Kein Mensch liebt seinen Partner "einfach nur so" und "für immer und ewig". Jede Beziehung hat etwas mit "arbeiten" zu tun.

Wenn ihr beide euren Alltag bestimmen lasst, was als nächstes passiert oder eben nicht, dann müsst ihr euch nicht wundern, wenn ihr uninteressant füreinander werdet.

Es ist wichtig, den Alltag auch auszutricksen. Was Schönes unternehmen (auch bzw vor allem ohne Kinder!), gemeinsam zeit verbringen... Auch in Erinnerungen schwelgen kann einen wieder näher zum Partner bringen.

Und wie immer, ist Reden Gold in einer Beziehung. Wenn du nicht mit deinem Mann redest, was du gerne ändern würdest, dann wird es irgendwann nicht mehr beim "interessant finden" von andern Männern bleiben.

Beitrag von anyca 18.03.11 - 21:46 Uhr

Also nach 6 Jahren -

VERliebt nein. Zu müde und zu eingespannt im Familienalltag. Und ja, klar ist der nette Kollege "spannender", einfach weil man ihn noch nicht kennt und sich nicht mit ihm um die Zahnpastatube anzickt, wenn man grade erschöpft und genervt ist.

Aber: Liebe JA. Das mache ich aber weniger an der Kinder-Müdigkeits-beeinflußten Erotik fest, das geht viel tiefer. Mir ist es einfach ein Anliegen, daß es ihm GUT geht, und es ist für mich selbstverständlich, daß wir zusammengehören!

Was ist denn schlimm daran, daß Du Dich allein mit Deinen Freunden triffst? Ist doch praktisch, dann braucht ihr keinen Babysitter, wenn er daheim bleibt.

Gibt es nicht irgendwas, was ihr beide miteinander unternehmen könntet, ohne Freundinnen oder "Vergleichsmänner"?

Beitrag von unverliebt 18.03.11 - 22:04 Uhr

Apropo Erotik... lust auf Sex habe ich schon sehr lange nicht mehr.
Mein Mann scheint da aber auch nicht viel zu vermissen. Mehr als 1 mal im Monat kommt da auch keine Nachfrage von ihm.


Ne ne, das hast du jetzt falsch verstanden mit den Freundin.
Ich treffe mich mit meinen Freundin am Nachmittag. Also mit deren Kids bei uns zum Kaffee oder zum schwimmen.
Selten Abends. Da geht leider nicht so oft. Mein Mann kommt erst spät.
Am Wochenende würde ich zB gerne öfter meine Freunde einladen.
Doch mein Mann hat der lieber seine Ruhe.
Auch am WE möchte er gerne früh ins Bett und lieber TV schauen.

Wenn wir eingeladen sind passt er gern auch freiwillig auf die KIds auf und ich kann zur Party. Das ist ja auch mal ganz nett. Aber mit ihm wäre auch schön.
Wir gehen vielleicht alle 8 Wochen mal ins Kino.
Oder leihen uns mal eine DVD aus, aber was unternehmen als Paar.

Ich würde gerne mit meinem Mann was sportliches machen.
Er überlegt es sich nun schon seit Herbst 2010.
Stelle ich Fragen... ob er dazu lust hätte... usw. bekomme ich nicht mal eine Antwort ausser "Ich denke drüber nach"

JA, ihr habt recht.... man muss für seine Beziehung arbeiten, aber wenn der Mann kein interesse hat #gruebel

Beitrag von maybelle 18.03.11 - 23:51 Uhr

Ich finde, Du redest Dir Deine Beziehung schlecht.
Natürlich ist nach ein paar Jährchen nicht mehr alles rosiger Sonnenschein.
Wir sind seit 13 Jahren zusammen und ich finde es genauso, wie annica es beschreibt. Es ist mir ein Bedürfnis, dass es ihm gut geht. Er gehört zu mir. Punkt. Er ist ein Teil von mir.
Wir haben auch keine gemeinsamen Hobbys. Wir sitzen auch manchmal da und reden nicht miteinander, weil grad nichts interessant ist, was wir aber beide nicht unangenehm finden.
Dann gibt es Punkte, wo wir uns streiten und diskutieren und Punkte, wo wir einfach einer Meinung sind.
Wir haben das letzte Mal zu zweit was gemacht..... ich kann mich nicht erinnern.
Aber wir fangen uns gegenseitig auf und geben uns Flügel. Jeder darf so sein wie er ist, in manchen Punkten ergänzen wir uns einfach.
Ohne meinen Mann kann ich mir mein Leben nicht vorstellen. Und es sind die kleinen Dinge, die es irgendwie ausmachen. Mal miteinander rumblödeln, sich mal anlächeln, wenn es grade blöd läuft und sich so zu zeigen, wir schaffen das gemeinsam. Füreinander da zu sein, wenn man es braucht. Sich gegenseitig auf den Boden der Tatsachen zurückzuholen, wenn mal einer entschwebt. Wenn es nötig ist, am gleichen Strick zu ziehen.
Versuche Dich doch mal zu erinnern, warum Du Dich in Deinen Mann verliebt hast. Dieser Mann steckt in Deinem Gegenüber noch drin, er ist vielleicht nur verblaßt und gewachsen.

LG Yvonne

"Lieben heißt nicht, sich in die Augen zu sehen,
sondern gemeinsam in die gleiche Richtung zu blicken."
Antoine de Saint-Exupéry

Beitrag von curlysue1 19.03.11 - 06:58 Uhr

Ich liebe meinen Mann noch wie am ersten Tag, ne eigentlich noch mehr, da so ein tiefes Vertrauen da ist.

Er zeigt mir aber auch oft wie sehr er mich liebt und verwöhnt mich, egal ob mit einer Massage oder plötzlichem Shoppingausflug, Essen gehen o.ä.

Ach wir sind übrigens 15 Jahre zusammen und davon 10 verheiratet.

Beitrag von carrie23 19.03.11 - 07:58 Uhr

7 Jahre Ehe und das letzte Jahr 24h am Tag zusammen da er in Karenz war während ich in der Schwangerschaft Bettruhe hatte und JA verliebt und ich liebe ihn nach wie vor von ganzem Herzen und mehr noch als früher.
Klar geht er mir auch mal auf die Nerven...ist ja logisch und klar hab ich das bei anderen Männern nicht aber denen muss ich auch nicht sagen sie sollen ihr Gewand zur Wäsche bringen.
Für mich ist es fast eine Strafe wenn er Nachtschicht hat, wie gestern nacht, und ich hier alleine bin.
Ich tue mir schwer einzuschlafen ohne mich zu ihm kuscheln zu können, bei meinem Ex hat mir dessen Nachtschicht nix ausgemacht und der und ich waren nur 2 Jahre zusammen.