Wie wichtig ist die Länge des Schulweges?

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Kleine Kinder, kleine Sorgen - große Kinder, große Sorgen? Schulschwierigkeiten oder anstrengender Streit ums Aufräumen: Lest und diskutiert mit. Und da die Vorbereitung der Einschulung ansteht: Hier begleitet urbia-TV Vater und Tochter beim Schulranzenkauf.

Beitrag von savina 20.03.11 - 16:50 Uhr

Wir stehen gerade vor dem Thema Schul-Übertritt nach der 4. Klasse (Bayern). Die Noten wären o.k. für Gymnasium, aber nur knapp.
Meine "Kleine" gehört zu der Fraktion schlau, aber bummelig - sie braucht für alles 50% mehr Zeit als andere, ist aber seeehhhr ordentlich.

Unsere Wahlmöglichkeit: Realschule, aber dann 40 Minuten Schulweg mit dem Bus. Oder Gymnasium, da kann sie hinlaufen.
Wenn sie die Zeit für's Busfahren ins Lernen investiert, müsste das doch klappen mit dem Gymi. Oder anders herum: wenn sie weniger lernen muss, dafür aber jeden Tag im Bus sitzt, hat sie ja auch nicht mehr Freizeit?
Ist der Lernaufwand für die Realschule sehr viel niedriger als fürs Gymi? Habt ihr dazu Erfahrung in Bayern?

Lieben Dank für Eure Kommentare.
Savina

Beitrag von engelchen28 20.03.11 - 17:03 Uhr

hallo savina!
die länge des schulwegs käme in der priorität ziemlich weit hinten - bei uns zumindest. am wichtigsten ist, dass das kind ideal gefördert / gefordert wird, sich wohl fühlt. einen weg zu organisieren klappt immer irgendwie.
ich glaube kaum, dass deine tochter die 40 min im bus lernen würde...ich könnte mir vorstellen, da quatscht man lieber mit freundinnen oder entspannt sich, hört musik - aber lernen? hm...! ich weiß nicht.
lg
julia

Beitrag von bambolina 20.03.11 - 17:08 Uhr

sie hat gemeint, die 40 Minnuten die sie für die Fahr in die Realschule einspart könnte sie im Gym lernen, wo KEIN Fahrweg wäre ;-)

Beitrag von engelchen28 20.03.11 - 18:03 Uhr

ahaaa...okay. ich denke jedoch, wenn das kind eine gymnasialempfehlung hat, sollte man es auf dem gym versuchen - fast völlig unabhängig davon, wie weit der schulweg ist. ich finde einfach, der weg ist kein wirkliches kriterium - es sei denn, man wäre 2 stunden unterwegs, um z.b. zu einem musikgymnasium (anstelle des regluären) zu kommen, da würde ich auch überlegen.

Beitrag von bambolina 20.03.11 - 18:17 Uhr

kann ich dir nicht ganz zustimmen... siehe auch meinen direkten Beitrag an die Ausgangsposterin.

Die Anforderungen am Gym sind enorm ich habe es bei unserem Nachbarskind gesehen, was die gelernt hatte - noch "damals" mit G9. Es gehört mehr dazu als ein Notendurchschnitt von 2,5. Der Wille aufs Gym zu gehen muss genauso da sein, wie die Lernbereitschaft.

lg bambolina

Beitrag von engelchen28 21.03.11 - 13:06 Uhr

?? hab ich doch gar nicht geschrieben, dass der wille und die lernbereitschaft nicht zählen - oder verwechselst du mich? natürlich spielen viele faktoren eine rolle - der weg allerdings spielt bei mir / uns eine sehr, sehr untergeordnete, das ist alles, was ich gesagt habe!
lg

Beitrag von bambolina 23.03.11 - 12:16 Uhr

Ne ich verwechsle dich nicht ;-) in meinem anderen Posting (auf das ich dich hingewiesen habe) habe ich geschrieben, dass es auch auf andere Faktoren ankommt. Darauf hin hast du geschrieben, dass du es bei einer Gym-Empfehlung probieren würdest, aber du hast zu Wille und Lernbereitschaft gar nicht geschrieben - dachte das wäre für dich nicht so wichlig.
Ich kenne einige Mütter, die ihre Kinder (leider) um jeden Preis auf dem Gym sehen wollen und sein es mit einem Durchschnitt von 2,5 ob das Kind nun Faul ist oder nicht, ob es den Wille hat oder nicht...

Und ich habe von einigen Rektoren schon gehört und es auch bei meiner großen Pflegetochter erlebt - die ging damals auf die Real und die Klassen mussten geteilt werden, weil es einige Abgänger aus dem Gym gab.

lg bambolina

Beitrag von bambolina 20.03.11 - 17:18 Uhr

Hallo

ich kann mich savina nur anschließen, der Fahrtweg wäre für mich auch nicht wichtig.

Es gibt schlaue Kinder, die müssen einmal den Lehrstoff überfliegen haben sie den schon intus, andere müssen es erlernen. Manche brauchen länger, andere weniger.
Die Entscheidung, was für dein Kind das Richtige ist, kann dir wohl keiner abnehmen.

Mein Sohn ist z.Zt auch in der 4. Klasse. Im Gymnasium gehts hart zu und der Rektor wo seine Schule vorstellte meinte dass ein passender Notendurchschnitt nicht aussreichend sei. Und die Zahl der "Abgänger" auf die Real sei sehr hoch, da es viele Kinder nicht schaffen oder auch schlicht und einfach auch zu faul zum Lernen sind.

Wenn mein Kind Grenzwertig eine Gym-Empfehlung bekommen hätte hätte ich ihn dennoch auf die Real geschickt. Nicht weil er zu faul zum lernen ist, sondern einfach weil ihm der notwendige Ehrgeiz fehlt.

lg bambolina

Beitrag von s30480 21.03.11 - 17:42 Uhr

Genauso werden wir das auch handhaben...
Denn lieber schafft ein Kind die Realschule ohne größere Schwierigkeiten und macht danach FOS/BOS je nachdem und hatte dann auch noch was von seiner Kindheit.
LG Sandra #pro

Beitrag von ballroomy 20.03.11 - 17:31 Uhr

Wohin will sie denn?

Ich bin eigentlich immer fürs Gymnasium. Zudem es auch noch um die Ecke ist.

Beitrag von anarchie 21.03.11 - 10:51 Uhr

ich auch!

es sei denn, sie will ums verrecken nicht..

lg

melanie und 4 kurze

Beitrag von savina 21.03.11 - 15:03 Uhr

Meine Tochter selber will ins Gymi. Aber wenn ich sie auf das damit verbundene Lernen anspreche, und dass sie dann etwas schneller werden muss, ist sie auch unsicher.
Wir schauen uns jetzt die Info-Abende an, und dann sehen wir weiter.
LG Savina

Beitrag von njeri 20.03.11 - 18:47 Uhr

Meiner Erfahrung nach unterscheidet sich der Lernaufwand Gymnasium / Realschule zumindest in er 5.Klasse noch nicht besonders, später mag das etwas anders sein, doch lernen muss man überall.
Sprich, wenn ein Kind von der Leistung her fürs Gymi geeignet ist, soll es dorthin, wenn es eher zur Realschule passt, sollte es diese Richtung wählen, Schulweg hin oder her.

Beitrag von soulcat1 21.03.11 - 10:00 Uhr

Hallo! #winke

Also, wenn Deine Tochter zwar "bummelig" aber fit ist - und das Gymnasium NUR um die Ecke - würde ich sie dahin gehen lassen.

Mir ist der Schulweg verdammt wichtig!! ;-) 40Minuten mit dem Bus - ICH selbst habe 30 MInuten im Bus verbracht ans ich die BF besucht habe (mit 17) und ich hasse seitdem Busfahren!!!

Meine Tochter wird NIE mit dem Bus fahren. Wir sind zur Einschulung letztes Jahr extra umgezogen. Busfahren werde ich meinem Kind NICHT antun.

Liebe Grüße

Petra & Joelina 7 #winke

Beitrag von jazzbassist 21.03.11 - 10:43 Uhr

Mein Sohn ist auch eineinhalb Jahre lang mit Bus und Zug zur Schule gefahren; also - für Kinder ist das wirklich nicht so prickelnd. Es ist zwar anfänglich ein kleines Abenteuer, aber, diese Freude verschwindet schnell, und, dann kostet es einfach nur noch Zeit. Trotzdem hätte die Länge des Schulweges für mich persönlich eine Priorität gegen null bei der Wahl der Schulform.

Wenn Sie als Mutter meinen, dass die richtige Schulform für ihre Tochter das Gymnasium ist, würde ich sie auf das Gymnasium schicken. Wenn Sie meinen, dass die Realschule die richtige Schulform für sie ist, würde ich sie auf eine Realschule schicken. Wenn Sie hier unsicher sind, würde ich noch einmal mit dem jetzigen Klassenlehrer sprechen und notfalls für zum Gymnasium tendieren. Auf die Realschule kann sie später immer noch gehen - nur - andersrum ist der Weg für die Kinder oftmals eine kleine Hürde. Aber - ich würde eine solche Entscheidung, die Möglicherweise bereits die Schranken für die kindliche Zukunft legt, nicht anhand der Länge des Schulweges abhängig machen. Das wäre m.E. einem Kind gegenüber unfair.

Beitrag von sarahg0709 21.03.11 - 14:07 Uhr

Hallo Savina,

bei uns war es genau anders herum, die Realschule war in Fußwegnähe, ins Gymnasium fährt er 45 Minuten mit Bus/U- und S-Bahn.

Aber die Entscheidung Gymnasium oder nicht habe ich davon natürlich nicht abhängig gemacht. Wobei ich mir auch habe sagen lassen, dass es in der Realschule auch nicht immer einfach ist.

LG