Wahrheit oder Lüge?

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Forum: Allein erziehend

Als Alleinerziehende selbstbestimmt zu leben hat Vorteile, andererseits ist es oft sehr anstrengend, den täglichen Herausforderungen allein zu begegnen. In diesem Forum findet ihr die Hilfe und Unterstützung von Frauen, die in einer ähnlichen Situation sind.

Beitrag von demi1987 21.03.11 - 23:58 Uhr

Hallo ihr Lieben,

Ich hatte einen festen Plan dafür was ich meinen Kindern ( wenn sie alt genug sind ) darüber erzähle ob sie geplant waren oder nicht, wie das mit den Papas gelaufen ist usw.

Ich wollte ehrlich zu meinen Kindern sein und ihnen erzählen dass sie zwar nicht geplant waren aber ich mich zu 100 % gegen eine Abtreibung entschieden habe und mich für sie entschieden habe!

Ich wollte Ihnen auch erzählen dass es mit ihren Vätern nicht funktioniert hat und wir uns damals getrennt haben.

Meine Mutter war auch ehrlich zu mir und hat mir erzählt dass ich nicht geplant aber dann im Endeffekt gewollt war ... und ich hasse sie nicht dafür

Im Gegenteil ich liebe meine Mama!!

Was meinen Vater angeht hat sie mir erzählt dass es nicht funktioniert hat, hat mir aber trotz aller differenzen die sie je mit ihm hatte, die Möglichkeit gegeben Kontakt mit ihm aufzunehmen und mir selbst ein Bild zu machen.


Is das der falsche Weg?

Ich durfte mir gerade anhören ich wäre ja "scheisse" wenn ich meinen Kindern erzählen würde dass sie nicht geplant waren ... was soll ich machen.
Ihnen ihr Leben lang vorlügen dass sie Wunschkinder waren und alles toll war ?

Sorry für das ganze #bla

Grüße Demi

Beitrag von zahnweh 22.03.11 - 01:26 Uhr

Hallo,

die wenigstens Kinder werden geplant. Sie kommen überraschend und werden geliebt.

Meine 3,5 Jahre fragt schon seit einiger Zeit nach ihrem Papa. Lange Zeit ließ sie sich bestätigen, dass sie auch einen hat. Der ist zwar nicht da, aber sie hat einen.

Dass mit der Planung weiß sie noch nicht... allerdings dass ich mich freue, dass sie da ist, sag ich ihr ganz oft. Einfach so mal zwischendurch. Egal ob in einer stressigen Situation oder wenn wir beide fröhlich sind.

da es keinen Kontakt mehr gibt zu ihm, hat sie Fotos. Und sie kennt auch ihre Großeltern. Das tut ihr sicher auch ganz gut.

Ich antworte auf das, was sie fragt. Nicht mehr (könnte überfordern; wenn sie bereit ist fragt sie weiter) und nicht weniger. Wenn ich etwas nicht weiß, gebe ich das offen zu. Alles andere würde sowieso durchschauen ... und dann auch das Vetrauen senken...

Beitrag von demi1987 22.03.11 - 07:28 Uhr

So ähnlich sehe ich das auch die Kids würden früher oder später doch sowieso rausbekommen ob man sie angelogen hat oder nicht und wenn das dann der Fall war, hängt erst mal der Haussegen schief.

Beitrag von manyatta 22.03.11 - 07:16 Uhr

Hi!

Ist das so wichtig? Hm.......

Ehrlich gesagt finde ich es nicht wichtig, ob es nun ein Wunschkind war oder nicht. Ich habe meine Eltern zumindest noch nie dazu befragt, ist mir aber auch ziemlich egal.
Sie haben mich bekommen und aufgezogen, dementsprechend lieben sie mich auch. Fertig. Was davor abgegangen ist, ob sie lange probiert haben ein Kind zu bekommen oder ob es ein Wunsch war der schnell erfüllt wurde, oder ob es ein "Unfall" war..... find ich unwichtig.

Das soll jetzt keine Kritik sein, nur meine Gedanken dazu ;-)

LG

Beitrag von demi1987 22.03.11 - 07:30 Uhr

Für mich ist das wichtig.

Ich weiss dass ich meine Mama gefragt hatte was los war usw.

Und wenn meine Kinder mal fragen dann will ich ihnen gegenüber genauso ehrlich sein wie`s meine Mutter bei mir war.

Mich hat interessiert wie andere das sehen.

Beitrag von manyatta 22.03.11 - 07:34 Uhr

Ja, versteh ich schon....

Ich würde dann aber das mit dem "100%igen Nicht-Dagegen-Entscheiden" weglassen.
Also die Kinder waren nicht unbedingt gewünscht zu diesem Zeitpunkt damals, aber man hat sie bekommen und war/ist glücklich darüber. Da finde ich, muss man eine mögliche Abtreibung nicht erwähnen. Oder? ich würde das gar nicht mit ins Gespräch einbringen.
Verstehste was ich meine?

LG

Beitrag von silbermond65 22.03.11 - 07:43 Uhr

So wie du es machen willst ,finde ich es richtig.
Meine Tochter ist zwar ein Wunschkind ,aber die Geschichte um ihren Vater und warum wir kein Paar sind ,wird für sie sicher schwer zu verdauen sein.
Ich werde trotzdem die ganze Wahrheit erzählen .Es ist ihre Geschichte und da hat sie ein Recht drauf.

Beitrag von lichtchen67 22.03.11 - 11:58 Uhr

Mein Sohn war vom ersten Tage an gewollt, aber nicht geplant, ich war 19 und im Abi ;-).

Heute ist er 25.... er hat einmal gefragt, ob er geplant entstanden ist.

Irgendwann, da war er so 17 oder 18.... da hat ihn ein Kumpel mal gefragt, wie das so war, schließlich sei seine Mutter ja nur 19 Jahre älter als er selber und da fragte er mich dann. Die Antwort war von mir dann ehrlich, er war ja auch alt genug... dass er eben natürlich nicht geplant war aber von der ersten Sekunde an gewollt und gewünscht. Ihm selber ist nie aufgefallen, wie junge Eltern er hat, für ihn waren wir immer "Mama und Papa" und damit automatisch alt :-D

Lichtchen

Beitrag von 16061986 22.03.11 - 12:02 Uhr

Ich werde meinen kindern auch die wahrheit erzählen wenn sie danach fragen. die kleine kennt ihren papa nicht und das hat auch seine gründe und die werde ich ihr nicht vorenthalten(natürlich auf kindgerechte art und weise wenn sie mal frägt).
wieso soll ich sie anlügen?irgendwann kommt doch die wahrheit raus und ich zieh mir den schuh nicht an,meine kinder belogen zu haben.
der papa der großen kümmert sich kaum,sie hat oft gesagt,er hat sie nicht lieb, ich hab ihr immer wieder gesagt er hat sie schon seeeehr lieb usw. das weiß ich nur er war einfach zu jung,ist jetzt noch nicht reif genug(das sag ich ihr natürlich nicht so) und dann lass ich sie ihn anrufen und dann kann sie ihm all die fragen stellen und er muss antworten finden!

Beitrag von a11ure 22.03.11 - 13:45 Uhr

Grundsätzlich kein schlechter Weg - wenn der KV nicht irgendwann eine andere Geschichte erzählt?

Beitrag von kati543 22.03.11 - 14:29 Uhr

Nein, du sollst sie nicht anlügen. Aber so eine Story erzählt man niemanden von sich aus. Irgendwann wollen Kinder wissen, was ihre geschichte ist und dann kannst du es erzählen.

Ich bin immer ein Wunschkind gewesen. Mein jüngerer Bruder ein Unfall - aber er wurde deswegen nie weniger geliebt. Natürlich hat er diese "Wahrheit" erst erfahren, als ihn so etwas nicht merh umhauen konnte. Denn ich denke schon, dass es ein "Minischock" für ein Kind sein kann, nicht gewollt gewesen zu sein. Es kommt eben immer darauf an, wie man das erklärt und was für ein Umfeld das Kind hat. Also wenn man damit rechnen muß, dass ein Onkel, neidischer Nachbar,... dem Kind das auf häßliche Art offenbart, dann ist es besser, man tut es selber.

Beitrag von sarahg0709 22.03.11 - 14:30 Uhr

Hallo Demi,

meine beiden Kinder waren nicht geplant. Aber im Endeffekt bin ich froh, dass es sie gibt.

Mein Sohn weiß das auch (aus dem einfachen Grund, weil mich der KV verlassen hat), ob ich es mal meiner Tochter sagen werden, weiß ich nicht.


LG

Beitrag von janamausi 22.03.11 - 15:48 Uhr

Hallo,

ich finde, man sollte Kindern nicht von sich aus sagen wie alles war sondern warten, bis sie selber Fragen stellen.

Auch hab ich meine Eltern nie gefragt ob ich geplant war oder nicht. Aber da wir diese typische Familie sind (Heirat meiner Eltern, Haus, mein Bruder und ich) bin ich wohl einfach davon ausgegangen das ich geplant war :-) Vielleicht hätte ich ja gefragt wenn meine Eltern getrennt wären...

Aber ich würde wohl zum Schutz der Kinder denen im Kindesalter/Jugendalter nicht erzählen, dass sie nicht geplant waren. Ich bin mir da nicht so sicher, ob sie es verstehen bzw. ob sie z.B. in der Pupertät damit zu Recht kommen.
LG janamausi

Beitrag von xbienchenx 23.03.11 - 10:20 Uhr

Bei mir war das erste geplant, das zwite ungeplant und das dritte geplant. Und alles wissen die Warheit. Wenn man es vernünftig verpackt, wird sich das Kind auch nicht scheiße fühlen.

Ich bin immer für die Warheit!

Beitrag von sneakypie 23.03.11 - 14:43 Uhr

Ich würde das Wort ''Abtreibung'' wohl eher nicht in den Mund nehmen. Ansonsten aber - warum nicht?

Und: nur weil ein Kind nicht geplant war, heißt das nicht, dass es kein Wunschkind ist. Ein Wunschkind ist ein Kind, das erwünscht ist - und das waren deine ja, nicht? Sonst hättest du sie ja nicht bekommen.

Ist es denn so wichtig, ob die Kinder geplant waren oder nicht? Die meisten sind doch ungeplante Wunschkinder. Wichtig ist, glaube ich, für Kinder nur, zu hören, DASS man sich auf sie gefreut hat, als klar war, dass sie unterwegs waren. Völlig egal, ob man auf sie hingearbeitet hat oder nicht.

Gruß
Sneak

Beitrag von frau-pepsi 23.03.11 - 16:32 Uhr

Das Wort "ungelant" würde ich ganz weglassen. Klingt irgendwie negativ. Meine Eltern haben immer gesagt ich war eine Überraschung. Ich glaub ich war schon volljährig als mir dann aufgefallen ist das es ja einfach ein anderes Wort für ungeplant ist. Auf jeden Fall hab ich mich nie unwillkommen gefühlt. ;-)

Beitrag von parzifal 24.03.11 - 10:47 Uhr

Wenn die Kinder nicht fragen warum sollte man dann von sich aus aufklären, dass sie nicht geplant waren?

Und das mit der Entscheidung gegen eine Abtreibung erzählt man erst recht nicht von sich aus.

Mir leuchtet beim besten Willen nicht ein warum man zu seinem Kind geht und ohne Anlaß erzählt "weißt du ich habe mich gegen eine Abtreibung von dir entschieden"?

Schafft es jemand dafür eine nachvollziehbare Begründung zu geben?

Und wie kommst Du auf "vorlügen"? Weil Du von Dir aus etwas nicht erzählst (wozu es keinen Anlaß gibt) ist das ein "vorlügen"?