Warum füttert man jetzt ab dem 5. Monat zu?

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Forum: Stillen & Ernährung

Muttermilch oder Flasche? Was schmeckt kleinen Kindern aufs Brot? Hier könnt ihr Fragen zur Säuglings- und Kleinkindernährung, aber auch zu eurer eigenen Ernährung während der Stillzeit stellen. 

Beitrag von dini2 19.03.11 - 21:46 Uhr

Hallo Ihr lieben,
ich habe letztens einen Zettel von der Kinderärztin bekommen zwecks Zufüttern nach der Milch. Und ich habe mich sehr gewundert daß man schon ab dem 5. Monat zufüttert (Mit 4 Monaten schon). Bei meiner Tochter war das erst nach dem 6.Monat, wie ich mich erinnern kann. Also sind die Babys nun 2 Monate jünger. Es wirft mir große Fragezeichen auf. Ist das so gut wenn man so früh zufüttert?
LG

Beitrag von perserkater 19.03.11 - 22:07 Uhr

Hallo

Stand da auch ein Grund auf dem Zettel?

Egal was auf solch einem Zettel stehen würde, mit 4 Monaten bekäme mein Baby keine Beikost. Die WHO empfiehlt nach wie vor Beikost erst mit 6 Monaten einzuführen. Früher KANN es schädlich sein, sinnvoll ist es eh nicht.

LG

Beitrag von dini2 19.03.11 - 22:12 Uhr

Heißt mit sechs Monaten:
Mit vollendetem 5.Monat?
oder
mit vollendetem 6.Monat?

Beitrag von perserkater 19.03.11 - 22:18 Uhr

mit dem vollendetem 6. Monat also im 7. Monat aber noch besser wenn mans nicht im Kalender anstreichen müsste:

zur beikostreife gehören

- mit Hilfe sitzen können
- der Zungenstreckreflex ist abgeklungen (es wird also nichts mehr mit der Zunge wieder rausgeschoben)
- das Baby kann selbst nach Nahrung greifen und in den Mund stecken
- es kann Kaubewegungen machen

alles andere wie sabbern und sich die Finger in den Mund stecken tun alle Babys in dem Alter und es würd dir auch interessiert beim abwasch zusehen. Das hat nur sehr bedingt mit Beikostreife zu tun.

und

http://www.urbia.de/forum/index.html?area=thread&bid=36&tid=2558998&pid=16231753

Beitrag von lilly7686 19.03.11 - 22:07 Uhr

Hallo!

Ach, bitte, vergiss die Empfehlungen, ja?
Beim nächsten Kind ist sowieso wieder alles anders.

Der Grund, warum Ärzte jetzt empfehlen, früher an zu fangen, ist eine Studie. Bei der kam raus (Achtung!!!), dass das Allergierisiko nicht steigt, wenn man früher mit Beikost beginnt ;-)
Manch ein KiA und alle Babynahrungshersteller (wie könnte es anders sein?), sind deshalb nun der Meinung, dass man mit 4 Monaten anfangen SOLLTE.

Ist meines Erachtens Quatsch. Denn ein Kind sollte Beikost bekommen, wenn es reif dafür ist. Und nicht, wenn irgendwelche Hipp-Vertreter das sagen ;-)

Also achte auf die Beikostreifezeichen deines Kindes.

Im Übrigen: traue keiner Studie, die du nicht selbst gefälscht hast. Die meisten Studien, die verfrühte Beikost empfehlen, wurden von Babynahrungs-Herstellern in Auftrag gegeben ;-) Rate mal, warum das Ergebnis so ausfällt, wie es ausfällt...

Liebe Grüße!

Beitrag von dini2 19.03.11 - 22:18 Uhr

Wo kann ich denn die Beikostreifezeichen nachlesen? Außer daß mein kleiner brav seine aufgelöste Tablette vom Löffel schlabbert kann ich nichts sagen.
LG

Beitrag von lilly7686 19.03.11 - 23:04 Uhr

Beikostreif ist wenn dein Kind:
- mit Unterstützung im Hochstuhl oder auf deiner Schoß sitzen kann (nie im Leben sollte man ein Baby im Liegen füttern oder essen lassen!)
- der Zungenstreckreflex weg ist (der feste Nahrung wieder aus dem Mund schiebt)
- das Baby Kaubereitschaft zeigt
- das Baby in der Lage ist, sich selbst Essen zu nehmen, und in den Mund zu stecken
- ein gesteigertes Stillbedürfnis zeigt, das nicht mit Wachstumsschub oder ähnlichem in Zusammenhang gebracht werden kann

Es sollten halt mehr als nur ein Punkt zutreffen, um wirklich von Beikostreife zu sprechen ;-)

Liebe Grüße!

Beitrag von sarahjane 19.03.11 - 22:08 Uhr

Man hat inzwischen herausgefunden, dass es für einen etwaigen Allergieschutz bzw. die Schwächung bzw. den Aufschub des Ausbruchs von Allergien reicht, Babys 4 Monate ausschließlich per Frauenmilch und/oder hypoallergener Säuglingsmilchnahrung zu ernähren.

Dies ist u. a. ein Grund dafür, dass man seinem Kind heutzutag schon mit 5 Monaten Beikost anbieten kann (sofern es beikostreif ist).

Überdies gibt es durchaus Kinder, welche schon mit 5 Monaten beikostreif sind bzw. denen Frauen- und/oder Säuglingsmilchnahrung allein nicht mehr reicht, um ausreichend satt zu werden bzw. um weiterhin gut zu gedeihen.

Auch ist es so, dass manche Kinder sich schwer mit anderer Nahrung als Frauen- und/oder käuflicher Säuglingsmilchnahrung tun, wenn sie erst spät mit Beikost in Berührung kommen.

Beitrag von perserkater 19.03.11 - 22:14 Uhr

"Auch ist es so, dass manche Kinder sich schwer mit anderer Nahrung als Frauen- und/oder käuflicher Säuglingsmilchnahrung tun, wenn sie erst spät mit Beikost in Berührung kommen."

Und das ist/wäre ein Problem weil...?#kratz

Beitrag von meioni 19.03.11 - 22:12 Uhr

also ich bin keine beführworterin des sofrühen zufüttern. ich denke auch vor 6 monaten muß und sollte man nicht zufüttern. danach würd eich mich nach dem kind richten, denn du kennst sie oder ihn am besten. ich habe es auch immer nach meinem gefühl gemacht und lag immer sehr richitg. meine große habe ch 7 monate voll gestillt und danach habe ich und wollte sie an die feste nahrung. mit 8 monaten hatte sie dann schon recht viel vom familientisch mit gegessen und mit 10 mnaten komplett.
bei meinem kleinen war es so das ich ihn 10 monate voll gesitllt hatte, wiel er vorher kein brie oder ähnliches wollte. er war leider zwar immer im untergeiwchtsbereich aber nicht wegen der muttermilch, die war top. jetzt mit 14 monate ist er es immer noch un isst wie nichts gutes ;-) mit 10 monaten hat er sich dann interessiert für unsere essen und hat dann auch super und schnell geklappt das er von uns mit gegessne hat. jetzt stille ich ihn noch morgens udn abends.

also ich würde mal sagen entscheide du es wie du es machst, denn nru du weißt was das richtige und beste ist für dien kind ;-)


meioni mit motte 3,5 jahre und muckel 14 monate

Beitrag von hella10 19.03.11 - 22:44 Uhr

Ich habe einen anderen Grund gehört:
Und zwar stillen viele Frauen heute ihr Kind ab, wenn das Kind ca. 6 Monate ist. Es ist aber wichtig, dass das Kind während der Beikosteinführung weiter gestillt wird. Damit man einen Zeitraum von zwei Monaten gewinnt, wird also empfohlen, die Beikosteinführung vorzuverlegen, damit möglichst viele Frauen in der Zeit noch stillen.

Beitrag von dini2 19.03.11 - 22:53 Uhr

DANKE für Eure Antworten!
Also trügt mich mein Gefühl doch nicht. Ich sträube mich innerlich dagegen meinem kleinen Wurm schon in einer Woche etwas anderes als Milchnahrung zu geben.
LG

Beitrag von mippchen 19.03.11 - 23:22 Uhr

Keines meiner Kinder wäre mit vier oder fünf Monaten bereit für etwas anderes außer Muttermilch gewesen. Es wäre mir nicht in den Sinn gekommen, so früh Brei ins Kind einzutrichtern. Ich kenne im Übrigen auch die Begründung, die Hella hier aufführt. Nur den Schluss, dann eben eher zu füttern statt länger zu stillen, können wohl nur die Babynahrungsindustrie und "Zufütterwütitige" Mütter verstehen. Beobachte dein Kind; es wird dir sicher sehr deutlich zeigen, wann es soweit ist!

Beitrag von hella10 20.03.11 - 00:23 Uhr

Ja, die Schlussfolgerung ist schon recht merkwürdig.
Zumal ich meinem Kind (6 Monate) nun das erste mal Fingerfood angeboten habe. Aber außer einem freundlichen "Daraufherumsabbern" ist nicht viel passiert. Er ist noch Meilen von einem richtigen Beikoststart entfernt. Und er ist da sicherlich kein Nachzügler oder Spätentwickler.
Nee, nee, wir stillen weiter voll.

Beitrag von italyelfchen 20.03.11 - 05:38 Uhr

Huhu,

es gibt eine Studie, die belegt, dass die Einführung von Gluten während der Stillzeit das Risiko von Zöliakie um 50% senkt. Außerdem konnte trotz vieler Versuche nicht belegt werden, dass es im Hinblick auf die Allergieprävention einen Vorteil hat, mehr als 4 Monate ausschließlich zu stillen. Die Ergebnisse der Gluten-Studie wurden auf Allergene im Allgemeinen übertragen, genaue Ergebnisse dazu stehen aber noch aus. Da im Alter von 6 Monaten nur noch ca. die Hälfte der Baby gestillt werden, wird allgemein die Einführung von Beikost ab dem Alter von 4 Monaten empfohlen.

Du mußt aber immer auf Dein Kind schauen und auf eure Situation. Ich habe in einer Stillkrise mit gut 4 Monaten "schnell" mit ein paar Löffeln Milchbrei Gluten eingeführt, dann aber wieder ausgesetzt (konnte doch noch weiterstillen) und dann mit guten 5 Monaten langsam Gemüse&Co eingeführt!

Liebe Grüße
Elfchen

http://www.bmelv.de/cln_172/SharedDocs/Downloads/Ernaehrung/HandlungsempfehlungenNetzwerkJungeFamilien.pdf?__blob=publicationFile