Wenn sich Kinder zerreißen.......

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Forum: Familienleben

Die Oma füttert die Kinder übermäßig mit Süßigkeiten, Probleme mit der Schwiegermutter, Tipps zum Feiern der Taufe: Hier ist Platz für alle Themen rund um die Familie.

Beitrag von waringahm 20.03.11 - 23:21 Uhr

Hallo ihr lieben

Meine Tochter lebt nun seit gut 2,5 jahren bei mir, vor dieser Zeit hatte ich mit meiner EX-Frau vereinbart, das unsere Tochter eine Woche bei ihr und eine Woche bei mir ist.
Zum damaligen Zeitpunkt hatten wir vereinbart das unsere Tochter ein Jahr bei mir bleibt und hier zur Schule geht, da ihre Mutter Nachmittags arbeiten muss.
Nach dem besagtem Jahr, war es nun so, das sie keine Vormittagsstelle bekommen hat und meine Tochter weiterhin bei mir blieb. Was für meine kleine auch total inordnung war/ist, stören tat und tut sie nur, das sie sowenig Zeit mit ihrer Mutter hat.
Zwischen drin gab es immer mal wieder Phasen wo meine kleine zu Ihrer Mutter wollte, meist dann, wenn ihre Mutter damit begann und sie fragte ob sie nicht bei ihr wohnen möchte, diese Frage kam meistens dann wenn es Zeit war wieder zu Papa zu gehen, sprich wenn es hieß abschied von ihrer Mama zu nehmen und zu wissen wir sehen uns, erst in einer Woche wieder. Zur Zeit ist dies wieder so. Der unterschied ist nun jedoch, das ihre Mutter darauf besteht das unsere Tochter ab Sommer wieder bei ihr wohnen soll, denn es war ja so abgesprochen und unsere Tochter (9) will das ja auch so, als weiteren Punkt führt sie an, das sie ab Sommer nun auch Vormittags arbeitet. Es ist für mich ganz klar Fakt, das meine kleine ihre Mama vermisst und es ist für mich auch klar, das sie zu ihrer Mama sagt, „Ja ich will bei dir wohnen!“. Nebenbei bemerkt, wenn sie bei mir ist, sagt sie es quasi umgekehrt, „Ich möchte bei dir bleiben Papa!“.

Mir ist bewusst das es für meine Tochter nicht leicht ist, sie befindet sich in einem Dilemma. Einerseits möchte sie mehr Zeit mit ihrer Mutter verbringen, sie möchte das ihre Mutter auch zu Aufführungen und ähnlichem kommt, zum anderem möchte sie aber bei ihrem Papa bleiben, am liebsten wäre es ihr wenn sie jeweils eine Woche bei Mama eine Woche bei Papa sein könnte, unabhängig vom Herzenswunsch aller Kinder, das Mama und Papa doch am liebsten gleichzeitig da sein sollen. Wie bei vielen anderen Kindern in solchen Situationen ist auch meines von Verlustängsten geplagt, die sich so äußern, das sie weder Mama noch Papa weh tun möchte, und so entsteht natürlich kein klares Bild von dem was meine kleine möchte.

Ich weiss nun wirklich nicht was ich tun soll, bei Mama sagt sie es so und bei Papa sagt sie es wieder ganz anders. Sie will mehr Zeit mit ihrer Mutter, möchte aber eigentlich nichts an der räumlichen Situation ändern.

Habt ihr vielleicht Ideen, wie ich mich verhalten sollte?
.

Beitrag von gh1954 20.03.11 - 23:46 Uhr

>>>Habt ihr vielleicht Ideen, wie ich mich verhalten sollte?<<<

Ihr müsst als Eltern eurer Tochter klar vermitteln, dass ihre Entscheidung, bei wem sie leben möchte, nichts an der Liebe zu ihr verändert.
Meiner Meinung nach sollte ein Kind so eine Entscheidung nicht treffen müssen.

Beitrag von waringahm 20.03.11 - 23:51 Uhr

Da stimme ich dir zu, leider drängt ihre Mama wehemend dazu, das sie sich entscheiden soll bzw. in den Augen ihrer Mutter hat sich unsere Tochter schon entschieden.

Beitrag von gh1954 21.03.11 - 00:00 Uhr

Dann nehmt ihr die Entscheidung ab.
Das wäre für mich als Kind unvorstellbar gewesen, mich entscheiden zu müssen. "Ich will zu Mama" bedeutet für ein Kind ein klares "Ich will nicht bei Papa bleiben". Egal, wie sie sich entscheidet, hat sie das Gefühl, einem von euch weh zu tun.

Beitrag von waringahm 21.03.11 - 00:03 Uhr

Stimmt, aber da beiße ich ziehmlich auf Granit. Für ihre Mutter steht fest die kleine soll zu ihr kommen.

Beitrag von gh1954 21.03.11 - 00:07 Uhr

Deine Antwort verstehe ich nicht.
Es war doch abgemacht, dass das Kind zur Mutter gehen soll. Oder habe ich da etwas falsch verstanden?

Beitrag von waringahm 21.03.11 - 00:14 Uhr

Ja das war damals so vereinbart, unter der Premisse, das sie einen Vormittagsjob hat, den sie aber nicht bekam. Nun im Sommer könnte sie einen bekommen, jedoch denke ich, das es nur sinnvoll ist, wenn unsere kleinen nun das letzte Jahr (4Klasse) hier fertig macht und dann zu ihrer Mutter geht, wenn sie es denn dann wirklich will.

Beitrag von gh1954 21.03.11 - 00:17 Uhr

Ok, ich hatte einen Schulwechsel nicht in Betracht gezogen.

Allerdings ist es sinnvoll, dass sie nicht erst dann umzieht, wenn ein Übergang zur weiterführenden Schule ansteht und sie DANN in einen fremden Bezirk kommt und sie Einzelgängerin in der neuen Schule ist.

Beitrag von waringahm 21.03.11 - 00:20 Uhr

Nein so ist es nicht, die Schüler der Grundschule, gehen alle dort auf die weiterführende Schule.

Beitrag von lisasimpson 21.03.11 - 11:21 Uhr

dann tu deinen job und klär das mit der mutter.

Ihr gebt der Tochter viel zu viel verantwortung.
wenn du dir einig bist mit der mutter, dann verkündet ihr die entscheidung.

Für deine tochter ist es besser, die schule jetzt zu wechseln als mit dem wissen leben zu müssen, daß sie die entscheidung getroffen hat, die entweder mama oder papa verletzen könnte


lisasimpson

Beitrag von witch71 20.03.11 - 23:52 Uhr

Wie weit wohnt Ihr denn auseinander, also Du und Deine Exfrau?

Beitrag von waringahm 21.03.11 - 00:01 Uhr

Lediglich 3 Kilometer, ich wohne in einem Dorf und sie halt einen Ort weiter in der Stadt. Unsere kleine geht ein Dorf weiter auf eine Grundschule

Beitrag von witch71 21.03.11 - 00:11 Uhr

Das heisst aber, sie müsste die Schule wechseln, wenn sie wieder zur Mutter ginge?

Beitrag von waringahm 21.03.11 - 00:16 Uhr

Nein, es wäre lediglich umständlicher, da sie von hier mit dem Bus fahren kann, von dort aus müsste sie immer gefahren werden und wir müssten eine Ausnahmegenehmigung haben, da der Ort wo ihre Mutter wohnt nicht in den Einzugsbereich der Schule fällt. Zur Erklärung, unsere Tochter geht auf eine Grundschule die 7 Kilometer entfernt in einem anderem Dorf ist.

Beitrag von witch71 21.03.11 - 00:23 Uhr

Ich denke aber auch, dass es das Beste wäre, den Wechsel in den Sommerferien, bevor sie auf die weiterführende Schule geht, zu machen.

Dann aber auch nicht, ohne mit Tochter und Mutter eine ausreichende Umgangsregelung zu finden. Ich glaube, das zerreisst das Kind so, die Woche, von der Du gesprochen hast ist ihr viel zu lang. Und Dir ja sicher auch, eine ganze Woche ohne das Kind gesehen zu haben, wenn sie vorher bei Dir gewohnt hat.. uff.

Schnapp Dir mal die Mutter und erweitert am Besten jetzt schon den Umgang zwischen den Beiden. Vielleicht kann sie sie Mittwoch Nachmittag immer betreuen, Du holst sie dann Abends bei der Mutter ab?

Beitrag von waringahm 21.03.11 - 00:31 Uhr

Zur Zeit arbeitet sie ja noch nachmittags, also sowas würde nicht gehen. Aber ähnliches wollte ich ja auch schon machen, so wollte ihre Mutter sie immer Mittwochs anrufen, das ging genau zwei WOchen gut, dann war sendepause. Für mIch ist es wichtig zu wissen will meine Tochter das denn wirklich?
Ob sie letztlich nach der 4 Klasse wirklich zur Mutter will, das steht auch noch in den Sternen, vom Weg her wäre es egal, denn dorthin fährt hier immer ein Bus dort müsste sie die 2km eben laufen.

Unabhängig davon, hier hat sie ihre Freunde, ihren Hund, einen Garten einen Bach an den sie immer gehen usw. halt Dorf. Dort würde sie in einem 4 Familien Haus leben, aller dings ohne Garten usw.. Der Weg zu freunden wäre dort auch länger, da die alle hier in den dörfern leben und sie hier problenlos von Dorf zu Dorf fahren könnte ohne durch den Stadtverkehr zu müssen.

Beitrag von simone_2403 21.03.11 - 10:48 Uhr

Hallo

Sie ist 9 keine 3 mehr,sprich mit ihr was sich alles verändert,würde sie zu ihrer Mutter ziehen.

Mach ihr klar,das es nichts mit eurer Liebe zu tun hat sondern das es lediglich einschnitte geben wird (weiter weg zu Freunden ect) Versuch ihr das alles neutral zu vermittel,nicht das sie das Gefühl bekommt alles zu "verlieren" .

Gruß

Beitrag von ichclaudia 21.03.11 - 19:09 Uhr

"Unabhängig davon, hier hat sie ihre Freunde, ihren Hund, einen Garten einen Bach an den sie immer gehen usw. halt Dorf. Dort würde sie in einem 4 Familien Haus leben, aller dings ohne Garten usw.. Der Weg zu freunden wäre dort auch länger, da die alle hier in den dörfern leben und sie hier problenlos von Dorf zu Dorf fahren könnte ohne durch den Stadtverkehr zu müssen."

Sorry, das klingt für mich, als ob du nur alle Nachteile aufzählst, damit deine Tochter unter keinen Umständen zur Mutter zieht...Traust du deiner Tochter nicht zu, auch im neuen Wohnort Freundschaften zu schließen ??? Warum nicht ??? Ist sie zu schüchtern ???? Kann sie Euren Hund nicht mehr sehen, wenn sie euch besucht ??? Wollt ihr den abschaffen, wenn sie zur Mutter zieht ??? Oder: Wenn es ihr Hund ist: Dann würde der ja auch mit zur Mutter ziehen... Was ist schlimm daran, in einem 4-Familien-Haus zu leben ?? Im Idealfall wohnt direkt nebenan eine kleine Familie mit einem Nachbarskind....Wozu muss die Mutter einen Garten haben??? Klar im Sommer ist es schön, aber im Sommer ist es genauso schön ins Freibad, in den Tierpark etc. zu fahren und für ein Kind mit 9 Jahren auch deutlich spannender als Gartenarbeit...
An den Stadtverkerh müsste sie sich doch spätestens gewöhnen, wenn sie auf die weiterführende Schule kommt...Warum denn nicht schon vorher ???

Für mich sind das alles fadenscheinige, an den Haaren herbeigezogene Gründe. Ihr hattet damals die Absprache, dass die Tochter vorerst bei dir wohnt und sobald die Mutter eine Vormittagsstelle bekommt, diese zu ihr zieht...Die Mutter hat sich an die Absprache gehalten und das Kind bei dir wohnen lassen, warum willst du dich nun nicht an deinen Teil der Abmachung halten ???

Beitrag von amory 21.03.11 - 09:16 Uhr

Hallo,

ein Kind kann so etwas nciht entscheiden.
Die Mutter hat sich entschieden (entsprechend einer vereinbarung, die ihr vorher getroffen habt)
In meinen Augen bist du der einzige, der sich da gerade querstellt (auch wenn ich dich verstehen kann).

Mein Rat ist deshalb: Nimm den Druck von deinem Kind. das geht nur, wenn du sie gehen lässt.

Vielleicht könnt ihr euch ja an einem Nachmittag pro Woche zusätzlich zu den Wochenenden treffen, dann sind die Abstände nciht so lang.

Und ich würde mit der Mutter einen klaren zeitraum vereinbaren, in dem die Wohnsituaiton nochmal besprochen wird.

Dann hat diene Tochter Klarheit: Sie zieht jetzt erstmal zu ihrer Mutter und in einem halben oder ganzen Jahr zeiht ihr ein gemeinsames Resüme.
Dann könnt ihr schauen, ob die Lösung gut ist.

Grüße, Amory


Beitrag von bruchetta 21.03.11 - 09:37 Uhr

Ich habe auch das Gefühl, dass Du derjenige bist, der Deine Tochter nicht zur Mutter gehen lassen will.

Ich würde die Mutter bis zu den Sommerferien vertrösten und danach einen Versuch starten.
Der Rest wird sich zeigen.

Beitrag von knackundback 21.03.11 - 10:42 Uhr

Auch bei mir schleicht sich der Eindruck ein das DU derjenige bist der die Tochter nicht gehen lassen kann.
Vielleicht vermittelst Du Ihr das auch unbewusst? (ich rede hier nicht von böswilliger Absicht!)

Wenn all die Sachen wie Schule, Freunde, Hund, ein Bach (?) nun als Gründe herangezogen werden.. wie genau sollte das dann bei 1 Woche hier und 1 Woche da laufen?

Generell muss ich sagen das ich nicht denke das es Deine Tochter schlechter hat nur weil Sie dann eben in einem 4 Familienhaus lebt in dem es evtl. keinen Garten oder Bach gibt.

Versuche Ihr das Gefühl zu vermitteln das es ok ist was auch immer Sie möchte (ob nun bei Mama oder Papa leben).

LG

Miri

Beitrag von butler 22.03.11 - 13:31 Uhr

Bekannte von uns "teilen" das 14 tägig auf und sind wegen des Sohnes nebeneinander gezogen! So hat der Sohn beide.
LG