Wer hat eine eigene Solaranlage auf seinem Dach/Grundstück?

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Forum: Energie sparen

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Beitrag von myimmortal1977 20.03.11 - 23:41 Uhr

Hallo :-)

Wollte fragen, ob es jemanden gibt, der eine eigene Solaranlage betreibt und mit welchen Kosten ich ungefähr bei einem Reihenhaus rechnen müsste, wenn ich einseitig eine auf das Dach setzen lassen möchte.... Ca-Kosten.

Wie viel konntet Ihr ungefähr mit dem eingespeisten Strom pro Jahr einsparen?

DANKE!

Janette

Beitrag von ichbins04 21.03.11 - 19:39 Uhr

hallo,#wir haben eine solaranlage auf dem dach... für warmwasser.

du meinst eine photovoltaik anlage

gruß ichbins04

Beitrag von sissy1981 22.03.11 - 11:17 Uhr

Die Kosten, der Ertrag etc. pp hängen mitunter von der Dachgröße und Position und der Anzahl der Kollektoren ab.

Ein seriöser Anbieter wird sich euer Dach anschauen und euch dann eine Kalkulation machen können ob es sich lohnt eine Photovoltaikanlage installieren zu lassen.

Eine Solaranlage lohnt sich meistens durch die Bereitung des Warmwassers eher als eine PV-Anlage auf einem Dach mit geringer Auslastung

Beitrag von myimmortal1977 23.03.11 - 22:32 Uhr

Danke für den Tipp!

Ist für uns noch absolutes Neuland. Möchten uns demnächst mit 2 - 3 Anbietern unterhalten. Aber ein bisschen Vorwissen schützt natürlich davor letzten Endes doch etwas unbrauchbares angedreht zu bekommen.

#danke Janette

Beitrag von wolke151181 22.03.11 - 14:32 Uhr

Hallo!

Uns wurde gesagt (letztes Wochenende war bei uns Messe), dass man im Schnitt mit 2300 € pro kWh rechnen muss.

Wieviele kWh ihr auf euer Dach bekommt, muss man errechnen lassen. Anbieter müssen Dachgröße, Neigung, Gradzahl der Südabweichung und evtl. Anbauten, wie Kamin, Gaube usw. miteinbeziehen und stellen dann einen Engeriebillanz auf.

Unser Haus ist ein Satteldach mit 18 ° Neigung, Südseite, 46 m². Wir werden ca. 5-7 KW aufs Dach bringen. Berechnungen laufen gerade.

Ich hoffe, ich konnte dir ein bisschen helfen.

Mit freundlichen Grüßen,

Claudia

Beitrag von sunny993 23.03.11 - 21:10 Uhr

Hallo Janette,

falls Du eine Photovoltaik-Anlage meinst...

Netto-Rendite ca. 10 % p.a.

Wenn Du die Kohle nicht hast... nach ca. 9-10 Jahren bist Du bei +/- null.

Wenn Du den Unterschied zwischen Solar / Photovoltaik nicht kennst...

lass die Finger davon

Sunny

Beitrag von myimmortal1977 23.03.11 - 22:28 Uhr

"Wenn Du den Unterschied zwischen Solar / Photovoltaik nicht kennst..."

Wo liegt denn der Unterschied? Hast mich ja jetzt neugierig gemacht.

Mein einziges Grundwissen beläuft sich darauf, dass es Anlagen gibt, die mit Warmwasser gekoppelt sind und welche, die nur auf Strom auszielen.

DANKE #herzlich

Janette

Beitrag von wemauchimmer 24.03.11 - 08:54 Uhr

Das ist ein himmelweiter Unterschied!

Eine Solaranlage (Anlage zur solaren Warmwasserbereitung) dient dazu, mit Hilfe der Sonne Wasser zu erwärmen. Dazu wird eine (frostsichere) Flüssigkeit durch Kollektoren auf dem Dach gepumpt und über einen Wärmetauscher wird das Wasser erwärmt. Man benötigt einen mehr oder weniger großen Pufferspeicher. Es gibt Internetseiten, wo man die Auslegung (also wieviel Quadratmeter Kollektorfläche und wieviel Liter Pufferspeicher pro Person je nach Wohnort und Ausrichtung/Neigung des Dachs man braucht). Der Vorteil ist, daß man von März bis Oktober kaum oder gar keine sonstige Energie braucht, um heißes Wasser zu haben. So spart man Brennstoffkosten, die Therme wird im wesentlichen nur im Winter gebraucht, so daß sie länger hält und seltener gewartet werden muß. Die Anschaffung wird evtl ein wenig bezuschußt (kenne die aktuellen Förderungen aber nicht, bei uns waren es ca. 20%). Die Anschaffungskosten gegen die Gas/Öl-Ersparnis gerechnet, lohnt sich's heutzutage wohl eher nicht wirklich, jedoch bei steigenden Energiepreisen wird man diesen Punkt schnell erreichen. Es gibt auch Anlagen, wo die Wärme zur Heizungsunterstützung genutzt wird, was aber nicht so sinnvoll ist, weil die Wärme halt vor allem im Winter gebraucht wird, wenn die Sonne wenig scheint.

Eine Photovoltaikanlage erzeugt aus Sonnenlicht elektrische Energie. Diesen Strom kannst Du in das Stromnetz einspeisen und bekommst dafür einen vollkommen übertriebenen Preis, der auf viele Jahre hinweg garantiert ist. Diese Einnahmen führen dazu, daß Du letzlich für das eingetzte Geld (Investition in die Anlage) eine sehr hohe Rendite bekommst. Das fiese an der Sache ist, daß diese Rendite aber durch eine Umlage auf den Strompreis finanziert wird. Das heisst, alle Deine Mitbürger, insbesondere auch die, die in einer Mietwohnung wohnen und keine Möglichkeit haben, eine Photovoltaikanlage zu kaufen, müssen dafür bluten. So etwas machen also nur Leute, die keinerlei soziales Gewissen haben und ausschließlich auf ihren eigenen Vorteil bedacht sind. Gibt ja aber genug davon bei uns in Deutschland.

LG

Beitrag von katiegriggs1010 26.03.11 - 12:01 Uhr

Hallo Janette,
Ich habe gestern eine Solarrechner hier gefunden die ich ziemlich einfach und hilfreich finde: http://www.solarworld.de/service/solarstromrechner/


Wichtig zu wissen, ist wie viele quadrat m beim Dachfläche/die Neigung/Ausrichtung (am besten süd!)

Beim solarworldrechner habe ich die folgende Beispiele gefunden:

1.38KWP = 15quadrat m. kostet c.4200EUR und erträgt c. 1500KWh Strom pro Jahr (und vermeidet c. 800kg/0.8Tonne CO2 pro Jahr)

3.68KWP = 40 quadrat m. kostet c. 11000EUR und erträgt c. 3472KWh Strom pro Jahr (und vermeidet c. 1.9Tonne CO2 pro Jahr)

Ich hoffe dass hilft... ich interessiert mich auch neulich beim PVs und finde es sehr interessant.

Viele Grüße
Katie



Beitrag von windiwin 15.04.11 - 10:57 Uhr

Hi,

die Berechnungen sind ja gut,... ABER... die CO2 einsparungen sollte man sich mal überlegen. Bei der Produktion wird so viel Energie benötigt das man die Einsparung mal dezent Streichen kann. Das Erz muß gefördert werden, gereinigt werden, Transportiert werden und und und....

Ich persönlich finde Solarzellen auch gut, aber diese CO2 *** sollten sich die anbieter mal sparen. Sie sollten lieber mal die CO2 und kostenrechnung mal anders machen, so ala Schadstoffe bei der Herstellung, Energieverbrauch für Produktion usw., gegen erzeugung der Zelle.

mein Dach ist genau Ausgerichtet nach Süden, ideale Neigung usw. Was mich abgehalten hat?... Die kosten. Alleine bis man die Investitionen wieder rausbekommt und da ist kein neuer Inverter mal mit eingerechnet, noch eine Zelle die defekt ist, noch eine "Notabschaltung" für die Feuerwehr (macht kaum einer rein, so nach dem Motto mein Haus brennt schon nicht), noch die zusätzlichen Versicherungskosten (Blitzschutz usw.)

Ich selbst habe mich dann für die WW Aufbereitung entscheifen. Ich habe 3 X 300 Liter Speicher im Haus. Warum 3? Ganz einfach icjh habe die einzelnen schneller geladen als einen Großen. Die 3 Sind nacheinander geschaltet, in einem extra Raum drin, den ich nochmals Isoliert habe um weniger wärme zu verlieren. Ich habe jetzt schon die WW-Aufbereitung von der Heizung aus (die ist als "Durchlauferhitzer" nach dem Speicher geschaltet) Wir kommen mit den 900 Litern WW fast eine Woche im 4 Pers haushalt aus. Wobei ich auch sagen muß, das ich die Speicher normal bis 75 Grad C lade, also 15 Grad häher als es eine Standartheizung macht. Kalkproblem habe ich behoben mit Weichwasseranlage,.. das Spülwasser der Anlage geht mit in die Toilettenspülung... Aber jetzt weiche ich extrem ab...