Gehen Eure Kinder gerne in den Kindergarten?

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von knoerrnsche 19.03.11 - 21:15 Uhr

"Mama, muss ich heute in den Kindergarten?"
"Ja, heute ist Kindergartentag, das ist doch schön, oder? Dann kannst Du sooo schön mit den Kindern spielen."
"Ich mag nicht mit Kindern spielen. Ich mag mit Mama spielen."

Hallo Liebe Mamis,

so geht es fast jeden Tag. Mein Kind mag nicht gerne in den Kindergarten. Sie spielt auch nicht viel mit anderen Kindern - meistens sitzt sie alleine irgendwo herum. Mal ist eine Erzieherin bei ihr, wenn ich sie abhole. mal sitzt sie alleine im Flur und wartet auf mich (da schnürts mir dann immer den Hals zu, weil mir mein Kind leid tut).
Mal ist eine kleine Freundin dabei (mit zwei oder drei Kindern hat sie mehr Kontakt, aber so richtig spielen tut sie auch mit denen nicht).

Ist das normal? Würde ein Kigawechsel helfen?
Es ist auch schon zweimal vorgekommen, dass man ihr Stofftier im Garten vergraben hat - ohne dass es die Erzieher bemerkt haben.
Ich selbst ging nicht in den Kindergarten - ich wollte nicht, also musste ich auch nicht.
Aber im Gegenssatz damals zu mir ist Julia ein Einzelkind und ich bin berufstätig. Ich finde den Kontakt mit Gleichaltrigen schon sehr wichtig.

Sie geht seit September in den Kiga - eine gemischte Gruppe mit 25 Kindern und 2 Erzieherinnen - die Gruppen sind offen, das Konzept lässt den Kindern viel (zu viel?) Freiraum. Sie dürfen das tun, wozu sie Lust haben.

Liebe Grüße,
Knoerrnsche

Beitrag von gingerbun 19.03.11 - 21:19 Uhr

Hm seit wann geht denn Deine Tochter in den KiGa? Wie war die Eingewöhnung?

Ich kenn das nicht von meiner Tochter. Sie ging aber auch schon zur Tagesmutter wo andere Kinder waren mit ca. 15 Monaten. Da hatten wir eine Eingewöhnungsphase von ca. 2 Wochen, im Kindergarten gar nicht mehr. Ich war als Kind auch so, immer in der "Herde".

Was sagen denn die Erzieherinnen dazu?

LG!
Britta

Beitrag von knoerrnsche 19.03.11 - 21:29 Uhr

Hallo Britta,

danke für deine Antwort.

Julias Eingewöhnung (sie geht seit September in den Kindergarten) verlief eigentlich sehr gut - sie freute sich auf den Kindergarten und fand es toll, endlich auch wie der Nachbarsjunge ein Kindergatenkind zu sein. Mit diesem hat sie haptsächlich in der ersten Zeit auch ausschließlich gespielt - später wurde es dann weniger, da bei den Jungs dort Mädchen wohl gerade als uncool empfunden werden.

Das Elterngespräch im Dezember war ein Schock für mich -die Erzieherinnen hielten meine Tochter für verhaltensauffällig (da sie sich nicht an Regeln hielt und ebenn nicht mit anderen Kindern spielen wollte). Eine herbeigerufene Psychologin gab jedoch Entwarnung: mein Kind verhalte sich im Spiel mit anderen Kindern völlig normal, sie habe allerdings einen sehr großen "Sturkopf".

Mittlerweile geht sie im Kindergarten nicht mehr auf die Toilette und mag auch nicht mehr dort frühstücken. Warum weiß ich nicht.

Liebe Grüße,
Knoerrnsche

Beitrag von gingerbun 19.03.11 - 21:34 Uhr

Mit dem "Prädikat" verhaltensauffällig haben es sich die Erzieher sicherlich leicht gemacht. Was sagt denn Deine Tochter wenn Du sie direkt fragst was ihr nicht gefällt?
Vielleicht ist es echt nur eine Phase? Einen Rat hab ich leider auch nicht. Die Idee ein Kind mal zu Euch einzuladen find ich aber auch echt gut.
Gruß!
Britta

Beitrag von knoerrnsche 19.03.11 - 22:11 Uhr

Hallo,

wir laden Kinder zu uns nach Hause ein.
Hier spielt Julia dann auch sehr schön mit den anderen. Nur im Knidergarten nicht.

Julia erzählt nicht viel über den Kindergarten - nur manchmal bruchstückhaft. In diesen Momenten habe ich den Eindruck, dass sie manchmal geärgert wird, aber dies den Erzieherinnen nicht sagt.

Ich habe die Erzieherinnen darauf schon häufiger hingewiesen.
Nur: Julia hat einen eher... spröden Charme. Sie ist auch zu anderen Kindern verbal nicht immer nett.
Wird sie zum Spielen von anderen Kindern aufgefordert, sagt sie: "ich mag nicht, geh weg."

Hat sie ein Spielzeug: "Das darfst Du nicht haben".

Liebe Grüße,
Knoerrnsche

Beitrag von gingerbun 20.03.11 - 20:48 Uhr

hm ungünstig. dann wünsche ich dir dass es bald besser wird. kann doch sein.
alles gute und gruß!
britta

Beitrag von nana141080 19.03.11 - 21:22 Uhr

Hi,

ja das ist normal. Mein Großer ist 6 geworden und fragt mich seeehr oft ob er hin muß ;-) Er ist ein Kind was gerne zuhause ist.
Bis er ca. 4 1/2 Jahre alt war hat er oft alleine gespielt oder neben den anderen. Auch bei geschlossenem Konzept.
Nun ist er mit seinem kleinen Bruder seit August in einer offenen Einrichtung und er hat viele Freunde etc., aber er würde auch jetzt noch nur hingehen wenn ER mal möchte ;-)
Mein Kleiner geht suuuuper gerne hin. Auch ohne seinen Bruder (wenn der mal krank war)!

Nein, ich würde nicht wechseln. Lade öfter mal ein Kind zu euch ein. Das hilft schon viel!

LG Nana

Beitrag von knoerrnsche 19.03.11 - 21:37 Uhr

Danke, Nana.

Wir laden schon Kinder zu uns ein - das Nachbarskind ( die beiden trennt nur der Gartenzaun) ist manchmal bei und und auch zu einem weiteren Kind aus der Gruppe haben wir regelmäßig Kontakt (leider ist das Mädchen noch bis Mai mit seinen Eltern im Ausland).

Es beruhigt mich, wenn nicht alle Kinder gerne hingehen - wie gesagt, ich selbst ging damals nur 2 Wochen in den Kindergarten und ließ es dann blleiben, weil es mir nicht gefiel.

Ich habe ein schlechtes Gewissen Julia gegenüber, dass ich sie "zwinge" dorthin zu gehen, wo ich es doch damals auch nicht tat.

Liebe Grüße,
Knoerrnsche

Beitrag von nana141080 19.03.11 - 21:42 Uhr

Hi,
ich hatte auch oft ein schlechtes Gewissen das ich Louis "zwinge" hinzugehen.....aber wenn ich ihn dann vorm Abholen beobachtet habe wie er mit anderen spielt oder wenn er freudestrahlend mal was gebastelt oder gemalt hat, dann war ich wieder beruhigt. Außerdem wußte ich das es GUT ist für ihn. Sozial, emotional und vorallem auch kognitiv!

Jetzt, 3 Jahre später, bin ich froh das er sich soooo super entwickelt hat. Ohne Kindergarten wäre er immer noch der schüchterne introvertierte kleine Junge!

VG Nana

Beitrag von sterni84 19.03.11 - 21:23 Uhr

Hallo!

Meine Tochter geht seit August in den Kiga. Sie liebt den Kindergarten und stürmt jeden Morgen mit voller Begeisterung in ihre Gruppe und das obwohl sie bis vor Kurzem auch noch nicht mit den anderen Kindern gespielt hat, sondern lieber alleine oder mit den Erzieherinnen.

LG Lena

Beitrag von eishaendchen80 19.03.11 - 21:26 Uhr

da musst du durch, aber es legt sich auch wieder.

Wir hatten das bei unserem Großen und auch bei unserer Nichte (gehn in den gleichen KiGa) das Kinder nicht wollen kommt immer mal vor bei einigen eher bei einigen später.

Tim (2) soll auch ab nächsten Monat in den KiGa mal schauen wann er diese Phase bekommt.

Viel Glück ihr schafft das schon.
Schön wenn sie schon ein paar Freundinnen hat, Max musste erst der Größte seiner Gruppe werden um gerne in den KiGa zu gehen.

Beitrag von widowwadman 19.03.11 - 21:33 Uhr

Meine Tochter kommt morgens strahlend an unser Bett gerannt und ruft "Tweenie 2!" (Name ihrer Gruppe), allerdings spielt sie da auch mit anderen Kindern, und so Sachen dass ihr Tier vergraben wird koennte da gar nicht vorkommen, da die Betreuer da vorher eingreifen wuerden (Wenn ein Kind ein anderes aergert oder was einfach wegnimmt, wird dazwischen gegangen und das Kind muss sich entschuldigen).

Der Betreuerschluessel bei euch kommt mir recht klein vor (allerdings leben wir in England, da ist das etwas enger) und so ganz ohne Struktur finde ich das auch nicht ideal - ein bissel freies Spiel muss ja sein, aber das was du beschreibst klingt nicht nach stimulierender Gruppensituation sondern Aufbewahrung.

Beitrag von knoerrnsche 19.03.11 - 21:44 Uhr

Guten Abend!

Der Betreuerschlüssel ist der gesetzlich Vorgeschriebene; der Regelfall für deutsche Verhältnisse.

Der Kindergarten, in den Julia geht, hat hier einen sehr guten Ruf. Ich wurde sogar neulich in der Apotheke von der Verkäuferin drauf angesprochen "Ach, Ihr Kind geht in den tollen Kindergarten!".
Nebenbei: er ist auch nicht der günstigste gewesen.

Ich habe damals meine Nachbarschaft nach dem besten Kindergarten befragt und fast einstimmig wurde mir damals diese Einrichtung empfohlen.

Aber wenn der Kindergarten doch so toll sen soll: warum mag ihn meine Kleine nicht?

Liebe Grüße,
Knoerrnsche

Beitrag von zahnweh 19.03.11 - 23:31 Uhr

"Aber wenn der Kindergarten doch so toll sen soll: warum mag ihn meine Kleine nicht? "

Das haben sich meine Eltern auch immer gefragt. Die Antwort: aus Erwachsenensicht war er super. Aus meiner Kindersicht leider nicht.

Meine geht übrigens in einen, der hier eher abschätzig gehandelt wird. In die, die als Tollstes gelten, klammerte sie von Anfang an mir und drängte mich wieder zu gehen.
In ihrem sprang sie in den ersten Minuten los, schaute sich alleine um, wurde von der Erzieherinnen begrüßt. Er hat hier keinen guten Ruf, aber ich sehe, wie mein Kind darin aufblüht und spüre noch, wie unwohl sie sich im "Tollsten" fühlte beim Anschauen.

Beitrag von anarchie 19.03.11 - 21:51 Uhr

Hallo!

Ich war als Kind gerne im Kiga, aber wenn ich keine lust hatte, blieb ich eben zuhause, mein bruder garnicht, er wollte nicht und musste nicht.#

Ich persönlich sehe das so:

Wenn mein Kind sich langfristig nicht wohl fühlt im Kiga, muss ich sehen, woran das liegt.

Was sagen die erzieherinnen dazu?
was sagt deine Tochter, was sich ändern müsste, damit es ihr besser gefällt?

Ich persönlich habe nun den Vorteil, dass ih zuhause sein kann, nicht auf Betreuung angewiesen bin, daher ist für mich ganz klar:

wenn mein Kind wirklich und dauerhaft nicht will, dann muss es auch nicht.
Kontakt zu Anderen gibt es auch anders und lösen wird sich das Kind von alleine, wenn es so weit ist.

Meine großen gehen mittlerweile zur Schule...
Ich habe sie zwar schon zu Regelmässigkeit angehalten, aber wenn sie morgens mal wirklich nicht wollten, was ab und an vorkam und ich keinen dringenden termin hatte, blieben sie eben zuhause..
Ebeneso, wenn ich einen termin hatte, sie aber ernsthaft nicht wollten, da habe ich dann abgewägt, was dringender war.

Ich bin gut damit gefahren.

Da du ja aber arbeitest, kannst du nur da ansetzten, es ihr netter zu machen...und ihr zu erklären, dass du auch gern bei ihr wärest, aber arbeiten musst und es ihr "job" ist, im kiga zu sein...


lg

melanie mit 4 Kindern

Beitrag von knoerrnsche 19.03.11 - 22:04 Uhr

Hallo Melanie,

ich arbeite nur an zwei Tagen in der Woche, von daher könnten wir die Kindergartenbesuche schon einschränken.

Sie geht gottseidank ohne größeres Theater in den Kindergarten. Ich befürchte, dass sie, wenn sie die Wahl hat, manchmal hinzugehen und dann wieder nicht, irgendwann einmal nur noch mit großen Diskussionen dorthin gehen wird.

Manchmal freut sie sich sogar ein wenig auf den Kindergarten, aber das ist seeehr selten.
Sie erzählt nicht viel über den Kindergarten, ich weiß nicht, was ihr Probleme bereitet - die Erzieherinnen wissen es auch nicht.
Nur dass sie lieber zuhause ist (sie will auch sonst nicht weg, höchstens zum Spielplatz). Das erzählt sie mir.

Was ich merke: Sie kann sich nur schwer ein- bzw. unterordnen. Geht etwas nicht nach ihrem Willen, mag sie nicht.

Liebe Grüße,
Knoerrnsche



Beitrag von nineeleven 19.03.11 - 22:36 Uhr

Hallo,

meine Tochter wird im Sommer 5 und fragt mich seit neuestem immer jeden Morgen, ob heut Kiga ist. Wenn ich sage "Na klar, heut ist doch erst Die" (oder n anderer Tag) verdreht sie die Augen.

Sie ist eig immer gerne gegangen. Jetzt bin ich aber in Eltzeit und KÖNNTE sie ja mal zH lassen. Aber ich denke wenn ich erstmal damit anfange es regelmäßig zu tun dann wird es umso schwieriger wenn sie wieder tatsächlich täglich MUSS.

Die ist immer Spielzeugtag im Kiga. Neulich meinte sie dass an diesem Tag keiner mehr mit ihr spielen will und alle sagen sie sei doof und blöd. Weißte wie weh das tut?

Das Ding bei ihr ist dass sie nicht zH bleiben möchte damit sie mehr von mir hat und ich weniger Zeit mit ihrem Bruder verbringen kann, sondern einfach damit sie sich mit den Kids im Kiga nicht rumärgern muss. Sie macht so ja keine Probleme direkt beim Bringen, nur halt vorher zH noch. Ihren Bruder liebt sie abgöttisch. Da er jeden Morgen mit muss wollen die anderen Kinder natürlich immer gucken. Aber das will meine Tochter nicht. Es ist ihr Bruder und nur von ihr auserwählte Personen dürfen gucken.

Sie hatte mich mal gefragt ob er auch mal in den Kiga muss. Als ich dann sagte "Ja" war sie völlig platt und meinte, dann will aber nur sie mit ihm spielen und er brauch auch keine anderen Freunde. Und sie will dann auch keine Freunde mehr. Für sie gibt es nur noch ihren Bruder, den will sie später heiraten und mit ihm Kinder haben #rofl Komische Art Eifersucht also.

Aber sonst ist sie immer gern gegangen. Es gab da nie ne Diskussion drüber. Für sie war es so wie es für mich der Gang zur Arb war. Sie war und ist auch relativ selbstbewusst, fordert ihr Recht, geht dazwischen wenn andere sich streiten und findet es doof wenn ich nachmittag "zu zeitig" da bin um sie abzuholen.

Wir haben auch viel Kontakt zu zwei drei Kindern außerhalb des Kigas, weil wir Muttis uns auch gut verstehen. Viell hilft das deiner Tochter, Kontakte zu knüpfen?

Ansonsten hätte ich auch keine Lösung für dich, denn ich denke jedes Kind ist so unterschiedlich dass es einfach kein Patentrezept gibt.

Viel Glück und LG
nineeleven

Beitrag von zahnweh 19.03.11 - 23:24 Uhr

Hallo,

mein Kind geht gerne. Fast schon eine Strafe, wenn sie mal nicht hindarf.

Ich selbst habe den Kindergarten gehasst. Vom ersten bis zum letzten Tag.
Konzept war wohl gut, ich fand es schrecklich!!

Viele Gründe.

Ich denke schon, dass mir ein Wechsel sehr geholfen hätte. Nicht in jeden anderen, aber in einen der zu mir gepasst hätte.

Bei meiner habe ich von Anfang an mehrere angeschaut, sie mitgenommen und mitentscheiden lassen. Wir waren uns schnell einig, welcher.

Jedes Kind wird als Individuum angenommen und als Individuum zu einer Gruppe zusammengefügt.

Bei mir damals wurde jedes Individuum entsetzt angeschaut, geschnappt, in die Gruppe und Vorgaben gepresst.


Wenn du einen Wechsel in Erwägung ziehst: schau dir alle in Frage kommenden Kindergärten an. Nimm sie mit. Achte drauf wie sie reagiert. Achte darauf, ob die Erzieher sie direkt begrüßen oder ob sie nur dich begrüßen und über ihren Kopf hinweg reden...
Oft sind es für uns Erwachsene Kleinigkeiten, die uns nicht auffallen würden. Die den Umgang mit dem Kind/den Kindern deutlich zeigen.

Beitrag von murmel72 19.03.11 - 23:36 Uhr

Hallo,

ja, so ähnlich ist das bei uns auch. Montag morgen wird gefragt, wieviele Tage es noch bis zum WE sind. Und jeden Morgen wird erneut gefragt, ob er nun wieder zum Kindergarten gehen muss.

Kurz: er geht gar nicht gerne. Er mag zwar seine Freunde dort. Aber es gibt auch einige Dinge, die ihn wirklich stören.

Er weint zwar morgens nicht, aber ich habe das Gefühl, er geht widerwillig hin.

Gruss
Murmel

Beitrag von sillysilly 19.03.11 - 23:38 Uhr

Hallo

also ich habe die anderen Antworten nicht gelesen

meiner persönlichen Meinung nach, hast du mit deiner Ahnung vielleicht Recht das ein ganz offenes Konzept nicht so ideal für deine Tochter ist.

Einige Kinder brauchen eine geschlossene Gruppe um Sicherheit zu gewinnen, einen Vertrauten Rahmen,
sich nicht jeden Tag, jede Stunde neu orientieren zu müssen,
immer auf der Suche, Ruhelos in den Räumen - gerade wenn man nicht in einer festen Gruppe ist die einen Mitträgt

Für mich ist eher die altmodische Variante interessant, mit Teilöffnung
feste Gruppe, feste Betreuerinnen, selben Raum, selben Freunde, Konflikte muß man sich stellen auch mal aushalten und kann nicht wie ein Schmetterling von Angebot zu Angebote flatter
nur nach Interessen leben, best. Angebote meiden
und in einer festen Gruppe wird man eben Teil von 25 Kindern die ein Jahr eine feste Einheit bilden

Aus diesen Gründen habe ich meine Töchter nicht in eine offene Einrichtung getan, weswegen alle städtischen Einrichtungen weg fielen.
So zahlen wir 150 Euro pro Monat mehr im kath. Kindergarten


Und Fakt ist
meine Freundin hat ihre Tochter in einer ganz offenen Einrichtung - sie frägt beim Abholen wie wars, was hat sie gemacht, mit wem hat sie gespielt ............ tja, dann muß erstmal rum gefragt werden ..... wo war sie, bei wem war sie, mit wem war sie ect.

frage ich in der Gruppe nach meiner Tochter - antwortet das Gruppenpersonal direkt - kann mir sofort sagen, was an dem Tag los war

Möchte dazu sagen, daß meine Töchter bestimmt in einer offenen Einrichtung zurecht gekommen wäre, Spaß gehabt hätten -
aber mir geht es eben um andere Sachen die mir wichtig sind.


Grüße Silly

Beitrag von meandco 20.03.11 - 00:26 Uhr

#kratz

also offenes konzept ist was anderes #cool das was du da beschreibst hört sich für mich sehr nach dem an, was man so gerne als antiautoritäre erziehung verkauft bekommt #aerger

also mit der fragerei ist eine sache. laut den erzieherinnen im kiga kommt die phase bei allen mal - immer dann wenn sie alles kennen und die spannung weg ist und sie merken: ich soll da immer hin!!! #schock
sollte aber eine phase bleiben.

das sie alleine ist und keinen anschluss findet ... nu ja, das ist für uns oft schlimmer als für die kids. und kontakt hat sie. das würde schon.

aaaaber: dass andere kinder unbemerkt ihr stofftier vergraben ... sorry, aber das sollte nicht passieren #aerger das ist ein aufsichtsthema. und da kann ich auch verstehen wenn sie nicht hinwill - ich hätte auch keine spaß, wenn mir mein "übergangsobjekt" (das kuscheltier) weggenommen und vergraben wird #schmoll

und das sie tun dürfen was sie wollen ... kommt drauf an wie das gemeint ist. aber in zusammenhang, mit mehrmaligen nicht bemerken von begraben von kuscheltieren (ist das da der friedhof der kuscheltiere oder wie ...??;-)) hört sich für mich nach "sehr praktisch" an. da muss man nicht so viel acht geben und man hat auch noch ein top aktuelles konzept #huepf nur: offenes konzept ist ein rießen programm und harte arbeit für die erzieherinnen - das sehe ich hier bei unseren jeden tag. und kann sie nur bewundern.

sprich doch mal mit ihr wie es ihr dort geht, was mit den anderen kindern ist, was sie spielen, erkundige dich bei den erzieherinnnen über ihr verhalten ganz allgemein.
und geh eventuell mal ganz unverbindlich mit ihr einen anderen kiga schnuppern. vielleicht liegt es am konzept, oder da ist schon alles zu verkorkst, oder was weiß ich. aber mach was #liebdrueck

lg
me

Beitrag von schnee-weisschen 20.03.11 - 07:55 Uhr

Hey,

meine Kinder gehen beide sehr gerne in den KiGa.
Unsere Tochter sogar seit sie 2 ist, obwohl ich von so einem frühen KiGa-Start eigentlich gar nichts halte.
Sie hat beim Bringen ihres Bruder jeden Tag gefragt, ob sie auch darf, und wir haben sie angemeldet.

Unsere Tochter hatte bisher genau zwei Tage, an denen sie nicht gehen wollte, und da war sie müde.

Unser Sohn war vorher in einem Dorf-KiGa und fing kurz nach der Eingewöhung schon am Vortag abends (!) an zu jammern, dass er morgens nicht in den KiGa gehen möchte.
Wir haben uns das einige Tage angeguckt, und ihn dann rausgenommen.
Er wurde gezwungen (festgehalten, von einer Erzieherin), in der Turnhalle in Kellerräumen zu bleiben.
Das kam nachher raus.

Im neuen KiGa war er vom ersten Tag an glücklich.
Kein Kind wird zu irgendetwas gezwungen, was mir total wichtig ist. Meine Kinder kennen das von zu Hause aus nicht.


Ich würde einen Wechsel in Betracht ziehen und meine Tochter bei der Auswahl mit einbinden.
"Da muss sie durch", wie einige schreiben, geht gar nicht.
Sie ist ein Kindergartenkind, sie MUSS gar nichts. Müssen tut sie später noch oft genug.


LG

sw

Beitrag von pinklady666 20.03.11 - 12:26 Uhr

Hallo

Also erstmal, deine Tochter geht erst seit September in den Kindergarten. Gib ihr noch etwas Zeit sich richtig in die Gruppe einzugewöhnen. Gerade bei offenem Konzept dauert es länger bis die Kinder richtig angekommen sind, Freunde finden und ihren Platz in der Gemeinschaft gefunden haben.
Für manche Kinder ist das offene Konzept in der Tat nichts, aber um das zu beurteilen würde ich noch ein bißchen warten.
Marie geht seit letztes Jahr Mai in den Kindergarten. Sie kannte alle Kinder ihrer Gruppe schon aus dem Spielkreis. Trotzdem hat sie nach problemloser Eingewöhng und trotz teiloffenem Konzept bis nach den Sommerferien gebraucht, bis sie richtig angekommen war. Vorher gab es immer Theater, sie wollte nur von den Erzieherinnen bespaßt werden und hielt sich bei den geliebten Freundinnen sehr zurück. Jeden Morgen ein "nee, ich bin krank, ich kann nicht in den Kindergarten gehen!"
Nach den Sommerferien musste sie dann direkt ganztangs bleiben, da ich von den Stunden auf Vollzeit hochgestockt wurde. Ich hatte reisen Bammel, dass Marie das nicht mitmacht. Aber es war von heute auf morgen gut.
Seit dem geht sie super gerne in den Kindergarten, ist total unglücklich wenn Wochenende ist und hat viele Freunde.
Im Januar hatte sie nochmal ne Phase, wo sie nicht wollte, da war sie aber auch im Dezember überhaupt nicht im Kiga, da sie viel krank war. Aber auch das hat sich nach 2 Wochen gelegt.

Liebe Grüße

Bianca mit Marie Danielle (*21.06.2007) und Felix (ET 22.06.2011)