mein kind hat mich zusammen gesch...und das zurecht!!!!silopo

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Forum: Erziehung

Kinder fordern Eltern täglich neu heraus zu Auseinandersetzung und Problemlösung. Kinder brauchen Grenzen - doch welche und wie setzt man sie durch? Welche Erziehung ist die richtige? Nutzt hier die Möglichkeit, euch hilfreich mit anderen Eltern auszutauschen.

Beitrag von ...schnuckelchen... 21.03.11 - 10:43 Uhr

hallo...

ich bin gelegenheitsraucher,kaufe mir nur zum we mal eine schachtel wenn eine feier ansteht,rauche sie dann auch in der woche wenn was übrig bleibt und mehr auch nicht,bis zur nächsten feier.

mein kind(7) mag das nicht wenn ich rauche,er hat angst das ich krank werde,hat mal in der tasche welche gefunden und ich sagte ihm das sie nicht mir gehören:-(
am we ,auf der feier hat er mich dann gesehen wie ich mir eine genommen habe,er guckte mich total wüttend an und ging weg.ich sprach ihn dann an,kein wort von ihm.hab ihn dann zur seite genommen und er fing voll an zu weinen,er war enttäuscht von mir#heul und das zu recht,ich hab ihn angelogen.
er sagte,das ich ihm immer sage,das wenn andere was dummes machen,er das nicht nachmachen soll,und ich mache es dann selber...

ich musste ihm versprechen nie wieder zu rauchen!!! das halte ich natürlich ein.

lg

Beitrag von thea21 21.03.11 - 11:23 Uhr

Mir fällt dazu ein:

Versprich nichts, was du nicht einhalten kannst! ;-)

Ich persönlich (man kann davon halten was man mag) rauche gerne. Ich rauche unbehandelten Tabak (ohne Zusatzstoffe/Parfmüme ect), drehe meine Kippen selber, rauche ziemlich bewusst (doofes Wort für nen Raucher, gell?)

Ich hätte mich wahrscheinlich (obwohl ich garnicht erst gelogen hätte) entschuldigt, gesagt, dass jeder mal Fehler macht und es danach besser machen....

Beitrag von engelchen28 21.03.11 - 14:37 Uhr

hallo!
ich finde das verhalten deines sohnes nicht in ordnung (bzw. eigentlich eher, dass DU damit einverstanden bist). du bist erwachsen und entscheidest für dich. es gibt unterschiede zwischen erwachsenen und kindern. wenn ich als erwachsener im t-shirt durch den schnee laufe, ist das alleine meine entscheidung. meinem kind jedoch erlaube ich dies nicht - nur als plattes beispiel. ich würde mich nicht von einem 7jährigen erziehen lassen - unabhängig davon, dass er natürlich recht hat damit, dass rauchen nicht gut ist. alkohol ist auch nicht gesund - aber wirst du dir im restaurant ein wasser bestellen, obwohl du appetit auf ein glas wein hast oder als gutes vorbild salzkartoffeln statt fette pommes wählen? zum erwachsen-sein gehört auch, entscheidungen für sich selbst zu treffen, mit den konsequenzen umzugehen. klar sind diese entscheidungen nicht immer richtig - aber ich erwarte auch nicht, dass meine kinder alles für gut befinden, was ich mache.
natürlich hat dein sohn recht - keine frage, aber ich finde die motivation, aufzuhören, verkehrt. wenn du aufhörst, zu rauchen, dann tu' es für dich selber, weil's bei dir "klick" gemacht hat, weil DU keine kranke mutter sein möchtest, sondern eine mit freier lunge - und nicht, weil ein 7jähriger meint, er würde es nicht mögen. meine meinung.
lg

Beitrag von thyme 21.03.11 - 14:46 Uhr

Ich finde zwar, dass du im Grossen und Ganzen recht hast, ABER:
hier geht es um einen 7Jährigen, der Angst hat um seine Mami. Ihm wird erzählt, dass Raucher unweigerlich sterben und was macht sie: Sie raucht vor ihm. Ausserdem lügt sie ihn an, war für den Kleinen wahrscheinlich ein übler Vertrauenbruch darstellt.

Besser wäre es gewesen, sie hätte von Anfang an gesagt: Schau, rauchen ist nicht toll und man kann sehr leicht süchtig davon werden. Aber wie bei Bier, Wein, Schokolade und Pommes kommt es drauf an, WIEVIEL man davon nimmt. Wenn ich alle paar Wochen mal eine Zigarette rauche, ist das nicht so dramatisch und wahrscheinlich werde ich davon nicht früher sterben. Hingegen wenn man jeden Tag raucht, trinkt oder Pommes isst, ist das sehr schlecht für die Gesundheit. Darum tue ich es nicht.

Sie hätte ihm ein verantwortungsbewusstes Vorbild sein können, statt dessen gibt sie eine klägliche Figur ab, die noch dazu nicht zu ihren Fehlern stehen kann. Ich finde, sie hat die Prügel verdient.

LG thyme

Beitrag von engelchen28 21.03.11 - 15:46 Uhr

yepp, ich gebe dir ebenfalls recht!
lg & einen schönen nachmittag für euch!

Beitrag von ppg 21.03.11 - 18:32 Uhr

Ihm wird erzählt, dass Raucher unweigerlich sterben

Dann sollte man dem Kind villeicht mal sagen, das ALLE Menschen unweigerlich sterben werden!

Ute

Beitrag von xbienchenx 22.03.11 - 07:53 Uhr

Das ist ne super Antwort, dem stimme ich voll und ganz zu

Beitrag von falkster 21.03.11 - 15:23 Uhr

Als Eltern sind wir in erster Linie Vorbild für unsere Kinder. Soll heissen, dass die Kinder primär durch Nachahmung lernen und ihre Erfahrungen machen.
Unter diesem Gesichtspunkt ist was Du schreibst exakt falsch.
Wie soll ein Kind es einordnen, dass Du als Eltern sagst: "Ich darf das, weil ich meine Entscheidung so treffen kann, aber Du darfst das nicht, da Du noch ein kleiner Wurm bist..." Selbstbewusstsein stärken sieht de facto anders aus.

Beitrag von engelchen28 21.03.11 - 15:45 Uhr

selbstbewusstsein (das bewusstsein seiner selbst) hat damit in keinster weise etwas zutun, so ein quatsch ##rofl#rofl! wenn in eurer familie selbstbewusstsein durch das von dir beschriebene gestärkt wird, na dann gute nacht...!

aber natürlich dürfen erwachsene andere dinge als kinder! ein erwachsener entscheidet für sich selbst, ein kind (zumindest in vielen punkten - je nach alter / reife) nicht. ich trinke kaffee - das dürfen meine kinder nicht. mein mann raucht alle halbe jahr mal einen zigarillo - dürfen meine kinder nicht. ich trage mal schuhe mit hohen absätzen - darf meine 5jährige deswegen noch lange nicht, auch wenn sie's gern täte. ich schminke mich öfter - mehr als kinderschminke gibt's für meine kinder trotzdem nicht. ich telefoniere solange und soviel ich möchte - klar gibt's da regulationen für kinder (besonders ältere). ich bleibe bis mitternacht auf (oder solange ich will) - dürfen meine kids ebenfalls nicht, ich bestimme, wann bettzeit ist (weil ich als erwachsene den weitblick habe, den (kleine) kinder nicht haben), ich trage keinen fahrradhelm (ja, ist doof!), meine kids dürfen nie ohne fahren. ich muss nicht in jedem punkt rund um die uhr genau so handeln, als wäre ich 6 jahre alt und bräuchte eine erlaubnis meiner eltern.
"erfahrungen machen" ist wichtig - und doch sage ich "nein", wenn meine kleine ohne helm laufrad fahren will oder das sofa mit fingerfarben eine neue farbe haben soll. sie macht erfahrungen in ihrem rahmen (den ich widerum vorgebe und ihrem alter und ihrer reife immer wieder neu anpasse).
erwachsen sein bedeutet, die konsequenzen für sein tun selbst zu übernehmen (da sind auch mal falsche entscheidungen dabei), das ist bei kindern (ebenfalls je nach alter / reife) anders, dazu ein kind eltern, das ihm grenzen aufzeigt.

Beitrag von falkster 21.03.11 - 16:24 Uhr

Dann viel Spass, wenn Deine Kinder weiter aufwachsen...
Sie haben von den Eltern offenbar ganz bewusst mitgekriegt, dass es für Ältere okay ist sich selbst Schaden zuzufügen. ergo der Umkehrschluss, dass es soo schlimm nicht sein kann zu rauchen, zu trinken, keinen Helm zu tragen etc pp...
Die Logik ist doch absurd. Wenn ein Erwachsener vom Fahrrad fällt, dann ist sein Schädel offenbar hart genug, so dass er keinen Helm braucht???
DAS ist, was Dein Kind sieht... und ggfs irgendwann selbst ausprobiert. Spätestens, wenn sein Wille stark genug ausgeprägt ist.
Da wird einiges an Diskussionen auf euch zu kommen. Und wie man dann den Begriff der Konsequenz und Glaubwürdigkeit vermitteln will wird sicher interessant.

Selbstverständlich "darf" man als Erwachsener andere Dinge als Kinder tun, wenn man aber, wie im hier vorliegenden Fall, empfohlen bekommt die Angst seines Kindes einfach nicht ernst zu nehmen, finde ich das mehr als bedenklich.

Beitrag von engelchen28 21.03.11 - 16:36 Uhr

diskussionen? na wozu habe ich einen mund und 2 redefreudige kinder? klar diskutieren wir - gerne sogar #:-)!

natürlich kommt der zeitpunkt, an dem meine kinder selbst entscheiden - mit helm / ohne helm fahrrad zu fahren. aber dann halte ich sie auch reif genug, die konsequenzen selbst zu tragen, sie wissen, was passieren KANN und dass es natürlich schlauer ist, einen helm aufzusetzen. ich gehe ein stück des weges mit ihnen gemeinsam, sie tragen immer mehr entscheidungen selber, bis sie komplett auf eigenen beinen stehen. das ist der natürliche verlauf, sollte er zumindest sein!

ob mein kind rauchen wird (obwohl ich absoluter nichtraucher bin und qualm hasse), ist in vielen jahren seine eigene entscheidung, es bekommt einen leitfaden von mir mit auf den weg (der auch in jungen jahren mal aus einem einfachen "nein" besteht), es wird lernen, dass erwachsene für sich selbst entscheiden - und dass manche eben rauchen / kaffee trinken / alkohol trinken, obwohl sie wissen, dass es nicht gesund ist.

mit glaubwürdigkeit hat das wenig zutun, eher mit weitblick - ich trinke kaffee, ihr momentan noch nicht! ganz einfach.

das wort konsequenz solltest du auch nochmal nachschlagen, weil es in diesem kontext völlig unpassend ist.

von "angst nicht ernstnehmen" habe ich überhaupt nichts geschrieben, da können wir gerne neu drüber diskutieren #;-).

lg & schönen nachmittag für dich (hier scheint die #sonne wie verrückt, also raus in den garten #:-))!

Beitrag von falkster 21.03.11 - 18:17 Uhr

Demnach liest sich Deine Auffassung von "Selbstbewusstsein stärken" allerdings wie "Fremdbestimmtheit akzeptieren"...
Das halte ich nicht für den richtigen Weg. Meine Kinder kriegen von mir vorgelebt, da komme ich nicht in Erklärungsnöte und muss auch nix dogmatisieren. Der Weg des Aufwachsens ist tatsächlich einer in dem ich eher begleitend wirke, nur dass ich eben versuche auch das zu leben was ich predige. Ich meine, dass das für das Kind erheblich mehr Glaubwürdigkeit besitzt.
Und das bedeutet sicher nicht, dass ich mich auf das Level eines Kindes mit meinem Lebensstil begeben muss.

Übrigens habe ich selber mit 14 angefangen zu rauchen, sicher auch, weil ich bei meiner Mutter gesehen habe, dass es offenbar das normalste der Welt ist zu rauchen... 23 Jahre später habe ich dann entschieden, dass ich das nicht mehr brauche. DAS war sicher eine meiner erwachsensten Entscheidungen (und machen wir uns nix vor, jeder Raucher der behauptet er raucht, weil er sich dazu "entschieden" hat lügt sich selbst am meisten an). Es zeigt aber eben auf, wie wichtig es ist, Deinem Kind ein Vorbild zu sein...

Der Begriff der Konsequenz übrigens passt hier übrigens ganz hervorragend zum Thema. Da muss ich nichts nachschlagen. Der Gedanke "Kinderschädel bricht, also Helm und Erwachsenenschädel bricht auch, also kein Helm" ist eine interessante (weil neue) Interpretation des Begriffs... ;-)

Aber ist im Prinzip auch wurscht.
Wahrscheinlich gibt es soviele Ansätze zur "Erziehung", wie es eben Eltern gibt...

Dir auch einen schönen Nachmittag. Hier geht die Sonne mehr oder weniger gerade unter, also nichts wie raus aus dem Büro... ;-)

Beitrag von zahnweh 22.03.11 - 00:30 Uhr

""Ich darf das, weil ich meine Entscheidung so treffen kann, aber Du darfst das nicht, da Du noch ein kleiner Wurm bist..." "

damit wurde ich erzogen (jedenfalls von einem Elternteil). Ergebnis: ich wusste später nicht mehr was vorn und was hinten ist.

Besser gesagt: ich wurde volljährig und hatte keine Ahnung vom Leben.

Ja, jetzt darf ich Alkohol trinken, rauchen, Auto fahren, ohne Helm fahren, über meine Ernärhung bestimmen, Limo trinken, mit Fremden mitgehen.. ich darf ja, weil ich jetzt groß bin.

Aber was mir gut tut und was nicht, das musste ich mühsam lernen. :-(

bei meiner Maus, sage ich auch: Cola ist nur was für Große. Aber mit der Ergänzung: es stimmt, Cola ist nicht gesund. Ab und zu gönne ich es mir. Ich mache es in Maßen und mein Großer KÖRPER kann es verdauen. Dein Körper verkraftet noch keine Cola, auch nicht wenn es wenig ist.

Wenn ich bei der Schokolade etwas mehr nehme, dann weil mein großer Körper davon mehr verträgt. Schau, aber ich nehme mir zwar mehr, aber nicht die ganze Tafel.

Ja, ich bin erwachsen und darf entscheiden, ob ich mit oder ohne Helm fahre. Weil mir meine eigene Sicherheit wichtig ist, fahre ich immer mit.
Wenn andere Erwachsene das nicht möchten, dürfen sie, aber gefährlich ist es! und weil ich nicht möchte, dass dir was passiert, bestimme ich, dass du den Helm trägst.

Mit fremden mitgehen ist so eine Sache. Eher mit Fremden offen reden. Ich kann durch meine Erfahrung einschätzen, wem ich vertrauen kann und wem nicht. Der Person erzähle ich etwas mehr, weil es der neue Arzt ist, der ein paar Dinge wissen muss. Der Verkäuferin vom Supermarkt erzähle ich es nicht, weil es sie nichts angeht...


Klar ist: ich mache und bestimme die Regeln, an die sie sich halten muss.
Weil ich sie liebe und sie vor Dingen schützen möchte, die sie noch nicht einschätzen kann!!!
Aber damit sie das einschätzen lernen kann, helfe ich ihr dabei. Nicht weil ich groß bin und darf und sie klein ist und nicht darf. Sondern weil hinter jeder Regel ein Grund steckt und ja, manchmal muss sie mir auch vertrauen und sofort reagieren (TONFALL), wenn ich es sage. Aber die Erklärung kommt nach. Nicht weil sie es noch nicht darf, sondern eben weil ich nicht möchte, dass ihr etwas schlimmes passiert/sie Bauchweh bekommt/...

Beitrag von engelchen28 22.03.11 - 10:19 Uhr

guter thread #:-)!

Beitrag von gussymaus 23.03.11 - 20:51 Uhr

ich finde auch, die TE hat an sich recht...

dumm genug dass sie es (ab und zu) nicht lassen kann... aber rumflunkern und behaupten "sind icht meine" ist wahrlich nicht das richtige... dass der junge beleidiugt ist weil er nicht lügen soll und nicht "dumme sachen" machen soll seh ich ein.... es ist nur richtig das als anlass zu nehmen es nun besser zu machen. versüprechen nie wieder zu dem suchtmittel zu greifen finde ich allerdings schwierig, denn wer weiß ob das dann wirklich klappt... ein ehrliches "ich will versuchen es nicht wider zu machen" finde ich besser, und ist denke ich auch besser durchzuhalten. und sollte man es doch nicht schaffen sollte man natürlich nicht im beisein der kinder rauchen, sonder nwenn sie zuverlässig im bett oder anderswo untergebracht sind...

ich nehme übrigens auch normalerweise die gesünderen salzkartoffeln, aber die ausnahme-pommes bekommen die kinder genauso wie ich. alles andere ist doch geheuchelt... pommes heimlich essen wenn die kinder im bett sind um immer sagen zu können "nein, sooowas fieses essen WIR nicht"?! mag seinen zweck erfüllen, aber eherlciher umgang mit seinen kindern ist was anderes...

Beitrag von zahnweh 21.03.11 - 23:34 Uhr

Hallo,

ich finde deine Reaktion super :-)

Mal vom gesundheitlichen sowieso (habe schon einige liebe Menschen deswegen sterben erlebt).

Ich meine jetzt vor allem die Situation, dass du zugeben hast a) dass er Recht hat und b) dass du gelogen hast!

Meine ist 3,5 Jahre und weist mich auch immer wieder auf Fehler hin. Ja, ich finde es auch gut.
1. weil es mir den Alltag erleichtern kann
2. weil ich als Vorbild da bin ... sprich, grundsätzliche Werte wie Lügen, da sollte ich selbst dahinterstehen
3. ich Mensch bin, ich auch Fehler mache, aber dann möchte ich dazu stehen.
Fehler macht jeder! Sie zuzugeben finde ich eine innere Größe :-)

Beispiele, wobei meine mich erwischt hat
- Mama, du hast nicht links und rechts geschaut beim über die Straße gehen
- das darf man nicht!!! (Nase bohren. Von ihrem Blickwinkel sah es wirklich so aus, als ich in Gedanken an die Nase griff - wenn ich nervös bin mach ich das manchmal #schwitz)
- du hast aber gesagt.... (wenn ich etwas in der Umgangssprache/Alltagssprache sage und es ist nicht eindeutig definiert, klingt das für sie wie eine Lüge)
- ich hab mich OHNE Helm auf ihr Laufrad gesetzt #schein
...

klar, wir haben Dinge, die dürfen nur Erwachsene und Kinder nicht (Cola trinken). Die sind aber als solches klar definiert.

Bei allgemeingültigen Regeln wie "das musst du noch bezahlen", "nicht lügen", wir setzen uns beim Essen hin, nicht hauen ....
darf sie mich gerne zurecht weisen oder besser gesagt, mir sagen, dass MEIN Verhalten nicht in Ordnung ist (aus ihrer Sicht). Denn nur wenn sie es mir sagt, habe ich die Möglichkeit mit ihr darüber zu sprechen.

Z.B. warum ich so gehandelt habe. Warum ich die nette Nachbarin angelogen habe mit "ja, mir geht es gut" obwohl mein Kind weiß, dass ich Kopfweh habe.
warum ich an eine Regel bewusst - als Ausnahme, weil ich das durch meine Lebenserfahrung einschätzen kann - nicht eingehalten habe.

Aber damit sie einschätzen lernen kann, wann man Regeln brechen darf und wann nicht, ist es meiner Meinung auch nach, ganz gut, selbst Fehler zuzugeben. "Du hast recht, ich hätte nach links und rechts schauen müssen, das war gefährlich" (kleine Straße, gedankenverloren wenig los -> schützt vor Überfahren werden nicht...)
Ja, ich mache Fehler. Und mein Kind darf mich gerne menschlich erleben.

Da wir für das meiste LOGISCHE Konsequenzen haben, halte ich die meisten dann auch für mich ein. Nicht als Strafe, sondern weil sie eben das logische Resultat aus dem Verhalten sind.

(bewussteres Straße überqueren, langsamer machen um in der Hektik weitere gefährliche Fehler zu vermeiden; wenn mir das Mittagessen nicht schmeckt - kommt bei Neuversuchen schon mal vor - esse ich selbst eben eine Butterbrot, koche aber nichts extra; Fahren ohne Helm: sofort absteigen; von der netten Nachbarin zur Rede gestellt werden, weil es einfach zu offensichtlich ist; ...)

Beitrag von xbienchenx 22.03.11 - 07:50 Uhr

<<<ich musste ihm versprechen nie wieder zu rauchen!!! das halte ich natürlich ein.

Wenn ich das lese, frage ich mich wo steht ihr in 10 Jahren?

Wer ist hier der Erwachsene? Du oder dein Kind? Mein Kind hat mir mit sicherheit nicht zu sagen was ich zu tun oder lassen habe und schon gar nicht das Recht mich anzuschnautzen.

Sicherlich ist es nicht schön wenn du rauchst und ihn anlügst,da war eine Entschuldigung fällig. Trotz dem musst du ihm nicht versprechen nie wieder zu rauchen!
Du bist Erwachsen und nur DU hast das sagen!
Seine Wünsche kann er gerne äußern, aber die Entscheidungen trifft letz Endlich Mutter und Vater und nicht das Kind!

Beitrag von falkster 22.03.11 - 09:12 Uhr

Die Entscheidung treffen natürlich die Eltern, wohl aber mit dem Weitblick des Kindeswohls bzw des Nachwuchs' Belange.

Wenn ich mein Kind in dem Bewusstsein aufwachsen lasse, dass nur Erwachsene rauchen, die sich mittelfristig selbst umbringen wollen und mein Kind mich dann rauchend sieht, ist klar was im Kopf des Kindes vorgeht. Schiere Panik, dass meine Mutter sterben könnte.

Also ist die Ansage des Kindes zu ignorieren ganz sicher kein gängelbarer Weg, sondern vielmehr das, was die TE hier praktizierte.

Die Aussage "Nur wer Erwachsen ist hat das Sagen" ist, in diesem Zusammenhang zumindest, völlig fehl am Platz, da es die (Angst-)Gefühle des Kindes völlig ausser Acht lässt.

Beitrag von agostea 22.03.11 - 13:09 Uhr

Finde ich recht übergriffig von deinem Sohn.
Du bist erwachsen und entscheidest für dich. Das hätte ich ihm - bei allem Verständnis - auch so erklärt.

Gruss
agostea

Beitrag von ladolchevita 22.03.11 - 13:22 Uhr

Hallo,

das kenne ich zu gut ;-) mein Sohn , heute 15 Jahre alt war genau wie deiner in dem Alter. Er hatte immer Angst um seinen Vater der sehr viel raucht. Ich habe damals nicht geraucht . Bin eher auch Partyraucherin und habe es vermieden das er mich dabei sieht. Heute ist so das er angefangen hat zu rauchen, Gruppenzwang in der Schule. Ich erlaube es ihm nicht aber verbieten kann man es nicht. Heute predige ich den Text den er mir und seinem Vater immer gepredigt hat. Tja hoffen wir mal das meiner wider aufhört und deiner gar nicht erst anfängt und bei seiner Meinung bleibt. Als Vorbild ist es auf jeden Fall besser nicht zu rauchen.


Viele Grüße

Beitrag von kawatina 22.03.11 - 16:31 Uhr

Hallo,

"ich musste ihm versprechen nie wieder zu rauchen!!! das halte ich natürlich ein. "

Dein Kind hat dich echt gut im Griff!#kratz





Beitrag von anne53 23.03.11 - 12:41 Uhr

Wenn ich ab und zu mal eine rauchen wollte, würde ich das auch tun, auch wenn es meinem Kind nicht gefällt !!#cool#augen

Gruß

Anne#herzlich

Beitrag von paula74 24.03.11 - 14:10 Uhr

Hallo
Ich finde es gut! Und einen besseren Grund aufzuhören kann man ja kaum haben: Du hast es Deinem Kind versprochen!
Mein Onkel (ein durch und durch handfester Bauer, der seine Zeit bestimmt nicht mit dem Lesen von Erziehungsratgebern verbracht hat ;-)) hat vor vielen Jahren mit dem Rauchen aufgehört, als einer seiner 4 Söhne sich geweigert hat, ihm Zigaretten zu holen. Und er hat es seitdem durchgehalten!
Ich denke, bei solchen Sachen sind wir nunmal wirklich auch Vorbilder für später (genauso wie beim Alkohol trinken, Essen, Verhalten, usw. usf.).
Viel Erfolg wünsche ich Dir.
Paula