Abstillen

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Forum: Stillen & Ernährung

Muttermilch oder Flasche? Was schmeckt kleinen Kindern aufs Brot? Hier könnt ihr Fragen zur Säuglings- und Kleinkindernährung, aber auch zu eurer eigenen Ernährung während der Stillzeit stellen. 

Beitrag von leic 21.03.11 - 23:06 Uhr

Hallo,

mein Sohn ist in der 34. Lebenswoche, also fast 8 Monate alt. Er ist ein kerniger Kerl mit ordentlich Kohldampf. Seit 9 Wochen isst er Mittagsbrei, wenn auch ungern und so gut wie nie die volle Portion (ca. 200g), seit 5 Wochen isst er Nachmittagsbrei (den er meistens aufisst, weil er so lecker ist mit Obst) und seit heute haben wir mit dem Abendbreichen angefangen. Ich bin soweit zufrieden mit allem. Aber was ich mir wünsche ist, dass er mit 1 Jahr abgestillt ist und zwar komplett. Mir ist klar, dass er da ein Wörtchen mitzureden hat, aber das letzte Wort habe wohl ich ;-)

Ich mache inzwischen alles aus dem Bauch raus, nur was ich mir irgendwie noch nicht vorstellen kann, ist wie ich den Übergang machen soll. Also er isst nun alle 3 Breichen. Gestillt wird er dann nur noch nachts, morgens und vielleicht noch vormittags. Wie aber gewöhne ich ihm das nächtliche Stillen ab? Und morgens (er schläft prinzipiell seit er 3 Monate ist im eigenen Zimmer im eigenen Bettchen), hole ich ihn immer zu mir ins Bett. Dort stille ich ihn und wir schlafen meist noch mal ein bisschen ein. Wenn ich Glück habe, ist die Nacht dann endgültig gegen 8 oder halb 9h zu ende. Das ist super. Wenn ich ihn nun aber morgens um 6 oder 7h nicht mehr stillen soll/ will irgendwann, dann pennt er auch nicht mehr ein bei mir.:-( Und was gibt man seinem Kind als erstes Frühstück, wenn man nicht mehr stillt? Rühreier mit Schinken wohl kaum ;-) *ggg* Sorry, wenn ich vielleicht etwas naiv rüber komme, aber ich hab da irgendwie echt ein Brett vor dem Kopf und kann mir einfach nicht vorstellen, wie sich das geben kann alles, so im Detail, bis er wirklich ganz und gar keine Brust mehr bekommt. Ich möchte auf keinen Fall über 1 Jahr hinaus stillen müssen. Das ist einfach nicht mein Ding, so sehr ich die Stillerei bisher genossen habe. Ich brauche meinen Körper wieder für mich ;-) Kann mir jemand vielleicht weiterhelfen oder schildern, wie er es so gemacht hat. Super lieben Dank!

Viele Grüße
Chrissie mit Justus#blume

Beitrag von maisonne05 22.03.11 - 02:34 Uhr

Hi Chrissie,

unsere Maus hat mit 10 Monaten morgens angefangen Brot zu essen. mit lecker Marmelade oder Butter oder so. da sie einige Allergieen hat ist eh vieles weggefallen, aber den Kleinen schmeckt acuh einfach ein Brot mit leckerer Marmelade oder acuh mal nur Butter.
oder sie hatte Cornflakes gegessen mit Saft oder Sojamilch (da sie eine Milchallergie hat). hat sie super vertragen und mochte es gerne.

ansonsten, ich glaube angefangen habe ich mit Getreidebrei. also entweder nur Hirsebrei oder Dreikorn und da einen Löffel Marmelade oder etwas Obstbrei zum Süßen mit runtergemischt.

zum Abstillen: hör auf dein Gefühl, dann machst du alles richtig.
wie oft kommt er denn nachts?
als ihc irgendwann keine Lust mehr hatte nachts dauernd zu stillen habe ich sie halt ganz abgestillt (da wurde sie eh nur noch nachts und zum Einschlafen gestillt) und da war sie auch schon 16 Monate alt. sie ist immer nur an der Brust eingeschlafen, was auch etwas doof war.
habe dann halt abgepumpt und ihr 3 Flaschen zur Auswahl hingestellt. eine mit abgepumpter Milch, eine mit Saft-Wassergemsich und eine mit Tee. sie hat IMMER die mit Saft genommen (die Milch wollte sie nie, somit hatte sich das abstillen weniger Tage durch, also auch von meiner Seite aus, dass keine Milch mehr kam) und sie ist mir dann eben im Arm mit Flasche eingeschlafen. und recht kurz danach (1 Woche oder so) hat sie dann auch ganz durchgeschlafen.
morgens wurde sie da immer noch erst so gegen 9 oder so wach. inzwischen halt immer um 7, aber da kann ich acuh gut mit leben, dann gehe ich halt nicht erst um Mitternacht ins Bett wie zu der Zeit als sie so lange geschlafen hat :)

Beitrag von leic 22.03.11 - 10:11 Uhr

Hi maisonne05!

Vielen Danke für Deine ausführliche Antwort. Er schläft seit 2 Tagen wieder komplett durch und das obwohl wir mitten im Entwicklungssprung stecken. Ich lasse ihn jetzt shcon manchmal morgens von meinem Frühstücksbrot probieren. Will aber auch nicht zu früh damit sein. Weiß ja nicht, ab wann man einem Säugling sowas anbieten kann. Aber jetzt habe ich eine Hausnummer - also ab dem 10. Monat. Durchgeschlafen hatte er schon eine ganze Weile so um den 6. Monat rum. Dann wurde er geimpft im 7. und beschnitten vor gut 1 1/2 Wochen. Das brachte wieder jeglichen "Rhythmus" durcheinander und das Durchschlafen war vorbei. Jetzt macht er es vermutlich auch wieder, weil wir seit gestern abendbrei füttern. So etwas wie Pre-Milch kommt für uns nicht in Frage. Solange ich Milch habe, bekommt er die auch, solange er sie haben möchte. Ich würde wenn überhaupt nachts Wasser anbieten wegen der Zähne. Wenn er das nicht will, dann muss ich wohl solange wach bleiben, bis er wieder schläft, aber Saft oder Tee nachts finde ich persönlich nicht gut. Er hat schon 8 Zähne daher sind wir da auch schon gut mit Putzen hinterher ;-) Deine Antwort hat mir jedenfalls geholfen, vielen lieben Dank und alles Liebe!
leic#winke

Beitrag von berry26 22.03.11 - 09:07 Uhr

Na ist doch ganz einfach.... Flasche mit PRE!

Tagsüber kannst du, falls es klappt, ja auf festes Essen übergehen. Frühstück z.B. Brot! Nachts dann eben die Flasche mit PRE! Ich würde allerdings schon beachten das im ersten Lebensjahr Milch das Hauptnahrungsmittel bleiben sollte.

Auch Kleinkinder brauchen noch die Muttermilch bzw. Muttermilchersatz! Zumindest wäre es besser für sie und solange musst du nachts halt aufstehen und Fläschchen schütteln.

LG

Judith

Beitrag von leic 22.03.11 - 11:05 Uhr

Liebe Judith,

danke für Deine Antwort. Aber Pre-Milch kommt für uns absolut nciht in Frage. Da verzichte ich liebe auf meine Autonomie, bevor ich ihm was Künstliches gebe. Die Breichen sind auch alle selbst gekocht. In Ausnahmen bekommt er mal ein Glschen, wenn es nicht anders geht. Also PRe ist jedefalls keine Lösung für uns. Und das Muttermilch absolut wichtig ist, gerade im ersten Jahr, ist mir durchaus bewusst, daher will ich ihn ja auch erst mit einem Jahr abgestillt haben;-) Mir ging es mehr um den Übergang, wenn er dann eins ist und immer noch Brust will. Aber ich habe schon die eine oder andere Info bekommen, mit der ich etwas anfangen kann. Danke Dir trotzdem sehr für die Mühe und ganz liebe Grüße:-)
leic

Beitrag von steffi0413 22.03.11 - 10:40 Uhr

Hallo Chrissie,

da würde ich mich zustimmen, für deinen Kleinen ist die Milch im ersten Lebensjahr noch sehr-sehr wichtig. Idealerweise sollte im ganzen ersten Lebensjahr die Milch das Hauptnahrungsmittel sein.

Wenn Du erst in 4 Monaten komplett abstillen möchtest, dann kannst Du das erst noch so lassen, er wird doch - wenn ich richtig verstanden habe - nur 2x tagesüber und in der Nacht gestillt.

Wie oft kommt er in der Nacht?

In diesem Alter wird Stillen immer mehr wichtiger als Körpernähe, Beruhigung, „Schlaftablette”. Aus diesem Grund funktionniert in den meisten Fällen nicht wenn man als "Ersatz" NUR Flasche, Tee, Wasser, Schnuller usw. anbietet.

Der "richtige Ersatz" (wenn man davon reden kann) ist Körpernähe, Kuscheln.

Zuerst versuche die "Mahlzeit" wegzulassen die für ihn am wenigsten wichtig ist.
Du kannst zB. monatlich 1 weglassen (die in der Nacht habe ich jetzt als 1x gerechnet).

Du kannst zuerst sagen (immer mit ihm besprechen, auch wenn Du meinst, dass er nicht versteht), dass er jetzt nur ein ganz wenig trinken darf, dann kuschelst Du mit ihm. Wenn er anfängt zu weinen, protestieren (was ganz natürlich ist, er verliert gerade etwas wichtiges) kannst Du noch ein bisschen anlegen und so weiter.
Wenn das schon gut geht und er "nur ein bisschen stillen" akzeptiert, könnt ihr Trinken ganz weglassen und nur kuscheln.
Dann kommt die nächste Mahlzeit...

Das ist für ihn ein Tempo und Methode, wo er nicht verletzt wird, Deine Brüste haben auch Zeit sich anzupassen und bekommst Du keinen Milchstau oder ähnliches.

Sehr wichtig ist aber, dass er "nur" auf die Brust verzichten muss und keinesfalls auf deine Nähe und Sicherheit.

Wenn Du ihn morgens nicht mehr stillen wirdst, wird er wahrscheinlich früher aufstehen. Ihr solltet aber weiterhin im Bett kuscheln und wenn er so nicht wieder einschläft, dann aufstehen. Für Frühstück würde ich einfach Brot mit Aufstrich geben, oder Getreidebrei und wenn er nicht mehr gestillt wird, dann (Pre)Milch.
Für mich scheint aber das Morgenstillen viel wichtiger als zB. die in der Nacht, würde ich also das als letztes lassen. (Du weisst das aber besser, was für ihn wichtiger ist)

In der Nacht kannst Du mit dem "wenig trinken , dann kuscheln" genau so vorgehen und dazu etwas zum Trinken aus der Flasche oder Becher anbieten. Wenn er in der Nacht nicht mehr gestillt wird, bedeutet aber nicht automatisch, dass er nicht mehr wach wird. Dann musst Du ihn mit einer anderen Methode in den Schlaf begleiten (kuscheln, herumtragen, schaukeln).

LG
Steffi

Beitrag von leic 22.03.11 - 12:19 Uhr

Liebe Steffi,

ist ja witzig, so ähnlich mache ich es schon. Er bekommt nachts die Brust, aber nur noch eine Seite, statt wie vorher IMMER beide seiten. Dann wird gekuschelt, bis er wieder einschläft. Mitten in der Nacht geht das auch, aber sobald es hell wird, keine Chance mehr nur mit Kuscheln. Ich kann doch nicht ab hlb5 oder 5h morgens schon mit ihm aufstehen. Also bleibe ich noch liegen und stille ihn. Ich denke aber auch, Du hast recht - er wird sich mit 10 Monaten nicht mehr so verhalten, wie jetzt mit gut 8 Monaten. Die letzten 2 Nächte hat er sogar wieder volle Lotte durchgepennt. Das hatten wir um den 6. Monat rum schon mal, aber durch verschiedene Dinge kam sein Rhythmus durcheinander. Jetzt scheint es sich wieder einzupendeln und seit gestern bekommt er ja auch den Abendbrei.

Ich danke Dir erst mal lieb für Deine ausführliche Antwort und Mühe. Hat schon geholfen.

GLG
leic;-)