Was würdet ihr tun?

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Forum: Mein Tier & ich

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Beitrag von silvaner 21.03.11 - 09:03 Uhr

Hallo,

ich hab euch schon mal nach Meinungen gefragt, leider hat sich die Situation jetzt geändert, deswegen muss ich noch mal schreiben...

Also. Wir haben 2 kleinere Hunde, eine Hündin (ca. 6 J.) aus dem Tierheim mit unklarer Herkunft, sie war am Anfang total ängstlich, ist die ersten Wochen ist sie gar nicht aus dem Körbchen raus usw. Mittlerweile haben wir sie seit 2 Jahren. Ihre Ängstlichkeit versteckt sie mittlerweile oftmals hinter Gebell, auch die Tipps eines Hundetrainers haben hier nicht geholfen.

Hund 2 ist ein Rüde vom Züchter(3 J.), mit ihm gibt es keine Probleme.

Nun ist es so, wir noch eine Tochter (fast 3) und einen Sohn (knapp 1/2 Jahr) haben. Die Hündin hatte schon immer Angst unserer Tochter gegenüber, schon, als sie ein Baby war. Es ist ihr einfach unangenehm. Meine Tochter ist zum einen ziemlich wild und zum anderen auf dem Ohr taub, was die Hunde betrifft, weil sie sie einfach soooo liebt und sie am liebsten den ganzen Tag mit ihnen zusammen sein will.

Babybedingt kann ich mich jetzt nicht immer 100% auf meine Tochter konzentrieren und so kommt es schon mal vor, dass sie mit der Hündin schmusen will und sie auch mal festhält. Die Hündin knurrt dann, es ist auch schon mal vorgekommen, dass meine Tochter bzw. ich dann nicht rechtzeitig reagieren konnten und sie schnappt dann in die Luft nach meiner Tochter, ohne richtig zuzubeißen. Neulich ist meine Tochter aus Versehen mal auf ihren Schwanz getreten, was einen Biss zur Folge hatte, den man auch etwas gesehen hat.

Gestern ist meine Tochter ein paar mal durch die Wohnung gefetzt und der Hund ist irgendwie neben ihr her gelaufen. Ich hab mit zuerst nichts dabei gedacht, bis ich gesehen hab, dass sie zwei mal in Richtung ihrer Schuhe geschnappt hat, weil die Hündin scheinbar meine Tochter zurechweisen wollte, weil es ihr zu wild war??

Wie gesagt, Tipps vom Hundetrainer hatten wir ja auch schon, die Situation wird leider eher schlechter. Außerdem zweifle ich daran, ob man wirklich versuchen sollte, einen Hund, der einfach Angst vor Kindern hat bzw. sie nicht mag, umkrempeln sollte, oder würdet ihr doch eher aufgeben und ein zuhause ohne Kinder für sie suchen? Letztes Jahr hat sie auch 2x nach unserem Neffen geschnappt, der etwas größer ist als meine Tochter. Seit dem muss ich sie, wenn Besuch kommt mit Kindern, sowieso immer wegsperren. Dauerhaft von meiner Tochter trennen will ich sie auch nicht, das ist finde ich kein Leben, wenn Hunde nicht zusammen mit der Familie sein dürfen.

Was würdet ihr tun?

Beitrag von frosch1982 21.03.11 - 09:26 Uhr

Hallo,
das klingt ja gar nicht gut, ich würde ihr ein Körbchen einrichten wo sie sich zurückziehen kann, und wo du natürlich drauf achten musst das deine Tochter da auch wirklich nicht dran kommt, wenn sie keine Probleme mit den Gelenken hat, kann es ja auch ein erhöhter Platz sein...

Ich würde den Hund zu Beispiel in kleine Spiele miteinbeziehen, (zum Beispiel kann ihr die Kleine auch mal Leckerchen geben) aber immer nur wenn du auch dabei bist, und auch nur so lange wie sich der Hund auch wohl fühlt, wenn du Glück hast lernt sie bald das ihr deine Tochter nichts tut, und sie jederzeit weg kann wenn sie nicht mehr will.

Wenn sie sich gar nicht an die Kinder gewöhnen kann, wirst du sie warscheinlich abgeben müssen, der Hund fühlt sich ja dann auch nicht mehr wohl wenn es nicht klappt und sie ständig auf der Flücht vor tappsigen Kinderhänden ist.

Beitrag von silvaner 21.03.11 - 09:36 Uhr

Danke für deine Antwort!

Ein Körbchen als kinderfreie Zone haben sie schon, aber tagsüber wollen sie natürlich doch oft lieber im Mittelpunkt des Geschehens sein statt rumzuliegen.

Wie die Situation gestern, als meine Tochter hin und hergerannt ist und die Hündin geschnappt hat - sie hätte ja nicht bei meiner Tochter sein müssen. Sie hätte sich einfach ein ruhigeres Eck suchen können. Aber nein - sie muss ja bei mir und meiner Tochter sein, obwohl sie nicht damit zurecht kommt und muss meine Tochter zurecht weisen, statt sich einfach zu drollen.

Bei der Sitation mit meinem Neffen auch - sie sind im riesen Garten gewesen. Statt, dass sie sich ein anderes Eckchen sucht, wo es ruhiger ist. Nein. Sie meint wohl, sie ist die Chefin und sie hat das Recht, den Kindern zu sagen, wos lang geht.

Das versteh ich nicht und das macht mir irgendwie Angst #kratz

Beitrag von frosch1982 21.03.11 - 11:24 Uhr

Oha, das kling aber nicht nach Angst, wie ich nach deinem ersten Posting vermutet habe...
Das mit dem erhöhten Platz vergisst du also ganz schnell wieder!

Ehrlich gesagt hat es mehr den Anschein als würde sie deine Kinder erziehen wollen#kratz

Wenn du mit deinen Kindern spielst und sie auf ihren Platz schickst akzeptiert sie das dann?

Beitrag von silvaner 21.03.11 - 11:46 Uhr

Ja, sie lässt sich von mir ins Körbchen schicken, wenn ich mit den Kindern spiele. Aber ich will halt auch nicht, dass sie sich den ganzen Tag nur im Körbchen aufhalten muss, wenn die Kinder mit da sind.

Auf der einen Seite hat sie bestimmt Angst, und will sie vielleicht deswegen zurecht weisen? Ich werde irgendwie echt nicht richtig schlau aus ihrem Verhalten. Wenn meine Tochter sie z.B. festhalten würde knurrt sie halt auch ziemlich schnell. Mit Baby kann ich aber auch nicht immer nur hinter meiner Tochter stehen...

Ich habe mir irgendwie vorgestellt, dass meine Kinder ganz normal mit den Hunden gemeinsam aufwachsen können, ohne, dass man ständig auf der Hut sein muss und mit allem rechnen muss. Irgendwie ist das hier aber scheinbar mit der Hündin nicht möglich, und das macht mich irgendwie ratlos. Was ist, wenn ich mal nicht schnell genug einschreiten kann??

Beitrag von simone_2403 21.03.11 - 11:55 Uhr

Bitte deine Tochter um "Hilfe" ;-) Wenn du zu ihr sagst "du hör mal,nimm sie nicht in den Arm,denn sie muss lernen das man nicht gleich knurrt,hilf uns dabei" kommt das bestimmt besser an ;-)

Kids wollen immer helfen ich denk damit kann sie das prima umsetzen und du musst nicht hinterher sein wie ein Schießhund.

Gib deiner Tochter Aufgaben...lass SIE die Hndin ins Körchen schicken und sie dann auch belohnen wenn sie es tut,das ist besser als wenn du sie füttern lässt.Meinen Hunden ist es im übrigen völlig Rille WER sie füttert #huepf denn auch das hat nichts damit zu tun wer denn nun der Boss ist ;-)

Beitrag von simone_2403 21.03.11 - 10:33 Uhr

Hallo

Welchen Tip Hat der Hundetrainer denn gegeben?

#winke

Beitrag von silvaner 21.03.11 - 11:02 Uhr

Naja, hat dieses übliche "der Hund sollte nicht auf höheren Plätzen liegen, der Hund geht als letzter durch die Tür, der Hund sollte nicht unter dem Tisch liegen, der Hund frisst nach uns usw.", damit die Hündin nicht denkt, sie wäre der Chef; unsere Tochter soll die Hunde immer mal füttern, damit die Hunde positives mit ihr verbinden, die Hunde bekommen ihre Ruhezone, eigentlich das übliche, was wir großteils schon praktiziert hatten.

Zu diesem speziellen Verhalten mit unserer Tochter oder Kindern allgemein wollte er sich nicht so richtig äußern, weil die Hündin durch die offensichtlich schlechten Erfahrungen, die sie vorher schon gemacht hat, schwer einzuschätzen ist. Sie ist auf jeden Fall irgendwie verstört, obwohl sie uns vom Tierheim als super kinderlieb vermittelt wurde.... Blöd natürlich, dass wir nicht wissen, was damals passiert ist und was sie genau schlechtes erlebt hat, deswegen kann man nicht darauf eingehen....

Beitrag von simone_2403 21.03.11 - 11:19 Uhr

Und dafür habt ihr Geld bezahlt? #schock

Unsere Rottis liegen auf der Couch,den Boss markieren sie hierdurch noch lange nicht.Unsere Hund ebekommen ihre 2 Ration wenn wir zu Abend essen,auch deshalb mutieren sie nicht zum Chef ;-)

Grundlegend ist euer Problem,das der Hund keine Grenzen kennt und wenn du etwas ehrlich zu dir selbst bist...du hast Angst den Hund richtige Grenzen zu setzen,er ha ja schon soviel durchgemacht.

So wie es sich mir darstellt,ist sie im Grunde rotzfrech und erlaubt sich all diese Dinge eben weil IHR sagt,sie hat ja vieleicht schon schlimmes durch.

Natürlich sollt ihr den Hund nicht ins Körbchen prügeln,dadurch lernt er nichts aber ihr solltet mal euer eigenes Verhalten überdenken.

Was hast du getan als sie neben deiner Tochter herrannte und sie ihr in die Schuhe bezwickt hat? Ich hätte das "Spiel "sofort unterbunden,sie in ihr Körbchen geschickt und wenn sie liegen bleibt,mit einem Leckerchen belohnt.Der Hund verknüpft dann nur Körbchen/Leckerchen/brav war ich und nicht uiii beissen Körbchen Leckerchen brav war ich.Verstehst du wie ich meine?

Ruhezonen unbedingt einhalten,dann kommt es auch nicht mehr vor,das eure Kleine dem Hund ausversehn auf den Schwanz latscht.Ihre Reaktion,das sie schnappt,war wenn man die Gesamtsituation betrachtet absehbar.Sie hat ja noch nicht gelernt das sie da letzte Glied des Rudels ist.Was euer Hund braucht sind Konsequenzen und Grenzen ;-)


#winke

Beitrag von silvaner 21.03.11 - 11:38 Uhr

Naja, wäre der Hund in seiner Ruhezone gelegen, hätte meine Tochter sie auch nicht getreten. Aber wenn sie mitten im Weg rum liegt kann das eben mal passieren, dass sie nicht auf den Weg schaut. Mit unserem Rüden passiert das aber genauso, ihm würde allerdings nicht im Traum einfallen, deswegen zu beißen, er würde halt verschwinden.

Ich hab sie nach dieser Fuss-Schnapp-Aktion ins Körbchen geschickt, wo sie auch ohne zu Murren bleibt. Sie ist nicht schlecht erzogen und auch nicht unser erster Hund. Sie hört aufs wort wenn ich sie rufe, kennt einige Kommandos usw. Leider kann man Angst vor Kindern nicht auf Kommando wegkriegen. Und ich will sie nicht den ganzen Tag in ihr Köörbchen schicken, sonst bräuchte ich keinen Hund halten sondern könnte einfach ein Stofftier reinlegen. Verstehst du, was ich mein?

Vielen Dank für deine Antworten übrigens!

Beitrag von simone_2403 21.03.11 - 11:44 Uhr

Ich versteh was du meinst ;-) Du darfst aber nicht das Verhalten deines Rüden mit dem der Hündin vergleichen.Er hat einen anderen Charakter scheint weniger in dominaz zu verfallen eure Hündin hingegen nutzt jede Gelegenheit um zu zeogen das sie der Chef ist.Das gilt es zu unterbinden.

Ich habe oben gelesen,das sie sich bewußt mit in das Geschehen einbringt,sich nicht zurückzieht und genau DAS zeigt mir das sie weder Angst hat noch verstört ist sondern schlicht und ergreifen rotzfrech ;-) Härre sie Angst würde sie sich frewillig zurückziehen ,sie versucht die Kinder zu erziehen ;-)

Dran bleiben in solchen Situationen.Wenn die Kinder toben muss sie ins Körbchen,belohnen icht vergessen wenn sie dort bleibt.Sie muss umsetzten das nicht sie Herrin des Spiels ist sondern dafr mitspielen wenn ihr es erlaubt,nichts anderes.

Glaub mir...es ist keine Angst,es ist ein zurechtweisen und das würde ich schleunigst unterbinden.

Beitrag von silvaner 21.03.11 - 12:01 Uhr

Okay, danke. Manchmal muss man einfach diskutieren, um selbst klarer zu werden. Du hast schon recht, dass sie irgendwie versucht, die Chefin zu sein.

Ich frag mich nur, was ist, wenn ich mal nicht rechtzeitig einschreiten oder sie ins Köbchen schicke? Du bist also der Meinung, dass sich das Problem lösen lässt? Wir haben ja auch noch ein Baby. Nachdem sie jetzt 2x richtig gebissen hat, dass es blaue Flecken gegeben hat, bin ich am Zweifeln, was das richtige ist. Ich weiß, dass nicht schlimmeres passiert ist, weil sie meiner Tochter bisher nichts schlimmeres antun wollte. Was ist aber, wenn sie noch eins drauf legt und beim nächsten Mal Blut fließt?

Argh. Ich bin mir echt nicht sicher, was das richtige ist und ob ich das hinkriege. Nachdem der Hundetrainer auch nichts schlaueres wusste und Nr. 2 uns nur ein Abo mit Gruppenstunden verkaufen wollte #kratz die wissen scheinbar auch nciht mehr als ich.

Beitrag von simone_2403 21.03.11 - 12:16 Uhr

Du bist an die falschen geraten.Es ist oftmals so,das viele Leute sich Hundetrainer schimpfen,im Grunde aber ihr ach so tolles Wissen weiß der Geier woher haben #aerger

Ich kann deine Bedenken verstehen und deshalb finde ich es wichtig,das du erkennst das sie NICHT aus Angst handelt sondern die Kinder unter sie stellt. Deshalb ist es enorm wichtig das du los lässt von dem Gedanken " sie hat bestimmt schon viel schlimmes durchgemacht".Hat sie vieleicht aber das "Beissproblem" ist sicherlich kein Resultat davon,das ist schlichtweg rotzfrech.

Grenzen und Konsequenzen das braucht sie jetzt denn auch ein "alter Hund" ist durchaus lernfähig.

Sie kann sich frei bewegen,springt sie aber deiner Tochter hinterher,schick sie ins Körbchen,konsequent und ohne wenn und aber.Und ja...das kann durchaus so ausehen das sie den ersten Tag im Körbchen verbringt,auch nicht weiter tragisch ;-) es wird besser werden denn sie kommt mir recht clever vor. Unerwünschtes Verhalten mit einem "ab ins Körbchen" beenden aber trotzallem dann im Körbchen belohnen,damit verbindet sie Verhalten = unerwünscht.

Ich bestreite nicht,das hier jetzt viel von dir abverlangt wird aber wenn du die ersten Erfolge siehst,wirst du dich über den Erfolg freuen ;-)

Beitrag von frosch1982 21.03.11 - 11:48 Uhr

Na ja, das der Hund auf einige Komandos hört, hat nicht viel zu bedeuten.
Du musst der Guten schleunigst zeigen das du der Boss bist, und DU deine Kinder tadelst und sie das gar nichts angeht...

Ich weiß das es schwer ist, gerade bei Tieren die aus schlechter Haltung kommen ist man oft ein bisschen zu locker,weil es ihnen ja eh scho so schlecht ging...;-)

Beitrag von windsbraut69 21.03.11 - 12:29 Uhr

"Ihre Reaktion,das sie schnappt,war wenn man die Gesamtsituation betrachtet absehbar.Sie hat ja noch nicht gelernt das sie da letzte Glied des Rudels ist.Was euer Hund braucht sind Konsequenzen und Grenzen "

Reflexe hat aber auch das rangniedrigste Rudelmitglied....

Beitrag von simone_2403 21.03.11 - 12:33 Uhr

Natürlich,allerdings ist es hier eine Zurechtweisung und das geht ganz klar aus der Gesamtsituation vor.

Beim Rangniedrigsten spielt die Angst wiederum eine Rolle,die diese Hündin aber definitiv nicht zeigt.

Beitrag von windsbraut69 21.03.11 - 14:42 Uhr

Das würde ich so nicht unterschreiben, ohne die Gesamtsituation gesehen zu haben.

Das Nebenherhopsen und nach den Schuhen/Schnürsenkeln (?) schnappen muß genau so wenig eine Zurechtweisung sein wie das Schnappen...
Ich denke, die allerwenigsten Hunde sind wirklich so furchtbar dominant und übergriffig, wie die Halter es vermuten.


Beitrag von simone_2403 21.03.11 - 15:35 Uhr

Du musst auch nichts unterschreiben.Ich sehe die Gesamtsituation so,nachdem ich quer gelesen habe.

Ob und was TE davon umsetzt,überlasse ich gänzlich ihr.

Beitrag von windsbraut69 21.03.11 - 12:28 Uhr

Den Quatsch hättest Du auch im Internet lesen können und Geld gespart.
Erstmal ist es Unsinn, dass Hunde wegen solcher Privilegien grundsätzlich ihren Vorgesetzten anzweifeln und außerdem hattet Ihr doch kein Dominanzproblem, sondern eher das Gegenteil.