SOS - Wer hatte von euch eine Schilddrüsen-Punktion???????

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Forum: Gesundheit & Medizin

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Beitrag von merry-go-round 22.03.11 - 09:22 Uhr

Hallo, meine Frag steht ja schon oben.

Mich würde interessieren, wie das für euch war und wielange es gedauert hat.
Tut das weh?

Beitrag von miau2 22.03.11 - 10:23 Uhr

Hi,
ich hatte eine, ist aber schon ein paar Jahre her (und war letztendlich vollkommen überflüssig - unauffälliger Befund, und nur 4 Monate später die Krebsdiagnose...).

Der Pieks war sehr unangenehm, und es tat auch etwas weh. Allerdings war (und bin) ich eh sehr empfindlich im Halsbereich. Die Schmerzen danach waren problemlos erträglich und nach ca. 2 Stunden vorbei, wenn ich mich richtig erinnere.

Ich hatte schon schlimmere Untersuchungen ;-). Ist halt blöd, wenn man es eh nicht abkann wenn etwas an den Hals kommt und dann dort so herumgefummelt wird - aber das ist halt mein ganz persönliches Problem.

Warum wird die denn gemacht?

viele Grüße
miau2

Beitrag von merry-go-round 22.03.11 - 11:39 Uhr

Oh Gott!

Ich habe einen kleinen Knoten.

Mir wurde gesagt, das die Wahrscheinlichkeit sehr niedrig wäre etwas böses zu haben.

Mein Endo. soll ein absoluter Spezialist im Bereich Punktion sein.
Mir wurde gesagt, wenn ein Arzt gut Punktieren kann, dann ist das Ergbniss ziemlich sicher.

Kann man nicht irgendwelche Beruhigungstabletten nehmen
für die Punktion?

Beitrag von miau2 22.03.11 - 11:49 Uhr

Hi,
wie gesagt, die Punktion selbst war durchaus überstehbar, nur eben leider komplett überflüssig. Ich hätte es mir sogar schlimmer vorgestellt.

Wegen tabletten zur Beruhigung solltest du deinen Arzt fragen. Ich hätte sie nicht gebraucht. Für danach gabs die Empfehlung, paracetamol zu nehmen bei Bedarf. Stärkeres ist nicht nötig. Und da ich nach der Punktion brav aufs Pflaster gedrückt habe (gleicher Grund wie nach Blutentnahmen) hat sich auch kein bluterguss gebildet. "Handwerklich" war das schon voll ok.

Die generelle Wahrscheinlichkeit, dass ein kalter Knoten (ich gehe mal von einem solchen aus) bösartig ist ist sehr gering, liegt auf das gesamte Leben gerechnet so bei 5% (darunter also auch die Fälle, wo es im hohen Alter eintritt, nie oder nur zufällig bemerkt wird und i.d.r. auch nichts mit der Todesursache zu tun hat). Je größer er wird desto größer wird die Wahrscheinlichkeit - Wachstum ist ein Indiz für Entarten. Daher wurde bei mir dann letztendlich doch operiert, zum Glück.

Nur wenn wie bei mir nicht der komplette Knoten bösartig ist, sondern "nur" ein kleiner Teil, dann ist und bleibt es halt leider Glückssache, ob bei der Entnahme gutartiges oder entartetes Gewebe entnommen wird. Wobei vermutlich auch da gilt, je kleiner der Knoten desto größer die Chance, dass entnommenes gutartiges Gewebe auch bedeutet, dass der Knoten komplett gutartig ist.

Und natürlich wird die Frage, ob mein Knoten vielleicht auch zufälligerweise erst in den darauf folgenden 4 Monaten entartet ist nie beantwortet werden - da es aber schon auf die umliegenden Lymphknoten gestreut hatte ist das doch eher unwahrscheinlich, auch, weil ich einen i.d.r. relativ langsam wachsenden krebs erwischt hatte (der aber auch die besten Heilungschancen hat).

Ist halt die Frage, WEN man fragt. Fragst du einen Chirurgen (oder wie mich einen ohne Befund punktierten Krebspatienten) bekommst du garantiert die Antwort: überflüssig, lieber gleich operieren. Fragst du einen Nuk oder Endo wird der dir in aller Regel sagen, dass eine Biopsie eine sinnvolle Sache ist.

Beitrag von mokli 22.03.11 - 12:46 Uhr

Hallo!

Ich würde einen Knoten der verdächtig ist (und das wird ja wohl der Grund für die Punktion sein?) immer entfernen lassen.

Ich habe gehört dass eine Punktion bei einem Knoten unsinnig ist, da in den seltensten Fällen der gesamte Knoten bösartig ist. Dadurch kann es sein dass das entnommene Gewebe gutartig ist, der Krebs daneben aber ungestört weiter wachsen kann.

Ehrlich gesagt würde ich mir an deiner Stelle eine zweite Meinung einholen.

Ich bin froh dass bei mir nicht punktiert, sondern direkt operiert wurde!

LG, Monika

Beitrag von josili0208 22.03.11 - 13:06 Uhr

Ich habe schon 2 gemacht. Es tut nicht weh, wirklich gar nicht. Es drückt, wie wenn Du mit dem Finger auf die Schildrüse drückst, mehr nicht. Das ganze dauert etwa 5 Minuten. Du brauchst wirklich keine Angst zu haben :)

Beitrag von merry-go-round 22.03.11 - 13:54 Uhr

Also ich habe nun mit 3 Ärzten gesprochen.
Der Endo soll ne Koryphäe sein... mit ihm und den Internisten (unabhänig) habe ich über die Zuverlässigkeit gesprochen.
Die sagten mir ich soll mich nicht verrückt machen lassen,
das immer viel erzählt wird wenn der Tag lang ist.
Und ein guter Endo mit einer sehr guten Punktionserfahrung schon ein sehr sicheres Ergebniss erzielt.
Dazu wurde mir dieser Endo empfohlen, da er einer der Besten auf seinem Gebiet sein soll.

Ich habe eine riesen Angst vor der Punktion bzw bin ich dem Endo gerade deswegen von der Liege gehopst, weil ich mich nicht getraut hatte #zitter

Gibt es nicht irgendwelche Beruhigungsmittel?

Beitrag von josili0208 22.03.11 - 14:52 Uhr

Ich war auch bei beiden Malen bei sehr angesehenen Ärzten, ich denke das ist wichtig. Ich habe seit locker 10 Jahren Knoten in der Schilddrüse und bis jetzt gab es keinen Anlass zur Sorge.
Vertrau mir, das tut nicht weh. Ich schwörs Dir! (Und wenn ich sowas sage... Ich bin schon beim Blutabnehmen ohnmächtig geworden und fand bei der Geburt meiner grossen Tochter das allerallerschlimmste, den Zugang zu legen #gruebel - also ich bin normalerweise WIRKLICH ein Jammerlappen!)

Beitrag von merry-go-round 22.03.11 - 15:14 Uhr

Josili, das glaube ich dir gerne.

Oh man... allein die Vorstellung ich bekomme eine Nadel in den Hals,
finde ich HORROR.

Wie das dauert 5 MINUTEN solange???????????#schock
Ich meine Blut abnehmen, dauert nur 45 sek.,
wenn man mir die Nadel länge im Arm lässt wird mir schon schlecht und ich bekomme nasse Hände. Auch wenn es nicht weh tut. Ich empfinde es als sehr unangenehm.


Beitrag von josili0208 22.03.11 - 15:33 Uhr

Nein also Du hast natürlich nicht 5min was im Hals stecken ;-) Das geht so, hinlegen, desinfizieren, rein, raus.. Also so etwa solange wie Blutabnehmen, eher schneller. Und hinterher hat auch nix wehgetan, geblutet oder sonstwas. Ehrlich nicht!
Und ich war schon bei 2 verschiedenen Ärzten...
#liebdrueck
Wann hast Du denn Termin?

Beitrag von merry-go-round 24.03.11 - 18:25 Uhr

Danke, Josili... hast ne PN :-)

Ich pack das ohne Beruhigungzeug nicht.
Seit dem ich das weis bin ich nur panisch.
Im Internet steht ja auch wirklich eine schlimme Story neben der anderen.
Nervlich bin ich total am Ende und werd mir was von meinen Arzt geben lassen müssen.
Ich kann kaum essen noch schlafen. Für mich ist das alles der absolute Alptraum.