Mal ein Posting meines Freundes zum Thema Umgang und Bitte um Hilfe

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Ob ihr gerade Vätermonate nehmen, werdender Vater seid oder einfach eine engagierte Vaterrolle einnehmt: Hier ist der Platz für männerspezifische Fragen und Probleme. Mütter sind in dieser Rubrik als antwortende Gäste willkommen. Neu: Unser Newsletter für werdende Väter.

Beitrag von tinkerkitten 20.03.11 - 20:18 Uhr

Hallo!!

Wieder einmal habe ich Probleme mit der Mutter meiner Tochter:

Nach 9jähriger Beziehung hat sie mich vor drei Jahren wegen eines anderen Mannes verlassen. Aus der Beziehung geht eine Tochter *2006 hervor.
Ich sehe die Kleine regelmäßig- manchmal auch außerhalb der vereinbarten 2-Wochenregelung, die als Vereinbarung zwischen uns Eltern getroffen wurde und nicht schriftlich festgelegt wurde.
Leider klappt die Vereinbarung nur reibungslos, wenn alles nach dem Willen der Mutter abläuft.

Seit ca 1 Jahr verlangt die Mutter, dass meine Freundin nicht mehr mit der Kleinen allein sein darf. Vorher war das kein Problem.

Gestern war es so, dass ich mit meinem Sohn etwas unternommen hatte und meine kleine Tochter lieber bei meiner Freundin blieb. Das war für keine Seite ein Problem. Meine Tochter hat das ihrer Mutter erzählt und diese hat mich soeben angerufen und angeschrien, ich dürfe von jetzt an nicht mehr mit der Kleinen telefonieren, geschweige denn diese sehen.

Ich bin mit den Nerven am Ende, denn meine Tochter bedeutet die Welt für mich. Was habe ich jetzt für Möglichkeiten?

Wichtig wäre noch zu sagen, dass ich kein Sorgerecht habe und nicht mit der Mutter verheiratet war.


Beitrag von nadineriemer 20.03.11 - 21:19 Uhr

Hallo,
sie darf dir den Umgang mit deiner Tochter nicht verbieten.Rede noch einmal in Ruhe mit ihr und frag sie warum sie plötzlich so ein Problem mit deiner Freundin hat.Es scheint ja vorher gut gelaufen zu sein.Wenn sie nicht mit sich reden lässt,verliere nicht so viel Zeit und schallte das Jugendamt und anwalt ein.Leider vergeht sehr viel Zeit,bis was ins Rollen kommt.Aber vorher würde ich noch mal in Ruhe mit der Kindesmutter sprechen und sie fragen was das soll.

Nadine

Beitrag von nadineriemer 20.03.11 - 21:24 Uhr

Ach so auch wenn du kein Sorgerecht hast,hast du ein Umgansrecht und das kann dir so keiner nehmen.


Nadine

Beitrag von parzifal 21.03.11 - 01:06 Uhr

Ich würde den Ausbruch einfach ignorieren ausgesprochen freundlich bleiben und so tun als wäre nichts passiert.

Sollte die Mutter aber tatsächlich ihre Drohung durchziehen und den Umgang verweigern und Gespächsversuche nichts bringen solltest Du das Jugendamt einschalten.

Wenn die Mutter daraufhin kurzfristig nichts ändert bleibt nur der Weg über das Gericht.
Dieser sollte aber vorher angekündigt (gegebenenfalls verbunden mit der Ankündigung, dass dann aber nicht nur der Umgang, sondern auch das gemeinsame Sorgerecht geltend gemacht wird; letzteres solltest Du ohnehin prüfen).

P.S.
Was hat sich denn vor einem Jahr bei der Mutter geändert? Trennung? Oder glaubt sie Dir geht es jetzt besser als ihr was nicht sein darf?

Beitrag von tinkerkitten 21.03.11 - 07:53 Uhr

in den vergangenen drei Jahren hatten wir das mehrfach, allerdings ging es hier nur um das "Du darfst die Kleine nicht sehen, denn ich bring sie dir nicht mehr" - ich hatte kein Auto - das hatte sie bei unserer Trennung mitgenommen.

Jetzt teile ich mir ein Auto mit meiner Freundin, denn ich habe die Möglichkeit, mit jemandem mit zur Arbeit zu fahren, so dass ein PKW ausreichend ist.

Bis vor einem Jahr war es dann auch ok, dass meine Freundin die Kleine geholt und weggebracht habe- meist haben wir es gemeinsam gemacht.

Sie wegzubringen ist jedes Mal ein Drama- sie will nicht wieder zu ihrer Mutter. Ich bin mir bewusst, dass das eine normale Reaktion sein kann, es tut mir aber trotzdem sehr weh.

Vor einigen Wochen haben wir die Kleine geholt und ´sie kam weinend aus dem Haus gelaufen, rannte schnurstracks zu unserem Auto und setzte sich rein. Eine Seite ihres Gesichts war feuerrot. Im Wagen sagte sie dann, dass Mama ihr ins Gesicht geschlagen habe. Mama hat sich natürlich schnell davon gemacht, so dass sie nicht darauf angesprochen haben. Auch das WE haben wir es wegen dem Kind vermieden.

Später warf sie und Lügen vor- sie würde ihr Kind nicht schlagen.Aber um wieder auf das Wesentliche zurück zu kommen.

Die Kontakte zu meiner Tochter sind häufig gesteuert von der Laune meiner Ex. Alles klappt hervorragend, dann plötzlich- wie aus heiterem Himmel gibt es Stress, der zur Folge haben kann, dass ich sie nicht mehr sehen darf, kurze Zeit später hat meine Ex dann was vor und bringt die Kleine dann sogar bei mir vorbei.

Die Kleine selber steht oft dazwischen. Manchmal höre ich sie bei solchen Ausbrüchen im Hintergrund der Mutter.

Meine Freundin hat versucht, mit der Mutter zu reden, persönlich, am Telefon, per Email- diese weigert sich aber, weil sie der Meinung ist, meine Freundin sollte das mit mir klären. Verständlicherweise hat meine Freundin dann diese Versuche eingestellt, weil sie zu nichts führen.


Vermutlich ist diese Antwort jetzt etwas durcheinander, ich hab mir alles von der Seele geschrieben und hoffe, dass dennoch jemand sich die Mühe macht, dieses zu verstehen.

Ein trauriger Vater

Beitrag von nadineriemer 21.03.11 - 08:22 Uhr

Hallo,
mal im ernst,wenn deine kleine mit einem roten Gesicht zu dir kommt und sagt das ihre Mama sie geschlagen hat,würde ich damit zum Arzt fahren und das beim Arzt feßt halten.Das geht gar nicht,auch eine Mama hat ihr Kind nicht zu schlagen!
Gehe am besten zum Jugendamt und schildere die ganze Situation und das du eine schnelle Lösung der Situation haben möchtest.
Zum Anwalt würde ich auch gehen und ich würde auch versuchen das gemeinsame Sorgerecht zu beantragen.Da du dich bisher um deine Tochter gut gekümmert hast dürfte dem nichts im Wege stehen.Ansonsten wirklich die ganze Lage schildern und auch deine Angst das du dein Kind nicht mehr sehen darfst.

Du musst jetzt reagieren!

Nadine

Beitrag von blaaaah 22.03.11 - 10:24 Uhr

Nimm dir einen Anwalt.

Beitrag von drallerhase 22.03.11 - 11:15 Uhr

nicht nur ihr als eltern habt rechte,auch eure kinder haben rechte .dass heist das deine kinder das recht haben dich als vater auch zu sehen und komtakt mit dir zu haben.erkundige dich da al beim jugenamt.
lg und viel erfolg
gabi

Beitrag von zenturio 22.03.11 - 22:49 Uhr

Als Vater hast du die Wahl, dich bis zur Volljährigkeit eures Kindes von der Mutter schikanieren zu lassen, oder deine Rolle als Vater für deine eigene Würde aufs Spiel zu setzen. Es sei denn, die Mutter kommt irgendwann zur Vernunft und einigt sich mit dir auf Augenhöhe.

Findet sie aber Gefallen daran, dir ihre Macht über dich zu beweisen, indem sie das Kind als "Geisel" missbraucht, so kannst du nur klein bei geben oder die Konfrontation suchen. Die Mutter sitzt aber immer am längeren Hebel und wenn sie es "richtig" anstellt, wird dein Kind dich irgendwann ablehnen, weil es sich mit der Mutter solidarisiert. Du kannst dagegen gerichtlich vorgehen, aber die Auseinandersetzung kann Jahre dauern, wird dich sehr viel Geld kosten, dich emotional belasten, was sich auf dein gesamtes Umfeld auswirken kann und letztlich ist der juristische Erfolg äußerst fraglich, weil das Gesetzt dem Vater nur eine Recht der Väter wirklich durchsetzt: das Recht zu bezahlen. Viele Väter sehen ihre Kinder dann nie wieder.

Das ist der Extremfall. Meistens wird es vorher zu irgendeiner Einigung kommen, weil die Mütter erkennen, dass sie selber dadurch gar nichts gewinnen, ihre Kinder aber (möglicherweise) sehr viel verlieren.

Beitrag von silvana88 24.03.11 - 20:59 Uhr

das hört sich an als hättest du die gleiche EX wie mein Freund..........


ich als Frau frage mich wie man sein Kind so benutzen kann um dem Vater zu zeigen wie mächtig man ist#kratz

vorallem merken das die Kinder ja auch und stehen ständig zwischen den Stühlen.

Als Vater müsste man die gleichen Rechte haben wie die Mutter...die sind ja schon stark im Vorteil weil das kind bei einer Trennung automatisch bei ihnen bleibt, außer sie wollten es anders.
Und den Vater wer fragt den???

Ist echt schon alles einfach mies:-[