400€ Job + Gutschein- jetzt gekündigt-Gutschein zurückzahlen??

Archiv des urbia-Forums Finanzen & Beruf.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Finanzen & Beruf

Dieses Forum bietet Platz für alle Fragen und Antworten rund ums liebe Geld und die Absicherung der Familie - egal ob ALGII, Haushaltsgeld, Baufinanzierung oder Altersvorsorge. Auch Themen wie ElterngeldKindergeld sowie der Wiedereinstieg in den Beruf sind hier richtig.

Beitrag von steffibienchen 21.03.11 - 08:45 Uhr

Hallo zusammen,

sorry für den wirren Betreff, aber wusste nicht wie ich es am besten ausdrücken konnte!

Also: Habe am 18.09.10 bei einer Tankstelle auf 400€ Basis angefangen. Chef ist ein absoluter Ausbeuter und A....! Nach mehreren Beleidigungen und Besetzungen in Spät/Frühdienst hab ich am Freitag (18.03.) gekündigt!

Bekommen habe ich 6,50 Stundenlohn und jeden Monat einen Tankgutschein über 44 Euro. Im September, wo ich ja auch nur einen halben Monat gearbeitet habe, konnte ich auf die vollen 44 Euro tanken! Jetzt will er mir plötzlich erzählen, das ich die Hälfte des Gutscheines zurück zahlen müsste, da ich ja Monatsmitte gekündigt habe!

Ich habe keinen Vertrag und nichts schriftliches darüber!

Ich habe schon gegoogelt aber bin irgendwie nicht schlauer geworden!

Muss ich den rein rechtlich bezahlen???

LG Steffi

Beitrag von pupsy 21.03.11 - 08:57 Uhr

Hallo,

also ich würde sagen, "geschenkt ist geschenkt".

Er hätte ja nicht die Gutscheine ausgeben müssen.

Solange auch nichts schriftlich vereinbart wurde, würde ich sagen ist es sein problem.

Sieht nach schikane aus. Oder gekränkte Eitelkeit!

Lg
NIcole

Beitrag von steffibienchen 21.03.11 - 09:06 Uhr

Hallo Nicole,

das ist 1A Schikane und mehr als gekränkte Eitelkeit!

Der Typ ist ein absoluter Menschenfeind! Was der für Sprüche drückt, ist der Wahnsinn!

Danke für Deine Antwort!

Werde mal einen netten Brief aufsetzen!

LG Steffi

Beitrag von pupsy 21.03.11 - 09:12 Uhr

Hey Steffi,

ich würde wegen dem gutschein nichts mehr sagen. Somit puschst du ihn vielleicht sogar noch mehr.

Es ist ein Geschenk und das kann er nicht zurückfordern, selbst die hälfte nicht

Lg
Nicole

Beitrag von steffibienchen 21.03.11 - 09:15 Uhr

Hi Nicole,

naja er hat ja gleich gesagt, das er die Hälfte zurück fordert!

Naja wenn er was von meinem Konto abbucht, dann lasse ich das gleich zurück gehen!

LG Steffi

Beitrag von pupsy 21.03.11 - 09:17 Uhr

er darf dir nicht irgendwas einfach vom Konto buchen.

Genau, gar nicht mehr reagieren, sollte er trotzdem was vom Konto buchen, würde ich ihn Anzeigen.

Lg

Beitrag von kathi.net 21.03.11 - 09:25 Uhr

Naja, solange darüber nichts vereinbart wurde, dürfte es für ihn schwer werden, irgendwas zu fordern.

Paß aber auf, dass er es dir nicht bei der letzten Abrechnung einfach abzieht.

Beitrag von steffibienchen 21.03.11 - 09:40 Uhr

Hallo,

naja Gott sei dank will er ja was von mir!

Wir können dort als Mitarbeiter auf Kundenkartei tanken, und bekommen dann eine Monatsrechnung! Dort wird dann nochmal 4 Cent Rabatt aufs Tanken gegeben!
Ich habe für März dort für 72,06 € getankt und habe erst 9 Stunden im März gearbeitet- also 58,50 €! Demnach kriegt er was von mir und nicht ich von ihm!!! :-p Gott sei Dank für mich!

LG Steffi

Beitrag von myimmortal1977 21.03.11 - 10:33 Uhr

Man kann versuchen an die Sache mit Logik heran zu gehen.

Eine Gutscheinzuwendung von Sachbezügen stellt ja auch eine Vergütung von Arbeitslohn da. Wenn Du zur Mitte des Monats aus dem Unternehmen ausscheidest, bekommst Du dann ja auch nicht Dein volles Gehalt, sondern anteilig, bis zum Ausscheidetermin.

Nun bleibt die Frage, ob man einen Anspruch draus herleiten könnte, weil er Dir bei einem halben Monat schon mal einen vollen Gutschein von 44 € gewährt hat.

Dieses könnte nur ein Juri abschließend beantworten.

Aber mal ganz ehrlich, sich wegen 22 € jetzt einen Anwalt zu nehmen #kratz

ICH würde die Sache aufgrund des minimalen Streitwertes auf sich beruhen lassen.

Ich bin mir auch sicher, wie eine andere hier schon schrieb, dass er Dir den Gutschein dann, wenn Du ihn nicht freiwillig anteilig zurück zahlst, vom letzten Gehalt abziehen wird.

Bleibt dann immer noch 22 € Streitwert und würde für Dich wieder den Gang zum RA bedeuten, um eine abschließende Antwort zu bekommen.

Ein Beratungsgespräch beim RA kostet so um die 200 €.

Ich kann Deinen Missmut schon verstehen, aber mal ganz ehrlich.... 22 €.... Davon geht die Welt nicht unter, zumindest meine würde davon nicht unter gehen.

LG Janette

Beitrag von steffibienchen 21.03.11 - 10:51 Uhr

Hallo Janette,

ich weiss schon was du meinst!

Aber der RA freut sich schon dem Kerl nen Brief zu schreiben und ausserdem ist der RA mein bester Freund, den ich nicht zahlen muss!

Und es sind soviele Dinge gewesen, da fange ich jetzt echt an eine Prinzipienreiterin zu werden!

Die 22 Euro bekommt er von mir nicht! Fertig!

Aber das Gewerbeaufsichtsamt hat sich mit Freuden angehört, was dort abgeht!

Die Vollzeitler haben in ihren Verträgen stehen, daß sie nur aufs Klo gehen dürfen, wenn gewährleistet ist, daß keine Kunden da sind!

Also irgendwo hörts ja auch auf!!

LG Steffi

Beitrag von myimmortal1977 21.03.11 - 22:24 Uhr

Na ja, wenn Du den RA nicht bezahlen musst, sieht es natürlich anders aus. Andernfalls wäre das Kosten-Nutzen-Verhältnis nicht gegeben. Wegen 22 € 200 € rauspulvern wäre schwachsinnig.

Aber sicher, wenn Du die Möglichkeit hast, sollte man dem Betreiber mal etwas dichter an den Körper rücken.

Vielleicht wird er ja dann gegenüber seinen Angestellten etwas vorsichtiger.

Viel Glück!

Janette

Beitrag von kati543 21.03.11 - 10:33 Uhr

Also eigentlich sehe ich das etwas anders, als meine Vorschreiber. Ob der Chef nun Ausbeuter ist, oder nicht steht hier nicht als Frage. Du bist einen Vertrag - egal ob mündlich oder schriftlich - mit ihm eingegangen. Dir war von vorn herein bekannt, wieviel du verdienst, bzw. nicht verdienst. Die Begründung "Der Lohn ist viel zu niedrig, also behalte ich den ganzen Gutschein" kann ja so nicht sein, oder?
Also wenn ich das richtig verstanden habe, besteht dein Gehalt aus den 6,50€/Stunde + einen Tankgutschein im Monat. Ihr führt in der Tankstelle auch eine Mitarbeiterkartei, wo das alles erfasst wird. Wie kommst du dann auf die Idee, dass es nicht nachweisbar ist für deinen Chef?
Die Frage wäre viel eher, wann du den Anspruch auf den Gutschein erwirbst - am ersten Arbeitstag oder nach einem Monat. Das müsste eigentlich in einem AV geregelt sein - den du ja wieder nicht hast... In der Wirtschaft gibt es beide Möglichkeiten.

Beitrag von steffibienchen 21.03.11 - 10:48 Uhr

Hallo,

Die Begründung "Der Lohn ist viel zu niedrig, also behalte ich den ganzen Gutschein" kann ja so nicht sein, oder?

Wann habe ich denn das gesagt????

Und es geht um den Gutschein, nicht um die Karteikarte!

Und wenn ich mir sagen lassen muss, daß mein Kind ein "Gör ist, wo es ihm egal ist, was mit der ist" und ich mich als bessere Putze und "Frauen können einfach besser wischen und Klo putzen" und all sowas, also weisst, da hau ich hin!
Ich musste am Anfang eine Vereinbarung unterschreiben, das ich als 400 Euro Kraft keinen Anspruch auf Urlaub, Krankheit und Sonervergütungen habe! Und eine AV hab ich nie bekommen- ich denke mal, da kann ich kündigen, wann ich will und zu welchem Zeitpunkt!
Und bei den Schichten, muss ich Spät- Früh machen!
Das heisst abends bis 23 Uhr, dann Abrechnung machen und morgens um 4.30 Uhr wieder aufsperren! Und als ich meinte, daß dazwischen keine Ruhepause ist, kam nur der Spruch: "Wieso? Ich habe doch Ruhepause und Sie sind noch jung!"

Ich bin echt nicht kleinlich, aber es hat alles seine Grenzen! Und ich bin 34 Jahre alt und muss mir solche Sachen nicht gefallen lassen!

Beitrag von kati543 21.03.11 - 12:06 Uhr

"ich denke mal, da kann ich kündigen, wann ich will und zu welchem Zeitpunkt! "
Natürlich kannst du das, aber der Gesetzgeber schreibt nun mal Fristen vor, die einzuhalten sind. Ein schriftlicher AV ist nicht vorgeschrieben. Und dein guter Freund - der Rechtsanwalt - wird dir das auch bestätigen können. Eine fristlose Kündigung ist nicht möglich.
Alles andere hattest du jetzt zum ersten mal erwähnt.
Es stand bei dir sehr wohl die Frage, wie er es beweisen will, dass du den gutschein bekommen hast.
Die gesamte Vereinbarung mit Urlaub und Krankheit ist ohnehin nichtig. Da du ja dort bereits länger gearbeitet hast, sollte dein Freund also weniger darauf pochen, die 22€ nicht zurückzahlen zu müssen, sondern einfach mal den bisher angefallenen Urlaub einfordern. Dann hast du wahrscheinlich auch die 400€ voll, dein AG muß dir sogar noch was auszahlen und du bist glücklich.

Beitrag von kati543 21.03.11 - 10:36 Uhr

Aber was mir gerade noch auffällt:
Du hast am Freitag gekündigt...das ist j agut und schön, aber du hast eine Kündigungsfrist einzuhalten. Normalerweise bist du dort noch mindestens bis Monatsende eingestelllt und müsstest auch Schichten übernehmen.

Beitrag von steffibienchen 21.03.11 - 10:43 Uhr

Ich habe keinen Vertrag, gar nichts!
Und ich muss überhaupt gar nicht!

Und wenn er sich nicht an Absprachen hält, dann muss ich das auch nicht!

Beitrag von kathi.net 21.03.11 - 10:46 Uhr

Na wahrscheinlich hast du einen mündlichen Vertrag und auch der hat Kündigungsfristen!

Also ich hab es so verstanden, dass du am 18.03. zum 15.04. (also fristgerecht 4 Wochen zum 15.) gekündigt hast. Das heißt aber auch, dass du unter Umständen selbstverständlich noch arbeiten mußt.

Beitrag von steffibienchen 21.03.11 - 10:55 Uhr

Ich habe noch nicht mal einen mündlichen Vertrag!

Und ganz selbstverständlich muss ich nicht mehr arbeiten!
Ganz einfach!

Beitrag von kathi.net 21.03.11 - 10:56 Uhr

Und wie/warum hast du dann gekündigt? Das riecht nach Ärger, denn du wirst ja sicherlich eine Lohnabrechnung haben? Das sollte dir dein RA aber auch so sagen können.

Beitrag von steffibienchen 21.03.11 - 11:06 Uhr

Ich habe in den ganzen 6 Monaten keine Lohnabrechnung bekommen- auch keine SV- Meldung! Obwohl ich mehrfach und das auch zweimal schriftlich per Fax drum gebeten habe!

Gekündigt habe ich, weil ich ihm gesagt habe, daß ich am Mittwoch nicht arbeiten kann (wären drei Stunden gewesen) da mein Mann ne Spätschicht rein gedrückt bekommen hat und bei ihm das wichtiger ist, da erHauptverdiener ist. Und als Antwort habe ich bekommen, daß ihm "scheiss egal ist, was mit meinem Gör ist und ich solle meinen Arsch gefälligst zum arbeiten bewegen!"
Sorry aber das muss ich mir echt nicht sagen lassen!!

Beitrag von kathi.net 21.03.11 - 12:13 Uhr

Schriftlich gekündigt? Wie hast du denn den Lohn bekommen? BaT?

Beitrag von kati543 21.03.11 - 12:09 Uhr

"Ich habe noch nicht mal einen mündlichen Vertrag! "
Also hast du bis jetzt schwarz gearbeitet. Na da wird sich der Staat aber in mehrfacher Hinsicht freuen. Denn das ist nicht nur für den AG verboten, sondern auch für den AN.

Beitrag von sassi31 22.03.11 - 00:54 Uhr

Schwarzarbeit bedeutet, dass der Arbeitnehmer nicht angemeldet ist und keine Beiträge zur Sozialversicherung sowie Lohnsteuer abgeführt wird. Das hat nichts mit der Form des Arbeitsvertrags zu tun.

Übrigens ist allein die Tatsache, dass die TE zur Arbeit erschienen ist und dafür bezahlt wurde, bereits ein Arbeitsvertrag. Auch, wenn die TE das scheinbar nicht hören möchte.

Beitrag von sassi31 22.03.11 - 00:51 Uhr

Die Tatsache, dass du zur Arbeit erschienen bist, er dich hat arbeiten lassen und später auch bezahlt hat, IST ein Arbeitsvertrag.

Gibt es keine schriftliche Vereinbarung, zählt die gesetzliche Regelung. Auch, wenn du das nicht hören willst.

Beitrag von steffibienchen 22.03.11 - 16:43 Uhr

Und jetzt stell dir vor, ich bin immer noch nicht dort!

Aber heute war schon das Gewerbeaufsichtsamt bei ihm- tja und ein breites Grinsen meinerseits wird reichen!!!!!!!

  • 1
  • 2