Lehrerin hilft einem Schüler immer bei den Arbeiten, Eure Meinungen

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Beitrag von ameliefranzilein 19.03.11 - 16:53 Uhr

Hallo,

wollte mal Eure Meinung dazu hören.
Mein Sohn geht in die 3. Klasse, er ist ein sehr guter Schüler, aber er muß mindestens vor Arbeiten auch was dafür tun, das heißt wir wiederholen bei z.B. Mathearbeiten gezielt alles nochmal zuhause.

Nun ist es aber so das mein Sohn mir schon zum wiederholten Mal erzählt, dass bei Mathearbeiten einem bestimmten Kind immer durch die Lehrerin geholfen wird.
Dieses Kind ist nich besonders schlecht würde mal sagen normaler Durchschnitt.
Es läuft laut meinem Sohn bei der Arbeit immer so ab, dass dieses besagte Kind mit seiner fertigen Arbeit zum Pult läuft und die Lehrerin frägt ob diese oder jene Aufgabe so richtig ist, diese macht dann wohl immer auf Fehler aufmerksam, Kind geht zurück und macht die Aufgabe nochmal, läuft dann wieder vor. Das kommt während einer Arbeit mindestens 2-3 Mal so vor.
Das war jetzt die 3. Arbeit wo so verfahren wurde. Mein Sohn ist sauer weil er lernen muß, dieses Kind aber mittags in sämtlichen Vereinen rumhängt, quasi nicht viel lernt und so trotzdem eine einigermaßen gute Note bekommt.
Der Vater dieses Kindes ist Religionslehrer an dieser Schule, ich weis nicht ob daher geholfen wird oder warum.

Jedenfalls ist es schwierig, wie ich das meinem Kind erklären soll, gesagt hat bisher niemand was in der Klasse, vermutlich aus Angst, das man dann untendurch ist.
Es ist übrigens das einzigste Kind dem so geholfen wird, es gibt quasi viel schlechtere, denen die Lehrerin nicht hilft.

Ich finde dies einfach ungerecht, obwohl ich meinem Sohn schon erklärt habe dass er quasi für sich selbst lernt usw. aber ärgerlich ist es trotzdem.
Vorallem weil besagtes Kind dann prahlend zu seinen Eltern läuft und verkündet, Mathe war wieder easy, Frau Sowieso hat mir wieder gesagt was falsch ist und dann habe ich es einfach berichtigt.

Was denkt Ihr darüber.
Danke für Eure Meinungen.

Beitrag von zaubertroll1972 19.03.11 - 17:11 Uhr

Woher weißt Du das alles?
Also z.B. daß das Kind zuhause nicht lernt. Daß es nachmittags in Vereinen ist sagt doch nichts darüber aus daß es nicht lernt.
Und woher weißt Du daß es prahlend zu den Eltern läuft und erzählt daß alles easy war?
Ìch würde mal mit anderen Eltern darüber reden und fragen ob ihre Kinder ähnliches berichten um überhaupt erstmal herauszufinden ob das alles tatsächlich so läuft wie erzählt wird.
Vielleicht würde die Lehrerein auch anderen Kindern mal einen Tip geben wenn sie ebenfalls auch sie zukommen würden ( was ich allerdings auch nicht richtig fände ).

LG Z.

Beitrag von ameliefranzilein 19.03.11 - 17:18 Uhr

Ich kenne die Mutter dieses Kindes, daher weis ich wie voll Ihr Terminkalender immer ist, sie hetzen von einem Termin zum nächsten am Nachmittag. Das Kind wird jeden Mittag mit dem Auto abgholt, damit sie halbwegs mit der Zeit rum kommen. Mein Sohn und andere Kinder haben es mitbekommen, als Sie vor dem Schulhaus standen und das Kind auf seine Mutter zugestürmt kam und dies lautstark erzählt hat.
Wenn die Lehrerin solche Tips einmal gibt, hätte ich ja Verständnis, aber so, finde ich das einfach ungerecht, wenn quasi die Aufgabe falsch war, man an Platz zurückgeht und nochmal neu rechnen darf, nachdem einem gesagt worden ist, diese Aufgabe ist falsch.

Beitrag von zaubertroll1972 19.03.11 - 17:46 Uhr

Wie gesagt, dann sprich halt mit anderen Müttern ob ihre Kinder gleiches erzählen.
Wenn es Dich ärgert dann muß mit der Lehrerin gesprochen werden. Dafür gibt es auch die Elternpflegschaft.

Beitrag von birkae 19.03.11 - 17:47 Uhr

Wenn du möchtest, dass dein Kind Selbstbewußtsein entwickelt, dann soll er einfach zur Lehrerin gehen und seine Gefühle offen legen.

Es bringt nämlich nichts, wenn du dich da einmischst, denn das ist das falsche Signal. Dein Kind ist in dem Alter, dass es lernen muss, für seine Ansichten einzustehen.

Übe mit ihm einfach, was er der Lehrerin sagen soll. Vielleicht ist die Situation ja etwas anders, als ihr mitbekommt und auf diese Weise merkt die Lehrerin erst, wie es auf andere wirkt.

Mein Sohn geht in die erste Klasse und seine Klassenlehrerin fördert es sogar, wenn die Kinder zu ihr kommen, wenn etwas nicht in Ordnung ist.

LG
Birgit

Beitrag von ilva08 19.03.11 - 19:18 Uhr

Dem gibt es nichts hinzuzufügen. #pro

Beitrag von juni78 19.03.11 - 17:48 Uhr

Hallo,

ich würde um ein Gespräch bitten und die "Vorwürfe" genauso vortragen.
An der Reaktion der Lehrerin sollte man gut ablesen können ob was dran ist.

Ansonsten viell. noch die Schulleitung dazu holen.

Diese Art von Bevormundung geht nämlich gar nicht. Da werden alle anderen Kinder extrem benachteiligt.

LG
Tanja

Beitrag von sternenzaehlerin 19.03.11 - 17:59 Uhr

Hallo,

entstehen denn deinem Kind irgendwelche Nachteile?
Zu lernen schadet ihm ja nicht.
Das andere Kind dem immer geholfen wird, bekommt spätestens dann Probleme, wenn es die Schule wechselt und einen anderen Lehrer bekommt.

Ich würde da gar nichts machen.
Meine Tochter hatte solche Erlebnisse übrigens auch schon auf dem Gymnasium. Einer anderen Schülerin wurde vom Deutschlehrer ständig geholfen, sie hatte auch den Eindruck, dass die Notenverteilung sehr ungerecht war. Das Mädchen bekam für schlechtere Leistung die bessere Note, weil sie und ihre Mutter sich bei dem Lehrer eingeschleimt hatten.
Tja, es kam dann aber wie es kommen musste....

LG Sterni

Beitrag von hummingbird 19.03.11 - 18:24 Uhr

Mein Kind hat mir erzählt, dass ein Klassenkamerad eine ganze Arbeit noch mal schreiben durfte, weil "der 1. Versuch" so schlecht war.
Mein Kind findet das total ungerecht und ich auch.

Ich habe aber erklärt, dass dieses Kind es eben nicht kann und auf der weiterführenden Schule keiner mehr in der Weise hilft und dann die Konsequenz merken wird.

Das hat mein Kind besänftigt.

Was solchen Lehrern allerdings durch den Kopf geht, werde ich nie verstehen.

Beitrag von delfinchen 19.03.11 - 20:17 Uhr

Hallo,

klingt natürlich ungerecht, aber du weißt ja nur aus zweiter Hand, was abläuft und Wahrnehmungen sind immer subjektiv.

VIELLEICHT hat das Kind ja auch eine Lesestörung und bekommt im Sinne des Nachteilsausgleich etwas nochmal vorgelesen. Dass das betroffene Kind nicht rumtönt "He, ich hab ne Lesestörung", sondern einen auf "cool" macht "Die Lehrerin hilft mir und sagt mir, was falsch ist", wäre nachvollziehbar (vor seinen eigenen Eltern allerdings nicht ...) - wer will schon verspottet werden. Die Lehrerin dürfte natürlich auch nicht sagen, dass sie hilft, weil das Kind eine Lesestörung hat....

Ich würde mein Kind anhalten, mit der Lehrerin über die Wahrnehmung, dass ungerechtfertigter Weise geholfen wird, zu sprechen. Wenn das dann nichts bringt, würde ich mal selbst nachfragen, ob das KInd in irgendeiner Form einen Nachteilsausgleich bekommt oder ob ihm "einfach" so geholfen wird.

Liegt kein Nachteilsausgleich vor und verhält sich das alles wirklich so, wie dein Sohn sagt, dann geht ein solches Verhalten definitiv überhaupt nicht.
Das ist Bevorteilung und ist nicht erlaubt.

LG,
delfinchen

Beitrag von kati543 19.03.11 - 20:56 Uhr

Dass du dich da reinhängst, ist falsch. Wenn, sollte das dein Sohn allein mit der Lehrerin klären.
Vielleicht hat der besagte Junge auch einen Nachteilsausgleich? Dann wäre das durchaus legitim.

Beitrag von himbeere_11 20.03.11 - 10:39 Uhr

ich verstehe eigentlich nicht, warum man sich da als Eltern so rein hängt. Dein Sohn ist ein "sehr guter Schüler" und einem anderen Kind wird geholfen. Ja und? Wenn Dein Sohn das ungerecht findet, kann er es in der Tat selber bei der Lehrerin ansprechen. Aber du als Mutter kannst ihm doch einfach sagen, dass das ja nichts an der guten eigenen Note ändert.
Das Dein Sohn sich ärgert, kann ich verstehen. Aber warum regst Du DIch darüber so auf? Es kann Dir doch auch egal sein, ob der andere Junge nachmittags viel vor hat oder nicht. Sollte es sich tatsächlich so verhalten, dass der Junge nachmittag viel unterwegs ist und nie lernt und dann durch "schummeln" die guten Noten bekommt, wird diese Rechnung irgendwann doch ohnehin nicht aufgehen. Aber wenn es überhaupt so ist, ist das doch nicht Dein Problem!

Beitrag von juniorette 20.03.11 - 12:03 Uhr

Hallo,

1) das Verhalten der Lehrerin wäre nur dann verwerflich, wenn sie anderen Schülern dieselbe Hilfe bei einer Klassenarbeit verweigern würde (wie pädagogisch sinnvoll ihre Art von Hilfe allgemein ist, ist ein anderes Thema).
Wenn dein Sohn und die anderen Kindern nicht um dieselbe Hilfe bitten, weil sie Angst haben "unten durch zu sein", sind sie selber Schuld.

2) wenn dich das Verhalten der Lehrerin so stört, frage bei anderen Eltern nach, ob deren Kinder diese Hilfe für den einen Jungen ebenfalls als Bevorzugung ansehen. Falls ja, sollte jemand von euch Eltern dieser Lehrerin sagen, wie ihr Verhalten bei den Kindern ankommt. Wenn es nach Bevorzugung aussieht, macht die Lehrerin weder sich selbst noch den einen Jungen beliebter, sondern ganz im Gegenteil, und das kann ja nicht im Sinne der Lehrerin sein.

3) ich würde meinem Sohn ruhig erklären, dass der andere Junge nichts von seinen jetzt erschwindelten Noten hat. Je weniger er jetzt für seine Noten lernen muss, um so schwieriger wird er es in nachfolgenden Schuljahren haben und gerade Mathe ist ein Fach, welches Verständnislücken gnadenlos bestraft :-)

4) findest du ein Kind, welches von seiner Mutter von einem Termin zum nächsten gezerrt wird, wirklich beneidenswert? Nur weil er in dieser Zeit nichts für die Schule lernen muss? Ich nicht, aber dein Posting klang so.

LG,
J.

Beitrag von 3wichtel 21.03.11 - 15:59 Uhr

Schon mal überlegt, dass das andere Kind vielleicht eine Kranheit/Lernstörung o.ä. hat und im Rahmen eines Nachteilsausgleiches diese Hilfe bekommt (die ihm dann per Gesetz auch zusteht)?

Und: Dein Kind hat dadurch doch keine Nachteile. Dein Kind wird ja nicht schlechter, nur weil anderen Kindern geholfen wird.