Ich kann Konsequenzen nicht leiden....

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von aquene 21.03.11 - 15:28 Uhr

Hallo Zusammen,

ich weiss, Überschrift hört sich blöd an, aber ich ärgere mich grade einfach über diese blöden, sinnlosen Situationen die letzten Tage.

Wir haben grad mal wieder ne echt nervige Phase mit Trotzen und Bocken vom Feinsten.

Ich kann inzwischen relativ gut ruhig bleiben dabei....aber es tut sich einfach nix. Zumindest habe ich gerade das Gefühl...dass es keine Früchte trägt.

Gestern mittag...meine Mutter hat auf einem Kinderkleidermarkt einen Stand aufgebaut um für uns ein paar Sachen zu verkaufen...sie macht das zweimal im Jahr und sie sagt, es macht ihr Spass. Trotzdem hätte ich ihr gerne etwas geholfen. Also bin ich mit meinem 3-jährigen hingefahren, er hat sich zwar kurz gefreut die Oma zu sehen, aber dann war nur noch Blödsinn angesagt.
Er ist überallhin und hat alles anfassen und rumzerren wollen, danach ist er mir quer durch die Halle abgehauen, sogar auf Omas Bitten hin ihr zu helfen wurde da nicht mehr reagiert. Ich hab ihn zweimal verwarnt, dass wir gehen müssen wenn er nicht aufhört....schliesslich hab ich mir mein tretendes, schreiendes Kind unter den Arm geklemmt und bin mit ihm raus.

Als er nach einer Weile wieder runterkam, hab ich ihm vorgeschlagen auf den Spielplatz zu gehen.....da waren wir ca. 15 Minuten, dann ist er da auch abgehauen....hat mit Sand um sich geworfen....nach zwei Verwarnungen musste ich ihn mir wieder schnappen.

Heute hab ich mich über das herrliche Wetter gefreut, als ich ihn aus dem Kindergarten holen wollte, wollte er erstmal gar nicht mit heim, weil er dort sehr gerne draussen ist.
Also sind wir heimgefahren, haben sein Fahrrad geholt und ab auf den Spielplatz....hier wieder das gleiche Theater...er haut ab, als ich ihn "verwarne" keine Reaktion, ein paar Minuten später das Gleiche wieder, schliesslich haut er nach mir....also Fahrrad gepackt, ab nach Hause....mit hysterisch kreischendem Kind neben mir.

Jetzt ist er nochmal eingeschlafen und ich werde ihn wohl ca. eine Stunde schlafen lassen. Wenn ich aber mittags nach dem Kindergarten mit Mittagsschlaf ankomme hab ich keine Chance.

Ärgs, das ist alles so eklig. So schönes Wetter da draussen....und ständig muss man wieder abbrechen...und es kommt Tag für Tag wieder.

Ich werd nachher hier mit ihm auf die Wiese rausgehen, und hoffe jetzt schon, dass wir es dann mal etwas länger schaffen und ohne Gebrüll und Gekreische.

Hättet ihr andere Konsequenzen gezogen als ich?
Man sitzt ja dann immer da und ärgert sich selbst....aber irgendwann muss doch mal was durchkommen..oder? :-(
Meine Mutter hat nur zu mir gesagt, sie hätte nicht erst zweimal verwarnt und so lange gewartet.
Wäre das denn evtl. besser? Aber ich will ihm halt immer nochmal eine Chance lassen.

LG

Beitrag von arienne41 21.03.11 - 16:02 Uhr

Hallo

Nach Hause gehen machte ich nur wenn ich nach Hause wollte oder kurz vor Ende.

Auf dem Spielplatz saß mein Sohn mal eine Stunde bei mir denn ich hatte mich mit Bekannten verabredet und es war ein schöner Nachmittag.
Ich hab es nie eingesehen mir sowas von meinem Sohn versauen zu lassen.

Auf dem Basar hätte ich es auch so gemacht.

Nach der Aktion ist mein Sohn nie wieder abgehauen.

Beitrag von germany 21.03.11 - 16:09 Uhr

Jup, so haben wir es auch gemacht! Kaum zu glauben, wie zickig die werden wenn die auf der Bank hocken müssen...

Die ersten Minuten waren die schlimmsten, aber dann ging es und wenn man das immer und immer wieder macht, haben die kleinen es kapiert.

Nachhause gegangen sind wir nie.


lG germany

Beitrag von redrose123 21.03.11 - 16:15 Uhr

Deine Mutter hat recht, und dazu hast du Ihn für sein Trotzen bocken und abhauen mit dem Spielplatzbesuch belohnt sehr hilfreich muss ich sagen ;-)

Beitrag von aquene 21.03.11 - 16:23 Uhr

Naja....die andere Möglichkeit wäre gewesen den kompletten Sonntag nachmittag im Haus zu verbringen?
Ich bin ja nicht direkt danach mit ihm auf den Spielplatz....da war schon ca 1 Stunde dazwischen. :-)

Beitrag von ayshe 21.03.11 - 16:59 Uhr

Die Trotzphasen sind ein Thema für sich und meiner Meinung nach, sollte man ein Kind nicht für seine Entwicklungsstufe bestrafen.

Was kann es denn dafür?
Wenn man handelt, dann sollte man es so machen, daß das möglichst dabei lernt, daß man es seine Gefühle vllt anders zeigen kann usw.


aber das ist ein anderes Thema.

Beitrag von tauchmaus01 21.03.11 - 16:18 Uhr

Hab mir auch den Tag nicht versauen lassen. Wenn mein Kind diese Abhauphase hatte, dann mußte auch sie neben mir sitzen bleiben.
Nach 10 Minuten (oder so) durfte sie wieder spielen. Rannte sie wieder weg oder machte Unsinn, saß sie wieder neben mir. Egal ob sie schrie oder nicht.
Das hat ihr keinen Spaß gemacht und sie hatte schnell raus dass es sich nicht lohnt mit Sand zu werfen oder wegzurennen.

Als ich hochschwanger war, rannte sie auch mal los, Richtung Strasse, ich kam kaum hinterher#zitter Als ich sie dann aber hatte, habe ich sie nicht mehr losgelassen bis wir daheim waren. Sie hat gebrüllt ohne Ende,weil sie nun wütend war. Aber sie ist nie wieder danach losgerannt.

Nach dem sie sich dann immer beruhigt habe, hab ich ihr erklärt warum es so war.

Mona

Beitrag von aquene 21.03.11 - 16:24 Uhr

Danke schonmal für eure Antworten.

Ja...vielleicht wäre das nochmal eine Möglichkeit...ihn einfach eine Weile neben mir sitzen zu lassen.
wobei..mal ehrlich....das wäre wohl kein neben mir sitzen, sondern ein tretendes, kreischendes Kind - Festhalten.
Aber ich kann es ja nichts desto trotz beim nächsten Mal so versuchen.

LG

Beitrag von anarchie 21.03.11 - 16:45 Uhr

hallo!

was sollte er denn tun auf dem kleidermarkt?
Hat sich jemand mit ihm beschäftigt?
hast du auf dem Spielplatz mit ihm aktiv gesoielt?
Hast du ihm sinnvolle alternativen aktiv angeboten?


lg

melanie mit 4 kindern

Beitrag von aquene 21.03.11 - 16:51 Uhr

Huhu,

also einfach so sitzen oder machen lassen hab ich ihn nicht.

Auf dem Kleidermarkt, da hatten wir vorher noch drüber gesprochen....da wollte er der Oma helfen die Sachen alle auf den Tischen hinzulegen, er wollte dort auch mit beim Verkaufen sein (spielt er halt sehr gerne zu Hause), und er hatte sich drauf gefreut.
Als es am Tisch so anfing und ich merkte es geht nicht, bin ich mit ihm draussen Bratwürste holen gegangen, schlug ihm vor mit ihm zusammen ein bisschen die Sachen der Anderen angucken zu gehen.....er sollte jetzt also nicht brav auf nem Stuhl sitzen oder so. ^^

Beim Spielplatz ..ja klar sitz ich auch mal auf der Bank zwischendrin, aber ich geh auch mit ihm Schaukeln, buddeln, wippen, klettern usw.
Und ich hab schon auch versucht ihn damit wieder zum Spielen zu animieren, anstatt zum Abhauen....aber es zog halt nicht.

Beitrag von inis 21.03.11 - 16:54 Uhr

Huhu...

...hier kommt eine von der Fraktion "ich laber mir den Mund fusselig und mach mich zum Affen" ;-) #freu

Mein "Großer" wird erst im Juni 3 Jahre alt, aber schon jetzt versuche ich ihm ziemlich viel zu erklären (er ist sprachlich auch schon recht weit).

Beim Abhauen und Bocken haben wir nämlich auch Spaß gehabt: erst vor Lionels Geburt, so im Winter (da hat er mir den Schneespaziergang auf ähnliche Weise versaut, wie du beschreibst), und dann erst kürzlich nach der Geburt. Beim ersten Mal Rausgehen nach der Geburt (mit Baby im Kinderwagen, und ich noch sehr wackelig) ist er am Schluß von zuhause aus nochmal volles Tempo die Straße hochgelaufen Richtung Spielplatz. #schock Ich hatte keine Chance, mein Mann ist dann hinterher...

Danach (hab ich ihn erst zusammengefaltet #nanana und dann) hab ich versucht, ihm zu erklären, warum er nicht weglaufen darf. Weil die Autos ihn umfahren könnten. Weil ihn jemand klauen könnte. Weil wir dann Angst um ihn haben. Und weil ich dann nicht mit ihm rausgehen mag.
Und dann bin ich auch ein paar Tage nicht mit ihm rausgegangen (na gut, mir war auch kreislauftechnisch nicht danach), was ihm schon aufgefallen ist und er schade fand.

Im Moment ist es wieder besser, wenn wir draußen unterwegs sind, benimmt er sich ganz gut - im Garten macht er auch keine Anstalten wegzulaufen...


Ich weiß, es klingt vielleicht kraß, dem Kind zu erzählen, was passieren könnte... aber genau davor haben wir doch auch Angst, oder? Und leuchtet es den Kindern nicht vielleicht mehr ein, wenn man ehrlich ist - anstatt auf der Machtebene zu argumentieren ("du sollst auf mich hören, weil ich es sage!")?


P.S.: Ich bin immer erstmal für "zweite Chancen", und auch für Ankündigungen, was man tun wird, wenn sich das Kind weiter danebenbenimmt (hab erst vor ein paar Tagen deswegen einen Luftballon kaputtgemacht, aber mit dreifacher Ansage, da er mich weiterhin damit gehauen hat). Wenn sie eine Chance haben sollen, die "Bestrafung" bzw. Konsequenz auch zu kapieren, muß man das mit ihnen besprechen, und das geht vorher noch etwas besser als hinterher.


lg,
inis mit Iulian *01.06.08 und Lionel *21.02.11

Beitrag von ayshe 21.03.11 - 17:09 Uhr

##
Danach (hab ich ihn erst zusammengefaltet und dann) hab ich versucht, ihm zu erklären, warum er nicht weglaufen darf. Weil die Autos ihn umfahren könnten. Weil ihn jemand klauen könnte. Weil wir dann Angst um ihn haben. Und weil ich dann nicht mit ihm rausgehen mag.

...


Ich weiß, es klingt vielleicht kraß, dem Kind zu erzählen, was passieren könnte... aber genau davor haben wir doch auch Angst, oder? Und leuchtet es den Kindern nicht vielleicht mehr ein, wenn man ehrlich ist - anstatt auf der Machtebene zu argumentieren ("du sollst auf mich hören, weil ich es sage!")?
##
#pro
Sehe ich genauso, sie sollen ruhig wissen, daß man Angst hat, daß es gefährlich ist und deshalb eben verboten.

Warum sie keine scharfen Mezgermesser haben dürfen, sagt man ihnen ja auch.

Beitrag von nana141080 21.03.11 - 17:12 Uhr

Hallo!

Natürlich kann man Kindern sagen das es nicht einfach abhauen darf weil die Autos es nciht sehen! PUNKT.
Du machst ihm doch total Angst mit solchen Aussagen ala`: du wirst geklaut!#schock Das ist der absolut falsche Weg. Projeziere DEINE Ängste nicht auf dein Kind!

Als Konsequenz verweigerst du dann deinem Kind ein paar Tage lang frische Luft und Sonnenlicht? Komische Strafe.....

Du machst die Dinge deines Sohnes kaputt? Na hoffentlich meckerst du das nächste Mal nciht mit ihm wenn er das Gleiche macht #gruebel
Wegnehmen,ok. Aber kaputt machen? Was willst du damit vermitteln?

VG Nana

Beitrag von ayshe 21.03.11 - 16:56 Uhr

Daß Eltern mit den Kindern gehen, habe ich auf Spielplätzen auch schon gesehen.

Ich habe das nie verstanden, weil es ja zuhasue meist noch nerviger wird als draußen, fand ich jedenfalls.

Und was soll es auch immer bringen, abzuhauen?
Der Kleine kann sicher auch sehr gut ohne Kleidermarkt leben und es wird ihm nicht das Herz zerrissen haben, dort nicht mehr sein zu müssen oder?


Und letztlich schadest du dir einfach selbst damit, wie du ja auch sagst.

Gibt es denn keinen anderen Weg, daß er sich wieder beruhigt?

Meine Tochter hatte damals auch ab zu Wutanfälle, wenn wir draußen oder eben unterwegs waren.
Aber die kann ich doch da auch überstehen und muß nicht den Plan über Bord werfen und abhauen, wenn ich selber gar nicht will.
Für mich ergibt das keinen Sinn.


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Ärgs, das ist alles so eklig. So schönes Wetter da draussen....und ständig muss man wieder abbrechen...und es kommt Tag für Tag wieder.
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Niemand zwingt dich dazu, du selber entscheidest das doch.
Ich würde es ja nicht machen oder habe es nicht getan.

Wenn er mit Rad abhaut, darf er eben nicht radfahren.
Kündige ihm das doch für das nächste mal.
"Du bleibst mit dem Rad bei mir und wenn ich Halt sage, dann wartest du auch auf mich, sonst bekommst du das Rad erstmal nicht, wenn du dich nicht an diese Abmachung hälst."

Und was war das denn für ein spielplatz, wo die Kinder abhauen, man hat sie doch im Auge oder ist er richtig schnell weggelaufen, um sozusagen direkt vor dir wegzulaufen?
Ich kann mir das gerade nicht vorstellen.

Auf unseren Spielplätzen rennen immer alle Kinder durch die Gegend.

Beitrag von kathrincat 21.03.11 - 17:41 Uhr

wenn du sagst ihr geht nach hause, macht ihr es auch, zum spielplatz schöne belohnung für sein verhalten.
wie schnell verwarnst du denn? und wie schnell gehst du denn

Beitrag von alizeeceline 21.03.11 - 18:19 Uhr

Ich bin noch nie irgendwo gegangen, wenn ein Kind mal gebockt hat. Liegt vielleicht auch daran, dass ich 4 Kinder habe. Wenn sich da mal eins ausspinnt, würden die anderen 3 aber motzen, wenn wir z.B. Schwimmbadbesuch, Spielplatz usw, abbrechen. Das jeweilige Kind bleibt dann halt bei mir, bis es wieder "normal" ist. ;-)
Bei dem Basar ist es schwieriger, wenn sowas in einer Halle stattfindet und alle schauen, wenn das Kind nach Leibeskräften brüllt. Aber Du hattest ja die Möglichkeit rauszugehen und irgenwann hätte er schon aufgehört. Wenn mein Kind aus dem Kinderbasar abgehauen wäre, hätte ich es auf den Arm genommen und weiter nach Sachen geschaut. Wenn es anfängt mit schreien, gehts ab vor die Tür, bis es fertig ist.

Auf dem Spielplatz dürfen meine Kinder rennen. Natürlich nicht aus dem Spielplatz raus. Falls sie doch rausrennen oder mit Sand rumschmeißen, hocken sie neben mir auf der Bank. Bis sie wieder ordentlich spielen.

Wenn ihr auf eine Wiese rausgeht, dann kann er doch brüllen und kreischen. Irgendwann macht das keinen Spass mehr, wenn keiner reagiert. ;-)

LG Susanne mit 4 mädels

Beitrag von cori0815 21.03.11 - 19:49 Uhr

hi aquene!

Ich war mal eine Zeitlang wg. des Verhaltens meines Großen (damals 2 Jahre) bei einer Erziehungsberatung. Und das hat mir sehr gut getan. Mein Sohn hatte nämlich auch solche "Aussetzer" und ich habe mich ehrlich gesagt sehr an ihm aufgerieben. Denn ich hatte zu dem Zeitpunkt noch ein 6 Monate altes Baby und meine Nerven waren gelinde gesagt sehr gespannt.

Die liebe Frau, bei der ich war, hat mir begreiflich gemacht, dass Kinder ab einem gewissen Alter (oder Reifegrad) nach ein paar "Konsequenzen" sehr wohl wissen, was auf ein Fehlverhalten meist folgt. Und dass sie damit rechnen und es praktisch "einplanen". Das hört sich berechnend an, ist aber für die Kinder nur die Abfolge eines logischen Ablaufs (so oder so ähnlich wurde es mir damals erklärt).

Und darum hat sie mir sogar dazu geraten, mal OHNE die Verwarnung und die Androhung von Konseuqenzen die Konsequenz einfach mal DURCHZUFÜHREN. Und was soll ich sagen: es hat geklappt. Ich habe es einfach gleich durchgeführt (zumindest bei diesen IMMER wiederkehrenden Situationen wie dass mein Sohn sich auf den Boden schmiss, wenn er sich anziehen lassen sollte usw.). Und es hat Wunder gewirkt. Und das Gute dabei: du lässt ihm nicht die Chance, dich erst auf 180° zu bringen, bis du zur Konsequenz greifst. Sondern du bist zu dem Zeitpunkt noch relativ cool und kannst ganz bewusst und gelassen zur Konsequenz greifen.

Versuch es doch einfach mal! Und sei tapfer!

LG
cori

Beitrag von aquene 21.03.11 - 20:02 Uhr

Ich danke dir für deine Antwort.

Ich denke das werde ich einfach mal versuchen, denn gerade diese Situation, dass er mir einfach abhaut ohne sich nochmal umzusehen, gibts bei uns grad öfter.
Und die ist mir auch wirklich wichtig, denn dabei guckt er auch nicht , sondern rennt einfach los...ob da jetzt eine Strasse ist oder ein gut befahrener Parkplatz...und inzwischen hat er schon ein gutes Tempo drauf.
Hab ihm dabei übrigens durchaus schon erklärt und versucht nahe zu bringen, dass es schlichtweg gefährlich ist, und ihm gesagt was passieren kann...aber in so einem Moment schaltet das wohl bei ihm nicht ein.

Beitrag von zahnweh 21.03.11 - 22:17 Uhr

Hallo,

meine verwarne ich 1-2 Mal (je nach Situation, Ursache). Dann ziehe ich durch was ich angekündigt habe.

Ich kündige nur an, was ich halten kann.

Heute Halbtagesausflug, hohe Fahrtkosten und ich MUSSTE etwas bestimmtes besorgen. Da wusste ich genau, dass ich "heimgehen" (in deinen beschriebenen Situationen die logischste Konsequenz) gar nicht erst nennen brauche. Ich hätte sie nicht umsetzen können.

Da sie aber total müde und erschöpft war, wusste ich auch, dass es nur schlimmer werden würde und nicht besser, wenn ich nicht reagiere.

Da half nur der Kompromiss: wir machen eine Eispause (ich hatte selbst Lust und was anderes bot sich nicht an), wir machen es uns richtig gemütlich, tanken Kraft und Ruhe und starten dann von dem Punkt aus neu.
Hat super geklappt :-)
Ohne Pause wären unserer beider Nerven blank gelegen.


Selbst wenn meine seit Ewigkeiten keinen Mittagschlaf mehr macht und ICH diejenige bin, die sich mittags zum Ruhen hinlegt. Manchmal wird sie eben doch müder und überfordert. Wenn es dann nichts dringendes gibt, heimgehen.

Die Konsequenz/Folge des Verhaltens (NICHT Strafe!) sollte zum Verhalten und der Situation passen und direkt erfolgen und mit der Situation im Zusammenhang stehen.

Rausgehen ist zum Beispiel oft gut, weil es beide (Mama und Kind beruhigt)
heimgehen mit müdem Kind kann sinnvoll sein (ich mag es schließlich auch nicht, wenn ich nach einer zwei-Stunden-Schlaf-Nacht zig Erledigungen machen muss. Es geeeeeeeeeeeeeeeeeeeeht schon, aber gnade wer mir schief kommt. Ok, ich verkneif es mir dann zu platzen, aber innerlich könnte ich....
mein Kind kann sich noch nicht verkneifen zu platzen, wenn sie müde ist und das tolle Wetter nutzen soll oder müde in einer Menschenmenge nicht überfodert sein soll.... sie platzt dann halt und schreit und gibt ihren Gefühlen freien Lauf.
Sehr anstrengend, ich hab es heute gemerkt, als die Wirkung der Eispause nachgelassen hat #schwitz ... aber eine Tasse Kaffee zum munterer werden, wollte ich ihr dann doch nicht geben :-p zu Hause hat sie sich dann freiwillig hingelegt)