Wie und wann über Gott / Kirche & Co "aufklären"?

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von abendrot79 20.03.11 - 20:43 Uhr

Hallo,

ich muss euch mal was fragen #bla. Ich selber bin evangelisch, aber nicht sehr religiös erzogen worden. Wir "mussten" als Kinder an Weihnachten in die Kirche und ansonsten war es das. Aber dank Religions-Unterricht / Allgemeinbildung etc. weiss ich über die grundlegenden, religiösen Dinge natürlich Bescheid ;-) Aber mehr auch nicht. Religion ist in meinem Altag eigentlich kein Thema. Nicht aus Boshaftigkeit oder strikter Ablehnung, aber es ist einfach nicht mein Fall ... #schein

Jetzt fragte meine Mutter mich neulich, wie und wann ich meiner Tochter (5) denn die "religiösen Grundlagen" näherbringen möchte. Es sei doch nur fair, ihr diese Dinge beizubringen, damit sie später wissensmässig nicht im Nachteil ist. Was sie daraus macht, bleibt ja ihre Sache ....

Nun muss ich gestehen, dass ich mir darüber bisher keinerlei Gedanken gemacht habe #schock. Sie ist in einem städtischen Kiga und dort werden die Feste zwar gefeiert, aber eben ohne religiösen Hintergrund d.h. sie hat keinerlei Ahnung davon.

Wie seht ihr das? Meine Tochter ist gerade voll in der rosa-pink-glitzer-Lillifee-Filly-Welt zu Hause ... wenn ich ihr nun mit Kinder-Bibel-Geschichten ankomme, habe ich NULL Chancen! ;-)

#danke für eure Meinungen,
abendrot79 #blume

Beitrag von dore1977 20.03.11 - 20:47 Uhr


Hallo,

welche "religösen Grundlagen" meint Deine Mutter den ?

LG dore

Beitrag von anyca 20.03.11 - 20:51 Uhr

Meine Tochter ist auch in der Rosa-Fee-Phase, das hindert sie nicht dran, auch Kinderbibel oder religiöse Bilderbücher spannend zu finden. Wobei sie auch in einem kirchlichen Kindergarten ist.

Beitrag von kati543 20.03.11 - 20:54 Uhr

Ist doch ganz einfach. Mach es nicht über Büchern, wenn sie mit Lillifee und Filly spielen will, sonder dann, wenn z.B. eben der St-Martins-Umzug ist. Du kannst mit ihr ja auch mal in eine Kirche gehen. bei uns im Kiga findet vor dem Umzug immer in einer Kirche die gesamte Erzählung kindgerecht statt.

Beitrag von tragemama 20.03.11 - 20:57 Uhr

Meine Tochter geht in einen katholischen Kindergarten, kennt aber bereits mit drei Jahren meine eigene Einstellung dazu (ich kann mit Kirche usw. nichts anfangen und halte einen Gott nicht für sehr wahrscheinlich). Sie lernt dort vieles über das Kirchenjahr etc., ist auch ok.

Andrea

Beitrag von sillysilly 20.03.11 - 21:14 Uhr

Hallo

ist doch kein Thema

steig doch einfach im Jahreskreislauf ein

Sag das in unseren Breitengraden best. Feste gefeiert werden weil manche Menschen an Gott und seinen Sohn Jesus glauben.
Sie glauben, daß Jesus seinen Sohn auf die Welt geschickt hat um den Menschen zu helfen und von Gott zu erzählen .....

erzähl doch einfach wenn ihr das Osternest sucht, warum eigentlich Ostern gefeiert wird.

Ich finde das Wissen um den Hintergrund von Festen ist eine Sache der Allgemeinbildung und hat nichts damit zu tun ob man daran glaubt.


Kannst ja sagen, daß du damit nichts am Hut hast, aber erzähl es doch einfach mal


Leih dir doch auch mal ein Bilderbuch aus - Arche Noah, Nikolaus, St. Martin
Kindern macht es Spaß, vermittelt das Wissen
und deswegen sind die nicht gleich gläubig


Klar kannst du bei jeder Rosa-Lilliefee-Maus mit Bibelgeschichten ankommen
denn den Unterschied machst ja du - für dein Kind ist es bloß eine Geschichte




grüße Silly

Beitrag von maya2308 20.03.11 - 21:20 Uhr

Hmmm...ich habe gerade eher das entgegen gesetzte Problem!

Meine Tochter (5 J.) ist in einem kirchlichen Kindergarten!
Wir sind aber nicht gläubig, und unsere Kinder sind auch nicht getauft! Trotzdem bekommt sie natürlich viel im Kiga mit und erzählt mir auch viel davon!

Jetzt frage ich mich eher, wie ich es ihr bei bringe, dass ihre Eltern nicht an Gott und die Jesusgeschichte etc. glauben! Ich will ja nicht, dass sie im Kindergarten Terror schiebt, von wegen: "Meine Mama hat gesagt, dass ihr alle lügt!"

Letztens kam sie nach Hause und erzählte mir freudestrahlend: " Frau XY hat gesagt, den Frühling gibt es nur wegen Jesus!"
Ich habe ihr (ein wenig entsetzt und wutentbrannt) erklärt, warum es den Frühling gibt (4 Jahreszeiten etc.)!

Aber NEIN!!!!!! Frau XY hat Recht! Frühling gibt es nur wegen Jesus!

Ich hätte jawohl platzen können!!!!! :-[

Beitrag von robingoodfellow 21.03.11 - 07:56 Uhr

Oha, meine sind auch in einem katholischen Kindergarten aber das haben sie in den 4 Jahren noch nicht gebracht.

Unser Kindergarten arbeitet einfach mit dem Kirchenjahr und nimmt alle Feiertage durch, ausser Pfingsten, das ist zu abstrakt für die Kinder.

An die TE, ich würde auch einfach mit den Feiertagen "arbeiten". Mehr verstehen die Kinder meistens eh noch nicht.

Beitrag von wir3inrom 20.03.11 - 21:33 Uhr

Noah hat jeden Freitag 1 Stunde Religions"unterricht" im Kindergarten.

LG aus Italien
Simone

Beitrag von kikiju 20.03.11 - 22:27 Uhr

Hallo,

ich gehe mal davon aus,dass du mit deiner Tochter schon mal darüber gesprochen hast warum wir Weihnachten feiern?
Oder Laternelaufen...Sankt Martin....
Das geht auch ohne großen Glauben.....wir feiern ja diese Feste und singen entspechende Lieder...
Wenn deine Tochter Fragen stellt.....beantworte sie...z.B.das einige Menschen an Gott glauben.....fragt sie nach, ob du daran glaubst ...antwortest du halt.....
"Religiöse Grundlagen" beibringen wenn Glaube und Gott in eurem Leben keine Rolle spielen finde ich schwer.
Beantworte einfach ihre Fragen...sofern welche kommen.....

Mein Sohn ist getauft und geht in einen Kath.Kindergarten und demnächst in die Kath. Schule.Er lernt viel im Kindergarten und weiß das ich an Gott glaube.Er glaubt auch, dass es Gott gibt und er uns beschützt...er glaubt aber auch ans Christkind,den Weihnachtsmann und den Oserhasen......noch glaubt er an das was Mama glaubt......in ein paar Jahren wir er sich seine eigenen Gedanken dazu machen....

Lg Kerstin

Beitrag von bine3002 20.03.11 - 23:31 Uhr

Mein Mann und ich sind beide nicht getauft und unsere Tochter auch nicht. Ich finde es aber trotzdem wichtig, über religiöse Themen Bescheid zu wissen, d.h. nicht nur über das Christentum sondern auch über andere Weltreligionen.

Normalerweise nehme ich Feiertage zum Anlass darüber zu sprechen, warum dieses Fest in unseren "Breiten" gefeiert oder eben auch nicht gefeiert wird. Ich sage dann z. B. "Hey, heute ist ja 'Zuckerfest'... nur leider nicht für uns." ;-)

Und am Fasching haben wir dann eben über die Fastenzeit gesprochen und an Ostern sprechen wir über die Auferstehung.

Ich versuche das Ganze ziemlich neutral zu halten.

Beitrag von estragon 21.03.11 - 07:44 Uhr

Hallo,

genau darüber haben wir uns auch Gedanken gemacht. Wir sind beide zwar getauft und auch konfirmiert, aber nicht gläubig. Unsere Kinder sind nicht getauft. Trotzdem wollten wir, daß sie wissen, warum wir Wehnachten und Ostern feiern, was Kirchen sind etc.
Deshalb gehen die beiden zur Kinderkirche. Die findet einmal im Monat Samstags statt für 2,5 Stunden. Die Kinder basteln und toben und singen dort und bekommen halt nebenbei beigebracht, was Kirche ist, wer Gott und Jesus sind etc. Wir machen das noch nicht so lange, ich glaube sie waren jetzt erst 3 oder 4 mal dort, aber es gefällt ihnen total gut und sie haben schon 'ne Menge gelernt.
Nebenbei reden wir natürlich auch mit unseren Kindern über Gott usw. Ein uns sehr nahe stehender Onkel ist einen Tag vor Weihnachten gestorben und da waren natürlich Gott und Engel und Himmel usw. ein noch größeres Thema als sowieso schon. Das besprechen wir dann schon selbst mit den Kindern - aber die Grundlagen, wie Du das nennst, überlasse ich dann gerne den "Profis" :-p

Also viel Spaß beim Religionsunterricht ;-)

LG Grith

Beitrag von meandco 21.03.11 - 08:12 Uhr

#rofl

und wann und wo sollte sie bitte benachteiligt sein #kratz#augen

also ich würd mich einfach an die gängigen feste halten - weihnachten, ostern, ... und da mal gucken.

wir besuchen zb nur an ostern und weihnachten die kirche - und zu taufen und hochzeiten natürlich ;-) trotzdem weiß sie im groben bescheid.

einfach mal easy anfangen - christkind (das geht ganz leicht ;-) bringt ja auch die geschenke ...), ne krippe aufstellen zum christbaum, etc da kannst du das zubehör dann nebenbei loswerden (und die fragen dann ja auch mal).

noch ne kurze story anbei:
wir haben plastilin gespielt. der papa macht einen kopf (voll ausgeformt und mit viiiieel liebe gemacht) und steckt den kurzerhand auf einen bleistift.
so hält er ihn mir unter die nase "guck mal. schöööön oder?#verliebt" ...
ich: #schwitz "du warst wohl in einem früheren leben inquisitor ;-)"
er dreht sich um, macht ein kreuz mit den fingern und hält es mir vor die nase "hexe!!!!"
ich: #rofl
die kleine dreht sich um und zeigt auf das kreuz an der wand "da ist auch eine hexe!!!!!"
#rofl#rofl#rofl#rofl#rofl#rofl#rofl
naja ... dann haben wir ihr eben erklärt, dass das jesus ist. also das christkind wenn es erwachsen ist. mit den osterbegebenheiten haben wir sie aber noch nicht konfrontiert (also kreuz und so) und gefragt hat sie auch nicht ...

lg
me

Beitrag von grinsekatze85 21.03.11 - 08:58 Uhr

Hallo!

Mein Sohn ist erst 3 Jahre, mein Mann kath. ich evang. beide sind wir aber nicht sehr religiös.
Trotzdem erklären wir an Tagen, wie Ostern, Weihnachten, Nikolaus unserem Sohn das schon, warum wir das feiern.
Damit er es einfach mitlernt.
Genau so geht er an Allerheiligen und Totensonntag mit auf dem Friedhof, das gehört nunmal zu unserem Leben mit dazu.

Und obwohl wir nicht sehr religiös sind, können wir das Vater Unser und das Glaubensbekenntnis und wissen wie eine Messe abläuft, finde das gehört einfach auch zum *Allgemein Wissen* dazu und so lernt unser Sohn das mit und kann sich später seine eigene Meinung bilden!!!#pro

Selber habe ich schon vor Jahren, den glauben an Gott verloren, dennoch kann man Sohn das später alleine entscheiden und ich drücke ihm keine Meinung auf, sondern wir versuchen ihm das so neutral und kindgerecht mitzugeben!!

LG
grinse#katze

Beitrag von erstes-huhn 21.03.11 - 09:03 Uhr

Wir haben ein Jahresbuch, extra für Kinder, da sind alles Feste Oster, Pfingsten etc. erklärt, woher kommt der Brauch, welche Geschichte steckt dahinter...

So erfahren meine Kinder viel über Gott und Jesus, sie erleben aber auch, das ich nicht in der Kirche gehe. Das klappt gut, ich kann die Fragen beantworten, bin aber nicht unter Druck gesetzt.