An die Experten: Verstopfung nach KS/Geburt

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Beitrag von nike1972 21.03.11 - 14:08 Uhr

Hallo zusammen,
ich habe eine eher prophylaktische Frage. Ich bekomme im Juni den 3. KS - die letzten beiden hab ich problemlos überstanden, aber das Problem was ich immer habe ist, dass ich massive Probleme mit dem Stuhlgang danach habe (und das nicht nur Tage danach ,sondern Wochen...)
Weiss jemand woher das eigentlich kommt?
Bis zur Geburt läuft immer alles prima, danach ist es als hätte man einen Schalter umgelegt #schmoll

Gibt es irgendwas, was man im Vorfeld nehmen kann, um das zu vermeiden? Ich hab mal was von Laktulose gehört - wirkt das wie ein Abführmittel oder eher wie Milchzucker..?

Bin gespannt auf Eure Erfahrungen.
Gruß
Nike

Beitrag von sarahjane 21.03.11 - 15:00 Uhr

Woher das kommt, habe ich leider vergessen (litt nach der Entbindung von meinem 1. Kind auch an Verstopfung).

Aber ich weiß noch, dass mir für eine zweite Schwangerschaft abgeraten wurde, "vorbeugend" etwas gegen Verstopfung zu unternehmen.

Leidet man nach der Entbindung unter einer solchen, bekommt man im Krankenhaus schonende Medikamente, welche schnell wirken.

Beitrag von mama-von-marie 21.03.11 - 15:36 Uhr

Hatte auch einen KS und danach dasselbe Problem.
Lactulose habe ich eine Woche lang genommen - ohne Erfolg.

Leinsamen, Milchzucker & Sauerkrautsaft haben geholfen.

Beitrag von zwei-erdmaennchen 21.03.11 - 16:09 Uhr

Hi Nike,

Laktulose ist Milchzucker ;-). Du meinst wahrscheinlich den Sirup #kratz

Im Vorfeld solltest du wirklich nichts nehmen, das ist eher kontraproduktiv. Lieber im Vorfeld für den Fall der Fälle einkaufen und dann im Erstfall anfangen mit dem einschmeissen...

Die beste Erfahrung habe ich tatsächlich mit dem Laktulose-Sirup gemacht in Verbindung mit Flohsamen. Die holt man in der Apotheke, läßt sie in Wasser quellen und trinkt das dann. Ist etwas gewöhnungsbedürftig weil glitschig und etwas schleimig aber was tut man nicht alles ;-). War auf jeden Fall tausendmal besser als Leinsamen (das ist der "große Bruder" davon). Das hatte ich zuvor versucht und hat nicht wirklich was gebracht.

Wenn's ganz arg ist kannst du dir auch mal ein Spiegelei in Rhizinusöl ausbacken ;-)

Liebe Grüße
Ina #winke

Beitrag von nike1972 22.03.11 - 08:40 Uhr

Hallo Ina,
Nee, Milchzucker ist Lactose - ich meine tatsächlich Lactulose, also den Sirup. Danke für den Tip mit den Flohsamen, werd ich mir dann schon mal im Vorfeld besorgen, damit ich im Ernstfall losschlagen kann.
Ich hoffe nur, dass es nicht so weit kommt, dass ich mir tatsächlich ein Ei in Rizinus braten muss *bäh* #schwitz
Liebe Grüße
Nike

Beitrag von zwei-erdmaennchen 22.03.11 - 14:16 Uhr

Hi Nike,

ok, schlecht ausgedrückt #hicks. Lactulose wird aus Lactose (also Milchzucker) gewonnen. Nimmt man ausreichend Milchzucker hat man dann den selben Effekt wie bei Lactulose eben weil dann genug davon im Körper vorhanden ist. Hoffe jetzt ist es besser #kratz ;-)

Liebe Grüße
Ina #winke

Beitrag von muffin357 21.03.11 - 17:23 Uhr

woher das kommt?

die wühlen in deinen Därmen rum, -schieben alles auf die Seite was stört und stecken wenn sie fertig sind, alles wieder in den Bauch ...

der Darm braucht seine Zeit (bei manchen länger) bis er wieder "seinen Platz" im Bauch gefunden hat --- daher die Verstopfung plus die ersten Tage die Nebenwirkung der narkose.

nimm laxoberal, das darf man auch, wenn man stillt....

#winke tanja

Beitrag von zwei-erdmaennchen 21.03.11 - 18:22 Uhr

Hi Tanja,

ich weiß ja nicht wo sich dein Darm so rumtreibt, meiner liegt eindeutig hinter der Gebärmutter. Darum hat sich da sicherlich niemand beim KS durchgewühlt :-p

Ich hatte nach dem KS nicht wirklich mit Verstopfung zu tun, nach der vaginalen Geburt aber ewig!!!

Hab mal kurz gegooglet:

"Verstopfung. Durch das Schrumpfen der Gebärmutter nach der Geburt verändert sich auch die Lage des Darms. Durch die vermehrte Wasserausscheidung und dadurch, dass die Mutter kurz nach der Geburt meist weniger isst, ist die Darmfunktion zusätzlich beeinträchtigt. Die Folge: In den ersten Tagen der Geburt klagen viele Mütter über Verstopfung – die sich normalerweise spätestens nach dem dritten Tag wieder gibt. Wenn nicht, so muss manchmal durch Abführmittel oder einen Einlauf nachgeholfen werden. "

Liebe Grüße
Ina #winke

Beitrag von yale 21.03.11 - 20:03 Uhr

#nanana gefährliches Halbwissen!

Von wem hast du denn das#kratz

Beitrag von nsd 21.03.11 - 19:53 Uhr

Hi!
Ich glaube irgendwo gelesen zu haben, dass es oft zu Problemen mit dem Stuhlgang kommt. Während der Schwangerschaft ist dein Darm ja irgendwo hingedrückt worden, da Baby ja Platz braucht. Nach der Geburt ist auf einmal jede Menge Platz da und es dauert eine Weile bis der Darm da ist wo er hin soll. Außerdem drückt ja keine Kind mehr drauf und der Darm hat mehr Volumen.

Beitrag von nike1972 22.03.11 - 08:44 Uhr

Danke Dir #pro !
Jetzt hab ich's auch verstanden. Hätte ich auch von alleine drauf kommen können #augen

Beitrag von zwergwilli 22.03.11 - 21:26 Uhr

Hallo du!

Ich hatte gerade jetzt im Januar meinen 3. KS und die Probleme mit der Verstopfung hatte auch jedes Mal...

Nach dem 2. KS habe ich zufällig "mein persönliches Abführmittel" gefunden. Weil ich ständig Durst hatte, habe ich nach dem KS im Krankenhaus täglich ziemlich viel (ca. 2 Liter) Kümmel-Fenchel-Anis-Tee getrunken. Eigentlich ist der ja vor allem der Stilltee, also gut zur Milchbildung usw. Aber: in größeren Mengen getrunken wirkt er (stark) abführend!

Jetzt beim 3. KS habe ich das auch wieder gemacht und siehe da - bereits am Tag nach dem KS war ich "locker flockig" auf Toilette. Da waren selbst die Ärzte überrascht. Auch in den ersten 2 Wochen nach der Geburt habe ich täglich den Tee getrunken und die alten Probleme mit der Verdauung hielten sich sehr in Grenzen. Juhu!

Vielleicht funktioniert das bei dir ja auch so gut?! Ich wünsche es dir... und außerdem noch eine schöne Schwangerschaft und eine gute Geburt!

LG zwergwilli

Beitrag von nike1972 23.03.11 - 12:56 Uhr

Hallo Zwergwilli!
Vielen lieben Dank - ich hab zwar eigentlich fast nie Durst, aber wenn's so gut funktioniert, dann werd ich mich zwingen #hicks.
Wieviel hast du denn davon so am Tag getrunken?
Lieben Gruß
Nike

Beitrag von zwergwilli 23.03.11 - 14:45 Uhr

Hallo Nike,

in den ersten Tagen habe ich davon über den Tag verteilt ca. 2 Liter getrunken, nachher zu Hause 3-4 Tassen.
Wenn du nie Durst hast, ist das am Anfang von der Menge wohl eher hart für dich. Aber denk dran, das es sogar dreifach hilft: für Milchbildung, für Verdauung bei dir und beim Baby und gegen Kopfschmerzen nach dem KS!!!
Es lohnt sich...

LG zwergwilli