Angstproblem-Kind, 5 Jahre

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von chickhicks 21.03.11 - 22:11 Uhr

hallo,

ich habe ein ziemlich großes Problem.
Mein Sohn ist gerade 5 Jahre alt, sehr aufgeschlossen, wenn auch bedacht dabei. Jedenfalls hat er sehr viel Fantasie und neigt daher schon von jeher dazu auch mal Ängste zu entwickeln. Haben wir immer gut im Griff bzw. haben sich die Dinge meist mit dem Älterwerden erledigt.

Nun ist aber vor 4 Wochen im Kiga etwas vorgefallen. Er war mit seiner Gruppe unterwegs und an einer Ampel hat eine offenbar geistig verwirrte Frau versucht seine Hand zu nehmen. Sie wollte kaum was Böses, aber es hat ihn zutiefst verunsichert. Die Erzieherinnen mussten sie mehrmals aufforden es zu lassen. Im Kiga zurück haben sie sich dann gleich mit dem Thema nein sagen zu Fremden etc. beschäftigt. Ein Fehler im Nachhinein. Mein Sohn war und ist im innersten absolut verängstigt, glaubt die alte Frau wollte ihn entführen. Hätten wir alle die Situation einfach so belassen, erklärt, sie wollte nix Böses, wär vielleicht gar nichts draus geworden. ja, dumm gelaufen!

Nun hat er seitdem nahezu panische Angst vor allen Frauen über 60.
Logisch ist dem nicht beizukommen. Nichts fruchtet wirklich. Ich habe nun Sorge, dass sich das Ganze nicht geben wird.

Bevor ich jedoch irgendwann einen Psychologen einschalte, möchte ich mit meinem Mann selber nioch versuchen das Ganze mit dem Jungen zu schaffen. Der Kiga unterstützt uns.
Die Frage ist aber: was tun?
Er wird auf dem Weg schneller, wenn eien alte Frau hinter uns ist. Er ist mir heute fast aus dem Einkaufswagen gesprungen, weil sich eine diesem näherte!
Ich bin verständnisvoll, versuche aber nicht ihn noch in seinen Ängsten zu bestärken, in dem ich ihn immer tröste etc. Ich mache ihm Mut, versuche mit ohm logisch zu argumentieren. Mein nächster Ansatz wäre, dasGanze einfach mal komplett zu ignorieren. kein Wort zu sagen, sondern ihn ernst nehmen, umarmen in der Situation und Mut machen udn weiter bgehts.

Hat irgendwer noch Tipps? Ich wäre sehr dankbar!

lg,

chickhicks

Beitrag von bine3002 22.03.11 - 09:06 Uhr

Ehrlich gesagt würde ich nicht so viel darauf geben. Der Vorfall ist 4 Wochen her und Kinder neigen dazu, solche Dinge lange zu thematisieren ohne dass sie wirklich heftig darunter leiden.

Ich habe noch nie von einer "Frauen-über-60-Phobie" gehört und ich denke, dass sich das von allein wieder geben wird. Spätestens als stattlicher Mann wird er wohl kaum mehr Angst vor alten Frauen haben...

Du sagst er ist dir "fast" aus dem Einkaufswagen gesprungen. Aber auch nur "fast", d.h. er hat die Situation ja "überlebt", wenn er auch Angst hatte. Ich denke, dass er die Erfahrung machen wird, dass nicht jede Frau über 60 ihn antatschen wird und dass er im Laufe der Zeit die Angst wieder verliert. Das braucht einfach Zeit. Ich würde ehrlich gesagt gar nicht weiter darauf eingehen, weder mit überschwenglichem Trost, noch mit Mut zusprechen. Ich würde ablenken und nochmal eine Runde extra an der Frau vorbei fahren, mit den Worten: "Mensch, wo sind denn nur die Cornflakes?". Natürlich nur, wenn das einigermaßen geht und das Kind nicht total panisch reagiert. Später würde ich dann sagen: "Sag mal, hattest Du im Laden vorhin eigentlich Angst vor der Frau? Haste gesehen, dass gar nichts passiert ist?"