Umgangsrecht

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Forum: Allein erziehend

Als Alleinerziehende selbstbestimmt zu leben hat Vorteile, andererseits ist es oft sehr anstrengend, den täglichen Herausforderungen allein zu begegnen. In diesem Forum findet ihr die Hilfe und Unterstützung von Frauen, die in einer ähnlichen Situation sind.

Beitrag von andra35 21.03.11 - 10:21 Uhr

Hallo

Vielleicht hat von euch jemand schon mal die Erfahrung gemacht und weiß wie man sich gesetzlich richtig daran halten sollte.

Ich schreibe mal alles ganz kurz:
Alleiniges Sorgerecht bei mir. Kind 10 Jahre. Vater hat sich seit der Geburt bis zum 8. Lebensjahr nicht um sein Kind gekümmert.
Dann wollte er auf einmal und klagte sein Umgangsrecht ein.
Laut Gerichtsurteil: Jeden zweiten Samstag auf Sonntag. Keine Ferien.

Ging ca. 1 Jahr gut, danach wurden nur Termine abgesagt.
Dann hat er sich seit November 2010 gar nicht mehr gemeldet, bzw. Kind abgeholt. Sich nicht zu Weihnachten oder Geburtstag des Kindes gemeldet.
Kind ist echt nicht böse drum, denn es war eher ein Zwang.

Was wäre wenn der KV nach Monaten oder Jahren sein Umgangsrecht laut diesem Gerichtsbeschluß wieder einfordern würde???
Hätte er sofort wieder ein Anrecht?
Er hat sich nicht an das Gerichtsurteil gehalten.
Könnte er noch mal klagen? Hätte das Erfolg?

Kennt jemand diese Situation?

Beitrag von giudia 21.03.11 - 11:14 Uhr

ohh,,,mir geht es genauso wie dir..also ich befinde mich in der selben sitoation wie du....ja das würde mich auch mal interressieren wie das dan ist wen der KV wieder umgang will nach monaten des aussetzens vom umgang obwohl schon ein gerichtlicher beschluss da ist.....

lg

Beitrag von witch71 21.03.11 - 13:03 Uhr

Ich würde mich mal an einen Familienanwalt wenden und dort fragen, ab wann das Kind ein Mitbestimmungsrecht in Sachen Umgang hat.

Allerdings hört es sich so an, als habe der Vater selbst schon festgestellt, dass das mit dem Umgang nicht nach seinen Vorstellungen verläuft und deswegen den Kontakt eingestellt.

Beitrag von nashivadespina 21.03.11 - 13:27 Uhr

Wurde ihm denn jetzt das Umgangsrecht entzogen?

Wenn das so ist kann er dieses theoretisch immer wieder aufs Neue einklagen -es kann ja sein dass er sich im Laufe der Zeit geändert hat.
Wenn jedoch das Umgangsrecht einmal entzogen wurde ist es sehr schwer es wieder zurück zu erhalten -er hätte da also nicht wieder sofort einen Anspruch auf Umgang sondern müsste sich erstmal über sehr lange Zeit beweisen-wenn er überhaupt dazu nochmal eine Chance bekommen sollte.

Oder gehts dir darum ob er weiterhin Anspruch auf die Besuchsregelung hat die übers Gericht vereinbart wurde wenn er sich mehrfach an diese Zeiten nicht gehalten hat?

Dann solltest du mal im Gerichtsprotokoll nachsehen was da steht und das Gericht / den Anwalt darüber in Kenntnis setzten dass diese Besuchszeiten vom Vater nicht eingehalten wurden und er sich auch nicht zum geburtstag etc gemeldet hat; insbesondere dann, wenn du daraufhin nicht mehr dazu bereit bist ihm euer Kind unter diesen Umständen (Unzuverlässigkeit/nichteinhaltung der Besuchszeiten) mitzugeben.

Sollte er dann dennoch beanspruchen das Kind zu den vereinbarten gerichtlich beschlossenen Besuchsterminen zu sich zu nehmen obwohl er sich ja an diese Besuchsregelung mehrfach nicht gehalten hat und Anwalt als auch gericht darüber von dir in Kenntnis gesetzt wurden, musst du dem nicht zustimmen. Kläre das am besten mit deinem Anwalt. Im normalfall würde es dann erstmal zu einem betreuten Umgang kommen wo er dann seine Zuverlässigkeit unter Beweis stellen muss bevor er es wieder beanspruchen kann sein Kind alleine zu sich zu nehmen.






Beitrag von sarahg0709 22.03.11 - 14:28 Uhr

Wenn es ein Urteil gibt, ist das erst einmal so gültig. Er kann also, wenn er Lust hat, sein Umgangsrecht jederzeit wieder aufnehmen. Und Du bist verpflichtet, das zu unterstützen.

LG

Beitrag von nadineriemer 22.03.11 - 19:30 Uhr

Hallo,ganz so einfach ist das nicht.Sollte es ein Urteil geben und der Vater hält sich nicht dran und kümmert sich eine lange Zeit nicht,so hat er es auch nicht mehr ganz so einfach.Unsere Gerichte hier schauen da schon drauf und ein Vater kann hier bei uns zum Glück nicht machen was er will und sein Kind behandeln als wäre es ein Sonnenschirm,den man nur zu bestimmten Zeiten raus holt.Diese man ist verpflichtet kann ich nicht mehr hören!Ich bin nicht verpflichtet mein Kind immer wieder Entäuschungen aus zu setzen.

Nadine

Beitrag von fienchen38 22.03.11 - 23:19 Uhr

Hallo,
du bist nicht dazu verpflichtet das zu unterstützen,wenn es deinem Kind dabei nicht gut geht und es unter dieser Situation leidet kannst du das unterbinden,es heißt immer"ZUM WOHLE DES KINDES"und daran sollte man sich auch halten.

Tue nichts was dein Kind nicht möchte und gib dem Mann nicht das was er will und vor allem nur dann wann er es will und wann es ihm passt,NEIN so geht das nicht.(finde ich)

Gruß Fienchen