Kiga - 5x/Wóche Extrawurst

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von wuffa 21.03.11 - 20:48 Uhr

Hallo an alle :)
mein Kleiner geht Kiga und dort wird ein Buffet gerichtet für die Kleinen. Es gibt Gemüse mit Dip, Toast und Schwarzbrot, Butter, Käse, Saft und eben Extrawurst. Nun habe ich beim Elternabend angeregt wurstfreie Tage einzulegen weil ich der Meinung bin es muss nicht 5 mal sein in der Woche, zumal die Empfehlung von Ernährungsexperten sich auf 2 -3/Woche beschränkt. Mein Kleiner bekommt zu Hause keine Wurst und strürzt sich natürlich auf den "Dreck"
Die anderen Mütter haben größtenteils mit Unverständnis darauf reagier. Sie meinen bevor sie nichts essen sollen sie lieber Wurst essen???
Sehe ich das zu eng oder was meint ihr dazu? Danke

Beitrag von kawu84 21.03.11 - 20:51 Uhr

>>Mein Kleiner bekommt zu Hause keine Wurst und strürzt sich natürlich auf den "Dreck"<<

Na da siehst du was du davon hast, ihm das ganz zu verwehren. Er würde sich bestimmt nicht drauf stürzen, wenn er es in Maßen essen dürfte. Und was ist an Wurst DRECK????

Beitrag von wuffa 21.03.11 - 21:01 Uhr

die 5 E - Nummer, die Stabilisatoren, die Geschmacksverstärker sehe ich sehrwohl als Dreck an....

Beitrag von lagefrau78 21.03.11 - 21:05 Uhr

#pro So isses.

Beitrag von rotten 21.03.11 - 21:08 Uhr

Na wie gut dass in allen anderen Lebensmitteln ausser WURST keinerlei Geschmacksverstärker, Farbstoffe und Stabilisatoren drin sind. Ganz zu schweigen von den Umweltgiften ...

Ein wurstfreies Leben als Garant für Gesundheit bis ins hohe Alter. Hätte ich ja mal von alleine drauf kommen können.

Beitrag von ma-lu 21.03.11 - 21:15 Uhr

Na, ich nehme mal stark an, dass das Kind der TE auch bestimmte andere Dinge nicht essen darf...

Bei uns in der Kita ist ein Mädchen, das bekommt null Industriezucker, weil die Mutter diesen als Dreck ansieht. Tja, genau dieses Mädchen hängt permanent an den Brotdosen der anderen Kinder und geiert nach deren Müsliriegeln, Marmeladenbroten und Fruchtjoghurts. Und wenn sie dann mal ihren Apfel gegen ein Marmeladenbrot tauscht, behauptet die Mutter, das Kind wäre dazu gedrängt worden. Armes Kind.


LG
Ma-Lu

Beitrag von rotten 21.03.11 - 21:47 Uhr

Yep...da haste wohl recht. Das ist wahrscheinlich ein grundsätzliches Problem.
Ich habe eine Kommilitonin...gerade 25 Jahre alt geworden...deren Mutter Schulzahnärztin ist. Ihre gesamte Kindheit durch wurden ihr die Süssigkeiten fast vollständig verboten, zum Kindergeburtstag gab es in die Tüten für die Gäste Zahnbürste und Zahncreme. #augen
Ergebnis: Das Mädel ernährt sich seit sie zu Hause ausgezogen ist fast nur von Süssigkeiten. Ich sehe sie immer nur Müsliriegel, Schokolade und süsse Getränke in sich reinkippen. Sie sagt selber, dass es wie eine Sucht ist und sie trotz Akne nur schwer dagegen ankommt.

Ich sehe das total entspannt. Meine Tochter durfte schon immer alles und so viel sie davon möchte essen. Ergebnis: sie isst gar nicht so gerne Süssigkeiten, lieber Obst und belegte Brote. Trinken tut sie am liebsten Leitungswasser, bittet bei Kindergeburtstagen sogar darum wenn es nur Fanta und Saft gibt.

Sich bei der Erziehung mal ein bisschen locker machen hilft ungemein ;-)

Gruß, rotten

Beitrag von zahnweh 21.03.11 - 21:57 Uhr

Da könnte ich dir aus dem stehgreif so einige Beispiele nennen.

Nicht nur mit Süßigkeiten und Wurst.

Eine durfte als Kind keine Bananen essen (waren viel zu teuer). Kaum von zu Hause ausgezogen, erstes Geld verdient, Bananen waren bezahlbar:

die Person aß Wochenlang nur noch Bananen und das in Mengen. Selbst wenn der Körper in die andere Essensrichtung massiv rebelliert hat. Sie konnte nicht anders.
Es dauerte einige Zeit, bis sich das Essverhalten wieder eingependelt hat.

Eines von 9 Beispielen, das mir spontan einfällt ;-)


Gesunde Ernährung finde ich sehr wichtig!
Allerdings in Maßen mal eine Ausnahme (sofern keine Allergien vorliegen), finde ich ok und stoppen den Heißhunger auf so manches.

Wenn die Kinder größer werden, werden sie den Konsummöglichkeiten ausgesetzt sein. Ich sehe meine Aufgabe darin, ihr den gesunden Umgang damit beizubringen. Davor bewahren werde ich sie vor all den Versuchungen nicht können.
Fängt ja jetzt schon im Kindergarten an. Nö falsch, in der Krabbelgruppe lernte sie die ersten köstlichen Versuchungen kennen, nur war ich damals noch dabei. Ihr restliches Leben werde ich nicht dabei sein. Also bestärke ich sie im Umgang mit den Versuchungen, die noch auf sie zu kommen werden.

Beitrag von kati543 21.03.11 - 21:11 Uhr

Na dann hoffe ich mal, dass du nie selber Kuchen bäckst (z.B.: E500) und Lebensmittelfarben zutiefst verabscheust - Karotten (z.B. E160) kennt ihr natürlich nur aus dem Supermarkt. Und E290 habt ihr natürlich auch noch nie zu euch genommen.... (Sprudelwasser, Fanta, Cola & Co lassen grüßen)
Das allermeiste der E-Nummern sind ganz normale Sachen, die auch in vielen natürlichen Lebensmitteln vorkommen. Hast du dir die Nummern mal angeschaut?

Beitrag von zahnweh 21.03.11 - 21:49 Uhr

kauf sie vom Metzger deines Vertrauens :-)

bei uns gibt es selten Wurst. Dann aber frisch vom Metzger, der mir wegen Allergien alle Bestandteile nennen kann, weil eigene Herstellung.

Und wenn ich bedenke, was in Tütchensuppen, Gemüsebrühe aus dem Bioladen (Bio mit Glutamat, ohne Bio "nur" mit Hefeektrkt), in Schokolade, Frucht-Joghurt drin ist.
Pestiziden auf Obst und Gemüse...

da kommt es darauf auch nicht mehr an :-p

ernsthaft, ich finde die Inhaltsstoffe auch nicht gut. Um nicht zu sagen furchtbar. Aber deswegen wähle ich bewusst aus. Manches eben seltener, dafür vom Hersteller meines Vertrauens.

Obst/Gemüse der Saison...

Beitrag von clautsches 21.03.11 - 21:55 Uhr

Naja, in Extrawurst wird so ziemlich alles verarbeitet, was man sonst nicht mal anschaun mag.. von E´s und Konservierern ganz zu schweigen..

(Trotzdem darf mein Sohn sie essen - aber wenn´s die im KiGa jeden Tag gäbe, wäre ich auch nicht einverstanden)

LG Claudi

Beitrag von kati543 21.03.11 - 20:57 Uhr

Bringe deinen Kleinen bei, dass er den "Dreck" nicht essen darf und gut. Warum müssen andere Kinder leiden, nur weil du andere Ernährungsvorstellungen hast?
Kinder mit Allergien oder bestimmten Religionen lernen so etwas sehr früh. Also kann es dein Kind auch lernen.

Beitrag von ma-lu 21.03.11 - 21:06 Uhr

Hi,

ja, so sehe ich das auch. Bei uns in der Kita sollte Marmelade beim normalen Frühstück (also das Essen, welches jedes Kind für sich selbst mitbringt) verboten werden, weil einige Mütter der Meinung waren, das sei eine "Süßigkeit" und deshalb ungesund. Meiner Meinung nach war auch da der wahre Grund, dass sie mit ihren Kindern nicht die Diskussion um das "Warum-andere-aber-ich-nicht" führen wollten. oder konnten. Gottseidank sah die Kitaleitung das dann wie ich: wir können doch nicht vorschreiben, was andere Eltern ihren Kindern mit aufs Brot geben...


LG
Ma-Lu

Beitrag von arielle11 21.03.11 - 21:02 Uhr

Na dann fang doch einfach an, Deinen Sohn so zu erziehen, das er von dem "Dreck" nichts mehr isst.

Das würde ich wesentlich sinnvoller finden, als wenn wegen Deinem Kind eine "Extrawurst" gemacht wird und alle anderen Kinder keine Wurst mehr bekommen dürfen. Zumal anscheinend nur Du Wurst als Dreck siehst.

Dann reklamieren doch bitte gleich das Toast (ungesund), Butter (tut doch eh nicht Not), den Saft (zuviel Fruchtzucker) ect.

arielle, deren Kinder auch mal echten Dreck essen dürfen #koch

Beitrag von 221170 21.03.11 - 21:03 Uhr

Gibt es dir nicht zu denken das sich dein Sohn auf die Wurst stürzt?

Und wenn du schon die Ernährungsexperten heranziehst:
Warum hälst du dich nicht daran und gibst ihm 2-3/Woche Wurst?

Beitrag von unipsycho 21.03.11 - 21:21 Uhr

warum sollte sie? er bekommt sie doch 5mal die woche.

mein Sohn bekommt von mir keine Süßigkeiten und stürzt sich auf die schokolade, wenn er bei omi is(s)t.
soll ich ihm also mehr davon geben?

Beitrag von 221170 21.03.11 - 21:28 Uhr

Erfahrungsgemäß ist es so das sich Kinder, wenn sie von Sachen extrem ferngehalten werden, wie wilde auf die Sachen stürzen.

Du hast selbst das Beste Beispiel zuhause.

Darum sollte sie. Vor allem, wenn die Ernährungsberater herangezogen werden.

Beitrag von ichclaudia 22.03.11 - 12:03 Uhr

Unser Sohn darf jeden Tag etwas Süßes (mal ist es nachmittags ein warmer Kakao, mal ein Duplo, mal eine Hand voll Gummibärchen, oft wünscht er sich aber auch ein Apfel oder eine Banane...)

Und soll ich dir was sagen ?? Wenn er bei Oma ist und Oma ihm was zu naschen anbietet, sagt er: Ich würd jetzt aber lieber einen Apfel essen oder Salat oder eine Scheibe Brot und lässt das Naschen links liegen....

Um so mehr man solche Dinge den Kindern fernhält, um so mehr stürzen sie sich drauf, wenn es denn mal angeboten wird....

LG

Beitrag von mabo02 22.03.11 - 12:22 Uhr

Dein Sohn würde sich nicht stürzen wenn er sie von dir bekommen würde, ab und an. Er würde sie entweder garnicht essen, oder nur wenig.

Unser Sohn bevorzugt Obst und Gemüse vor Schokolade.
Essen darf er beides. Er hat sich von ganz alleine so entschieden.

Der Sohn einer bekannten, der stopft sich gleich immer total voll, wenn es mal irgendwo was Süsses gibt. Das ist richtig abartig mit anzusehen...

Und wenn er dann mal Taschengeld bekommt und sich Essen selber "beschaffen" kann, dann werden wir ja noch sehen und was für eine Art Essen das Geld dann fliesst.

Beitrag von lagefrau78 21.03.11 - 21:04 Uhr

Hallo!

Ich sehe das ähnlich wie Du. Jeden Tag Wurst finde ich zuviel, vor allem, wenn man bedenkt, dass die meisten Kinder zuhause auch noch Fleisch essen. Das ist für die Kleinen einfach zu viel - meiner Meinung nach. Und die Argumentation von wegen "bevor sie nichts essen... #bla" Was zur Hölle ist so schlimm daran, wenn ein Kind mal nichts isst?! Bei dem Buffett, das Du geschildert hast, ist ein Kind, das nichts davon isst, einfach nicht hungrig! Auch wenn keine Wurst drauf läge, gäbe es ja immer noch genug Auswahl! Aber da sind wir uns sehr einig, glaube ich.

Bei uns ist das so: ich selbst bin Vegetarier, mein Mann und mein Sohn (5) nicht. Zuhause ist also nie Wurst vorrätig, auf Wunsch kaufe ich dann Biowurst für den Kleinen, denn der Kiga verpflegt rein vegetarisch, was ich gut finde.
Mein Sohn isst sehr gerne Fleisch, aber auf keinen Fall häufiger als 1-2x pro Woche!

Wie macht Dein Sohn das denn im Kiga? Haut er sich große Mengen Wurst rein? Denn wenn Dir das Produkt nicht gefällt (was ich bei der meisten konventionellen Wurst unbedingt verstehen kann), kannst Du ihm ja zuhause 'gute' Wurst vom Bio-Fleischer anbieten und seinen Bedarf damit decken. Vielleicht isst er dann weniger von dem Zeug. Bist Du Vegetarier?

Aber vielleicht hast Du ja auch Erfolg im Kindergarten.

Viel Erfolg und alles Gute!

Beitrag von sillysilly 21.03.11 - 21:06 Uhr

Hallo

ich kann es nicht so verstehen

wenn du eh zu Hause kaum, keine Wurst gibst sind die paar Scheibchen doch egal

und gerade wenn er sich darauf stürzt denke ich es ist nicht richtig es rar zu machen,
denn so schürst du die Gier danach noch.
Wurst bekommt dann bei euch einen zu hohen Stellenwert

kauf doch Wurst beim Metzger deines Vertrauens, dann weißt du das es kein Dreck ist


Grüße Silly

Beitrag von jennylein19 21.03.11 - 21:07 Uhr

Hallo!

Naja.. was soll man dazu sagen?! Ersteinmal finde ich es schon heftig, dass du Wurst als "Dreck" bezeichnest. #schein

Man kann es auch übertreiben. Was gibt es denn bei euch jeden Tag aufs Brot??#kratz Es kommt doch auch auf den Geschmack an. Der Eine isst morgens lieber Käse oder Marmelade... und der andere eben Wurst! Und die 1 - 2 Scheiben Wurst werden deinen Kleinen sicher nicht schaden, wenn er sich den Rest des Tages ausgewogen ernährt.

Ich finde es definitiv übertrieben.

Lg

Jennylein19

Beitrag von maximama22 21.03.11 - 21:07 Uhr

Wieso ist Wurst "Dreck"? Wie kann man überhaupt Lebensmittel als "dreck" bezeichnen? Sowas versteh ich nicht.

Zum anderen ist das doch klar wenn dein sohn sich darauf stürzt. WÜrde er es in maßen bekommen hätte er kein so großes Verlangen danach. Ich kaufe auch keine Wurst im Supermarkt, denn da hab ich kein Vertrauen. Ich kaufe meine wurst beim Fleischer meines Vertrauens und da dann mit gutem Gewissen.
Es ist doch ein abwechslungsreiches Buffet und jedes Kind kann sich nehmen was es möchte. So lernen Kinder ein gesundes Verhältnis zum essen.
Ich würde deinen Vorschlag auch nicht gut finden.

Ja, du siehst das zu eng!!!

Liebe Grüße
Maximama

Beitrag von unipsycho 21.03.11 - 21:19 Uhr

leider ist auch in kinderfärten immer noch nicht angekommen, was gesunde ernährung wirklich heißt.
in den haushalten, die ich kenne, steht fast täglich fleisch auf dem speiseplan und als "vegetarische Gerichte" sind dann nur Hefeklöße, Milchreis, Griesbrei und Pfannenkuchen bekannt #kratz

wenn du nicht die möglichkeit hast, dein kind zu bestimmten mahlzeiten aus dem Kiga rauszuhalten, wirst du die (fr)esskultur dort akzeptieren müssen.

In unserem Kindergarten gibt es Essen von einem Lieferservice, bei dem mein Mann mal 2 wochen probegearbeitet (und dankend abgelehnt) hat. Nur fertigpampe und billig, billig, billig #aerger
Was die richtige Ernährung angeht steht, meiner meinung nach, der großteil der bevölkerung auf dem schlauch.
gegessen wird, was am besten schmeckt (hallo steinzeitgehirn!) und am besten schmecken fett und eiweiß => fleisch

Lass dein Kind an eurer Esskultur teilhaben. Es wird sie bevorzugen und das Essen im Kiga wird den kleinen schon nciht völlig verderben. Aufmerksame Eltern machen gegen eine riesenmenge Störeinflüsse immun :-) wirst schon sehen - mit 20 isst euer Sohn so, wie ihr das eigentlich ab heute für ihn vorgesehen habt. ;-)

Beitrag von schullek 21.03.11 - 21:26 Uhr

dem stimm ich zu.

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