Verpatzte Gravur

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Aktuelles und Zeitloses rund um das (Familien-) Leben im Allgemeinen. Auch gesellschaftliche Themen sind in dieser Rubrik willkommen. Alles rund um den Internet-Handel, Versand etc. gehört in das Forum "Internet & Einkaufen".

Beitrag von darkblue81 21.03.11 - 18:04 Uhr

Hallo,

mein Mann und ich haben uns Ringe gekauft.
Es sind Edelstahlringe mit Aussengravur.

Letzte Woche Donnerstag habe ich diese Ringe zu einem Juwelier gebracht, da wir auch noch eine Innengravur wollten, heute war Abholungstermin.

Die Gravur in meinem Ring stimmt, die Gravur in dem Ring meines Mannes nicht:
Zwei Buchstaben sind ineinander gerutscht (e und r) wodurch sich die letzten Buchstaben auch nach unten verschieben, also ist auch ein Absatz mitten im Namen.

Mir wurde nun angeboten, dass die Gravur neu gemacht wird. Mehr konnte die (nun unfreundlich gewordene) Dame nicht für mich tun, da diejenige die die Gravuren macht diese Woche nicht da ist, der Goldschmied der Donnerstag kommt, würde dafür nochmal extra verlangen, ich müsste insgesamt drei Wochen warten oder sie würden es mit der Post schicken #schock

Allerdings habe ich da meine Bedenken:
Die Ringe sind innen abgerunden und Hochglanz, ebenso ist der Name des Herstellerst dort eingebracht, das geht doch dann weg oder bekommen die die Oberfläche dann genauso wie sie jetzt ist wieder hin?

Hat damit jemand Erfahrung?

LG

Beitrag von exzellence 21.03.11 - 18:22 Uhr

ob sie es genau so wieder hinbekommen weiß ich nicht. aber es geht ja wohl mal gar nicht für ein patzen ihrerseits noch extra verlangen zu wollen! #nanana

Beitrag von ppg 21.03.11 - 18:22 Uhr

Was hat der Ring denn gekostet, 30€?? Und dann son Geschisse??? Laß die Gravur neu machen, und gut. Wen interessiert der Herstellername innen????

Ute

Beitrag von biene81 21.03.11 - 18:33 Uhr

1) Wie kommst Du darauf, dass die Ringe eher guenstig waren?

2) wie vollkommen egal ist eigentlich der Preis?

Beitrag von ppg 21.03.11 - 18:42 Uhr

Nein, es ist nicht vollkommen egal wie hoch der Preis ist:

Weil anhand des Preises läßt sich der Gewinn des Juwelliers an einer Ware hochrechnen.

Geringer Preis = geringer Gewinn.

Eine Goldschmidstunde hat einen hohen Stundenlohn, somit macht der Gute Mann ein sattes Minusgeschäft wenn er den Ring zur Korrektur an einen anderen Handwerker gibt, als den der den Schaden verbockt hat und kostefrei nachbessern muß.

Bei einem Weißgoldring der 4 - stellig kostet, fällt es einem Geschäftsmann wesentlich leichter dem Kunden entgegenzukommen.

Und nochwas: Wer wenig bis kein Geld hat, ( Und das sind nunmal die Leite die die Edelstahl statt edelmetall kaufen ) wird kaum Stammkunde beim Juwellier. Was macht es da aus, wenn so ein Kunde eben wartet?

Für mich eine glasklare kaufmännische Denke

Ute

Beitrag von darkblue81 21.03.11 - 18:47 Uhr

Die Ringe waren nicht von diesem Juwelier und die Ringe haben auch nicht nur 30 Euro gekostet, die waren schon teurer wenn auch nicht 300 Euro.

Dafür hat mich die Gravur beider Ringe 40 Euro gekostet was ich schon arg fand und dafür kann ich eine gute Arbeit erwarten, oder?

LG

Beitrag von ppg 21.03.11 - 19:09 Uhr

Na die Gravur wird doch gemacht, oder??? Also bekommst Du gute Arbeit!

Wo Menschen arbeiten passieren nunmal Fehler. Er wird kostenfrei nachgebssert und für Dich kostenlos versand. Es ist alles O.K.

Und ehrlich, jetzt wo Du sagst das Du die Ringe nochnichteinmal dort gekauft hast, finde ich Deine Forderung nach schnellerer Fehlerbeseitigung schon echt dreist. Warum soll der Juwelier hier für einen Nichtkunden auch noch Geld drauflegen???

Ringe billig im Internet geschossen und dann den Komfort - Service vor Ort haben wollen. Versetz Dich mal in die Lage des Juweliers: Würdest Du Dir für jemanden , der es Dir nicht mit Stammkundschaft dankt, den Allerwertesten aufreißen????

Ute

Beitrag von altehippe 21.03.11 - 19:19 Uhr

Na das Geschäft hat die Gravur doch verbockt. Und umsonst gibt es sie auch nicht, also ist TE zahlende Kundin.
Und ich finde es dreist als Dienstleister auszuwählen, wer Service und Freundlichkeit verdient hat.
Wenn es so schrecklich wäre-was du ja sagst-Ringe in einem anderen Geschäft gravieren zu lassen, dann sollten sie es einfach nicht annehmen.

Beitrag von darkblue81 21.03.11 - 19:22 Uhr

Das Porto sollte ich auch übernehmen wenn ich eine Sendung nach Hause wünsche und nicht die Möglichkeit habe die Ringe zeitnah abzuholen.

Woher willst du wissen, wo ich meinen Schmuck kaufe? Bei solchen Sachen will ich sehen wofür ich das Geld her gebe und nicht die Katze im Sack kaufen.

Ja, Fehler passieren, das ist aber kein Grund unfreundlich zu werden zumal ich ja zuerst nachgefragt habe, ob das so beabsichtig war oder ob das ein Fehler ist da ich den Ring als erstes in der Hand hatte und da wurde sie scon pampig und nahm mir den Ring aus der Hand "Das kann nicht sein, zeigen Sie mal her das Ding"

Und was hat Kundenfreundlichkeit mit "den Allerwertesten aufreißen" zu tun?

Beitrag von ppg 21.03.11 - 19:46 Uhr

Und was hat Kundenfreundlichkeit mit "den Allerwertesten aufreißen" zu tun?

Gar nichts!

Da hat der Juwelier ein schlechtes Beschwerdemanagement. Wäre somit ein 1a Kunde für mich


Ute, Consulter in Vertriebsfragen, Marketing incl Schulungen im Bereich Service, Dienstleistung und Verkauf

Beitrag von darkblue81 21.03.11 - 19:56 Uhr

Würdest du nicht so weit weg wohnen, würde ich dir die Adresse geben ;-)

Der Chef war überhaupt nicht da, der würde vielleicht am Mittwoch kommen oder Donnerstag #gruebel

Beitrag von deinemudder 21.03.11 - 19:55 Uhr

"Und ehrlich, jetzt wo Du sagst das Du die Ringe nochnichteinmal dort gekauft hast, finde ich Deine Forderung nach schnellerer Fehlerbeseitigung schon echt dreist."

Sie hat eine dienstleistung *gekauft*. Diese wurde mangelhaft ausgeführt und selbstverständlich muss das zügig und zufriedenstellend in ordnung gebracht werden!

"Würdest Du Dir für jemanden , der es Dir nicht mit Stammkundschaft dankt, den Allerwertesten aufreißen???? "

Nunja, nun haben sie sich *nicht den arsch aufgerissen*, nun können sie sich von einer stammkundschaft tatsächlich verabschieden. Würden sie das öfter machen, weil sie denken, dass sie auf die kundschaft verzichten können, wären sie bald pleite.

Übrigens sehe ich überhaupt keine moralische verwerflichkeit darin, eine ware, die ich bei einem händler gekauft habe, von einem anderen reparieren oder, wie in diesem fall bearbeiten zu lassen - dafür wird ja schließlich bezahlt. Ich lasse ebenso nicht meinen vw nur in vertragswerkstätten reparieren oder meine ikea-vorhänge nur beim dort ansässigen änderungsservice kürzen.

Gruß
Alex

Beitrag von thamina 21.03.11 - 19:07 Uhr

Ziemlich unverschämt was du hier von dir gibst!!

Beitrag von ppg 21.03.11 - 19:12 Uhr

Warum ist es unverschämt, wenn ich aus der Sicht eines Geschäftsmannes, der auch Arbeitgeber ist, wirtschaftlich denke?

Um den Standort und die Arbeitsplätze zu sichern?

Hast Du es nicht gelesen? Die TE hat die Ringe noch nicht einmal dort gekauft!

Ute

Beitrag von thamina 21.03.11 - 19:24 Uhr

Ja und?

Der Goldschmied hat den Auftrag angenommen und hat ihn somit auch ordnungsgemäß auszuführen. Da gibt es überhaupt gar keine Diskussion.

Vertragsgegenstand nicht erfüllt.

Findest du es tatsächlich wirtschaftlich vertretbar dass die TE doppelt zahlt, nur weil der Geschäftsmann keine kompetenten Leute anstellen kann? Das kann wohl nicht dein Ernst sein.

Und btw- die Dame als "armes Mädchen" abzustempelt, weil sie scheinbar "billige" Ringe gekauft hat- DAS ist unverschämt.

Beitrag von ppg 21.03.11 - 19:38 Uhr

Der Goldschmied hat den Auftrag angenommen und hat ihn somit auch ordnungsgemäß auszuführen. Da gibt es überhaupt gar keine Diskussion.

Vertragsgegenstand nicht erfüllt.


Ja und, er bessert nach, Kosten - und versandkostenfrei:

http://de.wikipedia.org/wiki/Reklamation

Absolut Gesetzteskonform

Also wo ist nun dein Problem mit meiner Aussage?????

Und nein, ich hab niemanden als ""armes Mädchen" abzustempelt, weil sie scheinbar "billige" Ringe gekauft hat-sondern nur darauf aufmerksam gemacht das sich kein Geschäftsmann für einen Einmal- Kunden oder wie hier für einen Gar- nicht- Kunden den Allerwertesten aufreißen wird und die Ringe mit kürzerer Wartezeit richten wird.Warum auch???


Sinnerfassend lesen lernen, das erleichtert das Leben ungemein.
Ute

Beitrag von biene81 21.03.11 - 20:06 Uhr

Ich bin selbststaendig und habe staendig mit Kundschaft zu tun. Es ist wurstegal ob ich einen Auftrag fuer 100 oder fuer 10.000 Euro habe - ich habe diesen Auftrag nach besten Wissen und Gewissen zu erfuellen. Ich habe ihn angenommen, also muss ich liefern, fertig aus.
Kaufmaennisches Denken steht da bei mit hinten an. Es ist naemlich mehr als geschaeftsschaedigent, wenn meine unufriedenen Kunden ihre Unzufriedenheit weitergeben - Mundpropaganda ist heutzutage in vielen Branchen da A und O.

Beitrag von altehippe 21.03.11 - 20:08 Uhr

Aber Hallo :-)

Beitrag von ppg 21.03.11 - 20:53 Uhr

Mmm, stimmt , zu 100 %

Andererseits nützt mir die beste Mundpropaganda gar nichts, wenn ich pleite bin.

Es ist die Kunst ( und mein Broterwerb) das eine WinWin - Situation für alle Beteidigten zu schaffen: Auftrageber, Auftragnehmer, Zulieferer, Mitarbeiter.

Ich erfülle meine Aufträge alle nach bestem Wissen und Gewissen, aber dennoch schaue ich wo mein Einkommen besser ist und wo ich Folgeaufträge aquirieren kann und richte danach meine Tätigkeitsschwerpunkte aus.

Immerhin muß ich mit meinem Einkommen partiell Mitarbeiter bezahlen in jedem Fall aber meine Famillie ernähren.

Und wer bei mir einen geringen Umsatz macht, muß eben schon mal 14 Tage auf einen Termin warten. Ich bin eine One -Man - Show. Seltsamerweise hatte damit keiner meiner Kunden jemals ein Problem, obwohl ich das ganz offen kommuniziere. Aber es ist eben ein Unterschied ob ich BtoB arbeite oder BtoC

Und Einzelhandel ist eben ein ganz besonders schwieriges Umfeld in diesem Zeiten. Nur kostenfreier Service und Dienstleisung ist da in vielen Branchen nicht mehr zu finanzieren.

Ute

Beitrag von biene81 21.03.11 - 21:08 Uhr

Wenn ich einen kleinen Auftrag nicht gleichwertig behandeln kann wie einen grossen Auftrag, dann nehme ich ihn nicht an. Punkt.

Ich habe schon einige Kunden gehabt, die mit einem kleinen Auftrag zu mir gekommen sind und mit mir zufrieden waren und ein paar Monate spaeter 4-stellige Summen investiert haben. So ist das eben. Man sieht den Leuten nicht immer an wer Geld hat.

Ich sorge fuer Umsatz, indem ich kleinere Auftraege manchmal einfach nicht annehme weil ich keine Zeit habe. Ich entschuldige mich dafuer und die Leute haben Verstaendnis. Damit habe ich Zeit und Raum fuer grosse Kunden.

WENN ich einen Auftrag aber angenommen habe, dann wird er bei mir gleichwertig behandelt.

Kostenfrei mache ich keinen Handschlag. Aber wenn der Kunde zahlt, dann ist er bei mir Koenig.

Beitrag von ppg 21.03.11 - 22:24 Uhr

Was machst Du denn genau? Und hast Du überhaupt mit Smart Shoppern zu tun?

Ute

Beitrag von biene81 21.03.11 - 22:47 Uhr

Was ich mache ist voellig unerheblich.
Ich biete eine Dienstleistung, ich habe Kunden.
Die TE ist kein Smartshopper und von daher hat der Smartshopper auch nichts mit dem Thema zu tun.

Beitrag von ppg 22.03.11 - 08:32 Uhr

Da Du einer reiner Dienstleister bist, kannst also nicht kalkulieren was die reine Bereitstellung eines services, ohne nachfolgen oder voherigen Umsatz einen geschäftsmann kostet.

ich sage es Dir, es ist je nach Branche, und den damit verbundenen Einkommen ein ganz schöner Batzen - der erstmal erwirtschaftet werden muß mit richtigen Kunden. Die Dienstleistung an sich bringt ja keinen Gewinn, weil es nur ein Durchreichposten ist.

Und selbstverständlich ist die TE, wie viele andere , ein Smart Shopper.

Definition hier:
Smart Shopper
Der Kundentyp «Smart Shopper» orientiert sich an Marken, sucht jedoch als «Schnäppchenjäger» das günstige Angebot: «Hohe Qualität für weniger Geld».

Ute

Beitrag von ostsonne 22.03.11 - 10:47 Uhr

Ich verstehe Biene81, aber genauso auch dich.

Auch bei mir im Reisebüro ist es so, das ich Kunden, die nur eine Tagesfahrt wollen genauso behandle, wie Kunden, die eine teure Kreuzfahrt machen wollen, denn was weiß ich, ob die Tagesfahrtkunden nicht nächste Woche wieder kommen und eine Weltreise buchen möchten.

Allerdings geht es auch andersrum.
Es kommen Kunden zu uns, die im Internet ihr Schnäppchen gebucht haben und nun in irgendwelchen Schwierigkeiten sind und keinen Ansprechpartner haben. Wir sollen dann helfen.
Das lehne ich aber dann auch höflich ab....

Trotzdem finde ich, das die TE
1. ein Recht auf freundliche Behandlung hat, GERADE weil etwas falsch gemacht wurde
2. sie genauso behandelt wird, wie ein Stammkunde, denn auch ein Stammkunde kam irgendwann mal als Neukunde in den Laden
3. sie sich damit zufrieden geben muß, das kostenfrei nachgebessert wird, auch wenn es etwas länger dauert ( es sei denn, eine Hochzeit steht zwischenzeitlich an ! )

lG
ostsonne

Beitrag von biene81 22.03.11 - 10:48 Uhr

Was ein Smartshopper ist, weiss ich. Deshalb weiss ich auch, dass die TE keiner ist.
Die TE moechte eine Gravur. Vollkommen egal welche Qualitaet der Ring hat, sie zahlt hoecchstwarscheinlich eine Pauschale. Fuer diese Pauschale kann sie eine Leistung erwarten, in diesem Falle eine ordentliche Gravur. Wird diese nicht erbracht, hat der Goldschmied seine Seite des Vertrages nicht eingehalten.

>>Da Du einer reiner Dienstleister bist, kannst also nicht kalkulieren was die reine Bereitstellung eines services, ohne nachfolgen oder voherigen Umsatz einen geschäftsmann kostet. <<

Falsch! Ich muss in erster Linie eine Kostenvoranschlag erbringen, dieser ist in den meissten Faellen unentgeldlich.
Desweiteren muss ich bei Auftrag IMMER andere Firmen oder Dienstleister anstellen, die einen Teil der Arbeit erledigen.

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