Beziehung zu dritt

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Forum: Partnerschaft

Eine dauerhafte Partnerschaft ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Lust und Frust liegen da oft nah beieinander. Hier könnt ihr offen ausdrücken, was euch innerlich bewegt.

Beitrag von zu dritt 21.03.11 - 13:30 Uhr

Wer kann sich diese Konstellation vorstellen?
Ich spreche von MMF.
Sprich die Männer kennen sich und man lebt quasi zu dritt zusammen.
Es gibt die Hauptpartnerschaft Frau+ Mann1 und Mann2 dazu den die Frau auch sehr mag.
Mann1 ist damit einverstanden, findet das toll und möchte das auch so.
Mann2 weiss das er "2" ist und ist damit auch einverstanden.
Die Frau natürlich auch ;-)


Dabei anzumerken ist das jede "Partei" Kinder hat .
Würde heissen Mann1 hat drei Kinder ,die Frau zwei.
Sie leben unter einem Dach.
Mann2 hat zwei Kinder und diese kämen zu besuch.
Ich lasse aussen vor ob Mann2 eine eigene Wohnung hat oder ob sie zusammen wohnen.



Lebt jemand so und kann Erfahrungen mitteilen.
Wie seht ihr sowas ? Abschreckend oder Toll?
Was denkt ihr über den Alltag.
Und wie intergriert man das in den Rest der Familie?
Wie sieht die Gesellschaft das ?


Mir geht es um Meinungsaustausch und Erfahrungen

Beitrag von lagefrau78 21.03.11 - 13:42 Uhr

Hallo!

Das, was Du beschreibst, ist mehr oder minder bekannt unter der Bezeichnung Polyamorie. Ich hab gerade mal gegoogelt - es gibt eine Homepage zu diesem Thema sowie zahlreiche Foren, vielleicht wirst Du da fündig und bekommst mehr Informationen dazu.

Ich selbst habe damit keine Erfahrungen und kann es mir für mich persönlich nicht vorstellen. Das heißt nicht, dass ich moralische Bedenken hätte oder dieses Konzept grundsätzlich ablehnen würde - für mich ist dieses Modell einfach nix.

Wie die Gesellschaft darauf reagiert, hängt vermutlich davon ab, wo Ihr lebt. Ich selbst lebe in einer Großstadt und habe den Eindruck, hier wäre es kein großes Problem. Wenn Ihr so leben wollt, macht das. Es gibt immer Menschen, die etwas zu meckern haben - die finden im Zweifel auch etwas anderes, woran sie sich hochziehen können.

Viele Grüße und alles Gute!

Beitrag von summersunny280 21.03.11 - 13:45 Uhr

Ja ich meine Polyamorie! Vergaß es nur dazu zu schreiben ;-)

Beitrag von simone_2403 21.03.11 - 13:58 Uhr

Na jetzt kannste auch weiter in "blau" schreiben #rofl#schein

Beitrag von summersunny280 21.03.11 - 14:04 Uhr

#rofl Ja die Finger waren diesmal schneller

Beitrag von simone_2403 21.03.11 - 14:13 Uhr

Ich find das nicht schlimm ;-) Irgendwie ist man selbst mit "Bluenick" doch noch ein stückweit anonym;-) und selbst wenn dich Bekannte hier kennen so wiessen sie nun von selbst was los ist #schein Erklärungen also schon mal gespart #huepf

Beitrag von summersunny280 21.03.11 - 14:19 Uhr

Ach ich find das ja nicht schlimm , ich steh dazu schon .
Ich wollte nur unbefangene meinungen ohne namen dazu . Aber ist auch egal .
:-p

Beitrag von simone_2403 21.03.11 - 13:57 Uhr

Hallo

Ich denke das viele das als befremdlich in unserer monogamen Gesellschaft empfinden,ganz nach dem Motto "sowas tut man aber nicht".

Mir persönlich ist es egal wenn sich alle Parteien dabei wohl fühlen und es ihrem Lebenskonzept entspricht.

Wie man den Rest der Familie integriert?Kommt ganz darauf an wie tolerant diese Menschen zu diesem Thema stehen.

Was ich über den Altag denke? Es gibt vieleicht mehr Probleme zu bewältigen als in einer monogamen Beziehung.

Wie ich sowas sehe? Kann funktionieren,kann aber auch in die Hose gehen.Kritisch sehe ich das ganze auch etwas denn wo mehrere in einer Beziehung mitmischen,kommen unweigerlich auch mehr Probleme auf.

Gruß

Beitrag von rosenrot1974 21.03.11 - 14:10 Uhr

Ich kenne Fälle von sehr offenen Menschen, bei denen es grosse Probleme mit sich gebracht hat und im Endeffekt gescheitert ist.

Beziehungen an sich sind schon kompliziert genug. Die Konstellation zu dritt macht es nicht unbedingt einfacher...

Beitrag von sissy1981 21.03.11 - 14:16 Uhr

Also einen Zweitmann zum vögeln würd ich ja noch einsehen aber NOCH einen der dann noch da lebt?! Nein danke, ich liebe meinen Mann, aber eine Beziehung bedeutet auch harte arbeit (an sich). Das tu ich mir doch nicht freiwillig mit noch einem an#schock

Beitrag von armyofme 21.03.11 - 14:18 Uhr

Für viele in der Theorie sicherlich ein Traum. Für viele andere in der Praxis sicher der Alptraum schlechthin. Weil letztlich doch immer EINER mindestens auf der Strecke bleibt.
Ich kenne eine "Kommune", da lebte ein Mann mit drei Frauen zusammen. Und den 9 gemeinsamen Kindern.
Letztlich haben sich die Frauen zusammen getan und das Arschloch rausgeworfen... Aber er war auch echt eines.

Das soll also kein Massstab sein, will ich damit sagen. Ein Mann ist ein Depp, da verliert er eben JEDE Frau, nicht nur die eine:-) (lies das mit einem Augenzwinkern, bitte)

Also, die Kommunen der freien Liebe und der Gemeinschaft, die gab es ja zuhauf und nun seltener. Warum? Weil es sich nicht bewährt hat, vielleicht. Und auch das hat für deine Konstellation nichts zu bedeuten.
Der Mensch ist ein Individuum. Wenn drei Menschen damit zurecht kommen, dann ist das gut so. Aber sei dir sicher, dass diese Art der Beziehung in Deutschland kaum für gut geheissen wird. Also, in der Gesellschaft.

Ich persönlich kann sie nachvollziehen. Ich verstehe es, dass Dinge so laufen können, dass eine derartige Beziehung zustande kommt.
Ich selbst könnte sie jedoch nicht umsetzen. Wollte nicht. Ich müsste mich immer für den einen, den Richtigen entscheiden. So bin ich gestrickt.:-)

Alles Liebe

die Armee

Beitrag von summersunny280 21.03.11 - 14:42 Uhr

Nun wie soll ich das erklären.

ICH definiere treue für mich schon mal ganz anders.
Mein Partner auch.

Wenn ich mir nun eine "normale" beziehung vorstelle muss ich sagen dass ich mir das wesentlich komplizierter vorstelle.
Diesen druck den man hat , erwartungshaltung.
Fangen wir bei treue an , eifersucht . Liest man hier jeden tag .
Diese patnerschaften bestehen nur aus erwartung und druck.
Du hast nur den einen zu lieben, du musst treu sein ...
für mich eine schreckliche vorstellung.

(ich meine damit keinen freifahrtschein für fremdgehen11)


Ich bin anders , mein Parnter auch .....es lebt sich viel einfacher .
Lieben tu ich nur einen (mag sein das man auch zwei lieben kann)
Hier gibt es keine erwartungshaltung , es ist offen , eifersucht spielt keine rolle , ich muss mich nicht verpflichtet fühlen.
Ich muss nichts unterdrücken es beruht alles auf ehrlichkeit und vertrauen .
Zwei männer die dich begehren .....
Eine richtige beziehung führe ich mit einem !
mit dem zweiten ist es eine seelische , eine ergänzung , erweiterung .

mal grob gesagt mag der eine nicht ist immer noch einer da der mag ;-)

Ich seh in der konstellation freiheit , für mich und meine Partner .
Jeder hat die freiheit das zu tun wonach einem ist basierend auf erhrlichkeit und vertrauen.

Ist es nicht so dass wenn man freie wahl hat dann nichts mehr will?;-)

Beitrag von armyofme 21.03.11 - 14:48 Uhr

Nun, dann wünsche ich dir, dass du hier Erfahrungen austauschen kannst. Ich kann es mir kaum vorstellen, aber es wird sicherlich stille Mitleser geben, die dich jetzt auch direkt anschreiben können.

Ich denke, es ist ein grosses Glück, wenn man die Beziehung, die man gern leben möchte, auch tatsächlich mit einem Menschen leben kann, der das genauso sieht. Und der einen dabei auch noch liebt.

Also wünsche ich dir, dass ihr das so weiter führen könnt, wie ihr euch das vorstellt. KEINE Beziehung ist einfach, egal, ob da nun zwei aufeinandertreffen oder drei.

Alles Liebe euch!

die Armee

Beitrag von summersunny280 21.03.11 - 15:03 Uhr

Danke, dito .
So ist es


LG

Beitrag von keinedrei 21.03.11 - 15:18 Uhr

Wie noch einer, der dann jammert, er würde zu kurz kommen? Nein danke! Vorstellen könnte ich mir so eine Konstellation nur in komplett getrennten Wohnungen, so dass jeder der Partner frei ist, zu dem Partner zu gehen, auf den er gerade Lust hat. Ob es ohne Eifersucht geht, sei dahingestellt. Es liegt in der menschlichen Natur, eifersüchtig zu sein.

Beitrag von holy_cow 21.03.11 - 15:09 Uhr

Hola,

ich glaube es waere einfacher, wenn jede Partei eine eigne Wohnung hat. Ideal vielleicht wenn diese im selben Haus waere, aber alle zusammen in einer Wohnung stelle ich mir schwierig vor.
Der Alltag laesst sich sicher einfacher bewaeltigen, wenn jeder diese fuer sich selber organiziert.
Mir waere sowas egal, aber persoenlich zu anstrengend. Es ist ja schon oft genug schwierig genug in einer normalen Beziehung.

Saludos

Beitrag von binnurich 21.03.11 - 15:35 Uhr

siehs mal so: es starten genug Leute in eine normale Beziehung und hoffen das sie hält und trotzdem, dass das gesellschaftliche Non+ultra-Modell ist scheitert es mehr als häufig

nun, wenn ihr es tun wollt, wie in jeder normalen wg sollte man aber klare Regeln aufstellen über Pflichten und Rechte gos und nogos....

und wenn es scheitert, seid ihr um diese Erfahrung reicher... denkt dann aber immer dran: ihr habt es so und nicht anders gewollt


mmit Kindern find ich das schon komlplizierter...aber auch sicher möglich

Beitrag von kennedas 21.03.11 - 20:41 Uhr

Hallo!

Ich kenne eine Frau, die wohnt mit ihrem Ehemann und dem neuen unter einem Dach.
Ehemann schläft bei Tochter im Zimmer, sie schläft mit ihrem neuen im Schlafzimmer.

Für mich wäre das nichts.

Liebe Grüsse

Beitrag von clautsches 21.03.11 - 22:16 Uhr

Das wäre meiner Ansicht nach ok, wenn es ALLEN Beteiligten dabei wirklich gut geht.

Sprich: den Männern, obwohl einer immer nur zweite Geige spielt; der Frau, obwohl sie (wahrscheinlich) immer hin und her gerissen ist und vor allem den Kindern - grade in Bezug auf die Außenwelt, sprich KiGa, Schule, Freunde, etc.

Da ich mir nicht vorstellen kann, dass all diese Faktoren in der Praxis zur Zufriedenheit aller erfüllt werden können, würde ich sagen:
NEIN, das geht nicht!

LG Claudi

Beitrag von luka22 21.03.11 - 23:19 Uhr

Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass man in so einer komplex verflochtenen Konstellation jedem auf Dauer gerecht werden kann. Für mich ist diese Vorstellung sowieso absurd, dass ich vor den Augen meiner Kinder mal mit dem einen, mal mit dem anderen Mann Zärtlichkeiten austausche. (Also Händchenhalten, Küsschen, Umarmungen...) Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Kinder so etwas verstehen. Kinder sind da eh konservativ und wünschen sich in der Regel eine "normale" Familie. Inwieweit würde in eurer Kommune auf die Gefühle der Kinder Rücksicht genommen?

Luka