Luisa ist da! 02.03.2011

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Forum: Geburtsberichte

Herzlichen Glückwunsch zur Geburt! Egal ob spontan, mit Einleitung oder Kaiserschnitt, im Wasser oder in der Hocke - hier sind alle Geburtsberichte willkommen!

Beitrag von vubub 19.03.11 - 09:12 Uhr

Nun finde ich endlich etwas Zeit, um den Geburtsbericht unserer kleinen Maus aufzuschreiben:

Nachdem mir meine Frauenärztin am ET versichert hat, es könnte noch etwas dauern, da sich bis jetzt der Kopf noch nicht vollständig gesenkt habe, war ich sehr entspannt und habe einen neuen Termin für Mittwoch ausgemacht. Ich war fest davon überzeugt, dass ich den auch noch wahrnehmen würde… ;-)

Am Dienstag hatte ich schon den ganzen Tag einen Druck nach unten. Ich hab mir nicht so viel dabei gedacht; ehrlich gesagt, habe ich vermutet, dass es nun endlich mal Senkwehen sind, die ich vorher nie hatte.
Ich bin dann noch 3 km spazieren gegangen und es wurde immer stärker. Nach einem Bad zu Hause wurde der Druck immer regelmäßiger und mein Mann meinte, wir sollten vielleicht ins Krankenhaus fahren. Ich war mir unsicher… Fühlen sich so Wehen an? Da tut ja gar nicht weh… #kratz
Wir schauten etwas fern und ich merkte langsam, dass ich während des Druckgefühls nicht mehr so gut auf der Couch sitzen bleiben konnte. Um 22 Uhr habe ich dann im Krankenhaus angerufen und beschrieben, wie es sich anfühlt. „Erstes Kind?“ „Ja…“ „Dann kommen Sie doch vorbei, wenn sie unsicher sind.“

Also haben wir die lang gepackte Kliniktasche geschnappt und sind losgefahren. Im Krankenhaus wurde ich untersucht und an den Wehentropf gehängt. Die Hebamme meinte: „Das sieht gut aus – der Muttermund ist schon 3 cm geöffnet.“ Ich fragte sie daraufhin, ob wir noch mal nach Hause fahren sollten. Sie lachte und antwortete: „Sie fahren nirgendwo hin – Sie bekommen heute Nacht ein Kind!“ Und ich freute mich total darüber, dass ich keine Memme war und sie mich nicht wieder heim schicken mussten. :-p
Danach bin ich in die Wanne gegangen – das hat so richtig was gebracht: Innerhalb einer halben Stunde (länger hab ich es nicht mehr ausgehalten) war der Muttermund bei 5 cm. Das klappt ja super, dachte ich noch.
Danach folgten ein paar Stunden mit Wehen, die ich aber gut veratmen konnte. Mit Hilfe meines Mannes, der mir immer die Zahlen auf dem Wehenschreiber nannte, wusste ich auch, wie lange ich noch durchhalten musste, bis wieder ein paar Minuten Verschnaufpause da waren. Die Hebamme spritzte mir noch ein leichtes Schmerzmittel. Alles in allem war es bis dahin gut aushaltbar.

Dann ging es leider nicht mehr voran. Der Muttermund war fast komplett offen, aber irgendwie rutschte der Kopf unserer kleinen Maus nicht mehr weiter nach unten. Mit jeder Wehe bewegte er sich nach vorne und dann wieder zurück. Die Wehen waren mittlerweile schon ziemlich schmerzhaft, aber schlimmer war das Gefühl, dass es einfach nicht mehr weiter ging. Der Arzt und die Hebamme waren etwas ratlos. Nach 4 Stunden starken Wehen machte der Arzt den Vorschlag, einfach mal zu pressen. das fand ich richtig gut. Endlich hatte ich das Gefühl, was machen zu können, anstatt es einfach nur über mich ergehen zu lassen. Ich habe 20-30 Presswehen gebraucht, bis endlich der Kopf draußen war. Danach kam dann der Rest und wir hatten es geschafft. Mein Mann und ich waren nach den 11 Stunden zwar erschöpft, aber überglücklich über unsere süße Maus. #verliebt
Alles in allem war es durch den langen „Endspurt“ keine einfache Geburt, aber es war aushaltbar. Ich habe direkt nach der Geburt gesagt, dass unsere Maus auf jeden Fall noch ein Geschwisterchen bekommen wird.

Liebe Grüße an alle,

vubub + Luisa (17 Tage)

Beitrag von stefannette 28.03.11 - 16:36 Uhr

Herzlichen Glückwunsch!!