ich hab auch mal eine umzugsfrage...

Archiv des urbia-Forums Haushalt & Wohnen.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Haushalt & Wohnen

In diesem Forum haben Haushaltstipps und alle Fragen rund ums Wohnen und den Garten ihren Platz. Fragen zur Baufinanzierung sind besser bei "Finanzen & Beruf" aufgehoben". Viele Tricks und Kniffe zum Thema Haushalt findet ihr in unserem Service "Die besten Haushaltstipps".

Beitrag von grubenlicht 19.03.11 - 20:50 Uhr

...wir stehen momentan so ein bißchen ratlos da. #kratz

situation ist folgende: wir (das ist mein mann, unser 2-jähriger sohn und ich) wohnen zur zeit in einer süßen 3-raum-souterrain-maisonette-wohnung mitten in der stadt mit eigenem kleinen garten und terrasse. das ganze ist 90qm groß, unten ist das kinderzimmer und büro (nicht abgetrennt und ohne fenster) die restlichen räume oben - allerdings ohne eine separate abstellmöglichkeit (also keinen keller, schuppen o.ä.)

nun möchte der 14-jährige sohn meines mannes, der bisher bei der mutter gelebt hat, zu uns ziehen (500km entfernt) nach den sommerferien. was für uns natürlich heißt, dass wir die momentane wohnsituation verändern müssen. jetzt haben wir ein angebot bekommen eine 5-raum-wohnung mit 50qm mehr, einem riesigen keller, boden, schuppen und 400qm alleinige gartennutzung in der gleichen straße für 200,- eur (kalt) mehr mieten zu können. die wohnung ist seit den 70er jahren allerdings, bis auf den wandanstrich, nicht mehr renoviert worden - es sind keine bödenbeläge da und die reichlich vorhandenen einbauschränke sind noch in eiche-rustikal. ganz zu schweigen von den zwei badezimmern, deren fließen fast einem gruselkabinett entsprungen sein könnten. das würde also bedeuten wir hätten einen wahnsinnig hohen arbeitsaufwand, der natürlich auch an reichlich kosten verknüpft wäre.

es stellt sich also die frage: lieber die kleine wohnung behalten und umstrukturieren (wir würden unser schlafzimmer für den kleinen räumen und der große käme in den souterrain)was auch bedeuten würde, dass wir im wohnzimmer schlafen müssten und natürlich alles ein wenig enger wäre oder die große wohnung mieten (eigentlich fast ein ganzes haus) mit viel platz aber dafür einer unmenge an baustellen.
hinzukommend ist natürlich die finanzielle frage (wir sind in den letzten 3 jahren arbeitsbedingt 3x umgezogen - was bedeutet, dass 3x maklercourtage, renovierungskosten etc. schon ein sehr großes loch in die haushaltskasse gerissen haben :-( ). wir könnten uns einen sofortausbau nicht leisten sondern müssten alles nach und nach und in eigenleistung erbringen.

was meint ihr denn dazu? momentan schlaucht mich das ganze ziemlich, da ich eigentlich gerade angefangen hatte mich in unserer jetzigen wohnung so richtig wohlzufühlen und auch schon den garten im herbst so richtig auf vordermann gebracht hatte - aber 4 mann in dieser wohnung macht mir eben auch ein bißchen angst. #zitter

PS: es sind in unserer stadt einfach keine anderen wohnung mit garten und so schön zentral zu finden, die auswahl ist also praktisch nicht weiter vorhanden (schon die wohnung hier zu bekommen hat mich sehr viele nerven gekostet da ich eine ganz bestimmte vorstellung hatte).

so, falls es doch jemand geschafft hat bis hierher zu lesen würde ich mich sehr über eine meinung freuen. #danke

Beitrag von manavgat 19.03.11 - 21:21 Uhr

Ich wäre mit Schnellschüssen vorsichtig. So mancher Teeny, der meint es sei beim anderen Elternteil chilliger, ändert ganz schnell seine Meinung und ist dann mal schnell wieder weg...

Gruß

Manavgat

Beitrag von grubenlicht 19.03.11 - 21:32 Uhr

der problematik sind wir uns natürlich auch bewusst ;-)

zur zeit wohnt er bei uns deswegen zur probe an jedem zweiten wochenende und in den ferien - er hat aber hier schon einige freunde und auch die schule hat er sich schon angeschaut. die neue wohnung würden wir dann dementsprechend auch erst im juli anmieten, das haben wir mit dem makler bereits besprochen.

Beitrag von devadder 20.03.11 - 10:20 Uhr

Das Probewohnen ist aber nicht der Alltag mit allen Regeln und Stresssituationen. Da braucht nur ein Lehrer nicht zu passen,, ein mal mobbing in der Schule vor zufallen und schon ist er wieder weg. Hinterfragt mal genau, auch mit der Mutter, warum er wirklich da weg will. Vielleicht will er auch nur flüchten, weil er was am laufen hat wovon er den Überblick verloren hat? Glaube mir, ein 14 Jähriger gibt nicht einfach so alles auf. Schon gar nicht aus Liebe zu einem Elternteil.

Beitrag von grubenlicht 20.03.11 - 10:48 Uhr

das haben wir alles schon hinter uns - gespräche mit der mutter und ihm natürlich. er wollte wohl schon länger zu seinem vater, hat ja aber erst das recht mit 14 allein zu entscheiden.
die genauen hintergründe werden wir wohl nie erfahren und ich werde da einen teufel tun weiter in ihm rumzubohren - kann mich noch gut daran erinnern wie ich damals in dem alter war. #augen

aber wenn man den aspekt mal ganz außer acht lässt haben wir uns natürlich auch gedanken gemacht ob für uns die andere wohnung nicht auch ohne 'teenyzuwachs' günstiger wäre da wir so oder so ständig besuch haben (es sind ja drei kinder, die immer mal irgendwo untergebracht werden müssen und auch sonst kommt gern mal jemand übers we zu uns weil wir von unseren familien so weit weg wohnen).

Beitrag von glitzereisi 19.03.11 - 21:27 Uhr

Hallo, #winke

ganz ehrlich? Tu es - zieht um.

Freunde von uns haben (hatten) in etwa die gleiche Situation, da kam ihre 13-jährige Tochter wieder zurück vom Vater.
Sie wohnt mit Freund und 6-jährigem Sohn in einer 3-Zimmer Wohnung. Sie haben für die Tochter ihr Schlafzimmer geräumt und sind mit dem Bett ins Wohnzimmer gezogen.

Jemand krank, gehört ins Bett? - liegt im Wohnzimmer!
Einer der beiden geht eher ins Bett? - liegt im Wohnzimmer!
Beide schlafen noch? Tochter / Sohn sind eher auf und wollen fernschauen - sind im Wohnzimmer...


Die Situation war für alle Beteiligten immer irgendwie nicht zufrieden stellend, ständig wurde hin und her überlegt, das Wohnzimmer mittlerweile glaube ich 3-4 mal umgeräumt, aber es passte nicht, ganz zu schweigen mal von etwas Privatsphäre.
Besuch im Wohnzimmer sitzend, hatte immer den Blick auf einen großen Vorhang, hinter dem das Bett stand - Mittlerweile habe sie eine Trockenbauwand gezogen mit Tür und allem drum und dran. So besteht die Chance sich mal wieder zurück zu ziehen und die Tür hinter sich zu zu machen.

Sicherlich ist es finanziell ein Akt, aber wie Du selbst schon schreibst, sind große Wohnungen mit Garten bei Euch, wie fast überall, rar gesät.

Die Wohnung noch herrichten zu müssen, lässt Euch allerdings auch die Chance Euren Geschmack mit einfließen zu lassen.

Ich glaube die Entscheidung kann Euch keiner abnehmen, ich hoffe nur Ihr ärgert Euch hinterher nicht, weil Ihr so oder eben so entschieden habt. Am besten mal alle Vor- und Nachteile für beide Seiten aufschreiben und dann abwägen. ;-)

Viel Glück bei der richtigen Entscheidung & einen schönen Abend. ;-)

Grüße Steffi