wegen Diskussion männliche Erzieher - bitte Meinungen

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von binnurich 20.03.11 - 20:55 Uhr

Hallo,
vorab, ich will nicht provozieren.
Ich finde männliche Erzieher sinnvoll.
Aber was ich mir überlegt habe..so gerade beim lesen:

würde diese Diskussion ähnlich ablaufen, wenn es um Tagesväter gehen würde?
Würden wir - also die Mütter, die kein Problem mit einem Mann als Erzieher oder Lehrer haben - unsere Kinder auch zu einem Tagesvater bringen?

Das ist ja auch nur ein Job wie Erzieherin.
und so wie Erzieherinnen älter werden, werden auch Tagesmütter alter.

Was sagen wir, wenn der Erzieher irgendwann man 55 Jahre alt ist.?
Der Tagesvater ein älterer Mann?
Nicht mehr der junge alternative Typ?


Ich weiß gerade nicht... bei einem älteren Lehrer hätte ich keine Probleme, das weiß ich aus Erfahrung.

Danke für Meinungen.
Schönen Sonntag Abend!

Beitrag von mimi68 20.03.11 - 20:59 Uhr

Hallo,

wir haben an unserem KIGA auch einen männlichen Pratikanten und mein Sohn findet Ihn klasse, weil man mit ihm so toll spielen kann.

Aber einen Tagesvater? Ist schon irgendwie ungewöhnlich.
Ist ein schwieriges Thema.

Bin auf die Antworten gespannt.


lg
mimi

Beitrag von binnurich 20.03.11 - 21:14 Uhr

ja, wie gerade unter dir geschrieben: vermutlich prüft man genauer.



bei uns gab es einen männlichen Praktikanten, den finden die Jungs Klasse: endlich jemand, der Fußball spielen kann, nicht so ein Mädchen oder Frauenfußball :-)

Beitrag von sillysilly 20.03.11 - 21:06 Uhr

Hallo

es kommt immer auf den Menschen an -

erstens wäre es für mich ein Unterschied ob ein Erzieher jahrelang gearbeitet hat und dann Tagesvater macht
oder irgendein Mann mal schnell die 120 Std. abgesessen hat - das wäre mir dann vielleicht zu wenig. Außer er arbeitet schon einige Zeit als Tagesvater.
Weil ich da einfach Angst hätte, daß er im Alltag dann überfordert ist, oder gar nicht weiß was auf ihn zu kommt - auch in Form von Eltern :-p

Fazit
ich würde immer von Mann zu Mann unterscheiden
und von Erfahrung, Ausbildung

zudem würde ich mein Kind immer nur zu einer Tagesmutter, Tagesvater geben die mir empfohlen wurden, oder jemand kennt.
Bin da beruflich etwas vorbelastet ......... was manchmal für Tagesmütter rum laufen .....


Und ich finde es ist auch noch ein Unterschied ob mein Kind in einer Privatwohnung betreut wird oder in einer öffentlichen Einrichtung - vom Einblick her
aber das ist unabhängig von Mann oder Frau


Grüße Silly

Beitrag von binnurich 20.03.11 - 21:12 Uhr

ja, das könnte sein, wenn er eine solide Ausbildung hat und über nachvollziehbare gute Berufserfahrung verfügt.

Aber das ist kein Gleichbehandlungsprinzip... bei einer Frau hinterfragt man nicht so tiefgehen..also doch Generalverdacht für alle Männer.
Es entsetzt mich, aber ich stehe dazu....da komme ich an meine Grenzen.

Beitrag von sillysilly 20.03.11 - 21:17 Uhr

Hallo

aber meist ist es eine Mutter die dann das einfach weiter macht - die hatte das täglich und kann es sich jetzt auch für andere Kinder vorstellen

wenn ein Mann einfach so Tagesvater macht, würde ich vermuten es ist eine Notlösung und er wird einfach auch schnell wieder weg sein. Denn Tagesmutter, Tagesvater sein ist ein hartes Brot.

wenn der Vater vorher mit seinem Kind in Elternzeit zu Hause war, und dann weiter macht ist es für mich viel logischer.


Für mich ist das nicht der Generalverdacht sondern einfach die Erfahrung in dem Bereich.


Grüße Silly

Beitrag von binnurich 20.03.11 - 21:35 Uhr

das könnte stimmen

Beitrag von schnupps22 20.03.11 - 21:14 Uhr

Meine Tochter geht zu einem Tagesvater. Besser gesagt sind es 2 Tagesväter und eine Tagesmutter. Es ist ein Zusammenschluss von 3 Betreuern mit 12 Kindern.
Ich finde es toll. Meine Tochter tobt sehr gerne und die beiden Tagesväter toben den ganzen tag mit den kindern während die tagesmutter eher mit den kindern liest, kuschelt, bücher ansieht oder geschichten erzählt. das ist eine supermischung und meine tochter hat sogar einen etwas besseren draht zu dem tagesvater. Ich hätte anfangs auch gedacht dass sie sich eher an die TM hängt, aber es ist genau anders.
Die 2 Betreuer sind alle um die 35 und ich muss ehrlich sagen, währen sie um die 60, würd ich glaub ich etwas anderes suchen. Aber sie ist ja nur bis zum 3. Lebensjahr dort daher wird sie die 60 von diesen Tageseltern nicht mehr erleben ;-)

Beitrag von binnurich 20.03.11 - 21:18 Uhr

ja... auch eine Möglichkeit... das kenne ich auch, wo siche mehrere Tagesmütter zusammenschließen, da traut man sicher dem Tagesvater auch wieder leichter

aber im Ernst, wenn sie 60 sind, können sie doch immer noch gut sein.
was sollen sie sonst bis zur Rente machen?

Beitrag von schnupps22 20.03.11 - 21:43 Uhr

Da hab ich noch nie drüber nachgedacht. Aber irgendwie ist es schon komisch wenn ich ein kleines kind habe und eine betreuungsstätte suche und dann auf einen 60 jährigen Mann stoße. Hmmm ich weiss nicht. Also bei dem Tagesvater meiner Tochter hab ich absolut keine Bedenken, ich vertraue ihm total..... Am Anfang war es nur er und noch eine Tagesmutter, aber 3 Wochen nachdem meine Tochter dorthin ging, kam die info dass noch ein Tagesvater dazukommt. Angfangs dachte ich: ohje ein männlicher und eine weibliche betreuerin sind doch supi..... aber jetzt stell ich fest, dass 2 Tagesväter auch nicht schlecht sind.
Allerdings muss ich dazu sagen dass der Betreuungsort NICHT eine privatwohnung ist sondern angemietet Räume im EG mit einem riesenfenster wo man von der strasse aus super reinsehen kann. Ausserdem ist die Tagesmutter ja auch jeden tag da. da tut schon keiner meiner tochter was..... es ist ja nie einer alleine mit den kids.

Ich denke aber zu einem 60 Jährigen den ich nicht vorher kannte würd ich sie nicht geben.

Beitrag von binnurich 20.03.11 - 21:45 Uhr

es schrieb hier jemand: weil wir es nicht gewohnt sind....
ich glaube, das ist wie mit deinen Tagesvätern.... wir sind es nicht gewohnt....wir werden uns gewöhnen

und wenn unsere Kinder dann ihre Kids zum älteren Tagesvater bringen, finden wir das vielleicht gar nicht mehr befremdlich ....wer weiß :-)

Beitrag von schnupps22 20.03.11 - 21:53 Uhr

Ja das stimmt. Wir werden sehen... ;-)

Beitrag von anjastein 20.03.11 - 21:14 Uhr

Hallo
Hab den ersten Beitrag schon gelesen und war mir unsicher mit der antwort.
ABER warum nicht!?
Wir haben in der Kita einen Erzieher das ist auch der stellvertretende Leiter. Und dann mehrere Praktikanten. Ich habe heute nachmittag mit meiner Tochter(41/2) darüber gesprochen weil es mich sehr beschäftigt hat und sie findet die " Jungs" cool! Sie sagt mit den kann man mehr spielen und auch mal raufen( im allgemeinen kleine Jungs, also in ihrem alter, findet sie doof).also warum nicht es geht doch drum das die Kids sich wohl fühlen und nicht wir Eltern. Und warum alle Männer als "sexualverbrecher" vermuten(ist jetzt nicht böse gement nur deutlich)!
Gebt doch den Männern in einem frauenberuf auch ne Chance. Wir Frauen wollen es doch andersrum auch!!!
Lg Anja

Beitrag von binnurich 20.03.11 - 21:20 Uhr

bei uns sind die männliche Praktikanten auch mmit begeisterung aufgenommen wurden.
Aber ich denke eben ein allein arbeitender Tagesvater würde durchaus auf mehr gesellschaftliche Skepsis treffen.

Das o. beschriebene Modell mit einer Tagesmütter -väter gemeinschaft, scheint mir da perfekt

Beitrag von anjastein 20.03.11 - 21:31 Uhr

Ja klingt perfekt aber wie oft hat man das schon?
Aber um so ein perfekten tagasvater zu bekommen Mus er ja auch erstmal ein Praktikum in einer kita oder eine Ausbildung übers Jugendamt ( ist bei uns zu mindestens so) gemacht haben. Ich will jetzt nicht naiv klingen es gibt da mit Sicherheit auch schwarze Schafe, aber man muss den " Jungs " doch auch ne Chance geben, wie sollen sie sich beweisen wenn sie von vorherein abgelehnt werden? Sie müssen ja auch irgendwie ihre Ausbildung machen und das ist nun mal meist in ner Kita !

Beitrag von binnurich 20.03.11 - 21:36 Uhr

klar... ich bin auch dafür den jungs die chance zu geben

schließlich bin ich eine Frau, die in einem Mänenrberuf tätig ist :-)))

Beitrag von anjastein 20.03.11 - 21:42 Uhr

Darf ich fragen was du beruflich machst?

Beitrag von gingerbun 20.03.11 - 21:20 Uhr

Hallo,
ich würde meine Kinder auch zu einem Tagesvater schicken. Es geht darum was mein Bauchgefühl mir sagt und wie ich die Person finde. Männer unter einen Generalverdacht zu stellen finde ich unmöglich. Ich hab sowieso erst gedacht dass dieser Thread ein Witz ist. Dass Frauen so noch denken geht mir gar nicht in den Kopf. Missbrauch hat es schon immer gegeben. Es ist auch nicht mehr geworden, das scheint nur so.
Unsere Tochter hat einen Erzieher. Ich empfinde das wie einen Sechser im Lotto, auch für die Jungs. Leider geht er bald woanders hin. Ich hab deswegen wirklich geheult. Es ist ein Verlust.
Gruß!
Britta

Beitrag von binnurich 20.03.11 - 21:41 Uhr

wie jemand unter dir schrieb:

bestimmte Dinge sind wir einfach noch nicht gewohnt... den Erzieher kennen viele von uns schon den Tagesvater noch nicht...

das genau wird der der Grund sein...

Beitrag von sam80 20.03.11 - 21:21 Uhr

Hallo,

Ich hab mich jetzt mal mit meinen Mann über das Thema unterhalten und ihn gefragt wie es ihm gehen würde.
(Muss dazu schreiben das wir seid diesem KiGa-Jahr ebenfalls einen männl. Erzieher haben und wir das total Klasse finden, da er dazu noch Schwede ist und den Kids noch andere Einflüsse mitbringt. Und er ist mitte 30!)

Und wir würden uns wahrscheinlich folgendes Fragen:
Macht dieser 'ältere' Herr diesen Beruf schon länger? Hat er umgeschult? Wieso hat er umgeschult?

Wenn es ein Erzieher/Tagesvater mit längerer Berufserfahrung ist, wäre es nicht mit so einem Gefühl des, ich nenn es mal 'Unbehagens' behaftet, als wenn es jemand mit längerer Erfahrung wäre.

Ich glaube es liegt wirklich daran, das diese 'Erziehungs-Berufe' einfach immer Frauen-Jobs war. Es war einfach ungewöhnlich einen Mann dort zu sehen und deswegen gibt es einfach keine 'Generation 50+" bei Männern in diesen Jobs.
Vor rund 30 Jahren konnten Männer mit ihren Berufen noch eine Familie größtenteils ernähren und Frauen machten dies um mal 'raus zu kommen' oder einfach was dazu zu verdienen.
Mit diesen Berufen konnten die Männer nunmal keine Familie ernähren.

In einigen Jahren wird sich diese 'Befangenheit' bestimmt nicht mehr stellen da es zu einem Wandel in den Berufen kommt. Und unsere Enkel oder Ur-Enkel werden es hoffentlich nicht mehr anders kennen.

LG
sam80

Beitrag von binnurich 20.03.11 - 21:38 Uhr

"In einigen Jahren wird sich diese 'Befangenheit' bestimmt nicht mehr stellen da es zu einem Wandel in den Berufen kommt. Und unsere Enkel oder Ur-Enkel werden es hoffentlich nicht mehr anders kennen."

das unterschreibe ich sofort

Beitrag von sillysilly 20.03.11 - 21:42 Uhr

Hallo

das sehe ich absolut anders

denn kaum ein Mann kann mit dem Gehalt eines Erziehers überleben,
außer er hat eine Frau die das Geld ran schafft

und von dem her werden Männer eine absolute Ausnahme bleiben

oder in den Schichtbereich, Heimdienst wechseln denn da kommt dann ein bißchen mehr zusammen


Grüße Silly

Beitrag von binnurich 20.03.11 - 21:47 Uhr

ich vermute eher, der Mann wird sich typisch Mann verhalten und die Frauen auch...so wird nicht selten aus dem Mitarbeiter der Leiter der Einrichtung werden.

Beitrag von sillysilly 20.03.11 - 21:51 Uhr

Hallo

bei einigen stimmt es - aber nur bei einigen, kenne kaum männliche Einrichtungsleitungen


aber die meisten Erzieher die ich kenne, und es waren einige
Ausbildung und Beruflich

waren alle schneller wieder weg als man schauen kann

Bleiben sie dabei - machen sie in der Regel weiter zum Sozialpädagogen


Grüße Silly

Beitrag von skbochum 20.03.11 - 22:03 Uhr

Hallo,

was verdienen denn Erzieher in Kindergärten?

Gruss