Mein Mann lässt alles am Baby aus!

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Forum: Partnerschaft

Eine dauerhafte Partnerschaft ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Lust und Frust liegen da oft nah beieinander. Hier könnt ihr offen ausdrücken, was euch innerlich bewegt.

Beitrag von BabyMannproblem 20.03.11 - 05:20 Uhr

Hallo,

mein Mann und ich haben ein 8 Wochen altes Baby. Es war ein totales Wunschkind von uns BEIDEN und macht uns sehr sehr viel Freude!
Mein Mann füttert es, wickelt es und liebt unser Mäuschen sehr (hoffe ich zumindest)!

Unser Schatz ist ein unkompliziertes Baby, schreit nur, wenn es wirklich was hat!
Wenn mein Mann zu Hause ist, wickelt er es und in der Zeit mache ich die Flasche.
Unser Schatz schreit dann natürlich, weil er hunger hat - logisch!
Des öfteren habe ich nun mitbekommen, dass er dann sehr ungehalten auf's Baby reagiert! Er ist genervt vom Schreien und dass Mäuslein mit den Beinchen strampelt, die Creme verschmiert und er die Windel nicht schnell genug zu bekommt!

Er redet in einem echt scharfen Ton und ist voll genervt!
Ich sagte zu ihm, er soll es nicht am Baby auslassen - es bekommt doch ALLES mit!
Seiner Meinung nach nicht (so ein Humbug!). Und wenn schon, sagte er, das Kind ist nicht aus Zucker und es soll sofort mitbekommen, dass das Leben hart ist!!!!
Mir bricht es das Herz, wenn er so mit ihm redet und umgeht und diese Einstellung hat.
Ich muss zwar sagen, ich verstehe meinen Mann teilweise auch - jeder hat ein anderes Nervenkostüm.
Ich habe Gott sei Dank eine Engelsgeduld mit unserem kleinen Käfer aber wenn ich mal mit den Nerven am Ende bin, lasse ich es nicht an ihm aus!!!

Ich habe Angst, dass er unser Baby vielleicht doch nicht lieb hat!

Wie ist das bei euch so?

Viele Grüße!

Beitrag von redrose123 20.03.11 - 05:44 Uhr

Habe zwar nochk eine eigenen Kinder, aber wenn es euer erstes ist, ist ervieleicht auch überfordert wenn was nicht gleich so klappt hilf Ihm vieleicht hast du tipps wie er es ruhiger hinbekommt?

Beitrag von schnee-weisschen 20.03.11 - 06:49 Uhr

Hallo,

würde mein Mann so reagieren, wäre ich ziemlich sicher ziemlich genervt, aber ich würde ner Stresssituation vorbeugen, indem ich das machen würde, was ihm erfahrungsgemäß an die Nerven geht.

Sprich: Wird er regelmäßig laut, wenn er die Kleine wickelt, würde ich sie nur noch selbst wickeln.
Ich würde Stressoren eliminieren, bevor ich mein Baby anschnauzen lassen würde.

LG

sw

Beitrag von trollmama 20.03.11 - 06:50 Uhr

>>sagte er, das Kind ist nicht aus Zucker und es soll sofort mitbekommen, dass das Leben hart ist!!<<

Es ist ein 8 WOCHEN altes Baby! Hast Du Dich schon einmal gefragt, was Dein Mann mit dem Jungen anstellt, wenn er 6 Monate, 1 Jahr, 3 Jahre ist? Mir graust es einfach nur bei diesem Gedanken!

>>Ich muss zwar sagen, ich verstehe meinen Mann teilweise auch....<<

Sorry, aber da gibt es nicht viel zu verstehen. Dein Mann hat schlicht und einfach einen unmöglichen Umgang mit Eurem Baby und Du hast dafür auch noch Verständnis?

Es ist DEINE Aufgabe das Baby zu schützen. Und nicht durch langes rumlamentieren, sondern durch handeln. Mach ihm klar, daß er sich SOFORT zu ändern hat (evtl. mit professioneller Hilfe) und sollte er das ablehnen, dann muß er mit den Konsequenzen leben, die Du hoffentlich ziehen wirst.

Viele Grüße
Trollmama

Beitrag von ciocia 20.03.11 - 09:59 Uhr

Eben, das dachte ich auch! Wie wird er reagieren wenn das Kind wirklich anfängt, bockig zu werden oder seinen Willen durchsetzen wird? JETZT ist es noch wirklich unkompliziert und lässt alles mit sich machen. Die TE sollte ein ernstes Wort mit dem Mann reden. Wenn er mit Stressituationen nicht umgehen kann, soll er es lieber lassen, dem Kind zuliebe

Beitrag von carrie23 21.03.11 - 09:07 Uhr

DAS finde ich jetzt übertrieben.
Nur weil er mal rumschnauzt ( ja das mach ich auch denn ich bin verdammt nochmal ein mensch der auch nur Nerven und keine Drahtseile hat ) wird er nicht gleich gewaltätig dem Kind gegenüber.
Ihr scheint alle vergessen zu haben wie oft man mit dem ersten Kind überfordert ist und dass man da erst reinwachsen muss.
Ich gebe zu ich war mit Marcello überforert, ich war es nicht gewöhnt aufstehen zu müssen und außerdem hatte ich ein Schrei und Kollikkind.
Ich habe mal geschnauzt, mein Mann hat mal geschnauzt und Marcello ist jetzt 4 Jahre alt und wir sind nie auf ihn losgegangen.
Bei den zwei Mädels wars wohl schon leichter, weil man eben lernt wie man mit den Situationen wie nächtliches 5 mal umziehen und eine Windel anziehen ect. umgeht.
Ihn gleich als gewalttätig einzustufen grenzt schon an übler Nachrede-sorry.

Beitrag von elofant 20.03.11 - 07:26 Uhr

Und warum macht Ihr es nicht umgedreht?

DU wickelst das Kind und DEIN MANN macht die Flasche. Das wird er doch wohl ohne Stress hin bekommen. Oder?




Ansonsten würd ich es nicht dulden, wenn mein Mann das Kind soooo dermaßen rund macht. Vor allem nicht in DEM Alter!

Beitrag von bennyhill 20.03.11 - 07:33 Uhr

Er ist überfordert damit und weiss sich nicht zu helfen. Was hilft, wenn du ihm das vorlebst wie es richtig geht. Nicht wegdrücken und sagen "komm ich mach das jetzt besser", dann wird er gehen und denken "ja, ja, du machst das natürlich besser als ist, klar!". Verstehst du? Er ist jetzt einfach überfordert und braucht erst mal selbst Hilfe. Also hilf ihm mit sowas umzugehen und du wirst sehen, dass es klappt.

Ich habe da einen ähnlichen Fall gehabt. Als mein Sohn (heute 7) lernen musste sein Zimmer aufzuräumen stand ich quasi hinter ihm und maulte nur mit ihm rum, weil es nicht schnell genug gemacht hat und auch nicht vernünftig. Mir ist nicht eine Sekunde in den Sinn gekommen, dass er das noch nicht kann. Irgendwann war eine Freundin da, die das mitbekommen hat und "übernahm" recht sanft das Ruder. Habs also nicht wirklich wahrgenommen wie sie mich in der Situation abgelöst hat. Sie hat mir gezeigt, dass sie mit ihm zusammen aufräumt und dann ging es wie am Schnürchen mit den beiden. So direkt draus gelernt habe ich zunächst auch nicht. Die Birne leuchtete erst bei mir auf als sie mit mir später im Wohnzimmer drüber geredet hat. Naja, ich sag immer... Wir sind "nur" Männer und uns fehlt eben die Sanftmut der Frauen. Was ihr schon von Natur aus könnt müssen wir Männer erst lernen. Aber mit etwas Willen und Geduld geht das auch. Seit ich von meiner Frau weg bin habe ich eine 180°-Wendung gemacht was den Umgang mit meinem Sohn angeht. Das mit deinem Mann ist ebenfalls nur reine Übungssache behaupte ich. Gibt ihm die Chance und mach dir was Mühe. Kann mich gern privat anschreiben. Ich plaudere da gern aus dem "Nähkästchen".

Beitrag von nele27 20.03.11 - 10:57 Uhr

***Was ihr schon von Natur aus könnt müssen wir Männer erst lernen.***

Ach quatsch, was für eine Ausrede!

Es liegt einzig und allein daran, wie intensiv man sich mit dem Baby beschäftigt und wie intensiv man sich Mühe gibt, Unzulänglichkeiten (die wir alle haben) in den Griff zu bekommen!

Mein Mann war 1,5 Jahre in Elternzeit und wesentlich geduldiger und sanftmütiger als ich. Jetzt bei unserem zweiten Baby hat er Stress im Job und ist etwas ungeduldiger. Allerdings bemüht er sich, das nach Feierabend zu trennen und hat dabei auch oft Erfolg.
Wenn man das will und sich gegenseitig unterstützt kriegen das BEIDE hin, unabhängig vom Geschlecht.

LG, Nele

Beitrag von 24hmama 21.03.11 - 10:13 Uhr

hi

Das geht ja mal gar nicht!!

Ich würde ihm das Baby eine Weile nicht mehr überlassen.
Mach alles selbst- Flasche, wickeln etc.

Anfangs wird es ihn vielleicht freuen wenn er keine dreckigen Windeln mehr wegräumen muss, aber vielleicht wird er sein Baby bald "vermissen"
Und du kannst ihm dann erklären dass du dein Baby schützen möchtest,
vor solchen Ausdrücken und Aggressionen!

l gk