Kümmert sich nicht um uns als "Familie"

Archiv des urbia-Forums Partnerschaft.

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Forum: Partnerschaft

Eine dauerhafte Partnerschaft ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Lust und Frust liegen da oft nah beieinander. Hier könnt ihr offen ausdrücken, was euch innerlich bewegt.

Beitrag von 197878 18.03.11 - 22:22 Uhr

Hallo

im Moment weiss ich nicht recht, wie ich mich weiter verhalten soll.
Ich fühle mich ziemlich alleine gelassen von meinem Mann :-( Egal ob es um Kinder oder Haushalt geht, er ist nie für mich und die Kids da.
Es ist schon so, das ich versuche ihn zu verstehen. Wir haben ein Haus gebaut, dann kamen die Kinder. Er wurde arbeitslos, hat einen Job annehmen müssen, der ihm nicht so dolle Spass macht und muss nun alle zwei Wochen auf Aussenmontage. Irgendwie lastet das so schwer auf seinen Schultern und ich trau mich gar nicht auch noch "Anforderungen" zu stellen. Dabei gehts ja nur drum, das ich doch ab und an auch mal wieder mit einer Freundin weg gehen würde. Das er auch mal die Kids anzieht, wenn wir wohin fahren wollen (ich ziehe erst mich, dann die Kids an und dann bekomme ich noch gesagt: "Mit euch kommt man ja nicht los..." anstatt das er sich schonmal eins der Kinder schnappt und mit Jacke und Schuhen ausstattet)
Wir sind auch an sich ziemlich unterschiedlich. Während ich überall das positive suche und mich immer wieder neu motivieren kann hängt er wohl grade in einem Loch und will am liebsten nur noch bedauert werden. Aber das belastet meine Liebe zu ihm. Gespräche in die Richtung kann ich nicht mit ihm führen, denn er wiegelt immer ab: Das sei nun mal so, ich soll halt mal an seine Stelle treten und so einen Job machen... Einen Brief habe ich ihm schonmal geschrieben. Er behauptet bis heute, das er ihn gar nicht gelesen hat. Der Brief lag aber einen Tag später woanders und er hat eine Zeitlang sein verhalten geändert. Nur jetzt ist es wieder so wie vorher :-(
Das sind jetzt keine Sachen, die mich dazu veranlassen über eine Trennung nachzudenken, aber wie geschrieben ich fühle mich alleine und wenn er auf Aussenmontage ist vermisse ich ihn nicht mehr so wirklich weil er in unser "Familienleben" wenig eingreift ob er nun da ist oder nicht. Das kanns doch auch nicht sein?!

Gruß
1978

Beitrag von bennyhill 18.03.11 - 22:51 Uhr

Ich habe gerade meine Probleme deinen Mann zu verstehen. "..., einen Job annehmen müssen, der ihm nicht so dolle Spass macht ..." Hab auch keinen Job wo ich täglich "schwänzchenwedelnd" hinrenne und mich auf meine 10 Std Arbeit freue. Darum vernachlässige ich nicht meinen Sohn und Partnerin. Vielleicht solltet ihr mal die Familienhilfe der Caritas annehmen. So Gespräche helfen schon mal ganz gut. Da kommen oft Sachen ans Tageslicht, die vorher niemand rausbekommen hat und dann wirds ggf. was leichter mit dem Verstehen.

Beitrag von 197878 18.03.11 - 22:58 Uhr

Vorher hatte er feste Arbeitszeiten.
Jetzt arbeitet er eben alle zwei Wochen 500 km weit weg. Und manchmal mehr als 9 Stunden am Tag :-(
Mir macht mein Beruf Spass! Bin zwar da nur noch Stundenweise beschäftigt, aber wegen der Kinder gehts nicht anders. War da vorher auch schon neun Jahre Vollzeit und ich bin da fast ausschließlich gerne hingegangen. Das liegt auch daran, das ich mich gut motivieren kann und nicht alten Zeiten hinterherjammere sondern das beste aus meiner momentanen Situation machen kann.

Beitrag von bennyhill 18.03.11 - 23:08 Uhr

Ah, ok. Scheint ja wirklich nicht lustig zu sein für deinen Mann. 500 Km weit weg arbeiten, also getrennt von der Familie... Das ist sehr blöd und ich glaub das könnte mir auch die Laune verhageln. Aber gerade jetzt würd ich mal die Familienhilfe versuchen. Das scheint deinen Mann echt zu belasten.