Neue Stelle - Kündiung in Probezeit - gesundheitliche Probleme - Hilfe

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Forum: Finanzen & Beruf

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Beitrag von tortenliesel 19.03.11 - 09:05 Uhr

Hallo,

also, mein Lebensgefährte hat seine Traumstelle gefunden *jubel*. In der alten Firma arbeitet er noch nicht lange (seit 01.01. und ist noch in der Probezeit) und hat eine Kündigungsfrist von zwei Wochen. Die neue Stelle ist im facility management(da hatte er sich bereits im September 2010 beworben, hat echt lange gedauert).

Er ist Gas-Wasser-Installateur und arbeitet derzeit noch auf dem Bau. Nun hat er aber einen "Tennisarm" und echt Schmerzen. Der Arztbesuch wurde schon lange aufgeschoben. Nun geht er am Monatg endlich mal zum Orthopäden. Evtl. wird er dann krankgeschrieben, so ein Mist.

Die neue Stelle beginnt am 01.05.

Was ist nun cleverer? Jetzt schon zum 30.04. kündigen? oder kann der alte Chef dann sagen "Ach ne, dann kommen Sie noch zwei Wochen" (also quasi früher kündigen? oder sollten wir lieber warten, bis dann MItte April ist??

LG, Sandra

Beitrag von munirah 19.03.11 - 09:16 Uhr

das hängt ganz vom Chef und den Kollegen ab! Wie schnell kann Ersatz gefunden werden? Einerseits wäre es dumm, früher als nötig zu kündigen, andererseits - wenn man sich ganz sicher ist - kann man dem derzeitigen Chef ja auch etwas Spielraum verschaffen, um den idealen Nachfolger zu suchen.
Das findet dein Lebensgefährte am ehesten beim Chef oder Betriebsrat raus...

Beitrag von tortenliesel 19.03.11 - 09:31 Uhr

Betriebsrat... Der war gut! Ist ein Handwerksbetrieb nmit etwa 17 AN.

Wirtschaftliche Lage des Unternehmens ist wegen Kalkulationsproblemem im Moment nicht rosig. Mein LG wurde als Schweißer eingestellt. Ersatz zu finden scheint schwer.

Ich muss mal los, schaue aber gegen nachmittag nochmal rein. Ich möchte eigentlich nicht, dass er im letzten Moment kündigt, aus Fairnessgründen. Allerdings ist der AG auch nicht ganz fair (waren 14€/h vereinbart, er zahlte einfach 13,50 €, jubelte befristeten Vertrag unter , obwohl nicht besprochen, etc.)

Ist nur die Frage, ob er "zurückkündigen" kann! Ist ja auch ne Sasche wegen dem Arbeitszeugnis dann! Ob mein LG auf eigenen Wunsch verlassen hat oder nicht.

LG, Sandra

Beitrag von munirah 20.03.11 - 09:51 Uhr

ist doch groß genug für einen Betriebsrat! Aber nur, wenn man ihn denn wählt...

An einer Stelle hatte ich den Chef vier Wochen vor der Kündigung davon informiert, dass ich kündigen werde (der BR wusste schon vorher davon), weil ich ein vorläufiges Arbeitszeugnis brauchte, und habe dann zwei Wochen früher als nötig die Kündigung abgegeben. Aber ich war mir auch sicher, dass ich gehen wollte (schade eigentlich, war ne super Stelle...)

Beitrag von ficus 19.03.11 - 17:24 Uhr

Was ist deinem Freund wichtiger?
Der jetzige Job und in den neuen Job krank zu starten?
Oder der neue Job, sich zwischenzeitlich krank schreiben und auskurieren lassen, währenddessen kündigen und gesund in den neuen Job zu starten?

Vielleicht zieht ihr auch mal einen Osteopathen oder Chiropraktiker zur Therapie in Erwägung.
Ich hatte einen sog. Mouse-Arm (abgeleitet von der Bürotätigkeit am Computer) und das tat auch sehr weh, ich denke mal das wäre ungefähr mit einem Tennisarm vergleichbar, wenn nicht das Selbe?
Jedenfalls lag es an Verspannungen in der Halswirbelsäule, da gehen die ganzen Versorgungsleitungen u.a. bis zur Hand durch. Beim Orthopäden war ich da absolut falsch, der hat "nur" Massagen verordnet bzw. wollte sogar bis hin zur O.P. - was aber aufgrund der Falschdiagnose auch blos nichts gebracht hätte.
Jedenfalls ging ich zum Chiropraktiker (Untersuchung, Röntgen etc.) und gleich nach der ersten Behandlung war es deutlich besser. Man muss dann natürlich seine Haltung etwas umstellen und Entspannungen einplanen, dann kommt man ganz gut klar damit.
vG
ficus

Beitrag von tortenliesel 19.03.11 - 19:10 Uhr

Hallo,

ja, mit dem krank wär dann halt so. Er quält sich wirklich schon lange. Wir schauen mal, was der arzt am Montag sagt... ist auch ein Chiropraktiker.

Die Frage ist nur... wenn mein Freund zum 30.04. kündigt (länger als die Kündigungsfrist), kann er dann auch früher gekündigt werden???? Also z.B. zum 15.04.???


LG, Sandra

Beitrag von ficus 19.03.11 - 19:33 Uhr

dürfte möglich sein.
Aber wieso will er denn eher zu einem späteren Zeitpunkt kündigen? Er könnte doch auch während der Krankschreibung kündigen. Muss doch sowieso schriftlich erfolgen.

Wenn es euch so wichtig ist, vor der Krankschreibung noch zu kündigen, dann würde, sollte der AG ihm dann noch zuvor kommen, doch ALG greifen, oder? Wenn er selber kündigt doch nicht (sollte es mit dem neuen Job dann doch nicht so doll aussehen).

Beitrag von ficus 19.03.11 - 17:27 Uhr

Du schreibst, dass es ein kleiner Handwerksbetrieb ist, in dem dein Freund aktuell beschäftigt ist von 17 Arbeitnehmern.
Dann müsste der Arbeitgeber am sog. Umlageverfahren teilnehmen. D.h. wenn dein Freund krank ist, bekommt der Arbeitgeber einen gewissen Prozentsatz seiner Personalkosten (für deinen Freund) zurück. Der Prozentsatz ist davon abhängig, was er in diese Umlage einzahlt.
Ihr müsst demnach also wg. des Geldes keine Sorgen haben, dass der künftig alte Arbeitgeber deshalb einen Aufstand macht. Klar, der Personalengpass ist ne andere Sache, aber es geht auch um die Gesundheit deines Freundes.

Beitrag von kleine-mimi 22.03.11 - 23:17 Uhr

Hallo!

Am besten schaut er in seinen Arbeitsvertrag, üblicherweise wird ja zum Monatsende mit einer Frist von zwei Wochen gekündigt - in der Probezeit ohne Angabe von Gründen.
Gesundheitliche Problem würde ich möglichst raushalten, weil sich das im Arbeitszeugnis nicht so hübsch macht.

Wenn bei mir jmd. kündigen möchte, sage ich mir immer, dass man reisende einfach nicht aufhalten sollte...