Hab mich heute richtig erschreckt!

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Forum: Kleinkind

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Beitrag von hopelove 18.03.11 - 21:41 Uhr

Hallo!

Mein Sohn ist jetzt 17 Monate alt und er hat seinen eigenen Willen entwickelt. Eigentlich ja nichts schlimmes und ich komme gut damit klar. Allerdings muss ich auch manchmal Nein sagen. Meistens lässt er sich dann auf den Boden fallen und weint kurz. Frage mich ob das normal ist?
Heute war es dann folgendermaßen. Ich habe Mittags Kaiserschmarrn gemacht. Er hat ihn noch nie gegessen. Er ist 5 Stücke und will dann nichts mehr. Ich habe dann gesagt er kann spielen gehen wenn er fertig ist. Hab ihn runtergehoben und er hat auf dem Boden nur geweint. Hab ihm dann gesagt wenn er noch Hunger hat kann er gerne zu mir kommen. Er kam dann auch und ich hab ihn hochgenommen. Ihm was zu essen gegeben. Dann hat er nur rumgebockt und ich habe gesagt dann gehst du wieder runter und Mama isst in Ruhe. Er ist dann runter und hat sich auf den Boden fallen lassen mit dem Gesicht auf die Fliesen!!! Dabei hat er sich innen auf die Lippe gebissen und es hat schrecklich geblutet. Ich hab mich so erschreckt. Jetzt ist die Lippe ganz dick und ich leide mit!

Hab ich was falsch gemacht?
Haben eure auch so Phasen? Ist das normal?

Lg hopelove

Beitrag von quink 18.03.11 - 21:49 Uhr

Hallo Hopelove

Nein, ich denke nicht, dass Du was falsch gemacht hast. Du hast ihn ja von Stuhl auf den Boden gestellt und er hat sich freiwillig auf den Boden fallen lassen. Denke er wollte auch nicht so heftig aufschlagen aber da hat er halt den Boden falsch eingesetzt und dann kann halt mal sowas passieren.

Ich denke was wichtig ist, ist dass Du nach dem Sturz für ihn da warst, getröstet, gekuschelt etc. So stört ihn evt. die Lippe schon gar nicht mehr und er weiss Mami ist da.

Es sieht schrecklich aus so eine dicke Lippe. Aber die heilt extrem schnell. Meine Kleine war ausgerutscht und hat sich beim Aufschlagen auch auf die Lippe gebissen. 4 Tage später sah man nichts mehr.

Viele Grüsse
Quink#sonne

Beitrag von schwilis1 18.03.11 - 21:50 Uhr

Unser schlimmstes Drama bis jetzt: Papa hat kindercountry gekauft. sohn verträgt aber keine Milchprodukte (kennt aber kindercountry sehr wohl und weiß wie lecker es ist). Papa dieser vollolm lässt es im regal liegen. junior sieht es, will es haben. ich will es ihm nicht geben und sage ihm auch warum. er tot traurig (was ich verstehen kann) schmeißt sich auf den boden. auf alle vieren, kopf auf dem Boden mit nem krachen (ich war einfach nicht schnell genug) und weint und weint und weint. ich hin will ihn trösten hochnehem. er macht sich steif... lässt sich nicht beruhigen. irgendwann sitz ich bei ihm un streichel ihm nur noch den Rücken. er hat bestimmt 10 minuten geweint... das war so sclhimm. Es hat mir das Herz gebrochen. vor allem dass ich ihm etwas vorenthalten muss was hier offensichtlich (vom papa nämlich) gegessen wird und er es haben wollte. und er nicht versteht dass er auf kuhmilch mit juckenden fiesen hautausschlägen reagiert :(

Aber... das ist seins... wenn er traurig ist oder wütend, oder etwas nicht versteht wenn er etwas nicht darf, dann schmeißt er sich auf den Boden und weint und weint und schreit und will nicht berührt werden und ist echt am ende :(
oft denk ich mir dann: ja, so ist es... er ist ein baby... er versteht es nicht. für ihn fühlt es sich momentan an als ob die Welt untergeht...
Sind wir utnerwegs und es passiert und wir werden blöd angeschaut oder angesprochen dann sag ich nur: ja auch er darf frustriert oder sauer oder sonst was sein...

Beitrag von schwilis1 18.03.11 - 21:51 Uhr

ach und was ich vergessen hab, der Kopf kracht immer mit auf den Boden. manchmal schaff ich es, ihn aufs BEtt zu legen so dass er sich nicht wirklich anhaut. manchmal nicht :(

Beitrag von tanzlokale 18.03.11 - 22:07 Uhr

Vollolm... #rofl

Ich glaub auch nicht, dass es falsch ist, ein Kind in den beschriebenen Situationen sozusagen brüllen zu lassen. Wenn ein Kind sich nicht beruhigen lassen "will", dann geht es eben zuweilen nicht. Manchmal ist es sicher richtiger, das Kind machen zu lassen und ihm zu erlauben, "es" rauszulassen. Die Wut, Trauer, das Gefühl eben.

Nichts desto trotz ist es für die Mutter natürlich eine fiese Situation. Neben das Gefühl der Ohnmacht stellt sich noch die vermeintliche Schuld. Du tust ja gar nichts, du bist Schuld am schlechten Gefühl deines Kindes, etc. Das müsste man für sich selbst klar kriegen, dass es gar nicht so ist. Dass man dem Kind im Gegenteil sogar etwas Gutes tut, wenn man es auch bei diesem Verarbeiten eines schlechten Gefühls bei Seite steht und es nicht einfach deckelt.

Solche Verletzungen, wie mit der Lippe, sind dann "einfach" Kollateralschäden - gut, wenn man sie noch verhindern kann, aber man kann eben nicht jede Schramme verhindern.

Beitrag von schwilis1 18.03.11 - 22:16 Uhr

Na er ist doch auch ein Vollolm? Warum stellt er sie so hin, dass junior sie sehen muss. mann war ich sauer :(

Weh tut es...

Beitrag von tanzlokale 18.03.11 - 22:20 Uhr

Na klar, ich hab das Wort nur noch nie gehört... muss es mir aber dringens für den meinen hier zu Hause merken ;-)

Er fummelt manchmal beim Einkauf so ewig mit seiner Geldbörse rum, schön auf Augenhöhe. Die Gurke knört sich schon in Rage, denn Geldbörsen sind ihr absolutes Must-Have. Er merkt es nicht, und fummelt weiter und weiter, bis ich ihn anherrschen muss... auch so eine vollolmige Situation!

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Ja, ja, das Mutterherz muss schon einiges einstecken. Dafür ist es ja auch da.

Beitrag von s-hibbel 18.03.11 - 22:03 Uhr

Ja - wir hatten auch schon solche Wutanfall - "Unfälle". Mein Schatz lässt sich dann einfach mal fallen, wenn ich ihn auf den Boden stellen will. Bei uns fing das allerdings schon mit 13 Monaten an, war dann nach 1 Monat wieder besser. Ab und zu hat er jetzt mal ne Woche, wo er plötzlich und unerwartet wieder Wutanfälle bekommt, aber inzwischen dauern sie nicht mehr so lange wie vorher ... Ich war da auch anfangs verunsichert, wie ich damit umgehen soll ..... Daheim lasse ich ihn schonmal auf dem Boden liegen, bleibe bei ihm im Zimmer, bis er sich wieder beruhigt hat. Wenn er sich während des Wut-/Trotzanfalls weh tut, breite ich die Arme aus und biete ihm sozusagen meinen Trost an, da kommt er dann auch gerne . Wenn ich von mir aus den Körperkontakt suche, wird er nur noch wütender...
Wenn wir draussen sind und er kriegt nen Wutanfall , weil wir den Spielplatz verlassen und er will nicht, oder er will in eine andere Richtung, dann schnappe ich ihn mir schonmal und trage ihn strampelnd und schreiend weg. Ist halt manchmal so - und völlig normal.
Die Stärke des Trotzverhalten ist abhängig vom Charakter des Kindes. Die Häufigkeit solcher Wutanfälle ist abhängig davon, wie die Eltern damit umgehen (Gute Tips, die ich bekommen habe: Konsequent sein, nicht schreien , innerlich ruhig bleiben - das Kind will einen nicht ärgern. Und bloss nicht mit tollen Sachen ablenken, dann häufen sich die Wutanfälle) Ist aber manchmal schon anstrengend und schwierig...
;-)
LG, Tanja

Beitrag von dudelhexe 19.03.11 - 07:54 Uhr

Mal davon abgesehen, wie er seinen Unmut kund tut (hihi, hab ich mich nicht schön ausgedrückt?) ist ja auch die Frage, ob man die Wutanfälle nicht größtenteils verhindern kann.

Ich kann mich erinnern, dass mein Kind auch solche Wutausbrüche hatte, in denen sie absichtlich den Kopf auf den Boden schlug. Das war in der Zeit, in der sie einen eigenen Willen entwickelte und ich einfach nicht begriff, was sie wollte.
In eurer Essensituation z.B. die du beschreibst wollte er eventuell schon essen, was du gekocht hast, so scheint es mir. Vielleicht aber wollte es anders essen, als du es vorgegeben hast? Vielleicht wollte er selber essen, die Gabel selbst halten oder mit den Fingern essen und fühlte sich nicht verstanden.

Jedenfalls ist es bei uns so. Wenn ich gerade nicht begreife, was meine Tochter genau will, flippt sie aus. Und wenn es nur ist, dass sie heute die pinke Zahnbürste halten will und nicht wie sonst die blaue.#schwitz