Neurologische Ausfälle nach PDA. Noch jemand???

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Forum: Geburt & Wochenbett

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Beitrag von stinchen1981 21.03.11 - 14:13 Uhr

Huhu...

vor 23 Tagen ist mein kleiner Sonnenschein zur Welt gekommen #verliebt
Ich habe eine seeeehr turbulente Geburt hinter mir. Ich habe auch eine PDA bekommen...
Nun habe ich seit einiger Zeit auf der rechten Seite unter den Rippen einen ganz ekligen Schmerz, der sich bis in den Rücken zieht. Ebenso habe ich auf der Bauchdecke rein gar kein Gefühl mehr #zitter
Wasserlassen ist auch schwierig, da sich meine Blase nur noch im schräg sitzen entleert. Meine Hebi meinte, dass das alles von der PDA kommen würde. Hängt wohl alles zusammen.
Sie redet nun mit der Ärztin, die mir die PDA gesetzt hat, ob ich mich bei ihr vorstellen soll. Bekomme am Donnerstag Bescheid von ihr. Gleichzeitig hat sie mir einen Besuch bei einem Ostheopaten empfohlen. Hab allerdings noch keinen Termin bekommen, da er ausgebucht ist und mich nur dazwischen schieben kann, wenn jemand absagt.

Kennt jemand sowas oder hatte ähnliche Ausfälle?
Wie lang hat es gedauert und was ihr gemacht?


Würde mich über Antworten freuen...
Danke und liebe Grüße


Christine mit Fabian #winke

Beitrag von winniwindel 21.03.11 - 15:20 Uhr

Huhu, also ich hab auch eine PDA bekommen. Folgen hab ich jetzt noch. Während der PDA hat es bei mir kurz im rechten Bein gezuckt. Seid dem hab ich ganz dolle Nackenschmerzen und richtig miese Kopfschmerzen, viel trinken und ruhe sollen helfen. Hab gelesen das die folgen einige Wochen andauern können. Denke mal das meine folgen nicht die einzigsten sein können, die bei ner PDA auftreten könnten....

Beitrag von zwei-erdmaennchen 21.03.11 - 15:42 Uhr

Hi,

hattest du direkt nach der Entbindung schon diese Kopfschmerzen??? Wenn ja, warum hast du dich nicht in der Klinik gemeldet deswegen. Kopfschmerzen treten nämlich durch eine PDA in erster Linie dann auf wenn die Hirnhaut getroffen wurde. Das muss dann kurz aufgespritzt werden und der Spuk ist vorbei.

Kopfschmerzen sind im Allgemeinen nach der Entbindung nichts ungewöhnliches. Ich kenne reihenweise Mamis die damit zu kämpfen hatten - und die meisten davon hatten keine PDA. Das liegt an der Hormonumstellung des Körpers (viele Frauen leiden ja auch an migräneartigen Kopfschmerzen im Zeitraum der Menstruation).

Auch Schmerzen in der Wirbelsäule/dem Nacken sind vollkommen normal denn dein Körper formt sich zurück in seine ursprüngliche Position vor der SS. Da fehlt jetzt jede Menge Gewicht am Bauch, das muss der Körper erst wieder ausgleichen. Ich hatte monatelang Rückenschmerzen wie verrückt und konnte mich keinen Zentimeter ohne Schmerzen bewegen - was aber laut Aussage diverser Fachleute (bei denen ich leider war) einfach von dem nicht mehr vorhandenen Riesenbauch und dem weichen Gewebe (durch SS- und Stillhormone) stammte.

Es gibt sicherlich Nebenwirkungen einer PDA aber das von dir geschilderte würde ich damit überhaupt nicht in Verbindung bringen (ausser die Kopfschmerzen - allerdings nur unter bestimmten Voraussetzungen).

Liebe Grüße
Ina #winke

Beitrag von zwei-erdmaennchen 21.03.11 - 15:31 Uhr

Hi,

erstmal herzlichen Glückwunsch #freu

Was heißt denn sehr turbulent???

Ich kann dir nur von mir berichten, dass ich das auch hatte nach der ersten Entbindung, das aber nichts mit der PDA sondern der schweren Geburt zu tun hatte. Meine Tochter steckte vier Stunden im Beckenausgang und bewegte sich keinen Millimeter vor und zurück. Durch die langen Preßwehen in der Zeit ist einfach alles unten rum kaputt gegangen. Der Harnleiter war zugeschwollen und die Blase durch die Schwellungen verlagert. Darum konnte ich auch nur sehr schwer Urin lassen. Sobald du dich dazu hinstellst oder hockst wird der Harnleiter gestreckt und darum kannst du Wasser lassen.

Mein Bauch hat sich auch komisch angefühlt, so als ob er nicht zu mir gehören würde. Aber sobald ich etwas in die Tiefe gedrückt habe war das Gefühl wieder da. Das war übrigens auch beim KS der Fall. Danach habe ich übrigens viel schneller wieder Gefühl drin gehabt als nach der normalen Entbindung.

Schmerzen unter den Rippen hatte ich nur nach dem KS. Du darfst auch nicht vergessen, dass sich in deinem Körper alles wieder an seinen ursprünglichen Platz verlagert. Das ist nicht immer angenehm.

Die Wehwehchen sind alle mit der Zeit verschwunden - das letzte nach zwei Jahren. Beim Osteopathen war ich nicht (da würd ich aber generell auch nicht hingehen :-p).

Mich würde doch die Argumentation der Hebamme interessieren denn meiner Meinung nach hat das alles rein gar nichts miteinander zu tun. Ich meine entweder ist dein Schmerzzentrum geschädigt (was ich noch niemals gehört habe als PDA-Komplikation), dann wäre es aber überall taub und du hättest nicht an einer Stelle ein taubes Gefühl und wenige Zentimeter weiter plötzlich Schmerzen. Das macht für mich keinen Sinn - bin aber auch kein Experte ;-). Ich habe mich nur sehr viel mit PDA und den Komplikationen befasst und selbst auf Seiten und Literatur von absoluten PDA-Gegnern habe ich so etwas noch nie im Zusammenhang gelesen #kratz

Ach so, Hebammen glaube ich immer nur seeeeehr bedingt weil ich einfach die Erfahrung gemacht habe von 20 befragten Hebammen 20 verschiedene Aussagen zu bekommen. Da ist viel persönliche Einstellung dahinter meiner Meinung nach. Also mag eine keine PDA-Entbindungen, dann ist bei Problemen danach sowieso immer die PDA schuld ;-)

Viele Grüße
Ina #winke

Beitrag von katha123 21.03.11 - 21:26 Uhr

Wieso würdest du nicht zum Osteopathen gehen? Ich habe immer nur gute Erfahrungen damit gemacht (bei meiner Tochter, meinem eigenen Bandscheibenvorfall, in dieser Schwangerschaft...). Einzig bei Entzündungen können und dürfen Osteopathen nicht helfen!
Egal, ob Hebis verschiedene Ansichten haben oder angeblich generell alles auf die PDAs geschoben wird: Wichtig ist, dass ihr geholfen wird. Und da würd ich es auch mit einem Osteopathen versuchen. Schaden kann es ja nicht.
Es gibt übrigens Osteopathen mit einer speziellen Ausbildung für Schwangere und Neugeborene (Liste unter www.osteopathie.de)

lg
katha 39. SSW

Beitrag von zwei-erdmaennchen 21.03.11 - 21:59 Uhr

Hi,

ganz einfach weil ich total skeptisch bei Sachen bin die von heute auf morgen als die ultimative Lösung angepriesen werden. Denn die gibt es nicht. Egal was man für Beschwerden hat man wird immer an Osteopathen verwiesen. Und das ist mir zu pauschal. Und ich kenne auch Leute die eher aus Neugier hingegangen sind und dann erfahren haben, dass sie ja eigentlich ein totales Wrack waren. Was denen plötzlich alles angedichtet wurde - ein Wunder, dass sie zuvor überhaupt existieren konnten ;-).

Ostheopathen schiessen wie Pilze aus dem Boden (so wie vor Jahren die Heilpraktiker und Homöopathen) und das ist mir einfach viel zu sehr "Trend"-belastet.

Ich muss immer wieder schmunzeln über die vermeintlichen Ergebnisse die dort erzielt werden. Da gehen die Leute mit einem Neugeborenen Zwerg hin und lassen ihn behandeln weil er z.B. viel schreit. Dann bessert sich das im Laufe von einigen Tagen/Wochen und das ist dann dem Osteopathen zu verdanken. Ich meine bessert sich das nicht bei fast jedem Kind in den ersten Wochen wenn es auf der Welt angekommen ist??? Es mag ja sein, dass es in bestimmten Fällen hilft. Aber ich denke einfach, dass da auch oft Kollege Zufall am Werk ist.

Klar ist es wichtig, dass ihr geholfen wird. Wenn sie es für richtig empfindet kann sie ja auch gerne hingehen - habe ihr doch nicht davon abgeraten ;-). Nur gesagt, dass es für mich nichts ist.

Liebe Grüße
Ina #winke

Beitrag von katha123 21.03.11 - 22:35 Uhr

Ich verweise nochmal auf die Seite www.osteopathie.de - Da sind nur Osteopathen auf den Listen, die die spezielle ausführliche Ausbildung absolviert haben. Auch ich halte von den vielen "Heilpraktikern", die "Craniosacrale Therapie" anbieten nichts.
Mein 1. Kind war kein Schreikind sondern hatte eine Schädelasymmetrie (einen schiefen Kopf) und konnte ihn auch nicht richtig drehen. Da hat 1 Termin super viel geholfen! Das Angebot der Uni-Klinik damals: CT unter Vollnarkose und evtl. OP -na danke.
Bei meinem Bandscheibenvorfall konnte ich die Schmerzen nur durch den Osteopathen ertragen. Sonst hätte ich abstillen müssen um richtige Schmerzmittel nehmen zu können.

lg
katha

Beitrag von 2froesche 21.03.11 - 19:36 Uhr

Hallo Christine,

da hast Du wahrscheinlich eine Hebamme, die keine PDA mag...

Meiner Meinung nach kommt gar keine Deiner Beschwerden von der PDA.

Aus der Ferne andere Diagnosen zu stellen, ist natürlich schwierig, aber grad die Probleme beim Wasserlassen sind eher normal nach einer Geburt. Es spricht ja nichts gegen ein Gespräch mit der Anästhesistin, aber die wird Dir das gleiche sagen wie hier alle: das kommt alles nicht von der PDA.

Liebe Grüße,

2froesche

Beitrag von amstel-250 21.03.11 - 23:08 Uhr

Hallo Christine!

Erstmal herzlichen Glückwunsch zur Geburt des kleinen Fabian! #herzlich#ole#fest#glas

Bei mir ist es zwar schon 9 Monate her, aber ich möchte dir erst mal sagen: Lass dich nicht verrückt machen!
Ich hab mich damals auch komisch gefühlt, hatte im Nachhinein gesehen aber nix mit der PDA zu tun, sondern einfach mit der Geburt!

Ich krieg grad so ein bisschen die Wut, dass einem immer (vor allem von Hebammen) verkauft wird, dass eine normale Geburt jeder KANN. Und danach alles supi ist, fast wie vorher, man hüpft nach den Presswehen sozusagen aus dem Bett und ist allein durch die Glückshormone losgelöst und könnte einen Baum ausreißen!
(ABER mit PDA ist das dann natürlich alles vieeeeel schlimmer - von einem Kaiserschnitt gar nicht zu reden)

Ich war nach der Geburt zu Fuss nicht sehr viel schneller unterwegs als meine Zimmernachbarin die einen Kaiserschnitt hattte, außerdem kenne ich im Umfeld niemanden der solch eine Bilderbuchniederkunft hatte wie so oft versprochen - soviel zu diesem Thema.

1. Schließe mich einer Vorrednerin an: Deine Hebamme mag PDA's wahrscheinlich nicht
2. Man bekommt von der Klinik doch so ein Zettelchen, auf dem 'ne
Nummer steht, wie man den Anästhesisten erreichen kann. Mach das!
Habe ich auch gemacht, war sogar dort und hab mich anschaun lassen.
War alles prima.
3. Bevor du zum Modetherapeuten Osteopath gehst, (nicht falsch
verstehen, die haben ihre Berechtigung, AAAABBBBBERRRRR dass man
von den Hebammen immer gleich zu ihm geschickt wird macht mich
stutzig!!!) kontaktiere deinen Gynäkologen. Wenn er mit Schulmedizin
nix ausrichten kann, dann kannst du immer noch zum Osteopathen
gehen.
4. Deine Hebamme kommt ein bisschen so rüber wie meine war - 30 Jahr
Erfahrung bla bla. Lass dich nicht einschüchtern! Geh wirklich vor allem
mal zu deinem Gyn.

Gute Besserung!!!

LG
Gabi mit Nico

Beitrag von sacht736 22.03.11 - 10:03 Uhr

Hallo ,

also ich hatte 4 sogar 5 mal schon eine PDA ( 4 mal bei der Geburt KS+Normal)
Und ein mal hatte ich eine PDA bei meiner Hüft -OP .....

Ich hatte niemals Probleme mit der PDA gehabt also jedenfalls kam das nciht von der PDA sondern doch eher von der Geburt und vom KS !

Bei einer schweren Geburt kann das alles vorkommen und dein Körper muss sich ja nun auch wieder neu richten ( deine Organe ) Die Rippen werden beim größer werden des Bauches auseinander gedehnt und ziehen sich nun wieder zusammen. Das kann auch Schmerzen verursachen bis hin zu Rückenschmerzen ect.
Dein Becken wurde gedehnt das bildet sich nun alles wieder zurück.

Gib dir ein wenig Zeit das alles dauert schon ein bisschen !
Man sagt nicht um sonst ein Bauch kommt 9 Monate und geht 9 Monate ;-)

Liebe Grüße Mama+4Kids#cool