Kinderzuschlag und Elterngeld *wichtig*

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Forum: Finanzen & Beruf

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Beitrag von nadinchen2210 19.03.11 - 14:15 Uhr

Huhu Ihr lieben...

Habe mal eine Frage... ich erwarte in Juni mein erstes Kind und bekomme dann nach den 2 Monaten Mutterschutz ca. 770euro Elterngeld.. Wie sieht es aus wenn ich 2 mal die woche a 8 Stunden arbeiten gehe... wie wird das angerechnet und lihnt es sich arbeiten zu gehen?
Kriegt man in der Zeit eigentlich irgendwelche zuschüsse, denn ich habe alleine im Monat ca 900 euro Fixkosten durch Miete, nebenkosten, essen, Sprit usw... Ich wohne in einer 2zimmerwohnung für 388euro warm plus 56 euro für Gas und Strom im Monat und günstigere Wohnungen gibt es hier nicht.
Würde ich einen Kinderzuschlag kriegen, denn wenn ich nicht schwanger wäre und ganz normal arbeiten könnte bräuchte ich die Hilfe nicht...
Könnt ihr mir helfen, denn wenn das Kind da ist, weiß ich nicht wie ich alles finanzieren soll?! Ich freue mich auf das Kind sogar sehr aber ich die finazielle Situation macht mich fertig....

Liebe grüße nadinchen

Beitrag von supermutti8 19.03.11 - 14:24 Uhr

aber du hast doch den Papa und Vater des Kindes an der Seite :-) und je nach Verdienst von ihm, könnt ihr ja versuchen Kindergeldzuschlag oder Wohngeld zu beantragen -aber darauf wird auch ein Teil des Elterngeldes angerechnet....

jetzt stellt sich auch heir die allseits bekannte Frage :-(: habt ihr euch das nicht VORHER überlegt oder durchgerechnet,obs mit nem Kind passt??

Lg Annett

Beitrag von nadinchen2210 19.03.11 - 14:30 Uhr

das problem an der sache ist, mein freund ist noch in Ausbildung und ich bin ungeplant schwanger geworden... hatte antobiotika genommen und mit der pille verhütet... er verdient ca. 500 euro im monat und hat auch fixkosten...
er würde vlt wohngeld bekommen nur ich bestimmt nicht und so schnell bekomme ich keinen Krippenplatz bis 1 jahr wartezeit....

Beitrag von supermutti8 19.03.11 - 14:32 Uhr

dann versuchs mit ALG2 , aber das ist dem Wohngeld und Kindergeldzuschlag nachrangig

Beitrag von windsbraut69 20.03.11 - 10:11 Uhr

Du klingst, als würdet Ihr nicht zusammen wohnen?
Dann solltet Ihr zusehen, zusammen zu ziehen und damit Fixkosten zu sparen und Dein Freund sollte sich einen Nebenjob suchen.

Gruß,
W

Beitrag von wemauchimmer 19.03.11 - 18:52 Uhr

Hi Nadinchen,

das Elterngeld entspricht ja ungefähr 2/3 des Unterschieds zwischen dem Netto vor der Geburt und dem Netto nach der Geburt. Wenn Du nach der Geburt nicht arbeitest, also 2/3 vom Netto, das sind diese 770€.
Wenn Du nun arbeitest (die 16 Wochenstunden sind kein Problem, bis zu 30 sind erlaubt), hast Du ja ein Netto nach der Geburt. Das musst Du angeben bei der Elterngeldstelle und sie reduzieren Dein Elterngeld entsprechend.
Wenn Du also X Euro verdienst in diesen 2*8 Stunden, hast Du am Ende nur noch (Alter Lohn - X)*2/3 Eltergeld. Dazu kommt das X, so daß Du grob am Ende nur 1/3 des tatsächlichen Verdiensts mehr rausbekommst. Der Rest geht durch die Reduzierung des Elterngelds verloren.
Es kann sogar noch schlechter aussehen, wenn Du nämlich auch noch Kinderbetreuungskosten hast in der Zwischenzeit. Du siehst also, das Arbeiten gehen während Elterngeldbezug ist nicht so attraktiv und man macht es eigentlich nur, wenn einem sonst zu langweilig wird oder wenn man wirklich jeden Cent braucht.
Hinzu kommen noch 184€ Kindergeld pro Monat. Ansonsten so blöd es klingt, aber wenn Du ein Baby betreust in Elternzeit, sind Spritkosten z.B. nicht unbedingt notwendige Ausgaben. Sprich, vielleicht kannst Du ja an Deinen Fixkosten mal den Rotstift ansetzen. Du wärst sicher nicht die erste, die wegen einem Kind auf ein paar Sachen verzichten muß.


Da Dein Freund ja wesentlich weniger Einkommen hat, wäre es womöglich sinnvoller (natürlich nur finanziell gesehen!) wenn er seine Ausbildung unterbricht und 1 Jahr Elternzeit nimmt (falls das geht) und Du wieder nach dem Mutterschutz voll arbeitest. Klar, das mag nun ein bisschen krass klingen, aber er hat nunmal mindestens genauso viel Verantwortung für die Lage, warum sollst Du Dir allein den Kopf zerbrechen und alleine die Lasten tragen?

LG und alles Gute

Beitrag von nadinchen2210 19.03.11 - 19:10 Uhr

huhu,
danke für deine Antwort.... also ich habe noch so gedacht ich habe 1141 netto im Monat vor der Geburt, gehe in der Elternzeit auf 400€ basis arbeiten also muss ich 1141euro - 400euro rechnen sind 741euro davon 67 prozent sind iwas bei 498euro... plus die 400 euro aus dem minijob sind wir bei 898 euro oder nicht.... habe ich das so richtig gerechnet oder wird das anders berechnet.....

nein er ist im 2ten ausbildungjahr und wenn er diese nun unterbricht wäre es schlecht also muss ich wohl oder übel zu hause bleiben...
noch eine frage habe ich anspruch auf kinderzuschlag oder wohngeld? bzw hat mein freund das...?
ich lebe schon das nötigste und das auto ist der einzigste luxus den man hat, wenn man das auch noch wegnehmen würde, habe ich garncihts mehr....

eine schnelle antwort wäre toll...
liebe grüße

Beitrag von wemauchimmer 19.03.11 - 20:59 Uhr

hi,die Rechnung stimmt, natürlich nur in etwa. Zu diesen Zuschlägen usw kann ich Dir leider nix sagen, damit kenn ich mich nicht aus...
LG

Beitrag von nadinchen2210 20.03.11 - 09:38 Uhr

vielen dank für deine antwort, dann werde ich wohl auf 400euro basis arbeiten... denn nur zu hause sitzen ne das möchte ich nicht, zu mla ich ein beschäftigungsverbot habe und das staucht echt...
schönen sonntag

Beitrag von windsbraut69 20.03.11 - 10:09 Uhr

Natürlich bekommst Du Unterstützung, Kindergeld und Kindes-/Betreuungsunterhalt vom Vater des Kindes.

Gruß,

W

Beitrag von wind-prinzessin 20.03.11 - 13:34 Uhr

Vielleicht hast du auch die Chance, eine zweite Ausbildung zu machen. Schadet nie und interessiert die Elterngeldstelle nicht! Du kannst die Ausbildung dann unter gewissen Voraussetzungen sogar in Teilzeit (30 Stunden/Woche) machen!

Alternativ: Lass dich vom Mütterzentrum (oder wer auch immer bei dir zuständig ist) zur Tagesmutter ausbilden. Dann kannst du selbst bestimmen, wann und wieviel du arbeitest und kannst sogar zu Hause arbeiten! Und: Du kannst dann Kind währenddessen sogar auch selbst betreuen. Also: Keine Betreuungs oder Spritkosten, Geld verdienen und kannst sogar deine Zeiten selbst bestimmen. Tagesmütter werden (hier zumindest) sehr gesucht. Gehts denn besser?