Sprachprobleme u. Verhaltensauffällig

Archiv des urbia-Forums Leben mit Handicaps.

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Forum: Leben mit Handicaps

Stolpersteine im Leben sind manchmal überwindbar, manchmal muss man sich mit ihnen arrangieren. Hier ist der Ort, um darüber zu sprechen: Entwicklungsverzögerung beim Kind, ADHS, das Down-Syndrom, Spina Bifida, Leben im Rollstuhl ...

Beitrag von jungs-mami 21.03.11 - 07:14 Uhr

Hallo, vielleicht könnt ihr uns helfen. Unser KA vertröstet uns immer wieder und wir kommen einfach nicht weiter.
Unser Sohn ist im Januar 3 geworden, hat noch nie richtig gesprochen, ein paar Wörter, aber für außenstehende meist nicht verständlich.
Er hatte letztes Jahr Paukenröhrchen bekommen, hat meiner Meinung nach nichts genützt.
Er wiedersetzt sich allem, ist sehr trotzig, erst dachte ich Trotzphase, aber es wird immer schlimmer. Er will einfach nicht hören, ist manchmal wie aufgedreht und wir finden keinen Ausknopf.
Er haut sehr oft seinen ältesten Bruder, Machtkämpfe? aber es macht mich fertig, er hört dann aber auch nicht auf zu stänkern.
Ist er vielleicht krank? Kennt das jemand von euch? Wäre toll, wenn ihr mir ratschläge geben könnt. Danke, Lg.

Beitrag von munirah 21.03.11 - 08:06 Uhr

Wenn er Paukenröhrchen bekommen hat, hat er also die Möglichkeit, gut zu hören. Aber wie sieht es mit der Wahrnehmungsverarbeitung aus?
Fragt doch mal euren KiA, ob er euch ein Rezept Ergotherapie zum Abklären verschreibt. Oder geht auf eigene Faust hin und lasst euch beraten.

Beitrag von kati543 21.03.11 - 08:35 Uhr

Ich kann dir nur einen Ratschlag geben: Wechsle den Kinderarzt oder hole dir zumindest eine Zweitmeinung ein. Eine Ferndiagnose können wir alle nicht stellen. Aber ich habe von nicht wenigen Müttern von besonderen Kindern gehört (und war auch selber betroffen), dass der ursprüngliche Kinderarzt die Beschwerden und Probleme der Kindern nicht erkannt oder den Erzählungen der Eltern keinen Glauben geschenkt hat.
Welche Therapien bekommt denn dein Sohn?

Beitrag von jungs-mami 21.03.11 - 13:43 Uhr

So, habe heute einen anderen KA angerufen und sofort Termin bekommen.
Er war super, hat uns auch zugehört. Arzt findet ihn auch auffällig, besonders Sprache. Es wird jetzt ein Entwicklungstest durchgeführt.
Bin schon sehr gespannt, was dabei raus kommt. Bin so froh das uns entlich geholfen wird.
Er bekommt mometan keine Therapien, da unser vorheriger KA erst mal ein halbes Jahr abwarten wollte.

Beitrag von kati543 21.03.11 - 20:27 Uhr

Wer führt denn den Entwicklungstest durch? Habt ihr eine Überweisung in ein SPZ bekommen und auch mal eine für Logo und Ergo?
Das Problem mit den Abwarten ist doch einfach: In keinem späteren Alter lernen Menschen so schnell und so viel, wie als Kinder. Verpasst man diese Zeit, ist das auch nicht mehr aufzuholen. Ganz besonders gilt das natürlich noch für besondere Kinder. Ein halbes Jahr ist in dem Alter eine Ewigkeit.

Ich kann dir nur von unserer alten KiÄ erzählen. Laut ihrer Meinung waren meine Jungs auch komplett gesund und normal entwickelt. Der Grund, warum ich eigentlich gewechselt bin, hat sich mittlerweile erledigt und wurde austherapiert. Aber es wurden eben noch viele andere Probleme festgestellt. Heute - 1,5 Jahre später - habe ich einen schwerbehinderten Sohn (SBA: 70 H) und einen schwerst mehrfachbehinderten Sohn (SBA: 100 B, G, H + Pflegestufe 1).

Beitrag von 3wichtel 22.03.11 - 08:40 Uhr

Wenn die Paukenröhrchen nichts geholfen haben, dann kommen ja noch andere Hörprobleme in Frage:
Von einer auditiven Wahrnehmungsstörung (Schall kommt im Ohr an, findet aber nicht die richtige Verarbeitung im Gehirn) bis hin zur "echten" Schwerhörigkeit.

Mein Sohn hatte chronische Paukenergüsse und große Polypen. Gesehen wurde das schon rund um den ersten Geburtstag. Ich musste aber 2 (!) Jahre mit dem HNO-Arzt diskutieren, bis er endlich einer Polypen- und Paukenröhrchen-OP zugestimmt hat.
Und ich muss sagen, dass man der Sprache meines Sohnes (heute 7, geht in die erste Klasse) noch anmerkt, dass ihm 2 volle Jahre Sprachentwicklung fehlen.

Ich würde mir an Deiner Stelle einen guten Pädaudiologen suchen (auch wenn der nächste vielleicht etwas weiter entfernt ist!) und den Kinderarzt um eine Überweisung dorthin bitten.

Dort wird dann sehr genau getestet, wo es denn beim Hören hakt.
Und der Pädaudiologe wird dann auch alles Weitere veranlassen.

Liebe Grüsse,
3wichtel

Beitrag von kerscheline 24.04.11 - 11:50 Uhr

Hallo,

auch mein Sohn, jetzt 8,5 Jahre, hat mit gut 3 Jahren erst zusprechen angefangen, und das sehr undeutlich. Er spricht jetzt damk langjähriger Logo und Ergo gut, wenngleich immer noch undeutlich. Sein Sprachproblem beruht auf einem motorischen Problem (minimale Cerebralparese). Ist dein Kind auch motorisch auffällig?

Liebe Grüße

Christa